Wie zur ersten Pacht kommen?

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anonym

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#1
Guten Tag,

unsere Zeit als Jungjäger endet zwar erst 2019, allerdings beschäftigt uns jetzt schon die Frage, wie wir zur ersten Patch eines Reviers kommen.
Meine bessere Hälfte und ich haben zusammen den Jagdschein gemacht, allerdings haben wir keinen Jagdlichen Anschluss in unserer Heimat gefunden. Wir hatte auch hier über das Forum gesucht: https://forum.wildundhund.de/showth...Anschluss-im-Raum-Bielefeld-Gütersloh-Herford

Auf einem ähnlichen Beitrag auf eBay Kleinanzeigen meldete sich ein Pächter von einem uns ca. 170km entfernten Revieres und lud uns zur Ansitzjagd ein. Seither sind wir regelmäßige Gäste in seinem Revier. Wir teilen uns ca. 60ha, da das Revier zweigeteilt ist zu Dritt. Wir sind ihm unglaublich Dankbar für alles, was er uns bis heute gezeigt hat. Allerdings bedeutet die 2h Hin- sowie Rückfahrt auch, dass wir nur 1-2-mal pro Monat ins Revier kommen können.

Nun stellt sich uns die Frage, ohne jagdlichen Anschluss in der Heimat, wie hier ein Revier zu 2019, wenn denn überhaupt verfügbar, bekommen? Da wir gerne ein Revier näher an der Heimat hätten um auch öfters ins dieses zu kommen.

  • Gibt es Agenturen, welche man beauftragen kann?
  • Darf man auf Reviere, welche zur Pacht Fähigkeit angeboten werden bereits jetzt mitbieten? (Sollte ja da die Pachtfähigkeit zum Patchbeginn gegeben ist oder?)

Grüße und Dank im Voraus aus dem Bielefelder Westen
 
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#4
Ich glaube, Ohrenhund meinte das als Aufforderung zum -wie heißt es doch so schön- : netzwerken.

Ob das aber viel bringen wird ist eine andere Frage, in der Nähe von Ballungszentren sind die Reviere knapp und die Pachtkosten hoch, aber das solltet ihr ja schon mitbekommen haben.

Ihr könnt es mit annoncieren versuchen (Magazine zum Thema Jagd, RWJ, aber z.b. auch an von Jägern frequentierten Schießständen) und ansonsten noch die KJS und vielleicht noch die Gemeinden in der Umgebung, die für euch interessante Reviere haben, abtelefonieren.

Jagdvermittler gibt es auch, aber ich habe noch keine Erfahrungswerte dazu gehört (wäre interessant, wenn mal einer mit Erfahrungen was dazu schreiben könnte hier).
 
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anonym

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#5
Ich glaube, Ohrenhund meinte das als Aufforderung zum -wie heißt es doch so schön- : netzwerken.
Das ist irgendwie so mehr oder minder erfolgreich :no: Aber ja, sofern es die Zeit zulässt tun wir das, leider sind die Treffen meist unter der Woche und zeitlich so das es selten klappt.
Ob das aber viel bringen wird ist eine andere Frage, in der Nähe von Ballungszentren sind die Reviere knapp und die Pachtkosten hoch, aber das solltet ihr ja schon mitbekommen haben.
Die Jagd ist für uns Lebensqualität, deshalb suchen wir auch heimatnah um öfter in den Genuss zu kommen, das darf ruhig etwas kosten.
Ihr könnt es mit annoncieren versuchen (Magazine zum Thema Jagd, RWJ, aber z.b. auch an von Jägern frequentierten Schießständen) und ansonsten noch die KJS und vielleicht noch die Gemeinden in der Umgebung, die für euch interessante Reviere haben, abtelefonieren.
Das mit den Gemeinden und Schießständen werde ich versuchen. Mit dem Schalten von Annoncen, siehe auch den Post hier von uns, war der Erfolg mal so gesehen zu gering. Eine Rückmeldung in total, gut das aus dieser nun etwas wurde was anderes. Unsere Kriterien sind relativ kurz: bezahlbar nach ggf. Wildschaden (sollte also insgesamt pro Jahr bis max 10k Euro liegen, angenehmer 7k)
Jagdvermittler gibt es auch, aber ich habe noch keine Erfahrungswerte dazu gehört (wäre interessant, wenn mal einer mit Erfahrungen was dazu schreiben könnte hier).
Welche Vermittler gibt es denn da? Ich sehe da kein Problem eine Vermittlungsgebühr bei erfolgreicher Vermittlung zu zahlen.
 
