Westfalenterrier

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#77
Weil das eine Terrier Rasse ist. Also Baujagd als Aufgabengebiet hat. Wenn das im Rassestandart aber nicht ordentlich beschrieben und beim BU Maxiamlwerte festgelegt sind werden auch diese Hunde immer größer werden wie man es von den anderen JGHV Terrier Rassen kennt.
Das ist ein interessanter Aspekt, Danke dafür!
Ich hab mal bei der anderen deutschen Terrierrasse nachgeschaut, dort sagt der Rasse-Standard, dass der BU "10-12 cm größer als die Widerristhöhe" sein darf. Bei erlaubten 40 cm max. Stock finde ich das durchaus beachtlich und möchte bezweifeln, dass ein solcher Hund zur regelmäßigen Bauarbeit taugt.
Der FT darf lediglich "nicht über 39 cm" Stock gehen, hier ist aber andererseits eine Gewichtsspanne (7,5-8 bzw. 7-7,5 kg) vorgegeben (RH-FT bis 8,25kg).
Beim WT gibt´s diesebzüglich noch nix...
 
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#78
Interessanter finde ich, dass die Einführung eines Standards dazu führen soll, dass die Hunde anschließend nicht mehr für den Bau geeignet sind!
Verstehe nur ich hier den Wiederspruch?!
Bis jetzt konnten die Züchter sich doch auch in diesem Rahmen frei bewegen und haben geliefert, was der Markt verlangte, das ändert sich jetzt durch einen Standard, der irgendwo anders steht als vorher, wo man diese Vorgaben ja auch schon hatte!?

Vielleicht liegt es doch eher daran, dass sich das Einsatzgebiet der Hunde verschoben hat. Aber doch bestimmt nicht am Rassestandard. Klar könnte man das darüber begrenzen, aber würde ja gleichzeitig den Zugang zu anderen Jagdformen als der Bodenjagd unattraktiver machen.
Der Westfalenterrier soll aber gerade nicht nur im Bau eingesetzt werden!
Obwohl er sich dafür sehr gut eignet.
Der Vorteil einer Mischlingsrasse ist übrigens die Heterogenität! (klein, groß, rauh, glatt, weit, kurz, scharf, lusche) Für Käufer manchmal etwas schwierig, für Züchter interessant! ;-)
Grüße
 
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#80
Interessanter finde ich, dass die Einführung eines Standards dazu führen soll, dass die Hunde anschließend nicht mehr für den Bau geeignet sind!
Verstehe nur ich hier den Wiederspruch?!
Bis jetzt konnten die Züchter sich doch auch in diesem Rahmen frei bewegen und haben geliefert, was der Markt verlangte, das ändert sich jetzt durch einen Standard, der irgendwo anders steht als vorher, wo man diese Vorgaben ja auch schon hatte!?

Vielleicht liegt es doch eher daran, dass sich das Einsatzgebiet der Hunde verschoben hat. Aber doch bestimmt nicht am Rassestandard. Klar könnte man das darüber begrenzen, aber würde ja gleichzeitig den Zugang zu anderen Jagdformen als der Bodenjagd unattraktiver machen.
Der Westfalenterrier soll aber gerade nicht nur im Bau eingesetzt werden!
Obwohl er sich dafür sehr gut eignet.
Der Vorteil einer Mischlingsrasse ist übrigens die Heterogenität! (klein, groß, rauh, glatt, weit, kurz, scharf, lusche) Für Käufer manchmal etwas schwierig, für Züchter interessant! ;-)
Grüße

Nicht die Einführung des Standarts verhindert es sondern das nicht aufnehmen des BU in den Standart. Bzw. der liebe Gott möge verhindern das es so kommt aber bei den anderen Bauhunderassen hat es sich so entwickelt. Da kann man jetzt mit dem Einsatzgebiet und dem Markt argumentieren,
ABER
Das Problem ist ja das es zu lasten der Hunde geht. Denn mehr BU = weniger ausweichmgl. im Bau.

