wer musste schon mal aus der Wildnis notfallmäßig ausgeflogen werden

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#1
.........und welche Versicherung hat das korrekt und zügig abgewickelt ?

Ein Freund von mir erlebte in ein(halbes) Drama über die R+V Auslandskrankenversicherung.
" Nö ,in Zimbabwe hats auch Kliniken, gehen Sie dorthin,noch kein Grund Sie nach Südafrika auszufliegen oder gar nach Hause."

Ich bin stets mit dem ADAC Krankenrückholtransport vor meinen Reisen aktuell in Verbindung und die schwören mir,dass sie im Busch nur die Koordinaten brauchen um mich über ihre Partner holen zu lassen.

Nun ist der Notfall glücklicherweise noch nie eingetreten und den Wert einer Versicherung kann man jedoch erst ermessen ,wenn der Schaden eingetreten ist.
Wer hat sowas schon einmal (mit-)erleben müssen ?
KF
 
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#2
Also rausgeflogen noch nicht, aber es kommt immer wieder mal vor, dass n Kasten Bier und Brotzeit reingeflogen wird!

:twisted:

Gruß

HWL
 
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#3
Blinddarmdurchbruch auf mehrtägiger Skitour in der Schweiz. Gezahlt hat alles inkl. Heli der DAV. Auch wenn es auf über 3000 m war, sind die Alpen aber nicht so ganz als Wildnis zu bezeichnen, da die Zivilisation sehr nah ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
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#4
Nicht als selbst Betroffener, jedoch im Job regelmäßig damit zu tun.
Man muss sich im klaren sein, wie man abgesichert ist, längst nicht immer ist das ausfliegen nach Deutschland abgesichert und genauso oft ist dies auch nicht zielführend. Es wäre beispielsweise wenig hilfreich einen in lebensbedrohlichem Zustand schwebenden Menschen über den Atlantik zu fliegen.
Es macht einen Unterschied ob es ein lebensbedrohlicher Zustand ist oder es "nur" um eine schwere Erkrankung oder Verletzung geht. Dies festzustellen bedarf es natürlich immer einer medizinischen Erstversorgung.
Fälle aus meiner beruflichen Praxis der letzten Jahre:
- Herzinfarkt in Sibirien-> ausgeflogen zur charite in Berlin
- Verkehrsunfall Mexiko-> aufgrund schwerster Verletzungen ausgeflogen in die USA nach Erstbehandlung in Mexiko Stadt
-> Bandscheibenvorfall in Mexiko-> Ausflug abgelehnt da adäquate Behandlung in Mexiko Stadt durch deutsche! Ärzte möglich
- Schussverletzung in El Salvador -> ausgeflogen in die USA
-> Krebserkrankung in Usbekistan-> Ausflug abgelehnt da nicht akut lebensbedrohlich, Behandlung in taschkent möglich, Patientin nutzte später linienflüge
- diverse Bergunfälle -> standardmäßig rettungsflug in eines der üblichen österreichischen, schweizerischen oder französischen Krankenhäuser, von dort he nach Situation auch Weiterflug nach D.
Mit fast 20 jähriger Erfahrung kann ich sagen, das unabhängig vom Kostenträger die Rettung aus (potenziell) lebensbedrohlicher Lage eigentlich nie ein Problem darstellt, wenn wir dies im Zusammenhang mit Wildnis betrachten, ist viel eher die Logistik das Problem, sprich es muss überhaupt erstmal eine Rettungskette existieren und diese dann auch funktionieren...
 
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#5
In einigen Ländern Afrikas wäre es bei Problemen vielleicht ratsamer gleich in einer amerikanischen Botschaft Zuflucht zu suchen, als wie in einer deutschen Botschaft.
 
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#6
Ging bei mir auch in das nächstgelegene Krankenhaus nach Sion. Besser als jedes deutsche, zumindest vom Zimmer (ein riesen Einbettzimmer mit Bad und schönem Ausblick) und dem Essen (es gab sogar Wein).
 

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#7
For einigen Jahren hatte wir folgenden Fall:
2 Jagdfreunde hatten trotz warning von mir eine spaet in der Saison Fly in Jagd auf Bergwild im hochgebirge gebucht. Der See zu dem eingeflogen wurde liegt auf knappe 2000 meter, Flugzeug Beaver (DH2) auf Schwimmer. Schon am ersten morgen nach dem einfliegen kaum sicht und Schneetreiben. Die Huette war warm und behaglich aber nach 8 Tagen ohne Jagdgelegenheit bekam einer der Jagdfreunde Herzprobleme.
Die Jagfuehrer bestaetigten dass das Ein/Ausfliegen wegen minimaler Sicht fuer ein Wasserflugzeug unmoeglich ist.

Wegen der dringlichkeit der Lage wurde ein Helikopter eingesetzt. Der befreundete Pilot war in der Lage den kranken Jagdgast zuerueck in die zivilisation zu bringen wo umgehend Aerztliche behandlung erfolgte.

