Weniger Jagddruck auf Rehe

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Ist jetzt nicht böse gemeint, aber hast Du mal was von der Auswirkung von Populationsdichten auf die Reproduktion gehört? Speziell beim Rehwild?
 
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Ist jetzt nicht böse gemeint, aber hast Du mal was von der Auswirkung von Populationsdichten auf die Reproduktion gehört? Speziell beim Rehwild?
Und Du kannst uns natürlich eine wissenschaftlich haltbare Untersuchung aus teutschen Revieren aufzeigen, in der sich dieser Effekt konkret auf den Unterschied durchschnittlicher "Forstknallreviere" vs. ebenso durchschnittlicher "normal bejagter Reviere" zurück führen lässt...
 
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Ich habe es natürlich jetzt nicht der reinen Wissenschaft nach aufbereitet, aber rein subjektiv betrachtet: Nach Umstellung der Bejagung, d.h. Tendenz zur Intervalljagd, Eingriff beim adulten weiblichen Rehwild, Schaffung von Äsungsflächen an denen nicht gejagt wird und dazu noch Zahl vor Wahl haben sich die Durchschnittgewichte deutlich erhöht. Hier reden wir von ca. 2 Kilo.

Das mag jetzt natürlich Zufall sein, wie auch immer. Gefühlt passt es für mich definitiv. Und positiver Nebeneffekt durch den geringeren Jagddruck ist eine wesentlich bessere Sichtbarkeit, früher und mehr sowie weniger vorsichtig.
 
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Und Du kannst uns natürlich eine wissenschaftlich haltbare Untersuchung aus teutschen Revieren aufzeigen, in der sich dieser Effekt konkret auf den Unterschied durchschnittlicher "Forstknallreviere" vs. ebenso durchschnittlicher "normal bejagter Reviere" zurück führen lässt...
Das ist schon so oft verlinkt worden und seit Jahrzehnten in der wildbiologischen Grundvorlesung enthalten, das ist inzwischen eigentlich schon apokryph. ... :rolleyes:
 
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Ich finde das schön, dass ihr die Kurve von "Jagddruck auf Forstbeamte" wieder zurück zu "Jagddruck auf Rehe" gefunden habt.

Grundsätzlich gibt's Jagddruck ja nur, wenn unfähige Jagdausübende unterwegs sind.

Der fähige Jagdausübende wird vom gemeinen Rehlein ja gar nicht erst wahrgenommen.

Er bewegt sich unentdeckt im Revier und für das Reh, das er ggf. entnimmt, hat sich das Thema Jagddruck ohnehin erledigt.

Darüber hinaus sorgt er für geringen Wildbestand, was nicht mehr vorhanden ist, kann auch nicht mehr gejagddruckt werden.

Also, arbeitet an euch selber.... dann hats auch kein Jagddruckproblem.

;)


Gruß

HWL
 
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Geringere Dichte lässt die Wildbretgewichte steigen. Normalerweise setzen Ricken Zwilinge.

Diese beiden Bestandsweiser kann ich bestätigen. :)
 
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Nicht nur das, sondern die Anzahl der Knopfböcke hat bei mir signifikant abgenommen und die Durchschnittsgewichte bei Kitzen und Jährlingen sind ca. 2-3kg nach oben gegangen.
Wir haben von 6 Stck/100ha den Abschuß verdoppelt auf 12 stck/100ha.
 
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....Grundsätzlich gibt's Jagddruck ja nur, wenn unfähige Jagdausübende unterwegs sind....
Das WÄRE korrekt, wenn man "unfähige Jagdausübende" so definiert, dass ihre Jagdausübung für Wild im Revier in irgend einer Weise spürbar ist und zu Strategien der Feindmeidung führt.

Leider ist es auch für die fähigsten Jäger nicht möglich, stets so zu jagen, dass kein einziger Zeuge übrig bleibt. Oft bemerkt man gar nicht, welche Tiere einen bei der Jagdausübung alles gesehen, gehört oder gewittert haben. Es läuft folglich auf die Erkenntnis hinaus, dass der Jagddruck um so höher ist, je mehr ungeschickte und erfolglose Jäger auf der Fläche unterwegs sind und je mehr Tage im Jahr sie dort ihr "Unwesen" treiben, insbesondere während sensibler Zeiten in der Dämmerung und Nacht. Jagd ganz ohne Jagddruck ist daher auf Dauer nicht möglich.

Wildmanagement berücksichtigt diese Erkenntnisse und versucht, die Qualität des Lebensraums für die vorkommenden Wildarten dadurch zu verbessern, dass der Jagddruck durch möglichst kurzzeitge Jagdintervalle, durch möglichst wenige und dabei maximal fähige Jäger und durch flexible, effiziente Jagdausübung mit verbleibenden Ruhezonen gering bleibt. Das erhöht in der Jagdzeit die Sichtbarkeit und senkt Wildschäden.
 
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Das ist schon so oft verlinkt worden und seit Jahrzehnten in der wildbiologischen Grundvorlesung enthalten, das ist inzwischen eigentlich schon apokryph. ... :rolleyes:
Ich konstatiere: theoretsches Gequatsche und unzulässige Vereinfachung.
Weder die Reproduktionsrate noch die Körpergewichte werden durch die Populationsdichte beeinflusst, sofern die Biotopkapazität (noch) nicht überschritten ist.
Keine Geis setzt drei Kitze, nur weil in einem Biotop, der die Kennzahl 10 verträgt, nur 5 leben.
 
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Und Du kannst uns natürlich eine wissenschaftlich haltbare Untersuchung aus teutschen Revieren aufzeigen, in der sich dieser Effekt konkret auf den Unterschied durchschnittlicher "Forstknallreviere" vs. ebenso durchschnittlicher "normal bejagter Reviere" zurück führen lässt...
Schau mal hier:)
und hier.
In Letzterem stehen auch einige andere Dinge drin, die sich einige hier mal dringend zu Gemüte führen sollten.
 
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Ich konstatiere: theoretsches Gequatsche und unzulässige Vereinfachung.
Weder die Reproduktionsrate noch die Körpergewichte werden durch die Populationsdichte beeinflusst, sofern die Biotopkapazität (noch) nicht überschritten ist.
Keine Geis setzt drei Kitze, nur weil in einem Biotop, der die Kennzahl 10 verträgt, nur 5 leben.
Eine Biotopkapazität wird niemals überschritten, weil jedes Reh, das darüber hinausgeht entweder sterben oder abwandern muss.
 
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Wow, ich bin beeindruckt! Topaktuelle "peer reviewed" Artikel im Literaturverzeichnis. Fehlen noch Löns und Salten.:cool:
Hast du was Besseres zu bieten?
Das sind die ersten beiden Ergebnisse einer 10-Sekunden-Googlerecherche, die beide den Schmarrn widerlegen, den IpsTypographus da schreibt, wobei man dazu eigentlich auch nur ein Minimum an gesundem Menschenverstand und ein geringfügiges Verständnis für dien Ort bräuchte, an dem man sein Hobby ausübt. Ich weiß für viele hier, die sich so stolz als "Jäger" bezeichnen ist das schon viel verlangt, aber man könnte ja zumindest mal versuchen, ein bisschen nachzudenken, auch wenn es schwer fällt.:)
 
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