Wie Weit wirkt eure Munition?

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#91
Für den, der regelmäßig weit weg stehendes Wild erlegt gibt es a auch angepaste Geschosse z.B. das Accubond LR, Barnes LRX oder auch Berger VLD Hunting.
Das LRX hatte ich mal für einen Beschuß von Fallwild bei einem Anschußseminar, das ist auf 70m an einem Blatt eines 30kg Frischlings geradezu zerplatzt:eek: ich weis nicht genau wie es aufgebaut war aber es ist schon sehr weich.
 
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#92
#87
du: Und genau das wage ich zu bezweifeln,:unsure: diese Grenze liegt eben oft weit unter der erwarteten Schußdistanz,
ich: Etwas bezweifeln zu wagen, ist kein Beleg für was auch immer.
du: Es führt aber dazu etwas erfahren zu wollen

ok soweit und was hat sich aus deiner Fragestellung ergeben??
Bislang 26 Disku-tanten, davon 14 mit 2 oder nur einem Beitrag.
Etwas erfahren wollen, heißt greifbare Erfahrungen zu sammeln.

Da schreibt einer von "zumüllen" und stellt einen Abschuss mit einem 243-Kaliber auf 200m ein.
Toller Durchschnitt: 1 Schuss der mies ist und damit 100'% mies. (falls richtig verstanden).
Der schreibt dann auch:
Mit einem modernen besserem Geschoss wäre das sicher nicht passiert.( und mit mehr Wissen von dem Schützen!!!)
Wieso vom Schützen, wenn das nicht gefragt wird??
Genau - das HAT was mit dem Schützen zu tun, nur beim TS nicht, denn wer nix schießt oder nix trifft, kann keine Wirkung beschreiben.

In Schottland auf Rotkahlwild: 5 Schuss mit 243, alle liegen am Anschuss sind auch 100%.
Nur so über den Tellerrand gesehen.
 
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#93
Der Geschossaufbau ist zwar nicht exakt das Thema , aber weichere Geschosse schneiden auf längere Distanz oft besser ab als härtere , was zum Beispiel ihre Expansion betrifft. Wenn es mangelt an Eindringtiefe kann es an der Auftreffgeschwindigkeit liegen die zwar noch reicht für eine Expansion , aber nicht um das Geschoss weiter tief zu befördern. Da sind dann härtere Geschosse wieder im Vorteil , zum Nachteil ihrer Expansion. Eindringtiefe ist aber immer wichtiger als Expansion. Das kann man durch die Wahl größeren Kalibers gut kompensieren.
Geeenau - aber dabei ist die Wildart und -größe nicht zu vergessen und jagdpraktisch gesehen auch nicht die Flugbahn.
 
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#95
Praktisch sicher möglich , aber theoretisch vielleicht doch nicht so Aussagekräftig wie im Falle eines Geschosses das zwar mit der selben Geschwindigkeit auftrifft , aber schon einige Zeit den Lauf verlassen hat und sich nach einer längeren Flugbahn stabilisiert hat. Das Auftreffen wird auf sehr kurze Entfernung nicht das gleiche sein , und das zum Beispiel vielleicht noch vorhandene Taumeln kann durchaus sich im Zielmedium auf irgendeine Weise bemerkbar machen. Diese Wirkung wird sicher sehr abhängig und sehr unterschiedlich sein nach Geschoss , Patrone , der Waffe und deren Lauf wodurch abgefeuert wird.
10m war von mir einfach mal als Entfernungsbeispiel für kurze Distanz vorgeschlagen worden.
Außerdem ist die V10 und Vo Abweichung rel. gering. Auf z.B. 50m muß ich dort die V messen, mit dem Risiko die Meßanlage zu treffen. Anstellwinkel hatte ich schon erwähnt. Das Geschoß wird
nach einer längeren Flugzeit abgekühlt. Vermutlich wird der Bleikern darauf reagieren und wieder härter werden. Nutationseinfluß auch nicht bewertbar.
 
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#96
Gute Frage. Ich schieße die LM Gen5. Leider kann ich keine mindest Geschwindigkeit für diese Geschosse finden. Ich tippe auf ca. 650m/s. Da lande ich mit meiner .308 bei 375m - für mich außerhalb dessen, was ich jagdlich schieße. Bei schweren, härteren Geschossen aus der .308 liegt due Grenze if deutlich niedriger...

