Wie findet man Fuchsbauten?

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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Saubazi:
@Blaser
Zu dem Zeitpunkt sollte man es wissen.
Weidmannsheil
Norbert
<HR></BLOCKQUOTE>


Und dann ?
 
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Leutz,
ich muß mich jetzt doch mal auf I's Seite schlagen. Ihr habt Ihn aufgefordert, sachliche Argumente zu bringen, was er auch mit Quellenangabe getan hat. Die Reaktionen darauf verlaufen aber ähnlich ideologisch, wie I immer wieder (und oft zu Recht) vorgeworfen wird.

Ich fand das aufgeworfene Thema - explodierende Population aufgrund zusammengeschossener Sozialstrukturen - durchaus einer Überlegung wert.
Da ich zu wenig Ahnung habe, mich das Thema aber interessiert, fände ich einige sachliche Beiträge dazu wünschenswert.

Sorry, geht am Thema des Ausgangsthreads vorbei, aber einen neuen Thread lohnt es wohl nicht.

Gruß
 
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Ich habe mir die ganze Sache mal mit Sinn und Verstand durchgelesen. Man muss Frodo Recht geben, "I" hat vernünftig geantwortet, und man sollte ihm auch eine vernünftige Rückantwort geben! Obwohl ich mit seiner Meinung ganz bestimmt nicht konform gehe.
Mal zum Nachdenken: Wenn man die Sozialstrukturen der Füchse nicht kaputtschießen will, ist dann die Jungfuchsjagd zur Regulation dann nicht besonders wichtig? Jungtiere sind ja für eine intakte Sozialstruktur nicht wichtig. Altfuchsjagd dann nur im Winter wg. Pelz.
Füchse sind nämlich auch nützliche Tiere, weil sie zu 80% von Mäusen leben.
Meiner Meinung nach gibt es kein schädliches und kein nützliches Tier. Aber viele Jäger sind noch dem alten "Schädlings-Nützlings"-Gedanken verfallen. Komischerweise sind aber für die sog. Naturschützer auf einmal Rehe "Schädlinge". Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Aber dass der Räuberdruck in den Niederwildrevieren stark zugenommen hat, ist nicht zu übersehen, vor allen Dingen hier am Niederrhein. Die Flurbereinigung plus Intensivlandwirtschaft hat aber auch ihr Quentchen dazu beigetragen.
Jetzt gleite ich aber etwas ab. Bevor die Meckerei losgeht nochmal: Ich bin, trotz manchmal kritischer Gedanken, mit "I's" Meinung ganz bestimmt nicht konform. Meine Meinung ist, bis eine Selbstregulation beim Raubwild eintritt, können aber bestimmte, seltene Beutetiere schon ausgestorben sein. Deswegen wird die Jagd immer wichtig bleiben, ob der Herr Tierschützer will oder nicht. Gerade Großbritannien ist ein gutes Beispiel dafür. Dort wird der Fuchs nämlich heftigst bejagt (außer in den Städten natürlich). Die Fuchsjagd zu Pferde ist da eine der uneffektivsten Methoden. Aber es läuft dort Niederwild ohne Ende herum (selbst gesehen).
PS: Wenn nach Jagdverbot das Füchslein halbzahm in Mamis Blumengarten herumläuft und evtl. die Kinder beißt, ist wohl auch nicht der Bringer, oder?
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von blaserr93:


Würde ich ab Mitte Mai auch gerne, aber ich muss immer bis September warten...
<HR></BLOCKQUOTE>

Ergänzend hierzu:

denn dann gehen die Kitze auf.
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von weissefeder:
Ich habe mir die ganze Sache mal mit Sinn und Verstand durchgelesen. Man muss Frodo Recht geben, "I" hat vernünftig geantwortet, und man sollte ihm auch eine vernünftige Rückantwort geben! Obwohl ich mit seiner Meinung ganz bestimmt nicht konform gehe.
<HR></BLOCKQUOTE>

Lass dich nicht von der Fährte locken. Herr/Frau „I“ ist ein Brandstifter, wohlausgebildet in Agitprop, Linientreu und ansonsten 100% beratungsresistent.