Der Brustumfang begrenzt ja die anderen Jagdarten nicht, die Bauarbeit jedoch extrem. Ob der Terrier nun 3cm mehr oder weniger BU hat wird nichts daran ändern wie schneidig er an den Sauen jagd oder das er ein paar Enten aus dem Wasser holt, es kann aber bei der Bauarbeit leicht den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Bodenjagd und einem Tierarztbesuch ohne Beute machen.

Wenn der BU nicht klar definiert ist, am besten noch mit der Spannbarkeit, dann wird eben auch nicht darauf geachtet und nur weil ein paar einzelne Züchter drauf achten verliert sich dann doch die Eignung für die Baujagd immer weiter über die gesamte Rasse gesehen. Frag doch mal z.B. @Kurpfalzjäger ob er inzwischen einen Rüden mit einem vernünftigen BU gefunden hat als Foxl Deckrüde.
 
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#82
...
Der Vorteil einer Mischlingsrasse ist übrigens die Heterogenität! (klein, groß, rauh, glatt, weit, kurz, scharf, lusche) Für Käufer manchmal etwas schwierig, für Züchter interessant! ;-)
Grüße
Ich versuche das gerade nachzuvollziehen und verstehe den Sinn nicht so ganz. Mit Hunden züchte ich selbst nicht, führe aber seit vielen Jahren immer mehrere Hunde und wünsche mir eine hohe Einschätzbarkeit des Hundes, den ich als Welpe erwerbe. Was sollte FÜR eine breite Streuung der relevanten erwünschten/ unerwünschten Merkmale sprechen, sowohl aus Hundeführer- wie auch aus Züchtersicht?

In einem anderen Segment, betreibe ich (sportliche) Leistungszucht und da geht es klar um die Homogenität der 'Zuchtprodukte' und die daraus resultierende Vererbung erwünschter Merkmale sowie dem Ausschluss unerwünschter Ausprägungen. Übertragen auf die in Rede stehende Hundezucht, will man da die Varianz z.B. in der Größe klar begrenzen und müht sich, das Leistungsniveau (im Sinne von Lusche) gleichmäßig hoch zu halten und Untugenden auszuschließen.

Was ist damit für den Züchter interessant, wenn er, wie Du beschreibst, eine Wundertüte mit der anderen anpaart und sich dann, aufgrund der Heterogenität der Erbanlagen, vom Nachwuchs völlig überraschen lässt? Was genau spricht dafür bzw. machte es für den Züchter interessant, 'zu' große oder 'zu' kleine Hunde oder auch Luschen (wie Du sie nennst) in der Zucht zu halten.

Lassen wir mal außen vor, dass auch jede 'organisierte' Leistungszucht natürlich eine gegebene Varianz liefern wird und damit sicher auch, im Sinne der gewünschten Merkmale, Luschen produziert.


grosso
 
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#83
Ja, aber die Rasse ist schon ein paar Jahre gezüchtet worden. Jetzt gibt es einen Standard und weil da der Brustumfang nicht drin steht, verändert sich die Rasse jetzt? Spricht nicht für die Zucht im VDH, wenn die es doch vorher hinbekommen haben.

Wie ich das mit der Zucht meine, kann ich hier nicht erklären, gerne mal bei nem Bier oder persönlich.
Aber überlege einfach mal, wie schwer es ist aus homogenen kleinen Rassen bestimmte Merkmale wieder raus zu bekommen.
Und wie homogen sind die großen Rassen wirklich?
Diese Diskussion kann man wirklich nur persönlich führen, vor allem, weil hier jedes Wort immer missverstanden werden will.
Grüße
 
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#84
Affenpinscher

ist der erste Hund beim VDH aufgelistet, hat wohl wenig mit JGHV zu tun.

Es ist schon ein Kreuz mit den Verbänden. Ich möchte nicht Präsident des JGHV sein.

Wer lange dabei ist merkt schon innerhalb der anerkannten Rassen oft große Unterschiede

in der Auffassung die dann schnell persönlich werden und dann zur Bildung einer

neuen Gruppe eines neuen Verbandes führen.

Ich freu mich sehr das z.B es um den Stichelhaar wieder ruhiger geworden ist!

Ich kann beim DTK mit jedem Hund der Zuchttauglich ist züchten und den später auf

jagdlichen Prüfungen führen auch wenn die Eltern keine haben.

