Weniger Jagddruck auf Rehe

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#3
Dabei hatte ich die Partei gerade endgültig abgeschrieben. Mal sehen ob dem Statement auch Taten folgen.
 
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#5
Der Nüßlein, ein Halb-Großkopferter der CSU, führt schon lange einen Privatkrieg gegen BaySF, einen Betrieb unter der Kontrolle der CSU. Lächerlicher geht es kaum.
Wenn schon der "Staat" den Jagddruck hoch hält, dann steht es doch den Jagdgenossenschaften, Kommunal- und Privatrevieren frei, den Jagddruck zurückzufahren.
 
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#8
Jagddruck üben die jenigen aus, die 5 Rehe vor sich stehen haben und keines erlegen wollen.
WEIL:
Diese Geis führt immer ein starkes Bockkitz, oder
diese Geis führt im nächsten Jahr bestimmt Zwillinge,
oder die 2 Böcke werden im nächsten Jahr bestimmt stärker usw.
Solange der Verbiss nicht tragbar ist gilt Zahl vor Wahl- auch im Genosssenschaftsrevier
Solange die Unfallrate immer weiter ansteigt, gibt es überhaupt keinen Pardon.
In unserem Landkreis gibt es Reviere mit 2,4 Rehwildunfällen auf den qkm Fläche.
In meiner Umgebung sind es nur 0,5 Rehunfälle je qkm. (lt Polizeibericht)
In dem 650 ha Revier waren vor 20 Jahren 16 Unfälle je Jahr und heute nur noch 0,5 je Jahr.
Den Kaskoversicherungs Schaden bezahlt jeder Autobesitzer über die Versicherungs Prämie.
 
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#9
...wenn Politiker sich mal wieder äußern.
Der Wilddruck ist in jedem Revier bzw. Region unterschiedlich.
Ich hab mit mal die Mühe gemacht mit der Wärmebildkamera die Wildbestände bei uns im Privatwald und im Staatswald 20 km entfernt zu vergleichen. Natürlich ist das keine Zählung, da die Dunkelziffern wesentlich höher liegt. Ins Verhältnis setzen kann man die Zahl aber doch, wenn die revierverhältnisse ähnlich sind. Man sieht deutlich, wo entsprechend gejagt wurde und welche bzw. ob Naturverjüngung wächst. Natürlich geht die Tendenz eher zu höherem Abschuss im Staatswald, jedoch ist das nicht die Regel.
War mal bei einem Betriebsgutachten eines Privatwaldbesitzers mit ca. 30 ha Wald dabei. Die haben den Abschuss verdoppelt... es samen sich aufeinmal flächendeckend Tannensämlinge an. Komisch, mhh?

Ich rede hier nicht davon, dass man jedes Reh totschießen muss. Aber wenn ich seh, was in so manchem Seniorenrevier rumrennt oder wenn FichtenVJ Verbissspuren zeigt, das gibt schon zu denken. Das sind dann auch meist die Jäger, die Nachts Angst haben auf Sauen zu sitzen:D;)
Alles umhauen, was auf der Fläche rennt ist genauso irrsinnig wie die Lebensraumkapazitäten bei extrem hoher Wilddichte zu strapazieren. Einfach das Revier kennen und den Lebensraumbedingungen entsprechend einen gesunden Bestand erhalten. Problem nur, dass jeder ne andere Auffassung von "gesund" hat.:unsure:
 
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#10
Natürlich verbeisst Rewild im Wald was das Zeug hält, teilweise kommt keine Buchen- und keine Ahornverjüngung hoch. Aber Druck ist nie hilfreich. Der Wolf, wo es schon welche gibt, macht schon genug Druck. Dort wo der Verbiss hoch ist und Druck in der Umgebung auf Wiesen und Feldern herrscht drücken die Rehe erst Recht in den Wald. Ich kann soviele Rehe schiessen wie ich will im Wald, ich bekomme immer welche nach aus der Umgebung, der Vorrat ist zur Zeit unerschöpflich. Ich kann kein Revier rehwildfrei schiessen, mit Hasen und Fasanen geht das, mit Rehwild nicht. Wie das bei 4000 bis 6000 Wölfen aussieht kann ich nicht sagen.
Im Wald muss in Naturverjüngungsarealen auf Rehwild scharf gejagd werden, wenn man nicht zäunen will. Wenn das Bäumchen hoch genug ist, kannste Pause machen. Für den Rehbraten hat es immer genug Rehe. Hast Du Wölfe im Revier hast Du Verbiss und guckst in die Röhre. Man kann ja nicht an jedes Pflänzchen einen Bewacher stellen.
sca
 