Das Problem mit „I“ und seinen/ihren Gesinnungsgenossen ist immer gleich: neben einem Riesenrepertoir an Verleumdungen, Gemeinheiten, Factiods und Desinfomation jeden Kalibers verfügen sie auch immer über jede Menge „wissenschaftlicher“ Quellen, die ihre Meinung bestätigen. Das ist auch nicht weiter schwierig, denn „I“ und Gesinnungsgenossen verbrauchen ja keine Zeit im Revier, sondern können ihre gesamte Freizeit mit der Jagd auf Jäger verbringen – und dem Sammeln und Bereitstellen von Munition (zB „Quellen“).

Und die können sie dir mal schnell zusammenmontieren (früher nannten wir das Block-Copy) und dir – wissenschaftlich fundiert - um die Ohren hauen. Wenn du dann wissen willst, wie gut oder schlecht diese „Quellen“ sind, musst du sowohl die zitierte Arbeit GENAU untersuchen, als auch den Wissenschaftler (auch ein „Prof. Dr.“ vor dem Namen schützt nicht vor Idiotie). Damit verplemperst du eine Unmenge Zeit – die „I“ und Gesinnungsgenossen schon vorher EINMAL investiert haben. Und das wollen sie ja – dich verunsichern und vom Jagen abhalten.

Beispielsweise diese Sache mit der „Selbstregulation“. Wenn ich mich richtig an meine Soziologievorlesung erinnere – Thema „Systemtheorie“ – so gab es da doch extensive Untersuchungen über die Fuchspopolation auf Grönland/Island /Spitzbergen(?), jedenfalls einem geschlossenen Ökosystem. Demnach haben sich die Bestände nicht selbst „reguliert“, sondern sie sind asynchron zum Bestand der Beutetiere oszilliert und schließlich zusammengebrochen. Und das noch ohne den Faktor Tollwut. Und genau das wird imho auch hier geschehen, wenn wir mit der Fuchsjagd aufhören.

Also, mir persönlich ist die Sozialstruktur von Füchsen völlig egal. Mir ist auch Wurscht, ob sie ein Familienleben haben oder nicht. Und wenn sie die Städte besiedeln wollen – fine with me. Wir haben wenig Niederwild im Revier – Hauptwildart sind Sauen. Dementsprechend lose werden die Füchse bejagt. Wenn ich zufällig mal einen erwische, und die Zeit passt, schieße ich ihn. Kann ich den Balg verwenden – fein. Kann ich ihn nicht verwenden – auch egal. Einer weniger, die paar Hasen werden mir’s danken. Auf „I“ und Gesinnungsgenossen pfeiffe ich. Und an Füchsen haben wir keinen Mangel.

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR> Mal zum Nachdenken: Wenn man die Sozialstrukturen der Füchse nicht kaputtschießen will, ist dann die Jungfuchsjagd zur Regulation dann nicht besonders wichtig? Jungtiere sind ja für eine intakte Sozialstruktur nicht wichtig. Altfuchsjagd dann nur im Winter wg. Pelz.
<HR></BLOCKQUOTE>

Jagd sollte eigentlich immer nur den Überschuss nutzen und nicht die Bestände zusammenschiessen. Das gilt auch für die Prädatoren, deren Abschuss nur mittelbar nützt.

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
Meine Meinung ist, bis eine Selbstregulation beim Raubwild eintritt, können aber bestimmte, seltene Beutetiere schon ausgestorben sein.
<HR></BLOCKQUOTE>
Mag sein, ist aber letztlich völlig egal. Der Fuchs war nie eine bedrohte Spezies und ist auch heute keine. Der Hase schon.

<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
Deswegen wird die Jagd immer wichtig bleiben, ob der Herr Tierschützer will oder nicht.
<HR></BLOCKQUOTE>

Seh’ ich auch so. Alles mit Maß.

Waidmannsheil,

Joachim

Ach, „I“, sieht wohl so aus, als ob der „Wolfskiller“ davon kommt. War also alles die übliche Sch**sse, was Sie und Ihre Gesinnungsgenossen verzapft haben.
Und: stimmt das tatsächlich, dass 1977 ein entlaufener Gatterwolf ein Kind getötet hat?
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Castor_Fiber:
Wie finde ich den Fuchsbau am schnellsten? <HR></BLOCKQUOTE>
Die teilweise jahrhunderte alten Bauten kennen die Bauern alle - die älteren ortsansässigen Jäger auch.

Ansonsten hilft nur: spazieren mit dem Bello.

WmH

Joachim
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat
Wie finde ich den Fuchsbau am schnellsten?