Da das ganze am Wochenende passierte konnte ich im vorfeld keine erlaubniss von der Jagdbehoerde einhohlen was sich dann am folgenden Montag auf der Jagdbehoerde abspielte will ich hier nicht wiedergeben.

Jeder Jagdgast der in British Columbia jagen will sollte wissen, dass es absolut verboten ist Jaeger und jegliche Jagdliche Ausruestung per Helikopter zu transportieren. Die Ausnahme ist nur bei Lebensbedrohender Krankheit und/oder Unfall; und nur mit Ministerieller genehmigung wobei saemtliche Jagdlichen Gegenstaende auch Waffe-Munition und Fernglass nicht mit dem Helikopter transportiert werden darf.


Waihei

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#8
Zählt Belgien als Wildniss?
Kam von dort nach Aachen - und bin 12Std. später geflüchtet:p
 
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#9
Jeder Jagdgast der in British Columbia jagen will sollte wissen, dass es absolut verboten ist Jaeger und jegliche Jagdliche Ausruestung per Helikopter zu transportieren. Die Ausnahme ist nur bei Lebensbedrohender Krankheit und/oder Unfall; und nur mit Ministerieller genehmigung wobei saemtliche Jagdlichen Gegenstaende auch Waffe-Munition und Fernglass nicht mit dem Helikopter transportiert werden darf.
Waihei
Karl - www.Rocky-Mountain-Outfitter.com
ganz schönes Theater ,wie auf dem Amtsschimmel rumgeritten wird.
Beinah hätte ich gesagt typisch Deutsch
;-)
 
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#11
For einigen Jahren hatte wir folgenden Fall:
2 Jagdfreunde hatten trotz warning von mir eine spaet in der Saison Fly in Jagd auf Bergwild im hochgebirge gebucht. Der See zu dem eingeflogen wurde liegt auf knappe 2000 meter, Flugzeug Beaver (DH2) auf Schwimmer. Schon am ersten morgen nach dem einfliegen kaum sicht und Schneetreiben. Die Huette war warm und behaglich aber nach 8 Tagen ohne Jagdgelegenheit bekam einer der Jagdfreunde Herzprobleme.
Die Jagfuehrer bestaetigten dass das Ein/Ausfliegen wegen minimaler Sicht fuer ein Wasserflugzeug unmoeglich ist.

Wegen der dringlichkeit der Lage wurde ein Helikopter eingesetzt. Der befreundete Pilot war in der Lage den kranken Jagdgast zuerueck in die zivilisation zu bringen wo umgehend Aerztliche behandlung erfolgte.

Da das ganze am Wochenende passierte konnte ich im vorfeld keine erlaubniss von der Jagdbehoerde einhohlen was sich dann am folgenden Montag auf der Jagdbehoerde abspielte will ich hier nicht wiedergeben.

Jeder Jagdgast der in British Columbia jagen will sollte wissen, dass es absolut verboten ist Jaeger und jegliche Jagdliche Ausruestung per Helikopter zu transportieren. Die Ausnahme ist nur bei Lebensbedrohender Krankheit und/oder Unfall; und nur mit Ministerieller genehmigung wobei saemtliche Jagdlichen Gegenstaende auch Waffe-Munition und Fernglass nicht mit dem Helikopter transportiert werden darf.


Waihei

Karl - www.Rocky-Mountain-Outfitter.com
Wozu dient diese Regelung?
 
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#12
Moin!

Meines Wissens nach soll verhindert werden, dass der Heli irgendwie zur Jagd benutzt wird. Weder vom Heli aus schiessen noch sich absetzen lassen und dann anpirschen ist erlaubt und am Besten verhindert man sowas, indem man den Heli für Jäger grundsätzlich für "tabu" erklärt. Und "putative Notfälle" entfallen, wenn man die vorherige Genehmigungspflicht hat. Die Genehmigung bei echten Notfällen vorauszusetzen und dann am WE keine entsprechende "hotline" zu haben ist IMO natürlich Bürokratendummheit par excellence und ich bin unterm Strich fast froh, dass sowas nicht nur deutsche Behörden können ...

Viele Grüße

Joe
 
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#15
Moin!

Meines Wissens nach soll verhindert werden, dass der Heli irgendwie zur Jagd benutzt wird. Weder vom Heli aus schiessen noch sich absetzen lassen und dann anpirschen ist erlaubt und am Besten verhindert man sowas, indem man den Heli für Jäger grundsätzlich für "tabu" erklärt. Und "putative Notfälle" entfallen, wenn man die vorherige Genehmigungspflicht hat. Die Genehmigung bei echten Notfällen vorauszusetzen und dann am WE keine entsprechende "hotline" zu haben ist IMO natürlich Bürokratendummheit par excellence und ich bin unterm Strich fast froh, dass sowas nicht nur deutsche Behörden können ...

Viele Grüße

Joe

In Canada unterstellt man, ernsthaft, das solche Regelungen nur deshalb zustande kommen, weil der Anteil der Deutschen Migranten auch in den Behörden relativ hoch ist.


Einstein
 
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