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#6
In der Region kenne ich mich ein klein wenig aus. Soweit ihr kein regionales jagdliches Netzwerk habt, wird es mit der Pacht eher schwierig. Da hilft nur 'hinten anstellen' oder schauen, ob ihr ein Netzwerk entwickeln könnt.

Die Pachtpreise stehen tendenziell (mehrheitlich) nicht in einem 'fairen' Verhältnis zum jagdlichen Gegenwert. Da muss man eben schon bekennend mehr wollen als die Anderen.

Von diesbzgl. brauchbaren Jagdvermittlern habe ich hier noch nichts gehört. Was sollten die auch vermitteln?


Grosso
 
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#7
Vielleicht beim Staat..
Jagdangebote Wald und Holz NRW.
Zum Übergang ein pirschbezirk , bis ein passendes
Revier in der Nähe frei wird...
WMH.
 
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#8
Ihr seid derzeit noch weder gesetzlich, noch praktisch jagdpachtfähig.
Ehe Ihr für 9 Jahre irgendein Revier pachtet, sucht ersteinmal noch etwas in der Nähe, wo ihr etwas lernen könnt.

Rund um Bielefeld ist jagdlich gelobtes Land. Jagdlicher Anschluss dürfte sehr einfach zu finden sein.

Westlich liegt das Münsterland, wo händeringend Jäger gesucht werden, die Niederwildhege betreiben.
Teutoburger Wald und Solling sind anbei, dort sind überall Saujäger gesucht.

Beim Hegering, auf dem Schießstand, beim Schützenfest - überall treiben sich Jäger und Jagdpächter herum.
Im Münsterland organisieren die Hegeringe laufend Taubentage, Fuchsansitze etc.

Wer sich auf Krähenjagd spezialisiert, ist überall sehr gerne gesehen und kommt durch viele Reviere - sieht also viel.
Auch Fallenjagd wird sehr gesucht - hier müsste man den Lehrgang machen und sich bei Niederwildpächtern vorstellen.

Manchen fällt es schwer, jagdlichen Anschluss zu finden. Da nützt auch das Rumsitzen auf Jagdveranstaltungen nichts.
Denen ist zu raten, den Hegeringleiter aktiv anzusprechen und um Vermittlung zu bitten.

Wir leben in Zeiten des Niederwild-Niedergangs und der ASP. Da kann jeder jagdlichen Anschluss finden, der möchte und bei dem keine persönlichen Gründe entgegenstehen.

Persönliche Gründe, die man nicht in sich vereinen sollte:
- Anspruchsdenken
- immer keine Zeit haben
- kompliziert und umständlich sein
- alles besser wissen als der Jagdherr
- Opposition zu allem, was einem gesagt wird
- nutzlose, schlecht ausgebildete Hunde, die man bloss laufen lassen möchte

Eigenschaften, die man haben sollte:
- da sein, wenn man gebraucht wird
- wenig Palaver
- Anpassen an die Ansagen udn Erfordernisse der Jagdstrategie des jeweiligen Revieres
- wenig Störung im Revier verursachen
- Kommunizieren wenn man raus geht, und nachher, was man gesehen hat
- eingeschossene Waffen vorhalten und damit umgehen können
- treu sein und kein "Cherry picking" betreiben

M.
 
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#9
...

Rund um Bielefeld ist jagdlich gelobtes Land. Jagdlicher Anschluss dürfte sehr einfach zu finden sein.

Westlich liegt das Münsterland, wo händeringend Jäger gesucht werden, die Niederwildhege betreiben.
Teutoburger Wald und Solling sind anbei, dort sind überall Saujäger gesucht.

...
Na, da weißt Du Dinge, die andere nicht wissen. Hast Du im 'Kern-Münsterland' gepachtet?


