Wieviel Rehe pro Jahr?

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Nachdem nun nach Sauen gefragt wurde, fange ich mal an und frage nach dem Rehwildabschuß im Jahr.

Ich habe immer so zwischen 30 und 40 Rehe im Jahr. Vom Ansitz habe ich immer so um die 20-25 Rehe, auf den Drückjagden schieße ich auch meistens lieber Rehe. Da kommen nochmal gut 10-15 Stück zusammen.

Da wo ich jage schießen wir nachhaltig 15 Rehe pro 100 ha Waldfläche.

Wie sieht es bei Euch aus?
 
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Inselförster schrieb:
Nachdem nun nach Sauen gefragt wurde, fange ich mal an und frage nach dem Rehwildabschuß im Jahr.

Ich habe immer so zwischen 30 und 40 Rehe im Jahr. Vom Ansitz habe ich immer so um die 20-25 Rehe, auf den Drückjagden schieße ich auch meistens lieber Rehe. Da kommen nochmal gut 10-15 Stück zusammen.

Da wo ich jage schießen wir nachhaltig 15 Rehe pro 100 ha Waldfläche.

Wie sieht es bei Euch aus?
Guter Mann! :wink:
 
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16 Jan 2003
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Verrate uns doch auch wie groß die Jagd und der Feld-/Waldanteil ist 8)

Wer soviele Rehe zu schießen hat, der kann in über 2 Jahren klarerweise nur 12 Beiträge posten :D :wink:
 
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6 Aug 2005
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Das ist ein reines Waldrevier mit 700ha Wald. Wir jagen dort zu Fünft.
Sir Henry:
Hast Du ein Problem mit nur 12 Posts??? ich lese sehr viel mit, finde aber das ich mich nicht zu jedem Thema melden muß... Viele haben 1000 Einträge und haben nie was gesagt!

Mich interessiert es einfach!
Ich bin Förster, werte aber nicht. Mir ist klar, das in diesem Forum die Wenigsten mit meiner Meinung einhergehen. Ich kenne jagende Landwirte und normale Jäger die schießen 50 Sauen im Jahr!!! Da hat auch keiner ein Problem mit!
Ich bin ganz unvoreingenommen und jeder soll es so handhaben wie er es in seinem Bezirk verantworten kann. Wir haben jedenfalls eine klare Einstellung und der wald wächst...[/code]
 
A

anonym

Guest
Hallo Inselförster,

was soll die Frage bringen, wenn Du nicht Waldanteil, Bewuchs, Besiedlungsdichte, Strassen kennst? Bei uns bspw. schwanken im Hegering die Abschüsse pro 100 ha von 7 - 14, wobei der mit 7 den wenigsten Verbiß seit Jahren hat und der mit 12 den höchsten. Also die reine Zahl sagt doch wenig aus, oder?

Beste Grüße
 
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Hallo Bora,

solche Reviere kenn ich auch. Natürlich ist jedes Biotop unterschiedlich. Bei uns stehen viele Feldrehe im Winter, da unsere Wald/Feldkante sehr groß ist. Der Nachbar hat eine Eigenjagd und ist Landwirt. Den interessieren nur die sauen und die Böcke im Sommer... Bei uns klappt es jedenfalls mit den naturverjüngungen. In absehbarer Zeit stecken da auch wieder Sauen in Mengen drin und die Rehe haben auch Versteckmöglichkeiten.

Klar ist das reine Fichten- und Kiefernreviere andere Wilddichten beherbergen als Edellaubholz- und reine Eichen- und Buchen Reviere. Ebenso findet man in Agrarsteppen etwas anderes vor als in den kleinen Vogelsbergwiesen mit den hecken und Remisen...

Wie gesagt einfach reines Interesse.
 