Meine Meinung:

Beide Augen offen
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Mit habegeradeeinenFuchsbauimRevierentdeckt Gruß
 
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Ich muß nun aber auch mal "I" den Rücken stärken. Er ist aufgefordert worden sich sachlich mit Bezugnahme auf Quellen zu speziellen Fragen zu äußern. Das hat er getan. Ohne Polemik hat er einen Argumentationsstrang aufgebaut und ihn mit Quellenangaben untermauert. In wie weit diese Quellen nun inhaltlich relevant sind kann jeder nun überprüfen. (Das ist nunmal der Sinn von Quellenangaben) Es gehört sich dem wiederum mit Argumenten entgegen zutreten und diese mit Quellenangaben zu stützen.

Gruß

Brackenjäger
 
A

anonym

Guest
Der I hat in einem schon recht, dass auch die "jagdfreundliche" wissenschaftliche Wildbiologie davon ausgeht, dass der Fux heute in Mitteleuropa durch Jagd höchstens lokal aber nicht flächenddeckend reguliert werden kann. Ergänzend dazu sei gesagt auf Basis der heute rechtlich und ethisch akzeptierten Jagdmethoden. Grund dafür ist die enorme Fertilität und Anpassungsfähigkeit des Fuxes, ähnlich wie die des Wildschweins.

Daran kann man eben nicht rütteln. Hauptregulatoren sind das Nahrungsangebot und die spezifischen Seuchen. Nach dem Wegfall der Tollwut bleibt dieser Regulator logischerweise aus und die Bestände tasten sich an die ökologische Tragfähigkeit heran.

Jagdlich bedeutet dies, dass man in Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten aus dem vollen schöpfen kann und man punktuell bei günstigen Konstellationen eine Reduktion zum Schutze des Niederwilds erreichen kann, was ja auch ein Tierschützer positiv sehen müsste.

Eine wesentliche Reduktion des Fuchsbestandes könnte der Mensch derzeit nur durch heute verpönte Methoden wie Gift, Gas und massiven Einsatz von Totschlagfallen zusätzlich zur Jagd erreichen, ähnlich wie die Nichtjäger und darunter auch die Tierschützer gegen Mäuse und Ratten schon jetzt vorgehen.

Der Verweis von I auf den angeblich jagdfreien Gran Paradiso NP hinkt natürlich, da der hochalpin ist und erst dort beginnt wo die Zugspitze aufhört und im grossen und ganzen natürlich in jedem NP der Welt gejagt wird nur heisst das dann Wildtiermanagement.

H.
 

I

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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von weissefeder:

Mal zum Nachdenken: Wenn man die Sozialstrukturen der Füchse nicht kaputtschießen will, ist dann die Jungfuchsjagd zur Regulation dann nicht besonders wichtig? Jungtiere sind ja für eine intakte Sozialstruktur nicht wichtig.
<HR></BLOCKQUOTE>
Wie gesagt, ist eine wirkliche "Regulation" nicht möglich und auch nicht nötig.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
PS: Wenn nach Jagdverbot das Füchslein halbzahm in Mamis Blumengarten herumläuft und evtl. die Kinder beißt, ist wohl auch nicht der Bringer, oder?
<HR></BLOCKQUOTE>
Schade, mit diesem Statement machen Sie Ihren ganzen Beitrag kaputt, denn hier werden mal wieder unbegründeterweise Ängste geschürt. Immer schön die Anti-Fuchs-Hysterie aufrecht erhalten, nicht war?
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von jthuex:

Das Problem mit „I“ und seinen/ihren Gesinnungsgenossen ist immer gleich: neben einem Riesenrepertoir an Verleumdungen, Gemeinheiten, Factiods und Desinfomation jeden Kalibers verfügen sie auch immer über jede Menge „wissenschaftlicher“ Quellen, die ihre Meinung bestätigen. Das ist auch nicht weiter schwierig, denn „I“ und Gesinnungsgenossen verbrauchen ja keine Zeit im Revier, sondern können ihre gesamte Freizeit mit der Jagd auf Jäger verbringen – und dem Sammeln und Bereitstellen von Munition (zB „Quellen“).
<HR></BLOCKQUOTE>
Tja, egal wie man's macht, man macht es immer falsch. Selbst wenn man versucht, sachlich zu argumentieren, ist es immer noch "Agitprop".
Es würde so manchem Jäger ganz gut tun, sich ebenfalls mal mit den "wissenschaftlichen Quellen" auseinanderzusetzen, aber da Sie ja offenbar beratungsresistent sind und lieber in Waffenkatalogen blättern, bleibt Ihnen nur Agitprop, um Ihr blutiges Treiben in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat
Beispielsweise diese Sache mit der „Selbstregulation“. Wenn ich mich richtig an meine Soziologievorlesung erinnere – Thema „Systemtheorie“ – so gab es da doch extensive Untersuchungen über die Fuchspopolation auf Grönland/Island /Spitzbergen(?), jedenfalls einem geschlossenen Ökosystem. Demnach haben sich die Bestände nicht selbst „reguliert“, sondern sie sind asynchron zum Bestand der Beutetiere oszilliert und schließlich zusammengebrochen. Und das noch ohne den Faktor Tollwut. Und genau das wird imho auch hier geschehen, wenn wir mit der Fuchsjagd aufhören.
Ja, so ähnlich haben wir das im Bio-Unterricht auch gelernt, nennt sich Räuber-Beute-Verhältnis und ist letztendlich eben doch eine Selbstregulation, da die Population vom Nahrungsangebot beeinflusst wird. Ob sich die Verhältnisse in Spitzbergen auf Deutschland übertragen lassen ist fraglich, da Sie ja selbst sagen, daß es sich um ein geschlossenes Ökosystem handelt.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat
Also, mir persönlich ist die Sozialstruktur von Füchsen völlig egal. Mir ist auch Wurscht, ob sie ein Familienleben haben oder nicht.
Ich habe auch nichts Anderes von Ihnen erwartet, trotzdem nett, daß Sie es nochmal mit Nachdruck bestätigen.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
Ach, „I“, sieht wohl so aus, als ob der „Wolfskiller“ davon kommt. War also alles die übliche Sch**sse, was Sie und Ihre Gesinnungsgenossen verzapft haben.
<HR></BLOCKQUOTE>
Nein, es war die übliche Sch**sse, die Sie und Ihre Gesinnungsgenossen verzapft haben.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat
Und: stimmt das tatsächlich, dass 1977 ein entlaufener Gatterwolf ein Kind getötet hat?
Mir ist dieser Fall nicht bekannt. Ich kenne nur den Fall von 1976, bei dem einer der 9 entlaufenen Gehegewölfe aus dem Nationalpark Bayrischer Wald einen kleinen Jungen beim Spielen in den Hintern gezwickt hat. Getötet wurden danach die Wölfe, der Junge war nicht mal annähernd in Lebensgefahr.
Entweder ist mir dieser Fall von 1977 entgangen, oder es ist eben mal wieder nur Agitprop. Übrigens wurde letztes Jahr in Dänemark ein kleiner Junge beim Schlittenfahren von einem Jäger erschossen. Soviel zum Thema "Gefahr für die Allgemeinheit"...
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Hürsch:

Der Verweis von I auf den angeblich jagdfreien Gran Paradiso NP hinkt natürlich, da der hochalpin ist und erst dort beginnt wo die Zugspitze aufhört und im grossen und ganzen natürlich in jedem NP der Welt gejagt wird nur heisst das dann Wildtiermanagement.
<HR></BLOCKQUOTE>
In Gran Paradiso wird definitiv nicht gejagt, auch nicht gemänätscht. Gleiches gilt für die Nationalparks im sonstigen Jägerparadies Kanada. Und komischerweise gibts da weder kahlgefressene Wälder noch explodierende Fuchspopulationen.

[ 22. April 2003: Beitrag editiert von: I ]
 
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Ich denke das für und wieder Fuchsjagd ist einmal mehr zu tode diskutiert worden.
Und ich will auch sagen dass unser Anstandsforumstroll sich respektabel schlägt und so sachlich ist wie er nur kann - im Gegensatz zu einigen unserer Heiss****e. Natürlich garantiert das Prof. Dr. vor dem Namen nicht für absolute Richtigkeit - dabei ist es aber egal von welcher Seite man sich der Herren bedient. Ganz ehrlich: mir ist die Meinung eines Alteingesessenen Heimo vom Kunstdüngerschuppen, der sein Revier in- und auswendig kennt und mit jedem Baum "per Du" ist wichtiger als noch so gelehrte und mit zig Statistiken untermauerte Abhandlungen von Leuten, die das Wild nur von Bildern her kennen (bzw. aus den Erzählungen der Studenten, de mit der Feldforschung zwei Semester beschäftigt waren. Und noch einmal zur Verdeutlichung: es spielt dabei keine Rolle ob der Bericht pro jagd oder pro 68'er ist.
Ich kann den Standpunkt von I und Gesinnungsgenossen akzeptieren; ich habe halt für mich den Standpunkt dass Hasen- und Fasanen meine Pfanne bevölkern sollen und nicht im gierigen Schlund Reinekes gehören. Damit ist letzterer leider potentiell gefährdet (bei Begegnungen mir meinereiner). Speziell Nachstellen tue ich ihm allerdings nicht - das gibt meine Zeit nicht her (30 Minuten Anfahrt zum Revier und haltet bitte die Klappe ob meines Berufes
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).
mit hinweisendem Gruß
rolf

