Wild droht im Schnee zu verhungern!

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#61
Horrido. ...@Rehschreck ....Bei allem "das ist halt Natur und das gehört so" Gepräch, stört mich mal wieder gewaltig, dass das Wild seinen natürlichen "Wandertrieben" aufgrund von überbordender Naturnutzung durch Freizeitjunkies, gar nicht mehr nachgehen kann .....Es kann gar nicht mehr in die Täler wandern um bessere Äsung zu bekommen.....ergo ist es gezwungen zu (ver)hungern. ....und das kann ein echter Waidmann (und darf ) es nicht zulassen. ....Es ist eben nicht natürlich und diese Winteropfer werden Menschengemacht ! Vor 100 Jahren gab es keine "Langläufer, Tourengeher, Snowboarder, Snowcatfahrer, Alpinfahrer Eiskletterer, Schneeschuhwanderer usw usw usw. ....Da waren die Leute nach der Arbeit platt und hatten keinen Bock auf "Freizeit " ....heute hampelt das ganze Ruhrgebiet mit Apresski-Partys in den Alpen rum .....Rehschreck Du redest Bovine Exkremente. .....Auf deutsch Rinderdung.....oder Bullxxxx. ......denkt mal alle nach , die Ihr gegen die Fütterung seienden......! Es ist unethisch Tiere verhungern zu lassen in dieser Zeit, genau wie vor einigen Jahren in Ahrweiler im strengen Winter, und dann Monate später die fadenscheinigen Erklärungen der Behörden hinterherwerfen.....Eine Farce, damals wie heute. .....!!! Grüße +WMH Olli
 
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#62
@nerofrankkirn Im Prinzip hast Du Recht, wir nutzen den empfindlichen Naturraum so schamlos aus, dass natürliche Verhaltensweisen von Wildtieren nicht mehr funktionieren können.
Das ist aber vor allem eines: unfair und kurzsichtig

Notzeit durch Witterung ist aber noch das natürlichste Übel, dem unser Wild ausgesetzt ist, seit Jahrtausenden.
Man kann sich kein gutes Gewissen kaufen indem man den Vögeln Körner gibt oder dem Reh die Raufe füllt, wenn man im Gegenzug nichts dagegen tut, dass die Bergwiesen sechs mal im Jahr gemäht und gegüllt werden, dass Skihänge gebaut und Fichten-Monokulturen entstehen. Alles andere ist Zynismus
 
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#63
Horrido. .....Das ist die Logik meines Naturverständnisses. .....Wer A-sagt muß auch -rschloch sagen. .....aber dann das mit, das ist halt natürlich, abzutun , lasse ich nicht gelten. ....Wir ( alle ) sind der Natur (+dem Wild) , verpflichtet. ....gerade weil wir darinherumpfuschen. .....Vor 120 Jahren sind im Hunsrück (wohl auch in den Alpen) auch noch Menschen im Winter verhungert. .....es war auch "Natur " aber schön war es bestimmt nicht. ......und gerade heute in unserem Gutmenschcountry mit sozial völlig abstrusen wellfare Ideen für alles und jeden, koste es was es wolle , ist es einfach nur lächerlich wo es Futter im Überfluss gibt zu sagen " hey , wir haben zwar deinen Lebensraum zerstört, dir die Natur geraubt, aber Du kriegst nix von uns , weil die Natur (also die Rot/Grüne Gesetzgebung) es so verlangt " ist wie vorab gesagt blanker Zynismus. ..... ebenso zynisch wie die zur Zeit herrschende linksmeanstreamgutmenschen Meinung....
Mit dem fetten Arsch vollgefressen auf dem warmen Sofa sitzend kann man gut Reden über den vermeintlich gerechtfertigten Hungertod von fühlenden Lebewesen schwingen !
...Grüße +WMH Olli
 
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#64
@nerofrankkirn Im Prinzip hast Du Recht, wir nutzen den empfindlichen Naturraum so schamlos aus, dass natürliche Verhaltensweisen von Wildtieren nicht mehr funktionieren können.
Das ist aber vor allem eines: unfair und kurzsichtig

Notzeit durch Witterung ist aber noch das natürlichste Übel, dem unser Wild ausgesetzt ist, seit Jahrtausenden.
Man kann sich kein gutes Gewissen kaufen indem man den Vögeln Körner gibt oder dem Reh die Raufe füllt, wenn man im Gegenzug nichts dagegen tut, dass die Bergwiesen sechs mal im Jahr gemäht und gegüllt werden, dass Skihänge gebaut und Fichten-Monokulturen entstehen. Alles andere ist Zynismus
Die Bergwiesen, über die ich rede und die ich kenne, werden im Jahr weder 6 mal gemäht, noch werden sie über die Maße gegüllt (wenn überhaupt).

