Wie viel Drehmoment braucht es (Schrauber)?

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#1
Hallo!

Besitze ein paar 12V-Akkugeräte, u.a. zwei GSR „flexiclick“. Super Schrauber, nur: Hochsitzbau (mehr noch beim Abbau) kommen die an ihre Leistungsgrenze.

Nun soll ein 18V-Schrauber gewisse Reserven schaffen und den Grundstein für weitere 18V-Geräte liefern (LED-Baustrahler z.B.).

Letztlich würde ich gerne bei Bosch bleiben, da ich mit den 12v-Schraubern sehr zufrieden bin und außerdem später noch unbedingt ein GLI 18V-1900 folgen soll.

Allenthalben wird der GSR 18V-60 empfohlen. Kickback-stop, bluetooth ect. brauche ich nicht. Insofern wäre für mich ein GSR 18V-28 völlig ok!

Hat halt „nur“ 28nm Drehmoment (weicher Schraubfall) und keine 31nm vom bürstenlosen Kollegen...

Bin ich mit den 28nm(weich) gut gerüstet, oder ist das zu knapp?
 
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#2
Nimm qualitativ hochwertige Schrauben (Stahl) und du hast das Problem mit dem Drehmoment nicht mehr. 😉
Kostet ein paar Euro, lohnt sich aber.
Soll keine Kritik sein, ich habe immer wieder Kunden welche zu viel Kraft auf untaugliche Schrauben geben.
 
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#3
Naja- kommt halt auch drauf an welche Schrauben die Leute benutzt haben die den Sitz aufgestellt haben... :)

Kürzlich war es eine ziemlich lange (etwas verbogene) Tellerkopfschraube, die einen der 12v-GSR beim herausdrehen beinahe in die Knie gezwungen hat. Letztlich haben die nominal 15nm gerade so gereicht. Wobei ich keine Lust habe meine guten 12v-Schrauber im Revier zu schrotten!

Denke mal es sollten die 28nm des GSR 18V-28 ausreichen- wollte mich aber nochmals hier rückversichern.
 
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#4
Wenn dir Bosch vorschwebt kann ich dir den GDX 18V-200 oder 180 wärmstens empfehlen. Da kriegst du nahezu jede schraube mit gelöst. Bohr weiterhin mit deinem 12V Gerät und Schraube mit dem 18V. Dadurch sparst du dir auch das lästige Umspannen.
Beim GDX kannst du für harte Fälle 1/2" Vierkantnüsse oder deine Normalen Bits verwenden.
Auch verrostete Schrauben lassen sich durch den Schlag sehr gut wieder lösen.
Und wenn eine Schraube abreisst, dann tut sie das auch bei einem normalen Bohrschrauber.
Zusätzlich werden deine Handgelenke beim eindrehen enorm geschont.

Vernünftige Schrauben setze ich mal voraus.
 
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#6
Ich habe den 18v-60c. Bin sehr zufrieden. Bluetooth hat der allerdings nur wenn du so einen Zusatzchip kaufst, braucht man aber nicht.

Aktuell gibt es den für 138 Euro als Sologerät in der L-Boxx. Hornbach hat den auch meistens lagernd. Also noch mal 10% Bestpreis Garantie ab bist du bei 125 Euro. Ladengerät und Akkus gleiches Konzept und los geht's...
 
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#7
Der bisher beste Vorschlag kam von @Leinetaler
Obwohl ich den Makita18V DTD152RMJ und nicht den Bosch benutze, habe ich sehr gute Erfahrungen mir dieser Maschine. Die bisher kraeftigsten Schrauben waren Tellerkopf in 8x220, die er ohne Probleme eingedreht hat. Mein entsprechender Bohrschrauber, Makita ddf484rtj 18v schafft das nicht.

tømrer
 
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#8
Wobei es bei 8 mm Zimmermannsschrauben, jenseits der 200 mm Länge,
keine schlechte Idee ist (wenn mögl.) mit 6 mm vorzubohren.
Das schont auch den Schrauber.

Ansonsten gibt es viele gute Schrauber, hatten wir hier schon....