Gruß
Jan
LM veröffentLichte auf seiner Webseite Geschwindigkeitstest zur Munition (damals noch Kupfer). Im Ergebnis war eine VZiel von 700m/s für zuverlässige Splitterwirkung wünschenswert.

Da ich die Kreuzer aus der .308 verwende und dazu nichts fand, fragte ich Ihn. Antwort „durch die Einkerbung etwas drunter“.

Deine 650m/s können also gut passen.

Wenn aber ein „spröder Messing Teilzerleger“ noch ca. 650 m/s VZiel braucht, frag ich mich schon wie ein Kupfer- oder Tombakdeformator noch bei VZiel 550 Meter vernünftig aufmachen soll.

@Sir Henry
Die 6,5 mm MJG wirken übrigens hervorragend auf Reh- wie auch auf Schwarzwild.
 
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#98
Es wird weiter vorne von Beschußtests auf Fallwild auf verschiedene Entfernungen berichtet. Dabei läßt sich doch auch nur die rein mechan. Zerstörung des Geschosses und evtl. Sekundärgeschosse (sprich Knochensplitter) simulieren. Hämatome und Versulzungen aber nicht, da dafür ein intakter Blutkreislauf (tote Körper bilden keine Hämatome mehr aus, da ein Hämatom eine blutdruckbedingte Gewebeeinblutung durch verletzte (Kapillar-)Gefäße ist. An einem toten Stück ist der Blutdruck aber gleich null.
Organisches Gewebe ist auch viel zu elastisch um nach dem Beschuß eine genaue Kavernenbildung beobachten zu können. Die weit plastischere Seife, Tonerde oder ballist. Gelantine verdeutlicht eine solche Kavernenbildung aber viel deutlicher.
Daher wäre es sinnvoller in den Block des Beschußmediums noch zusätzl. Knochen (rohe, keine abgekochten!!!) einzugießen, wobei dann wiederum der nicht an Sehnen mit der Muskelmasse und Gelenken mit anderen Skeletteilen verbundene Knochen auch ein falsches Ergenis bringen würde.
Weiß man, wieviel ein "verbundener" Knochen an Auftreffenergie eines Geschosses absorbiert?
Der Eingegossene Solitärknochen wird bei einem Treffer wohl den Gelantine-/Seifenblock verlassen, was ein Knochen in einem anatom. Körper ja nicht macht.
Zudem bleibt beim Unfallwild in der Decke auch fraglich, welche der mechan., inneren Verletzungen nun auf den Beschuß und welche auf den Unfall zurückzuführen sind.
 
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#99
...jetzt habe ich mich 7 Seiten durchgeackert und am Schluß kommt ein sinnvoller (Sirius) post.
"Totes Fleisch bzw. tote Körper legen max. die mechanischen Zerstörungen dar, aber nur sehr bedingt die echte Wirkung. In diesem Zusammenhang ist die Treffpunktlage eine der wichtigsten Parameter. Das ist der echte Maßstab für Wirkung.
Zum Beispiel habe ich generell den bevorzugten Zielpunkt hinter Blatt schräg nach vorne - bzw. vor das Blatt schräg nach hinten. Damit erreiche ich so gut wie immer die großen Blutgefäße im Bereich Lunge-Herz. Mit diesem Schuß hast Du immer Wirkung, egal auf welche jagdl. Entfernung. Hier ist jede Diskussion bezügl. Reichweite des Geschosses überflüssig, hier geht`s nur noch darum, wie weit ich sicher treffe ! Natürlich spreche ich von bekannten jagdlichen Geschossen, ich denke, es ist klar, dass wir Vollmantel oder militärische Geschoße gar nicht in Betracht ziehen.
Wie bekannt, schiesse ich nur Teilzerleger, weiteste Entfernungen mehrfache Erlegungen: Rothirsch bis 485m 300Win Mayerl 120gr / Rothirsch, Kahlwild, Gams, bis 400m Reh mehrfach um ca. 300m 270WSM Ibex Viper 98gr und KJG Sax bzw. Möller / Gams, Reh um ca. 300m 6XC Ibex TornadoLR 85gr. Das soll keine Prahlerei sein, sondern ein Untermauern meiner Behauptungen. Auch muß ich nicht unbedingt weit schiessen, sondern ab und zu ergibt es sich eben. Erfolgreich pirschen ist die größere Befriedigung, aber auch ein guter Schuß macht Freude! Und ab und zu geht auch gar nichts, eben nur viel Gegend;)
 
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