Trotzdem ist es für mich eindeutig besser, es wird versucht aus diesem ganzen Mischmasch

das Beste draus zu machen.
 
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#85
...

Wie ich das mit der Zucht meine, kann ich hier nicht erklären, gerne mal bei nem Bier oder persönlich.
Aber überlege einfach mal, wie schwer es ist aus homogenen kleinen Rassen bestimmte Merkmale wieder raus zu bekommen.
Und wie homogen sind die großen Rassen wirklich?
Diese Diskussion kann man wirklich nur persönlich führen, vor allem, weil hier jedes Wort immer missverstanden werden will.
Grüße
@B.vom Giebel

es fällt mir echt schwer, deinen Ausführungen zu folgen, da sie, nach meiner Einschätzung, so jeder Grundregel der leistungsorientierten Zucht entbehren. Entsprechend suche ich nach einem argumentativen 'Ankerpunkt' um das zu verstehen.

Sicher ist es vergleichsweise schwierig, aus einer, hinsichtlich der Anzahl der Individuen, kleinen Rasse mit enger Zuchtbasis, unerwünschte Merkmale zu eliminieren. Das Mittel scheint doch aber nicht die Anpaarung mit 'Überraschungseiern' (im Sinne der Wahrscheinlichkeit unerwünschten Varianz) zu sein um mit einer hohen Zufälligkeit etwas Gewünschtes zu erreichen bzw. einen Mangel zu beseitigen. Die Nutzung einer systematisch geführten, ausreichend breiten, Zuchtwert-Datenbank scheint doch die höheren Aussichten auf Erfolg zu haben.

Wäre zumindest nett, wenn Du mich da ein wenig erleuchten könntest.

Mag sein, dass man hier von einigen Seiten Dinge missverstehen will, aber so eine Kontroverse sollte die Sache doch wert sein.


grosso
 
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#86
Nicht die Einführung des Standarts verhindert es sondern das nicht aufnehmen des BU in den Standart. Bzw. der liebe Gott möge verhindern das es so kommt aber bei den anderen Bauhunderassen hat es sich so entwickelt. Da kann man jetzt mit dem Einsatzgebiet und dem Markt argumentieren,
ABER
Das Problem ist ja das es zu lasten der Hunde geht. Denn mehr BU = weniger ausweichmgl. im Bau.

Der Brustumfang begrenzt ja die anderen Jagdarten nicht, die Bauarbeit jedoch extrem. Ob der Terrier nun 3cm mehr oder weniger BU hat wird nichts daran ändern wie schneidig er an den Sauen jagd oder das er ein paar Enten aus dem Wasser holt, es kann aber bei der Bauarbeit leicht den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Bodenjagd und einem Tierarztbesuch ohne Beute machen.

Wenn der BU nicht klar definiert ist, am besten noch mit der Spannbarkeit, dann wird eben auch nicht darauf geachtet und nur weil ein paar einzelne Züchter drauf achten verliert sich dann doch die Eignung für die Baujagd immer weiter über die gesamte Rasse gesehen. Frag doch mal z.B. @Kurpfalzjäger ob er inzwischen einen Rüden mit einem vernünftigen BU gefunden hat als Foxl Deckrüde.
Natürlich ist der BU das entscheidende Größenktiterium für den Baujäger, von demher kann ich Deinen Einwand schon verstehen. Jetzt aber mal aus der züchterischen Praxis:
a) Hunde mit zu großem Brustkorb passen von den Proportionen her nicht. Daher werden Sie auch in aller Regel nicht über ein "g" hinauskommen...

b) macht es Sinn eine kleine Rasse mit geringer Zuchtbasis über den Brustumfang noch weiter einzuengen? Es ist immer ein Dilemma bei "kleinen" Rassen. Zum einen braucht man so viele Individuen wie möglich in der Zucht, zum anderen schlagen sich aber negative Eigenschaften aufgrund der geringen Zuchtbasis auch sehr schnell in der Rasse durch. Daher wird man immer einen Kompromiss finden müssen zwischen unbedingt erforderlichen Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich Gesundheit und jagdlicher Eignung und Wesen (vom grundsätzlichen Rassetyp ganz zu schweigen) und wünschenswerten... Das der Spagat nicht immer zur Freude aller gelingt und er immer Anlass für Diskussionen gibt liegt in der Natur der Sache...
 