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:shock: 15 Stück Rehwild pro 100 ha im Jagdjahr ?! Du hast wahrlich die forstlichen Studienlektionen gut begriffen. Wie lange geht das schon so und was meinen die Pachtnachbarn dazu ,denn irgendwann muß sich ja mal der gewünschte Verdünnungseffekt auch dort auswirken. ODER GIBT`s bei Euch so viel Rehe? Entschuldigung,ich vergaß,das die Forstpartie heutzutage von Wildbewirtschaftung genausoviel versteht wie`s Schwein vom Uhrwerk! Hoch lebe das dt. Weidwerk:Nur ein todes Reh ist ein gutes Reh ! :oops:
 
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Bora schrieb:
Hallo Inselförster,

was soll die Frage bringen, wenn Du nicht Waldanteil, Bewuchs, Besiedlungsdichte, Strassen kennst? Bei uns bspw. schwanken im Hegering die Abschüsse pro 100 ha von 7 - 14, wobei der mit 7 den wenigsten Verbiß seit Jahren hat und der mit 12 den höchsten. Also die reine Zahl sagt doch wenig aus, oder?

Beste Grüße
:D Wenn Du jetzt noch darlegst,warum es so ist,daß die Höhe der Rehwildabschüsse kaum was mit Verbiss zu tun haben,lernen unsere Förster mal was über Rehwild... :wink:
 
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Ich habe Gestern mein 39. Reh in diesem Jagdjahr erlegt (und bin kein Förster).

Ich jage in zwei Revieren, das eine besteht fast ausschließlich aus Wald, beim anderen sind viel Freiflächen, die nur durch einen Schäfer bewirtschaftet werden und da gibt es viel Waldrand / Heckenzonen.
Durchschnittlich erlegen wir 12 Rehe / 100 ha.
Als ich noch eine Jagd gepachtet hatte, schoß ich auf 100 ha Waldfläche 17 Rehe nachhaltig! Da gehörten aber große Dickungskomplexe dazu. Auch wenn der Nachbar der "böse Forst" war und ist, mein Nachpächter liegt mittlerweile seit Jahren bei mehr als 20 Rehen / 100 ha.

Ich erkläre mir die hohen Strecken dadurch, dass wir möglichst störungsarm jagen. Wir bestätigen die Rehe nicht erst einige Male um sie dann doch nicht zu erlegen und wenn Dubletten oder Tripletten möglich sind, nutzen wir auch das. Auch mir ist klar, dass das die wenigsten Jäger gerne hören. Aber wir haben einen gesunden Wildbestand und keine Zäune.
Und ich betrachte die Rehe nicht als Schädlinge und schieße sauber (und lass auch mal den Finger gerade, wenn ich keinen tödlichen Schuiss anbringen kann).

Übrigens bin ich kein Dauerkirrungshocker, habe bislang dieses Jahr gerade ein Reh an der Kirrung erlegt.
 
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waldgeist schrieb:
:shock: 15 Stück Rehwild pro 100 ha im Jagdjahr ?! :oops:

Ja, der hat's begriffen, daß das weitgehendst problemlos geht im Wald. Lies mal auch das Post von marder14.
Dort wo ich geh, reines Waldrevier, erlegen wir auch, und das seit Mitte der 80er, also nachhaltig, 12- 15 Rehe/100ha. Das ist alles nur eine Sache des Wollens und auch des Könnens und vor allem des Rehwilds begreifen.
Hätscheln mögen die nämlich gar nicht.
Zum Eingangspost: 36 Ansitzrehe und 13 Drückjagdrehe in 2007
 
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ich schaue mir meine rehe trotzdem auch gerne an und freue mich am schönen sommerabend über meine 25 rehe (incl kitze) von einem hochsitz :!:
und ich möchte keines missen.
trotzdem schieße ich nach dem abschussplan.
aber eben verstärkt an straßen und dann die alten und jungen stücke...
mittelalte böcke können bei mir alt werden...
seit die nachbarpächter häufiger wechseln, werden die mittelalten böcke auch weniger. das hat das kleinparzellige reviersystem so an sich :cry:
aber nicht verzagen, die kriegen auch nicht alle, auch wenn sie die rübenhaufen auf die grenze schmeißen :x
ich freue mich auch über mein heute sauber erlegtes reh, aber ich erlege selektiv und je nach absatz!

so, und nun zerreißt mich!
 
A

anonym

Guest
Weidmannsheil

wir bringen in unserem Revier (schweiz. Mittelland ca. 400ha Wald) 50 ... 53 Rehe zur Strecke. (Abschussplan)
40% auf Ansitz und 60% auf Treibjagd - und das seit Jahren.