Betrachtet man die Landschaft aus der Vogelperspektive, ist der Teil mit den Skipisten ein überschaubar kleiner Ausschnitt, der nach meiner Einschätzung nur ein kleiner Teil des Problems ist. Selbst die Freizeitsuchenden sind bei den aktuellen Schneelagen kaum im Gelände unterwegs.

Problematisch ist eher die Bebauung der Täler und die Barrieren, die sich durch Verkehrswege auftun. Entsprechend sind die ehemaligen Wintereinstände für Teile des Wildes schlicht nicht mehr erreichbar bzw. zugänglich. Soll dann der Bergwald neben sonstigen Funktionen auch noch ökonomischen Zielsetzungen dienen, wird es halt eng für u.a. das Rotwild. Vielleicht kann, soll und muss der Bergwald viele Zielsetzungen erfüllen, kann aber nicht auch noch Plattform ökonomischen Handelns sein.

Das Thema Sanierungsflächen haben und hatten wir ja schon an anderer Stelle. Hier (von heute) ist übrigens ein weiteres Mal zu sehen, wie es um einen solchen Schutzwald bestellt ist, wenn denn tatsächlich eine entsprechende Lawine abgeht

fullsizeoutput_5375.jpeg

fullsizeoutput_5376.jpeg

Ich kann nicht recht nachvollziehen, welche Schutzfunktion der Wald in diesem Moment leisten soll und welcher dann eh nicht mehr vorhandene Wald das denn für die nächsten xx Jahre tun soll.

Es ist schlussendlich für mich befremdlich, wenn auf der einen Seite Wolfsmobile gebaut werden, nach einem illegalen Wolfsabschuss Geschossreste/ Waffen ballistisch untersucht werden (sollen) und Wolfsbeauftragte mit Steuergeldern beschäftigt werden, man auf der anderen Seite Bergwild - bei den aktuellen Schneelagen - sehenden Auges verhungern lassen will.

Den hier (in unserem Revier)

fullsizeoutput_5379.jpeg

hätten wir auch nicht befreien müssen, hätten wir ihn schon vorher sinnvollerweise verhungern lassen.


Grosso
 
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#66
Ich habe gelernt, dass biotopverbessernde Maßnahmen und Ruhe die einzig sinnvollen Maßnahmen sind, wenn man natürlich oder naturnah bleiben möchte. Im Januar zu füttern kann sogar das Gegenteil bewirken, selbst bei extremen Wetterlagen.
Mag sein, dass es in den Bergen diese Biotope nicht mehr gibt und sich Reh und Gams im Herbst keinen Wamms mehr anfressen kann. Aber eigentlich zehren sie vom Fett und fahren Aktivität und Kreislauf runter. Eine Fütterung, besonders mit dem falschen Futter, kann dieses Verhalten negativ beeinflussen.

Außerdem werden hier (im Gegensatz zur Jagd) wirklich die schwächsten Individuen aussortiert und gesunde Bestände gezüchtet.

Ich habe gelernt, wenn dann macht eine Fütterung nur im Frühjahr (oder nach langen Frost, Harsch und Schneeperioden die die Reservern aufbrauchen) wirklich Sinn, wenn der Kreislauf wieder in Gang kommt, die Aktivität steigt und die Äsung fehlt.
Du denkst Zuviel quer(cus) und hast anscheinend öfter das Falsche gelernt. (n)
Wenn die Fettreserven durch mehr-(oft-)maliges Aufmüden durch unbelehrbare Natur-Fun-Nutzer vorzeitig verbraucht sind - was dann? :poop:

Für Intervall-Fütterung bei Schlechtwetterperioden ist halt das Verdauungssystem der genannten Wildarten nicht ausgelegt. :eek:
Somit falsch gelernt bzw. gedacht. (n)
 
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#67
Die Bergwiesen, über die ich rede und die ich kenne, werden im Jahr weder 6 mal gemäht, noch werden sie über die Maße gegüllt (wenn überhaupt).

Betrachtet man die Landschaft aus der Vogelperspektive, ist der Teil mit den Skipisten ein überschaubar kleiner Ausschnitt, der nach meiner Einschätzung nur ein kleiner Teil des Problems ist. Selbst die Freizeitsuchenden sind bei den aktuellen Schneelagen kaum im Gelände unterwegs.

Problematisch ist eher die Bebauung der Täler und die Barrieren, die sich durch Verkehrswege auftun. Entsprechend sind die ehemaligen Wintereinstände für Teile des Wildes schlicht nicht mehr erreichbar bzw. zugänglich. Soll dann der Bergwald neben sonstigen Funktionen auch noch ökonomischen Zielsetzungen dienen, wird es halt eng für u.a. das Rotwild. Vielleicht kann, soll und muss der Bergwald viele Zielsetzungen erfüllen, kann aber nicht auch noch Plattform ökonomischen Handelns sein.