Remy
 
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#10
@222Rem
Du hast voellig recht. Das hatte ich als bekannt vorausgesetzt:(.

tømrer
Alles gut, es schadet nicht, auch bekannte Dinge ab und zu nochmal zu erwähnen.

Wenn Schrauber immer sehr schwer arbeiten müßen, werde sie dardurch nicht besser,
geringe Drehzahl, viel Strom und Wärme...

Deshalb nehme ich gerne meine Bohrmaschine.... 3 fach untersetzt...

Remy
 
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#11
Probier doch mal den GDR 12V...der hat Bumms! Da muss man eher aufpassen, dass es nicht zu schnell rein oder raus geht :) Den stärksten Schrauber, den ich kenne, ist ein DeWalt mit 18V/54V, da gehen auch lange, dicke Schrauben in altes Holz.
 
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#12
Mir ging es eigentlich mehr darum grob einschätzen zu können wie viel Drehmoment (weich) ein Akkuschrauber haben sollte, der auch für den Bau jagdlicher Einrichtungen benutzt wird.

Konkret stellt sich mir die Frage, ob es mir der GSR 18V-28 tut. Der hat halt 10% weniger Drehmoment(weich) als der bürstenlose 18V-60. Preisdifferenz liegt je nach Konfiguration zwischen 50 und 100 Euro.

Werde wohl auf den günstigen „Einsteiger“-GSR setzen und später ggf. dann noch zusätzlich einen GDX anschaffen, wenn ich das Gefühl habe mit 28Nm (weich) im Revier untermotorisiert zu sein.
 
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#13
Nochmal kurze Rückmeldung nach den ersten Einsätzen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt...

Hatte mich für einen Bosch GSR 18V-28 entschieden mit max. 28Nm Drehmoment (weich).
Generell im Prinzip im Revier ausreichend, aber...

1) Das max. Drehmoment ist im Linkslauf signifikant geringer, als das im Rechtslauf. Hat wohl auch etwas mit dem Losbrechmoment (vor allem bei schon korrodierten Schrauben) zu tun. Betonung liegt auf „auch“. Zumindest bei meinem Bürstenmotor ist das „Timing“ auf Rechtslauf optimiert.

2) Das max. Drehmoment hängt sehr stark vom jeweilig verwendeten Akku zusammen. Stichwort Innenwiderstand...

3) Bei kälteren Temperaturen ist logischerweise Ri höher und folglich das abrufbare Drehmoment kleiner. Macht sich in der Praxis durchaus stark bemerkbar, zumindest bis man den Akku dann mal „warm gequält“ hat, dann ist aber auch schon die Spannungslage gesunken...
(das waren noch Zeiten mit den wenig kälteempfindlichen NiCd-Akkus)

Fazit:
Wer z.B. auch mal größere Tellerkopfschrauben verwendet, der sollte imho ~30Nm als unteres Limit betrachten und darauf achten, dass mindestens einer der vorhandenen Werkzeugakkus wirklich „stromfest“ ist.
Insgesamt bin ich doch gewisser Illusionen beraubt in welchem Umfang da widrige Umstände Leistungsreserven einfordern...
 
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#14
Bosch kommt mir nicht mehr ins Haus.
Habe einen Makita 481 mit 60/115Nm.
Tellerkopfschrauben 10x300 mit ein wenig Magarine befettet und eingedreht wie nix.
Es empfiehlt sich jedoch dann auch den beiliegenden Quergriff am Schrauber zu montieren und zu benutzen!

WH
Frank
 
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#15
Bosch kommt mir nicht mehr ins Haus.
Habe einen Makita 481 mit 60/115Nm.
Tellerkopfschrauben 10x300 mit ein wenig Magarine befettet und eingedreht wie nix.
Es empfiehlt sich jedoch dann auch den beiliegenden Quergriff am Schrauber zu montieren und zu benutzen!

WH
Frank
So ist es. Ohne den "Quergriff", wie du ihn nennst, kann es dir schon mal das Handgelenk beschädigen, wenn du nicht aufpaßt.
 
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