Grosso
 
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anonym

Guest
#10
Vielleicht beim Staat..
Jagdangebote Wald und Holz NRW.
Zum Übergang ein pirschbezirk , bis ein passendes
Revier in der Nähe frei wird...
WMH.
Pirschbezirk hat bis heute leider nicht geklappt :no:
In der Region kenne ich mich ein klein wenig aus. Soweit ihr kein regionales jagdliches Netzwerk habt, wird es mit der Pacht eher schwierig. Da hilft nur 'hinten anstellen' oder schauen, ob ihr ein Netzwerk entwickeln könnt.
Bzgl. des Netzwerkes muss ich dir recht geben. Leider ist es recht schwer dort reinzukommen bzw. überhaupt von den Jägern ernst genommen zu werden. Um die 30 und dann noch in der IT mit eigener Firma. Da gibt es eben wenig Schnittstellen für etwas gemeinsames. :no:
Die Pachtpreise stehen tendenziell (mehrheitlich) nicht in einem 'fairen' Verhältnis zum jagdlichen Gegenwert. Da muss man eben schon bekennend mehr wollen als die Anderen.
Das mag zwar sein, aber siehe meine Standpunkt dazu.
Von diesbzgl. brauchbaren Jagdvermittlern habe ich hier noch nichts gehört. Was sollten die auch vermitteln?
Die gleichen üblichen Verdächtigen, welche auch Eigenjagd Verkäufe abwickeln. Allerdings sind die ehr preislich da unterwegs, wo es für uns aufhört. Bzgl. Eigenjagd erwerben, falls der Vorschlag kommt, für 100ha Fichten ist hier das selbe fällig wie für 1500-2000ha Hochwildrevier im Ost und damit außerhalb des Budgets.
 
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#11
Na, da weißt Du Dinge, die andere nicht wissen. Hast Du im 'Kern-Münsterland' gepachtet?


Grosso
Nein, aber habe Familie und Freunde mit Jagden in und um Paderborn, Münster und Lippstadt.
Die finden alle keine engagierten Niederwild Heger/Jäger.
Die sind allerdings auch allergisch gegen Jungjäger, die nur zweimal kommen, sich dann nicht mehr blicken lassen und zur Bockjagd wieder anrufen.
Bei vielen Eigenjagdbesitzern und Jagdpächtern hat sich eine große Negativerfahrung aufgestaut, die man ersteinmal wieder aufbrechen muss.

Ich nehme an, an den Schnelljagdschulen wird nicht mehr die Einstellung vermittelt, mit denen man gern gesehener Gast bei Jagdherren ist.

Am ende muss sich alles finden, und jeder, der will, findet auch.

M.
 
A

anonym

Guest
#12
Ihr seid derzeit noch weder gesetzlich, noch praktisch jagdpachtfähig.
Ehe Ihr für 9 Jahre irgendein Revier pachtet, sucht ersteinmal noch etwas in der Nähe, wo ihr etwas lernen könnt.
Das "Suchen" in der Nähe ist leider bis heute erfolglos geblieben, so lernen wir eben in der Ferne.
Rund um Bielefeld ist jagdlich gelobtes Land. Jagdlicher Anschluss dürfte sehr einfach zu finden sein.
Bitt erkläre mir wie? Zu Hegeringen gehen und immer die nütlichenarbeiten übernehmen die Keiner machen will? Ja das machen wir. Hat es geholfen? Nein.
Westlich liegt das Münsterland, wo händeringend Jäger gesucht werden, die Niederwildhege betreiben.
Teutoburger Wald und Solling sind anbei, dort sind überall Saujäger gesucht.
Würde wir gerne machen, beides. Hat sich bis dato leider nicht ergeben. Bis auf ein paar Absagen leider nichts.
Beim Hegering, auf dem Schießstand, beim Schützenfest - überall treiben sich Jäger und Jagdpächter herum.
Im Münsterland organisieren die Hegeringe laufend Taubentage, Fuchsansitze etc.
Sachen gibts, Jäger und Jagdpächter sind Menschen und dort Anzutreffen wo sich Menschen aufhalten. Auf dem Schießstand der Kreisjägerschaft sind wir Regelmäßig, beim Hegering sofern dieser, da eben jener unter der Woche ist, nicht ben den beruflichen Pflichten kollidiert.