Das Thema Sanierungsflächen haben und hatten wir ja schon an anderer Stelle. Hier (von heute) ist übrigens ein weiteres Mal zu sehen, wie es um einen solchen Schutzwald bestellt ist, wenn denn tatsächlich eine entsprechende Lawine abgeht

Anhang anzeigen 65113

Anhang anzeigen 65114

Ich kann nicht recht nachvollziehen, welche Schutzfunktion der Wald in diesem Moment leisten soll und welcher dann eh nicht mehr vorhandene Wald das denn für die nächsten xx Jahre tun soll.

Es ist schlussendlich für mich befremdlich, wenn auf der einen Seite Wolfsmobile gebaut werden, nach einem illegalen Wolfsabschuss Geschossreste/ Waffen ballistisch untersucht werden (sollen) und Wolfsbeauftragte mit Steuergeldern beschäftigt werden, man auf der anderen Seite Bergwild - bei den aktuellen Schneelagen - sehenden Auges verhungern lassen will.

Den hier (in unserem Revier)

Anhang anzeigen 65115

hätten wir auch nicht befreien müssen, hätten wir ihn schon vorher sinnvollerweise verhungern lassen.


Grosso
Das werden die Hardcore-Schutzwaldwächter bzw. -sanierer nie kapieren, weil ihre fanatische Denke dies nicht zulässt. :mad:
 
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#68
Das ist jetzt aber keine ÖJV Position. Trotz allem Groll sollten wir ehrlich bleiben.
Auszug aus der ÖJV-Seite da will man eigentlich schon ab 1. August auf alles dampfen.
http://www.oekojagd.at/leitbild-oekologischer-jagdverband.html
11. Änderung bzw. Vereinfachung der Schusszeiten bei Schalenwild (ausgenommen Schwarzwild)
1.Mai - 31.Dezember -> alle männlichen und nichtführenden weiblichen Stücke.
1.August - 31.Dezember -> alle Stücke.
 
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#69
Achtung zynisch !!!! Na bitte ist doch " einfach" !! So was liest sich doch besser als Wild beobachten, kennenlernen, nochmal beobachten, ........lange nichts. .....nochmals beobachten...selektieren, ansprechen und " erlegen " .....so heißt es rausgehen, umnieten, fertig. .....Da freut sich doch der holländische, belgische oder luxemburgische Bezahljäger im Staatsforst o.ä. ......Ist doch einfach. ....!
Grüße +WMH Olli
 
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#70
Auszug aus der ÖJV-Seite da will man eigentlich schon ab 1. August auf alles dampfen.
http://www.oekojagd.at/leitbild-oekologischer-jagdverband.html
11. Änderung bzw. Vereinfachung der Schusszeiten bei Schalenwild (ausgenommen Schwarzwild)
1.Mai - 31.Dezember -> alle männlichen und nichtführenden weiblichen Stücke.
1.August - 31.Dezember -> alle Stücke.
Das Papier ist veraltet. In diversen Gremien fordert der ÖJV den 01.04. für Schmalrehe/Jährlinge und Schmalspiesser/Schmaltiere....
 
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Du denkst Zuviel quer(cus) und hast anscheinend öfter das Falsche gelernt. (n)
Wenn die Fettreserven durch mehr-(oft-)maliges Aufmüden durch unbelehrbare Natur-Fun-Nutzer vorzeitig verbraucht sind - was dann? :poop:

Für Intervall-Fütterung bei Schlechtwetterperioden ist halt das Verdauungssystem der genannten Wildarten nicht ausgelegt. :eek:
Somit falsch gelernt bzw. gedacht. (n)
Nene, den Ball spiele ich gerne zurück ... Du liest zu schlecht oder verstehst das Falsche. Denn genau das was Du geschrieben hast habe ich auch geschrieben:

1. Natur-Nutzer = Ruhe ,ohne dem geht nicht
2. Intervall-Füttern-NEIN = nicht im Januar füttern, denn wer ein mal anfängt muss weiter machen.

Und wie Du ja sicher begriffen hast, geht es mir nicht darum Wild in Notzeiten nicht zu helfen. Aber man muss es richtig tun mit dem Wissen biologischer Zusammenhänge und ohne Aktionismus. @grosso hat es anschaulich beschrieben , es gibt räumliche Unterschiede und Gründe etwas zu tun oder halt nicht.
 
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Moin!

Ich kann nicht recht nachvollziehen, welche Schutzfunktion der Wald in diesem Moment leisten soll und welcher dann eh nicht mehr vorhandene Wald das denn für die nächsten xx Jahre tun soll.
M.W. geht es bei der Schutzwaldanlage nicht primär darum, eine solche Lawine aufzuhalten, sondern durch die Anlage von Gehölzen in den Bereichen, wo die Lawine entsteht, diese Entstehung zu verhindern oder aber durch die Ausweitung der Gehölzzone nach oben den Anlaufweg der Lawine zu begrenzen. Dass es dann immer noch BEreiche gibt, wo eine Lawine 1000m oder so oberhalb der Baumgrenze entstehen kann und für die tallagen schlcihtweg gilt "never live at stupid places" ist klar.

Joe
 
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