Welcher Treffer ist das / Nachsuche / Reh

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Es war fast klar, dass Leute mit wenig jagdlicher Erfahrung das in Frage stellen.
Da gebe ich Dir sogar recht. Ich habe wenig Erfahrung auf dem Gebiet VM auf Wild (speziell Schalenwild, darum ging es hier ja).
Um es anders auszudrücken gar keine.
Ich habe auch keine Erfahrung mit Hauptschüssen.
Und auch keine wie es ist, freiwillig auf erfahrene Nachsucheführer zu verzichten und Wild mit Freunden selbst nachzusuchen.
Aber dies ist eine ganz bewußte Entscheidung.
Ich halte das alles nämlich für nicht waidgerecht und für eine große Sauerei dem Wild gegenüber.

Vor allem ist das alles , aufgrund ständig vorhandener besserer Alternativen komplett unnötig.
 
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Und irgendwann kommt die Situation, da brauchst du einen Hund. Letztens hier im Revier, Kirrung im Wald, Funkkamera meldet einzelnen Keiler. Erfahrener Saujäger zieht los und beschiesst auf ca 30m das Stück als es breit steht. Der Keiler gibt Fersengeld. Nichts mehr zu sehen, kein weiteres Geräuscht, geschossen wurde mit SD und Technik ud mehr wie ausreichendem Kaliber. Kollege WBK raus, in der Hoffnung, das der Keiler in der Nähe liegt. Nada, Nix, Niente. Kurze Anschußkontrolle mit der Taschenschlampe, kein Schweiss in Fluchtrichtung. Da um 3 in der Früh heim für eine kurze Mütze Schlaf, um 7 dann NSF organisiert. Der war um 8:30 da und keine 2 Minuten später was die Sau gefunden,

Was ist passiert: Der Anschuss war direkt in der Suhle, da ist der Schweiß im Moorgrund nicht auffindbar gewesen. Der Lümmel ist in den noch verbeibenden 3 Schritten seiner Reflexe in einen nicht einsehbaren Graben unter Büsche gerutscht und war in der WBK nicht auffindbar. Da kein Schweiß, auch nicht den eingen, kleinen Hund geholt, sondern gleich auf Nummer sicher gegangen und Gespann organisiert. Ich war mit beim Bergen dabei, ich hätte den Keiler mit den Augen am Morgen nicht mal auf 1 m in dem Gebüsch gesehen.

Und du? Hättest du Nachgesucht? Oder - weil nicht mehr zu hören war gleich aufgegeben? Egal was, Technik hätte in der Situation nicht geholfen. Und auf eine breit stehenden Keiler in 30m, da lässt jeder "fliegen". Was anderes kann mir keiner erzählen.
 
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Na dann mach doch eine geschlossene Gruppe draus. Dort kannst du gern auf Meinungsführerschaft und - dominanz bestehen. Ich schätze das stört die vielen Länder und Jäger außerhalb des Stammlands des Nachsuchenwesens quer über den Globus nicht wirklich. Die Jäger dort halten sich an ihr Recht und Gesetz. Und wenn es dort kein dir genehmes Nachsuchewesen gibt, dann ist es halt so.
Das ist wohl so,

und wenn man z.B. amerikanische Jagdzeitschriften abonniert hat, so wie ich, und dortige Literatur liest (btw auch französische und spanische ...), dann liest man zwischen den Zeilen, das nicht nachgesucht wird, wenn nicht am Anschuss Schweiss zu finden ist. Dann wird philosophiert, warum man trotz optimaler Ausrüstung gefehlt hat. Ganz ohne Scham.

Gruß,

Mbogo
 
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Zumindest in Teilen Frankreichs (v.a. in den Départements Moselle, Bas-Rhin und Haut-Rhin, aber nicht nur) gibt es mittlerweile ein sehr gut organisiertes Nachsuchenwesen.
Auch Italien entwickelt sich😉
 
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Beim brauchbaren Hund hört der Anspruch des Gesetzgebers auf.
1. Welches Bundesland?
2. Natürlich verbietet der Gesetzgeber es nicht, nach einem Stück (zunächst) ohne Hund zu suchen. Aber alle BL schreiben meines Wissens eine „fachgerechte“ Nachsuche vor und das ist eben eine mit einem brauchbaren Hund. Der Meistervollmantelschütze will indessen auf Hundeeinsatz per se und immer verzichten.
 
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