Wild droht im Schnee zu verhungern!

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#46
Darum ging es ja auch nicht, sondern um die unsinnige Forderung nach Hubschraubern.

Die von den Forsten unterhaltenen Wintergatter werden wie immer beschickt, seit Wochen. Da ist aber ein Teil des Wildes noch gar nicht angekommen, die sind aufgrund des bisher viel zu milden Winters von dieser Schneelage in Bereichen überrascht worden, wo sie bei solchen Schneehöhen normalerweise gar nicht mehr sind.
 
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#47
zahllose traditionelle dezentrale freie Fütterungen zwangsweise aufgelöst wurden, die für das Wild bei hohen Schneelagen viel leichter erreichbar waren und mit denen das Wild auch viel besser in der Fläche verteilt war.
Nicht schon wieder. Die wurden nicht aufgelöst, weil sie so gut funktioniert haben.

Wieso sollen die aktuellen Wintergatter schlecht erreichbar sein? Als es noch konnte, ist das Rotwild zig Kilometer ins Vorland gewandert. Und genau die flächige Ausbreitung soll verhindert werden. Hat halt nicht jeder Hinz und Kunz Rotwild im Revier....
 
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#48
Nicht schon wieder. Die wurden nicht aufgelöst, weil sie so gut funktioniert haben.
Wieso sollen die aktuellen Wintergatter schlecht erreichbar sein? Als es noch konnte, ist das Rotwild zig Kilometer ins Vorland gewandert. Und genau die flächige Ausbreitung soll verhindert werden. Hat halt nicht jeder Hinz und Kunz Rotwild im Revier....
Solche Aussagen zeigen wieder einmal, dass die Forstpartie von Wildökologie so viel Ahnung hat wie die Kuh vom Fliegen.
Da wird selbst das grundlegendste Basis-Wissen zu Infektionsgefahren etc. völlig ignoriert, um die aktuelle geltende Version der Forstdoktrin zur Verhausschweinung des Rotwildes blindlings durchzusetzen.

Wir haben im Rotwildbestand verbreitet immer wieder Fälle von TBC und wenn am Winteranfang ein infektiöses Stück z.B. mit offener Lungen-TBC ins Gatter geht, kommt im Frühjahr ein grosser Teil des Bestandes TBC-positiv wieder heraus.

Sobald sich dann aber ein Wintergatter als TBC Hotspot erweist, will es keiner mehr gewesen sein und von der Forstpartie hört man gar nix oder nur die kleinlaute Ausrede, das sei ja nur als "Provisorium" gedacht gewesen ...

Ganz abgesehen davon, dass es beim Rotwild noch eine ganze Reihe weiterer ansteckender bis seuchenartig verlaufender Krankheiten gibt.

Wildtiere durch Einsperren "managen" zu wollen ist absurd und ein Zeichen für willkürliche bis grössenwahnsinnige Anwandlungen.

Und davon, dass die Rückwanderung des Wolfes und Wintergatter nicht zusammenpassen haben wir dabei noch gar nicht gesprochen.

Das verträglichste Managament für Rotwild sind kleine bis mittelgrosse, dezentrale freie Fütterungen an geeigneten Standorten bei einem angepassten Bestand.
Alle Fütterungseinheiten von mehr als ca. 50 Stück sind gerade im Berggebiet ein unkalkulierbares Risiko und auch unnatürlich.

Und wenn Du wissen willst, warum die Hirsche Wintergatter nicht erreichen oder annehmen, kannst Du ja mal hier nachlesen :
https://wildundhund.de/fuetterung-verboten-hirsche-verhungert/

Und wer steckt dahinter ?
https://forum.wildundhund.de/threads/wer-steckt-wohl-dahinter.115264/

https://forum.wildundhund.de/thread...ehoerde-fuehrt-zu-leid-bei-wildtieren.115548/

Die Forstbürokratie sollte trotz ihrer bekannten Arroganz und Beratungsresistenz zumindest in wichtigen Fragen mal auf wirkliche Fachleute hören :

