Wenn man nur eine Büchse haben könnte.....

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Jäger und Schießstand hängt nunmal aber auch direkt zusammen. Und dafür ist und bleibt ein Drilling ungeeignet. Und wer behauptet zu Jagd gehört Schießtraining, hat halt nichts verstanden.

Ansonsten: Ich hab drei so alter verlöteter "Schätzchen" (Erbwaffen drum auch auch unverkäulich) im Schrank stehen. Die Waffen haben teilweise ihren Reiz, können aber niemals erste Wahl sein wenn man nur eine besitzen kann.
 
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Dann geh doch mit Deinem "unverlöteten" Repetierer auf den Entenstrich, oder mit Deiner Flinte auf den Sauansitz.;)
Geh Du auf den Schießstand, ich geh jagen.
 
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Hmm..., mein Drilling schießt auf 100m Streukreise von 15-20mm (Doppelschuß und dann mit jeweils 2 Minuten Pause zw. den Schüssen). Baujahr des Drillings ist 1908, des Laufbündels 1926.
Auf der Waffe ist mittels Schwenkmontage ein Zeiss Diavari 1,5-6x36 mit Diavari-Abs. von 1970 montiert (Montage im Sommer 2008).
Der andere Drilling, Baujahr 1922 (Laufbündel von 1927), hat kein ZF montiert (auch keine alten SEM-Basen in der Laufschiene). Im Gestell über die offene Visierung geschossen liegen die Schüsse auf 30-35mm zusammen.
Alles Handlabos 9,3x72R mit S&B-Komponenten (außer TLM).

Gestern meine neue Brünner BBF ZH-304 in 7x57R (da der 100m-Stand z.Z. renoviert wird, war nur der 50m GK-Stand zugänglich) mit zwei unterschiedl. Labos (0,6grs. Ladungsunterscheid in der Ladungsleiter) und einem Akah 4x36/Abs.1 (offenbar H&R-Fertigung), beides, BBF und ZF aus 1972, lagen 8 Schuß auf 2€-Stück zusammen (24mm). Erst dann begann die TPL zu wandern. Schuß 9 und 10 Loch an Loch, aber 25mm tiefer.

Die alte suhler BBF von 1926 (9,3x72R) schießt auf 50m über Kimme und Korn reproduzierbare Streukreise von 15-20mm.

Warum sollen Kombinierte, auch älteren Datums, nicht für den Stand geeigent sein.
Kann sein, daß sie nicht geeigent sind um in der Std. 100-200 Schuß rauszurotzen.
Zum jagdnahen Schießen (also für Pisrch und Ansitz) üben sind sie mehr als brauchbar:

- richtiges Anschlagen
- richtiges Zielen
- richtiges Abziehen
- sicheres und zügiges Nachladen für Doublette (Ricke/Kitz, Alttier/Kalb)

Das sind dann vielleicht nur 10-15 Schuß pro "Sitzung", die dafür aber praxisgerecht, oder schießen die Vielschießer unter euch pro Ansitz auch ihre 100-150 mal???:sneaky:

P.S. auch mit meinen Repetierern schieße ich nach denselben Gesichtspunkten und Vorgehensweisen und die jagdl. Schießergebnisse auf Wild geben mir recht. ;)
 
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Hmm..., mein Drilling schießt auf 100m Streukreise von 15-20mm (Doppelschuß und dann mit jeweils 2 Minuten Pause zw. den Schüssen). Baujahr des Drillings ist 1908, des Laufbündels 1926.
Auf der Waffe ist mittels Schwenkmontage ein Zeiss Diavari 1,5-6x36 mit Diavari-Abs. von 1970 montiert (Montage im Sommer 2008).
Der andere Drilling, Baujahr 1922 (Laufbündel von 1927), hat kein ZF montiert (auch keine alten SEM-Basen in der Laufschiene). Im Gestell über die offene Visierung geschossen liegen die Schüsse auf 30-35mm zusammen.
Alles Handlabos 9,3x72R mit S&B-Komponenten (außer TLM).

Gestern meine neue Brünner BBF ZH-304 in 7x57R (da der 100m-Stand z.Z. renoviert wird, war nur der 50m GK-Stand zugänglich) mit zwei unterschiedl. Labos (0,6grs. Ladungsunterscheid in der Ladungsleiter) und einem Akah 4x36/Abs.1 (offenbar H&R-Fertigung), beides, BBF und ZF aus 1972, lagen 8 Schuß auf 2€-Stück zusammen (24mm). Erst dann begann die TPL zu wandern. Schuß 9 und 10 Loch an Loch, aber 25mm tiefer.

Die alte suhler BBF von 1926 (9,3x72R) schießt auf 50m über Kimme und Korn reproduzierbare Streukreise von 15-20mm.

