Welliger Hülsenhals

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#1
Hallo zusammen,
ein Freund von mir hat sich einige Patronen im Kaliber 7x64, mit einem 150 gr TTSX laden lassen.
Nun frag er mich wieso hierbei Wellen am Hülsenmund entstanden sind. Die Wellen folgen quasi der Geschossform.
Verwendet wurde ein Setzmatritze von RCBS.







Sind die Patronen gefahrlos verwendbar? Oder sitzen die zu fest und würden den Druck erhöhen?

Danke schonmal

Gruß

FOX
 
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#2
Nur so eine Frage am Rande, stimmt da die L6? Die Geschosse sind sehr weit reusgesetzt.

und zur eigentlichen. ICH würde da die Finger weg lassen.

Da sieht nicht nach einfacher Setzmatrize aus, sondern eher nach einer zu stramm eingestellten Crimpmatrize.
 
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#3
Woher das genau kommt weiss ich nicht, aber das mit dem verwenden dürfte schwer werden, weil die Mun sich sehr wahrscheinlich nicht laden lassen wird. Zumindest war das bei mir so!
 
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#4
Ich sag mal, da stimmt was gewaltig nicht.

Die ladefähigkeit der Patronen ist auch mal in frage gestellt, da es so aussieht, das auf den ersten beiden Bildern die Patronen links auch die Hülsen gestaucht wurden...


Bei der ersten ersten von links ist das definitiv der Fall...

ich sag Patronen entladen, Hülsen wegwerfen, und einmal neu...

vll auch mal mit einem erfahrenen Wiederlader zusammen...
 
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#5
danke für eure Antworten.
Die L6 stimmt. Das habe ich extra nochmal nachgemessen.

Ich werde ihm sagen dass er sich mal mit dem Entladehammer hinsetzen soll und alle wieder entläd.
 
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#6
So sahen meine ersten Wiederladeversuche auch aus :) Dies nachdem ich ich den Innenaufweiter weg lies da wie sich später heraussstellte, dieser 0.03mm zu gross im durchmesser war. Also entweder war hier der Aufweiter zu dünn, oder er wurde weg gelassen.
 
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#7
Wuerde nicht ein Crimp in eine der Rillen gesetzt werden? Hier Entlastungsrillen, bei andere Geschoss eine ekstra Crimprille. Alle meine Geschossetzmatrizen kann ich so einstellen, das sie auch crimpen.

Es ist ja nicht sicher ob die Patronen geladen werden koennen, so wie der Hals aussieht.
Ich wuerde sie nicht verwenden wollen.

tømrer
 
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#8
Ähnliches hatte ich in der 9,3x62 auch mal mit Hasler Führbandgeschossen. Da war allerdings die Hülse nicht gestaucht.

Hier ohne weitere Info was zu ergründen ist nicht möglich.

Interessant zu wissen wäre,

Hülsenfabrikat, wie alt und wie oft schon geladen.
Hülsenwandstärke am Hülsenmund, Hülsenmundinnendurchmesser der kalibrierten Hülse.
Welche Matrize, ggf. Durchmesser Expander.
Tritt das bei anderen Hülsen auch auf, oder lassen sich auch andere Geschosse in diesen Hülsen nur mit erhöhtem Kraftaufwand setzen?

Hilfe zur Selbsthilfe,

Hülsenmundinnendurchmesser maximal 0,05 mm kleiner als Geschossdurchmesser.
 
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#10
...nachdem ich ich den Innenaufweiter weg lies ... entweder war hier der Aufweiter zu dünn, oder er wurde weg gelassen.
Das ist des Rätsels Lösung, gerade bei Kupferlingen ist das Weglassen des Innenaufweiters zu überlegen, insbesondere bei Automaten und Drückjagdlaborierungen.
Voll-Kupfer ist "härter", sprich weniger duktil als das Tombak/Blei Sandwich herkömmlicher Geschosse.

Nach der Nutzung einer Standard-Voll/Halskalibrier-Matrize (hier RCBS) wird der Hals enorm verjüngt, bevor der auf das Klemmen eines Bleigeschosses kalibrierte Innenaufweiter
durch den Hals gewürgt wird. Hier wird nun beim Geschosssetzen der Hals wieder aufgewürgt. Je nach Kaliber sollte man auf solch eine Vorgehensweise besser verzichten,
bei dieser 7mm sieht das ganz danach aus.

Meine Erfahrung, Patronen sind i.d.R. genauso ladbar und benutzbar wie nach Lehrbuch geladene (Gasdruck gem. Ladetabelle). Wenn die Schwimmringe allerdings
so stark aussehen wie hier, zudem der Übergang zur Hülsenschulter schon nach innen gebogen wurde zeigt dass einen enormen Stress für die Hülse an.
Die Präzision der Schulteranleger (Achtung Probleme Verschlussabstand möglich) ist eher schlecht zu erwarten. Ich hätte das jedenfalls so nicht gemacht.

Wmh
 
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#11
Horrido. ....Laden lassen ???? Von einem gewerblichen WDL dieser würde die Patronen so nicht rausgeben ....privat im engsten Sinne verboten !!!!? Langwaffen Munition braucht man nicht crimpen .....Da bekommst du nach jedem Laden (weil die Hülsen dünner werden) andere Crimpwiderstände....bzw Drücke.....mein Pulverlieferant war Benchrester....Der erklärte mir das ....!! Bei solch einer Form wäre für mich nachvder ersten schon Schluss gewesen !!! Bitte so nicht abfeuern ......Grüße +WMH, Olli
 
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#12
Hier noch zwei Fotos von den Matrizen.
Es steht nicht dabei ob es Crimp Matrizen sind.



 
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#13
Die Amerikaner haben net selten Probleme mit unseren metrischen Kalibern.

Innenaufweiter ist ganz einfach zu dünn.

Wenn neu reklamieren - wenn alt einfach neue Vollkalibriermatritze kaufen.

Hab insgesamt drei verschiedene 7x64er Matritzen - bei meinen is des Problem eher umgekehrt - bei den bleifreie Barnes muss ich zwingend den Innenaufweiter weglassen weil ich sonst nicht genug Grip bekomme.
 
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#14
Hier noch zwei Fotos von den Matrizen.
Es steht nicht dabei ob es Crimp Matrizen sind.



In dem Plastikkasten ist ausser der Matrizen auch eine Gebrauchsanleitung, welche richtige Maenner aber sofort wegwerfen.
In dieser steht beschrieben, wie die Matrizen eingestellt werden muessen um einen Crimp zu erzeugen.

tømrer
 
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