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#11
Dort wo der Verbiss hoch ist und Druck in der Umgebung auf Wiesen und Feldern herrscht drücken die Rehe erst Recht in den Wald. Ich kann soviele Rehe schiessen wie ich will im Wald, ich bekomme immer welche nach aus der Umgebung, der Vorrat ist zur Zeit unerschöpflich. Ich kann kein Revier rehwildfrei schiessen,


Ich habe mein Pachtrvier mit 75 Jahren freiwillig aufgegeben ( ist heute in besten Händen)
Wir hatten auf 750 ha Gesamtjagdfläche ca 200 ha Wald.
Am Pachtende waren diese 200 ha ZAUNFREI. und mit einer imposanten milionenfachen Tannen/ Laubholzverjüngung. (Die Zäune haben wir Jäger nach Einwilligung der Eigentümer selbst abgebaut)
Wir hatten in den 15 Jahren meiner Pachtzeit ganze 3 Kitze durch die Mahd verloren.
Man muss nur den Reh- Bestand soweit anpassen (auch den Nachzug aus den Nachbarrevieren) damit die jüngeren Geisen nicht mehr aus dem Wald vertrieben werden und auf den Wiesen setzten müssen. Sie würden das lieber im Wald erledigen.
Abschuss 8 Stück je 100 ha. Wir haben NIE Papierleichen auf den Abschusslisten gehabt, wie es in fast allen Nachbarrevieren gehandhabt wurde. Im Revier hatten wir 10 Grossvieh Betriebe. (also jede Menge Wiesen) Wir konnten den Abschuss jedes Jahr problemlos erfüllen.
Einfach das Revier kennen und den Lebensraumbedingungen entsprechend einen gesunden Bestand herbei führen. Problem ist nur, dass die Traditionalisten eine andere Auffassung von "gesund" haben.
 
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#12
Würde mich mal interessieren, woher Herr Nüßlein die Expertise für so eine Aussage her nimmt. Dass er sich als Wirtschaftswissenschaftler mit "ökonomischem Versagen" auskennt glaube ich ihm, aber reicht sein grünes Abitur wirklich aus, um die Arbeit eines Betriebes voller studierter Forstleute dermaßen in den Dreck zu ziehen? Was denkt er denn, wer die Bäumchen auffrisst? Die Hasen? Jetzt kann man sich aussuchen, was man ihm zum Vorwurf machen will: entweder er ist unfassbar blöd, oder er sagt einfach genau das, was ein Großteil der Jägerschaft hören möchte.
In den meisten Privatrevieren wüsste ich sowieso nicht, wie man den Jagddruck noch weiter herunterfahren sollte. Mehr als nicht schießen und fleißig füttern (entschuldigung: kirren) kann man ja eigentlich nicht machen.
 
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#14
Würde mich mal interessieren, woher Herr Nüßlein die Expertise für so eine Aussage her nimmt. Dass er sich als Wirtschaftswissenschaftler mit "ökonomischem Versagen" auskennt glaube ich ihm, aber reicht sein grünes Abitur wirklich aus, um die Arbeit eines Betriebes voller studierter Forstleute dermaßen in den Dreck zu ziehen? Was denkt er denn, wer die Bäumchen auffrisst? Die Hasen? Jetzt kann man sich aussuchen, was man ihm zum Vorwurf machen will: entweder er ist unfassbar blöd, oder er sagt einfach genau das, was ein Großteil der Jägerschaft hören möchte.
In den meisten Privatrevieren wüsste ich sowieso nicht, wie man den Jagddruck noch weiter herunterfahren sollte. Mehr als nicht schießen und fleißig füttern (entschuldigung: kirren) kann man ja eigentlich nicht machen.
Gottseidank denken nicht alle wie du.
Es ist eine Schande für echte Jäger wie du zu dem Thema stehst.
 
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#15
Würde mich mal interessieren, woher Herr Nüßlein die Expertise für so eine Aussage her nimmt. Dass er sich als Wirtschaftswissenschaftler mit "ökonomischem Versagen" auskennt glaube ich ihm, aber reicht sein grünes Abitur wirklich aus, um die Arbeit eines Betriebes voller studierter Forstleute dermaßen in den Dreck zu ziehen? Was denkt er denn, wer die Bäumchen auffrisst? Die Hasen? Jetzt kann man sich aussuchen, was man ihm zum Vorwurf machen will: entweder er ist unfassbar blöd, oder er sagt einfach genau das, was ein Großteil der Jägerschaft hören möchte.
In den meisten Privatrevieren wüsste ich sowieso nicht, wie man den Jagddruck noch weiter herunterfahren sollte. Mehr als nicht schießen und fleißig füttern (entschuldigung: kirren) kann man ja eigentlich nicht machen.
Man kann sich seine Ideologie auch schönreden, wenn man dafür angegriffen wird.
Aber ein Pauschalschlag gegen "die meisten" Jäger ist dann auch nicht zielführend....
 
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