Warum sollen Kombinierte, auch älteren Datums, nicht für den Stand geeigent sein.
Kann sein, daß sie nicht geeigent sind um in der Std. 100-200 Schuß rauszurotzen.
Zum jagdnahen Schießen (also für Pisrch und Ansitz) üben sind sie mehr als brauchbar:

- richtiges Anschlagen
- richtiges Zielen
- richtiges Abziehen
- sicheres und zügiges Nachladen für Doublette (Ricke/Kitz, Alttier/Kalb)

Das sind dann vielleicht nur 10-15 Schuß pro "Sitzung", die dafür aber praxisgerecht, oder schießen die Vielschießer unter euch pro Ansitz auch ihre 100-150 mal???:sneaky:

P.S. auch mit meinen Repetierern schieße ich nach denselben Gesichtspunkten und Vorgehensweisen und die jagdl. Schießergebnisse auf Wild geben mir recht. ;)

Mmh. Die Streukreise von deinem Drilling schwanken aber je nach Forum ganz schön .
Bei anderen Waffen ist das scheinbar auch so . 😂😂😂😂
 
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Jäger und Schießstand hängt nunmal aber auch direkt zusammen. Und dafür ist und bleibt ein Drilling ungeeignet. Und wer behauptet zu Jagd gehört Schießtraining, hat halt nichts verstanden.
Jäger und Schießstand hängt selbstverständlich zusammen.

Zum Schießstand geht man zum Einschießen, und jetzt kommt's, ....man geht dort hin, weil man nicht schießen kann!

Dann muss man üben!

So lange bis man's kann.

Das Üben kann man natürlich auch mit dem Drilling erledigen, man nimmt sich einfach
e t w a s m e h r Z e i t .

Das ist das Geheimnis.

Generationen von Jägern hatten nur einen Drilling und haben exzellent geschossen.

Einige davon hatten weniger Üben notwendig, andere etwas mehr, aber sie haben's alle mit dem Drilling hinbekommen.

Heute haben wir eine nicht unbedeutende Fraktion von Jägern unter uns, bei denen selbst unendlich langes Üben mit himmelschreiendem Munitionsverbrauch nicht dazu geführt hat, dass sie´s können,.... die üben immer noch.

Oft ist das Endlosüben gepaart mit keiner, oder einer unbedeutenden Jagdmöglichkeit - da bietet es eine nicht zu unterschätzende Kompensationsmöglichkeit.

Unglücklicher weise haben viele dieser unglücklichen Ewigüber das unstillbare Verlangen, dem Rest der Welt mitzuteilen, er müsse auch sein Leben übend auf dem Schießstand verbringen.

Glücklich die, die´s können (das Schießen), und sich daher tatsächlich und hauptsächlich der Jagd widmen können,.... gelegentlich mal den Schießstand besuchen, zwei, drei Schuss mit dem Drilling, und gut is,...raus zum Jagen.

Gruß

HWL
 
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Dann geh doch mit Deinem "unverlöteten" Repetierer auf den Entenstrich, oder mit Deiner Flinte auf den Sauansitz.;)
Geh Du auf den Schießstand, ich geh jagen.
Du kannst behaupten was du willst, die Flinte ist besser auf dem Entenstrich und die Büchse besser auf dem Sauansitz UND auf dem Schießstand.
Der Drilling kann alles und nix richtig.
Der stammt tatsächlich aus der Zeit als Waffen sehr teuer waren und ist eigentlich nix anderes als eine Flinte mit druntergeschraubtem Hilfslauf. Zu der Zeit brachten Bälge gutes Geld und Schrot war wichtig, auch waren die Schalenwildstrecke geringer.
Heutzutage gibts genau einen Einsatz für den Drilling, der Luderplatz des nachts.

Die Frage nach der einen Waffe hat mal H.O. Meissner in " Überlistete Wildnis" beantwortet.
Die großkalibrige Büchse, weil nur die sorgt mit einem Schuss für hunderte Kilo Nahrung (Elch).
 
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Wenn ich mal einen jagdlichen Rat, abseits von Kleidung brauche, frage ich Dich nicht:p
Aber kaum jemand der ,ohne Ahnung von der Sache, so flott welche raushaut wie Du. Wenn wir hier stokeln, oder Senf auf Fuchs drücken ist immer die Chance auf ein paar schwarze Gesellen und bei den Stokeljagden bei Freunden habe ich mit einem Drilling, an einem Jagdtag, schon ÜL,Fuchs und Hase geschossen...aber der kann ja nichts richtig, haben meist die behauptet, welche niemals einen hatten...
 
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...v.a. wenn man das offenbar auf Gegenden bezieht, in denen 100kg toter Elch, Antilope oder sonst was, bestimmte hungrige Konkurenten des Jägers anlocken können, die einem dann schnell vor Augen führen, daß der Mensch nicht überall am Ende der Nahrungskette steht.
Zudem ist in solchen Gegenden die Stromversorgung meist nicht so gegeben, daß 100kg Wildpret für einen Einzelnen länger haltbar gemacht werden können, was v.a. für wärmere Regionen gillt. :sneaky:
 
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Die Frage nach der einen Waffe hat mal H.O. Meissner in " Überlistete Wildnis" beantwortet.
Die großkalibrige Büchse, weil nur die sorgt mit einem Schuss für hunderte Kilo Nahrung (Elch).
Tja, wenn ich mich recht entsinne führte er eine ganze Zeit lang ein Bbf in 5,6x52R als einzige Waffe. Sogar auf Tigerjagd war er mit 7mm zugange (x64 oder x66SE ??). Laut H.O.Meissner erlegte Vilhjalmur Stefanson seine Eisbären mit der 6,5 (angeblich x54, Mannlicher, nicht 55 Schwedisch). Soviel zu seinem Verständnis von Großkaliber.

Grüße
 
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