Weidmannsgruss aus der Schweiz

Dani
 
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Hallo Inselförster,
40 Rehe ist schon beachtlich, vor allem bedeutet das enorm viele Ansitze, Waidmannsheil.
Wie viele Füchse erlegst Du ? Doch hoffentlich auch einige ?
Leider ist bei den Förstern die ich bei uns kenne der Jagdhunger auf Rehe unersättlich, auf den Fuchs geht 0. Aber wir sind uns doch einig das zum Ökosystem Wald auch die übergroße Fuchspopulation gehört.
Das ganz normale Jäger im Jahr 50 Sauen erlegen kannst Du mir aber nicht erzählen, vielleicht in einigen wenigen Revieren aber wer bringt diesen Zeitaufwand nur für Sauen auf wenn er normal ist.
Ich bringe es im Jahr auf ca. 15 Rehe und bin damit recht zufrieden. Alles Ansitz und Pirsch, vielleicht mal eines auf der Drückjagd. Die Böcke das geht ganz gut, weibliches Rehwild ist abends ohne gute Kirrung aber nicht machbar und ehrlich gesagt macht mir das absolut keine Freude. Wenn ich im Jahr das 2. Reh am Trester geschossen habe reicht es mir, gebe aber zu das ich beim Fuchs anders denke.
Ich habe Erfahrung in unterschiedlichen Revieren gesammelt und in BW sind wir tendenziell nicht gerade rehwildarm. Auch beim Forst habe ich anfangs gejagd, würde es aber nicht mehr tun. Fakt ist eins, bei der Zahl der Rehe die ich auf 100 Hektar schieße kommte es darauf an wie groß die Reviere sind, wie der Einstand ist und wie der Nachbar jagd. Wir haben bei uns ausschließlich staatliche Regiejagden in Größen von unter 200 Hektar. Hier wird geschossen auf Teufel komm raus. 4-10 Drückjagden im Jahr, Tresterjagd usw. Gerade jetzt wo etwas Schnee auf der Alb liegt knallt es die ganze Nacht. Die Förster rühmen sich dann 20 und mehr Rehe auf Ihren 100 Hektarjagden zu schießen. Das geht aber nur weil sich die Nachbarn zurückhalten. Die extreme Schießerei beim Forst hat bei uns dazu geführt dass teilweise massiv gefüttert wird damit die Rehe nicht zum Forst abwandern.
Und dann das Biotop. Ich habe jahrelang in einem Revier mit überwiegend Buchenwald gejagd. Der Boden ist nicht anderes als schottriger Kalk. Wir hatten auf dem Abschußplan 16 Rehe auf 130 Hektar. Das war überhaupt nicht machbar da man durch das gesamte Revier durchschauen konnte und im Winter keine 2 Rehe im Revier waren.
Beim Staat konnte ich in meiner Anfangszeit in einem Revier jagen das fast ausschließlich aus Fichtendickungen bestand mit sehr sehr tiefen Grabeneinschnitten. Entlang dieser Gräben wurde getrestert. Mir wurde am ersten Tag gesagt " Du kannst ab September jedes Reh verschießen das dir kommt, wir müssen Strecke machen". Hier konnte man wirklich schießen ohne Ende da es ein sehr windgeschütztes Revier war und das Wild von den Nachbarn nachzog.

Aber noch eine ganz andere Frage an Dich Inselförster.
Wenn Du 40 Rehe auf die Decke legst, wieviel Zeit verbleibt Dir dann noch für die anderen Fasetten der Jagd ? Ich sage es Dir ganz ehrlich, ich bin glücklich momentan im Jahr 15 Rehe schießen zu dürfen, wenn ich aber mal nur noch 2 oder 3 hätte würde ich mit Freuden auch mal gerne die anderen Fasetten der Jagd auskosten (Fallenjagd, Taubenjagd, Marderburg, usw.)
 
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3 Jun 2005
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Um mal wieder sachlich zu werden. Ich jage beim Staat, in einem dickungsreichen Naturschutzgebiet und wir, d.h. alle PB'ler zusammen erlegen nachhaltig im Schnitt knapp 10 Rehe /100 Hektar. Das geht ohne Trester und Drückjagd auf der Prisch und beim Ansitz ganz locker und es ist immer genug Wild da.

doc
 
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