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#87
Natürlich ist der BU das entscheidende Größenktiterium für den Baujäger, von demher kann ich Deinen Einwand schon verstehen. Jetzt aber mal aus der züchterischen Praxis:
a) Hunde mit zu großem Brustkorb passen von den Proportionen her nicht. Daher werden Sie auch in aller Regel nicht über ein "g" hinauskommen...


b) macht es Sinn: eine kleine Rasse mit geringem Zuchtpotential über den Brustumfang noch weiter einzuengen? Es ist immer ein Dillemma bei "kleinen" Rassen. Zum einen braucht man so viele Individuen wie möglich in der Zucht, zum anderen schlagen sich aber negative Eigenschaften aufgrund der geringen Zuchtbasis auch sehr schnell in der Rasse durch. Daher wird man immer einen Kompromiss finden müssen zwischen unbedingt erforderlichen Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich Gesundheit und jagdlicher Eignung und Wesen (vom grundsätzlichen Rassetyp ganz zu schweigen) und wünschenswerten... Das der Spagat nicht immer zur Freude aller gelingt und er immer Anlass für Diskussionen gibt liegt in der Natur der Sache...

zu a), wäre schön wenn das so klappen würde, tut es aber nicht, siehst du ja an den anderen Terrier Rassen.

zu b) der BU ist DIE körperliche unbedingt erforderliche Eigenschaft bei Terrier Rassen die nunmal Erdhunde sind die vieles anderes auch ganz toll können. Wenn der Terrier nicht mehr in den Fuchsbau passt, was ja heute schon häufig genug der Fall ist, und somit seine Arbeit unter der Erde in der Praxis nicht mehr überprüft wird, kann man viele andere Eigenschaften die der Terrier durch sein Erbe als Bauhund haben sollte wie die selbstständigkeit, Schläue...etc. auch nicht mehr beurteilen, die werden dann auf Dauer auch verloren gehen.
Natürlich ist es wichtig mgl. breit aufgestellt zu sein was die Zuchtbasis angeht. Aber es ist imho noch wichtiger das die Hunde so gebaut sind das sie auch arbeiten können. Form follows Funktion.
Es finde es auch extrem wichtig das man die Rassen breit aufstellt und grade in der heutigen zeit ist das Erfolgsmodell Terrier extrem Abhängig von Spurlaut, Stöberarbeit etc. Absolut wichtig das man daran arbeitet. Aber die Eignung für die Baujagd sollte darüber nicht verloren gehen. Und die hat ein Hund wo man mit beiden Händen nicht um den Brustkob kommt einfach nicht mehr.
 
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#88
somit seine Arbeit unter der Erde in der Praxis nicht mehr überprüft wird, kann man viele andere Eigenschaften die der Terrier durch sein Erbe als Bauhund haben sollte wie die selbstständigkeit, Schläue...etc. auch nicht mehr beurteilen,
Ach.

Entschuldige, aber das ist Unsinn. Kann man alles erstens am Bau nur bei längerem Einsatz beurteilen, nicht bei dem, was in der sogenannten Zuchtprüfung veranstaltet wird, und zweitens beispielsweise im Schwarzwildgatter mindestens so gut.

Fakt ist, daß wir heute AUCH Hunde brauchen, die mit Verstand, Schärfe, Selbständigkeit und im unteren mittleren Größenbereich an Sauen arbeiten.

Es ist ärgerlich, aber nachvollziehbar, wenn der Club nicht von seinen Größenvorstellungen abrücken möchte, auch nicht durch Aufteilung in Schläge.

Von einer vor diesem Hintergrund neu etablierten Rasse dieselbe Strategie zu erwarten wäre vollkommen widersinnig.

Wer unbedingt sicherstellen möchte, daß der Hund in den Bau paßt, soll sich nen DJT holen. Fertig.
 
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#90
Der Brustumfang ist zuchtrelevant für DJT. Wie wir gerade gehört haben, kann man nur damit die Bautauglichkeit langfristig sicherstellen. Also wie jetzt?
 
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