[ 22. April 2003: Beitrag editiert von: rolfsc ]
 
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Bei dem Problem "Selbstregulation" des Fuchsbestandes, liegt die Hauptschwierigkeit, das alle bisherigen Untersuchungen keine aussagekräftigen Daten erzeugen konnten, welche die tatsächliche Entwicklung eines Bestandes in einer Kulturlandschaft ohne Jagddruck wiedergeben. Alle Datenmengen beziehen sich auf naturnahe Erhebungsgebiete. Eine Übernahme, wie sich dieser Bestand unter anderen Rahmenbedingungen verhält, geht nicht über den Status der Prognose. Zu Berücksichtigen wäre u.a.: Größe des untersuchten Gebiets, klimatische Verhältnisse, Anzahl und Art der Nahrungkonkurenten, Anzahl und Art der Nahrung, Anzahl und Art der "natürlichen Feinde" (z.B Bären, Wölfe, Adler, Vielfraß), Erhebung und Überwachung des Bestandes über einen aussagekräftigen Zeitraum. Diese Aufzählung ist bei weitem nicht vollzählig. Sie soll nur auf die generelle Problematik von Fallbeispielen hinweisen.

Gruß

Brackenjäger
 
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von jthuex:



Und: stimmt das tatsächlich, dass 1977 ein entlaufener Gatterwolf ein Kind getötet hat?
<HR></BLOCKQUOTE>

zitat anfang :" es muss in den jahren 1978/79 gewesen sein, als ein wolf am rande von bremen einen 5-jährigen jungen getötet hat.damals war ich pfarrer in stuhr-moordeich. ein nachbarpfarrer aus bremen-huchting hat den jungen beerdigt.
wie war es geschen?ein gezähmter wolf sollte in einer holzkiste auf einem lkw von einem tiergehege in ein anderes transportiert werden.unterweg konnte er sich unbemerkt befreien.niemand wusste , wo. an einem sonntag sahen spaziergänger den wolf, hielten ihn aber für einen grossen hund.kurze zeit später spielten zwei brüder, 5 und 7 jahre alt, auf einer angrenzenden wiese an einem kleinen bach. der wolf schlich sich von hinten heran und tötete den 5-jährigen jungen.
damals holte man jäger zur hilfe. sie umstellten ein kleines wäldchen und erlegten den wolf.........zitat ende.
aus einem leserbrief im "niedersächsischem jäger" .....

wh prohunter
 
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Füchse regulieren mit jagdlich legalen Methoden geht m. E. nicht oder nur mit einem imens hohen Aufwand.
Das Problem mit den Füchsen ist doch auch, dass sie Kulturfolger sind. Sie besiedeln immer mehr die Städte (neulich kam ein interessanter Beitrag aus der Schweiz im ZDF) und erschließen sich hier die gleichen Nahrungsquellen, die auch die Steinmarder und Waschbären anzapfen, Mülltonnen, Komposthaufen, Ratten, Pausenbrote, gefüllte Katzenschüsseln etc. Ein Nahrungsengpaß, der zur Regulation der Fuchspopulation führt, kann hier gar nicht eintreten.
Dass Eltern sich um ihre Kinder sorgen, wenn am hellichten Tag ein Fuchs im Garten rumläuft, kann ich aber gut verstehen. Auch wenn fast alle Füchse geimpft sind und nach und nach auch entwurmt werden, weiß ich als Vater/Mutter, dass genau der Fuchs, der da in den Sandkasten kackt oder zwischen den Kindern rumläuft, an den Programmen der Veterinärbehörden teilgenommen hat?
 
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