Wer sich auf Krähenjagd spezialisiert, ist überall sehr gerne gesehen und kommt durch viele Reviere - sieht also viel.
Auch Fallenjagd wird sehr gesucht - hier müsste man den Lehrgang machen und sich bei Niederwildpächtern vorstellen.
Fallenjagd würde sich nicht mit unserer Zeit für die Arbeit vereinbaren lassen. Krähenjagd allerdings schon, aber auch hier ohne Anschluss keine Jagd.
Manchen fällt es schwer, jagdlichen Anschluss zu finden. Da nützt auch das Rumsitzen auf Jagdveranstaltungen nichts.
Denen ist zu raten, den Hegeringleiter aktiv anzusprechen und um Vermittlung zu bitten.
Leider waren die Vorschläge von dieser Person ehr schlecht als Recht. Sagen wir es so, das wir doch eine Jagdreise buchen sollen, wenn wir Jagen wollen ist wohl kaum das was du hier unter "Anschluss finden" und "Lernen" verstehst noch ich.
Wir leben in Zeiten des Niederwild-Niedergangs und der ASP. Da kann jeder jagdlichen Anschluss finden, der möchte und bei dem keine persönlichen Gründe entgegenstehen.
Bitte konkrete Vorschläge und keine dahergelieferten "Weisheiten". Danke.
Persönliche Gründe, die man nicht in sich vereinen sollte:
- Anspruchsdenken
- immer keine Zeit haben
- kompliziert und umständlich sein
- alles besser wissen als der Jagdherr
- Opposition zu allem, was einem gesagt wird
- nutzlose, schlecht ausgebildete Hunde, die man bloss laufen lassen möchte
Ein gewissen Anspruch hat wohl jeder. Zeit ist relativ, sofern es Heimatnah ist haben wir auch unter der Woche 2-3 Abende Zeit und dann das Wochenende. Hunde haben wir keine. Zu den anderen Punkten kann ich nur sagen, das wird schon so richtig sein.
Eigenschaften, die man haben sollte:
- da sein, wenn man gebraucht wird
- wenig Palaver
- Anpassen an die Ansagen udn Erfordernisse der Jagdstrategie des jeweiligen Revieres
- wenig Störung im Revier verursachen
- Kommunizieren wenn man raus geht, und nachher, was man gesehen hat
- eingeschossene Waffen vorhalten und damit umgehen können
- treu sein und kein "Cherry picking" betreiben


M.
Ich würde all diese Punkte als erfüllt ansehen.
 
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Guest
#13
Nein, aber habe Familie und Freunde mit Jagden in und um Paderborn, Münster und Lippstadt.
Die finden alle keine engagierten Niederwild Heger/Jäger.
Lippstadt und Paderborn sind für uns z.B. in täglich ertragbarer KFZ Reichweite. Magst du da mal den Kontakt herstellen?
Die sind allerdings auch allergisch gegen Jungjäger, die nur zweimal kommen, sich dann nicht mehr blicken lassen und zur Bockjagd wieder anrufen.
Nun wieso sollte man nur 2x kommen? Und wieso ist die Trophäe so wichtig? Wenn es uns darauf ankäme würden wir Jagdreisen sonst wo hin buchen, was wir nicht tun.
Ich nehme an, an den Schnelljagdschulen wird nicht mehr die Einstellung vermittelt, mit denen man gern gesehener Gast bei Jagdherren ist.
Wir haben den Jagdschein der Kreisjägerschaft gemacht. Würde ich ihn heute machen würde ich allerdings eine Jagdschule besuche, einfach aufgrund des zeitlichen Faktors.
Am ende muss sich alles finden, und jeder, der will, findet auch.
M.
Eben leider nicht :no:
 
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#14
Bei Hessen Forst mal schauen , wenn die vielleicht
100 km bis Nord Hessen nicht zu weit sind..:sad:
Aber ich weiß nicht wann die neuen Angebote kommen.. das Jagdjahr ist ja noch jung...
WMH
 
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Guest
#15
Bei Hessen Forst mal schauen , wenn die vielleicht
100 km bis Nord Hessen nicht zu weit sind..:sad:
Aber ich weiß nicht wann die neuen Angebote kommen.. das Jagdjahr ist ja noch jung...
WMH
Das ist das leider zu weit. Schmerzgrenze sind ca. 30 bis 50km, wenn Autobahn, sonst ggf. weniger.
Also Paderborn, Delbrück, Lippstadt, Rehda-Wiedenbrück, Warendorf, Harsewinkel, Halle Westfalen, Borgholzhausen, Spenge, Enger, Herford, Bad Salzuflen, Leopoldshöhe, Oerlinghausen, Schloß Holte Stutenbroker, Detmold, Gütersloh, Steinhagen, Herford und Bielefeld um die größeren Ortschaften aufzuzählen, welche alle in Reichweite liegen, sodass es möglich ist oft und wiederholend ins Revier zu fahren für Arbeiten und Jagd.
 
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