"...
„Widerspricht TBC-Strategie“


Ein ganz anderes Informationsdefizit ortet Landesveterinär Norbert Greber. Das Einstellen der Fütterung widerspreche der TBC-Bekämpfungsstrategie des Landes. „Was hier gemacht wurde, ist absolut kontraproduktiv.“ Die Konzentration auf wenige Fütterungen und die Mobilisierung des Wildes erhöhe die Ansteckungsgefahr, ärgert sich Greber auch darüber, dass es dazu keine entsprechende Information gab. Und was das Tierwohl betreffe, habe man vielmehr die Pflicht, die Tiere zu füttern, weil der Weg zur Nahrung in niedrigere Lagen längst unterbunden sei.
... "

https://www.vol.at/verendete-hirsche-wuehlen-auf/5677184
 
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#49
Was ist eigentlich mit dem Wolf? Der arme Wauzibauzi hat doch ganz sicher auch arge Schwierigkeiten mit dem Schnee?

Da muss der Staat doch endlich mal was tun und eingreifen!
 
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#50
Was ist eigentlich mit dem Wolf? Der arme Wauzibauzi hat doch ganz sicher auch arge Schwierigkeiten mit dem Schnee?

Da muss der Staat doch endlich mal was tun und eingreifen!
Tut er doch, der Staat sorgt doch dafür, das es gewaltige Wolfsfuttergatter gibt, mit artgerechtem Lebendfutter. Und bezahlen tut er das auch schon, wenn zufällig doch bewiesem werden sollte, das sich dort ein Wolf futter geholt hat.
Das Wolfsfuttergatter nennt sich dann Landwirtschaft und sogar die Gatterzäune werden finanziert, obwohl die Landwirte eigentlich keine Lust darauf haben, als Futtergattermeister für Lipophile fungieren zu müssen 🤣
 
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#52
Die haben keine Zeit, das Jagdgesetz zu lesen, geschweige denn eingehend zu studieren. Entweder sie schießen, was sie sehen oder sie lernen das Waldgesetz auswendig, wenn sie gerade nix sehen. Das reicht völlig, um zu erklären,, dass die ökologisch bedingte Mortalität des Wildes im Winter ein völlig natürlicher Vorgang ist, welcher im Sinne der Entwicklung des Klimaschutzwaldes nicht beeinträchtigt werden darf und der böse Jäger durch Fütterung angepasste Wildbestände für den Klimaschutz verhindert. Ist dann das Jahr darauf der Klimaschutzwald zu sehr verbissen, weil das Wild im Schnee keine Nahrung mehr gefunden hat, ist der böse Jäger auch wieder schuld, weil er vor dem Schneefall zuwenig geschossen hat und deshalb zuviel Wild im Winter wg. fehlender Nahrung den Klimaschutzwald verbissen hat.
Bei Ideologen und Fanatikern ist das leider vergebene Liebesmüh. :eek:
 
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#53
Was ist eigentlich mit dem Wolf? Der arme Wauzibauzi hat doch ganz sicher auch arge Schwierigkeiten mit dem Schnee?
Da muss der Staat doch endlich mal was tun und eingreifen!
Wauzibauzi ist doch kein Wild nach dem Jagdrecht, ausser natürlich z.B. in Sachsen, oder ?
Da muss dann natürlich gelten : Gleiches Recht für ALLE ! :-}
 
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#54
Da wird selbst das grundlegendste Basis-Wissen zu Infektionsgefahren etc. völlig ignoriert, um die aktuelle geltende Version der Forstdoktrin zur Verhausschweinung
Wer da verhausschweint wär mal interessant sachlich zu erörtern. Wintergatter gibt es nicht nur beim Forst. Der allerdings im Gegensatz zu anderen Betreibern die Belegzahlen in Grenzen zu halten versucht.

Im übrigen wird hier wieder geredet, wie man's grad braucht. Wenn's um allgemeine Bestandshöhen geht, spielt die Seuchengefahr ja überhaupt keine Rolle, aber wehe, die Tierchen werden aus dem Schälverkehr gezogen.
 
