Welches Kaliber bzw. Kaliber-, Geschosskombination ist relativ Richtungsstabil bei dünnen Ästen?

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Habt ihr schon mal ein Flintenlaufgeschoss im Mais gesehen, das hin und her tanzt?
Ich habe das einmal von oben gesehen. Die Fahnen der Maispflanzen brachen völlig unvorhersehbar links rechts abwechselnd ab.
Seit dem habe ich höllisch Respekt vor den Dingern. Aber unempfindlich gegen Ablenken sind sie bestimmt nicht.
 
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Wie gesagt, rel. unempfindlich sind lange (4-5fache Kaliberlänge) VMR-Geschosse und auch da ist nicht 100%-ig Verlass drauf.
Alles andere, egel ob Voll-/Teilzerleger, Deformator, bleihaltig, bleifrei, dick, dünn, hohe Geschwindigkeit, niedrige Geschwindigkeit, drallstabilisiert, pfeilstabilisiert ist reines Lotteriespiel.
 
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ich, damals jung und dumm, habe mal einen Bock beschossen, der in hohem Gras stand. Ca. 60 m, 7x64 Brennecke TIG. Ich habe dann 3 Fangschüsse gebraucht, dem Jagdfieber geschuldet. Dem Reh fehlten ca.15 cm Ziemer und es schaukelte wie ein Schaukelpferd. Das war Schexxe hoch 10:mad::mad::mad: und sah aus, wie mit Posten geschossen.
 
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Zur Ausgangsfrage:
Keines um damit wissentlich durch einen Busch auf Abstand dahinter stehendes Wild zu schießen.

Ist auch mein Gedanke. Das gibt einem einfach eine trügerische "Sicherheit": sicherlich wird sich eine .50BMG weniger von kleinen Ästchen beeindrucken lassen als eine .22LfB -um mal in Extremen zu sprechen- aber ein Hindernis in der Flugbahn bleibt ein Hindernis und es besteht daher immer ein Risiko unvorsehbarer Flugbahnänderungen, und/oder daß das Geschoß ins Taumeln gerät. Ein Reh oder bspw. auch ein Frischling sind recht kleine Ziele, auch auf kurze Pirschentfernungen, und ein paar cm zusätzliche und unvorhersehbare Abweichung vom Haltepunkt können schon einen Unterschied machen. Bekannter erzählte letztens von einer DJ, wo einem anderen Schützen sowas in der Art passierte, als er ein Reh beschoß: das Reh lag wohl zwar bzw. war nicht mehr mobil, klagte aber stark und anhaltend und außer Sicht, bis es endlich mit dem Messer abgefangen werden konnte. Sowas möchte man einfach nicht. Von daher wird vermutlich eine gesteigerte Aufmerksamkeit gegenüber Flugbahnhindernissen eher der Schlüssel sein, als ein Kaliber- oder Geschoßwechsel. Es geht schließlich um vermeidbares Tierleid, und nicht um einen Schuß auf eine Zielscheibe, wie in dem Video des Irakveterans.
 
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Kein Kaliber und keine Kaliber/Geschoßkombination ist vorraussagbar richtungsstabil beim Beschuß von Astwerk.
Schon die kleinste, im Millimeterbereich liegende Abweichung der Geschoßspitze, kann auf kürzeste Schußentfernungen von unter 50m, bereits zu zig Zentimeter an TPL-Abweichungen führen.
Nach dieser vorzüglichen Aussage könnte dieser Faden eigentlich geschlossen werden.👍
 
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...ab .50BMG könnte man davon ausgehen, dass Äste Egal sind....

Je näher an der Mündung der Kontakt ist, desto stärker wirkt er sich destabilisierend aus, der Stabilisierungsfaktor des Geschosses nimmt mit zunehmender Flugzeit zu(Verlust der Rotationsgeschwindingkeit wesentlich geringer, als Verlust der Geschoßgeschwindigkeit).
Das kommt auf die Äste an.

und dazu #2
Von der Tendenz her:
Je näher eine "Flugbahnstörung" der Mündung ist, umso größer die Abweichung.
Je näher dem Ziel, umso geringer.
Nur wie gering, das lässt sich nicht sicher vorhersagen.
 
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