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#55
Wäre das Wild so auf uns angewiesen, wie die BJV-Jünger immer behaupten, wäre es schon lange ausgestorben. Ja, gut möglich, dass die Schneemassen in den Alpen auch einige Opfer fordern, das ist aber ein völlig normaler, natürlicher Vorgang und wird wohl kaum den Untergang des Wildes bedeuten. Kein Wild muss gefüttert werden! Dafür ist es Wild und kein Weidevieh.

Tu dir und der jagenden Welt endlich den Gefallen und gib deinen Jagdschein wieder ab!
Du bist einfach nur peinlich! Wenn man deine Beiträge hier im Forum liest kann man einfach nur noch .......
 
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#56
Wauzibauzi ist doch kein Wild nach dem Jagdrecht, ausser natürlich z.B. in Sachsen, oder ?
Da muss dann natürlich gelten : Gleiches Recht für ALLE ! :-}
Bei uns unterliegt der Watzibauzi dem Jagdrecht und wir sind zur Watzebauzi-Hege verpflichtet.

Nachdem ich mich beim Heuaustragen heute fünf Stunden mit Schneeschuhen durch den Tiefschnee gequält habe, kann ich mir durchaus vorstellen, dass unser aller Watzebauzi mit der Hetzjagd auch so seine Probleme hat: Jeder heftige Abstoß führt zu unbegrenztem Einsinken. Auch 30 kg Muskelmasse ergeht es da nicht besser, die viele Kraft macht die Sache eher schlimmer.

Als leicht verfügbare Nahrungsquelle für Watzebautzi kann ich die neuerdings viel zu zahlreichen Schafställe empfehlen. Das macht auch jagdlich Sinn, weil wo die Schafe alles zuscheißen, geht eh´ kein Reh mehr hin.
Die Landwirte werden das anders sehen. Aber die haben keine Hegeverpflichtung gegenüber den Wolf und sorgen bei uns schon dafür, dass ihren Schafen nichts passiert. ...
 
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#58
Ich habe jagende Schafbauern dazu befragt: Die sehen das naturgemäß nicht so krass. Wenige Wochen nach Abzug der Schafe werde die Fläche wieder beäst.

Aber wenigstens für mein Revier gilt: Wo Schafe oder Muffel weiden, sieht man kein Reh nicht. Das Rotwild hat diesbezüglich weniger Berührungsängste.
 
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#59
Tu dir und der jagenden Welt endlich den Gefallen und gib deinen Jagdschein wieder ab!
Du bist einfach nur peinlich! Wenn man deine Beiträge hier im Forum liest kann man einfach nur noch .......
Ich wollte es auch schon schreiben, aber konnte mich gerade noch beherrschen.
Trotzdem danke👍👍👍
 
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#60
Ich habe gelernt, dass biotopverbessernde Maßnahmen und Ruhe die einzig sinnvollen Maßnahmen sind, wenn man natürlich oder naturnah bleiben möchte. Im Januar zu füttern kann sogar das Gegenteil bewirken, selbst bei extremen Wetterlagen.
Mag sein, dass es in den Bergen diese Biotope nicht mehr gibt und sich Reh und Gams im Herbst keinen Wamms mehr anfressen kann. Aber eigentlich zehren sie vom Fett und fahren Aktivität und Kreislauf runter. Eine Fütterung, besonders mit dem falschen Futter, kann dieses Verhalten negativ beeinflussen.

Außerdem werden hier (im Gegensatz zur Jagd) wirklich die schwächsten Individuen aussortiert und gesunde Bestände gezüchtet.

Ich habe gelernt, wenn dann macht eine Fütterung nur im Frühjahr (oder nach langen Frost, Harsch und Schneeperioden die die Reservern aufbrauchen) wirklich Sinn, wenn der Kreislauf wieder in Gang kommt, die Aktivität steigt und die Äsung fehlt.
 
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