Wild droht im Schnee zu verhungern!

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Nene, den Ball spiele ich gerne zurück ... Du liest zu schlecht oder verstehst das Falsche. Denn genau das was Du geschrieben hast habe ich auch geschrieben:

1. Natur-Nutzer = Ruhe ,ohne dem geht nicht
2. Intervall-Füttern-NEIN = nicht im Januar füttern, denn wer ein mal anfängt muss weiter machen.

Und wie Du ja sicher begriffen hast, geht es mir nicht darum Wild in Notzeiten nicht zu helfen. Aber man muss es richtig tun mit dem Wissen biologischer Zusammenhänge und ohne Aktionismus. @grosso hat es anschaulich beschrieben , es gibt räumliche Unterschiede und Gründe etwas zu tun oder halt nicht.
Du solltest schon Deine Beiträge, auf die geantwortet wurde lesen, und nicht mit anderen Beiträgen vermischen.

a) Wo habe ich geschrieben, dass keine Ruhe erforderlich sei?
b) Wo habe ich etwas von Fütterung ausschließlich im Januar geschrieben?

a) Du schriebst, es reichen Fettreserven, ich fragte was ist, wenn die Fettreserven durch wiederholtes Aufmüden vorzeitig verbraucht wurden.

b) Die von Dir genannten Notzeiten, wie: lange Frost-, Harsch- bzw. Schneeperioden gibt es nicht nur im von Dir benannten Frühjahr. Wenn Du also mitten im Winter nach solchen Perioden mit der Fütterung beginnst - von mir Intervall-Fütterung genannt - ist diese aufgrund der physiologischen Vorgänge im Verdauungstrakt des wiederkäuenden Wildes eher schädlich.

Bitte nicht immer geänderte Aspekte und Ablenkungsmanöver einfügen. Diskussion mit Dir hiermit beendet.
 
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Ich habe gelernt, dass biotopverbessernde Maßnahmen und Ruhe die einzig sinnvollen Maßnahmen sind, wenn man natürlich oder naturnah bleiben möchte. Im Januar zu füttern kann sogar das Gegenteil bewirken, selbst bei extremen Wetterlagen.
Mag sein, dass es in den Bergen diese Biotope nicht mehr gibt und sich Reh und Gams im Herbst keinen Wamms mehr anfressen kann. Aber eigentlich zehren sie vom Fett und fahren Aktivität und Kreislauf runter. Eine Fütterung, besonders mit dem falschen Futter, kann dieses Verhalten negativ beeinflussen.

Außerdem werden hier (im Gegensatz zur Jagd) wirklich die schwächsten Individuen aussortiert und gesunde Bestände gezüchtet.

Ich habe gelernt, wenn dann macht eine Fütterung nur im Frühjahr (oder nach langen Frost, Harsch und Schneeperioden die die Reservern aufbrauchen) wirklich Sinn, wenn der Kreislauf wieder in Gang kommt, die Aktivität steigt und die Äsung fehlt.
Wo von wem lernte er diese Weisheiten?
 
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Moin!



M.W. geht es bei der Schutzwaldanlage nicht primär darum, eine solche Lawine aufzuhalten, sondern durch die Anlage von Gehölzen in den Bereichen, wo die Lawine entsteht, diese Entstehung zu verhindern oder aber durch die Ausweitung der Gehölzzone nach oben den Anlaufweg der Lawine zu begrenzen. Dass es dann immer noch BEreiche gibt, wo eine Lawine 1000m oder so oberhalb der Baumgrenze entstehen kann und für die tallagen schlcihtweg gilt "never live at stupid places" ist klar.

Joe
Wäre tatsächlich mal interessant das genauer zu hinterfragen. Die Lawinenabgänge die ich gesehen habe bzw. von denen ich weiß, haben sich ausschließlich im Kahlgebirge deutlich oberhalb der Baumgrenze gelöst und dort auch Fahrt aufgenommen.

Möglicherweise ist das aber nicht immer der Fall. Vielleicht kann jemand etwas diesbzgl. erhellendes beitragen und mal von einem entsprechenden relevanten Lawinenabgang berichten, der unterhalb der Baumgrenze entstanden ist.


Grosso
 
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Moin!

Wenn mich meine Erinnerung an lange zurückliegende Vorlesungen und Exkursionen nicht trügt ist die Leitidee gewesen, Lawinen zu verhindern, die in Bereichen entstehen, die früher mit Wald (in irgenteiner Form) bestockt waren und jetzt durch menschlichen Einfluss, z. B. Beweidung, keine Gehölze mehr tragen. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand behauptet hätte, man wolle mit solchen Anpflanzungen solche Lawinen blocken, wie Du sie erwähnst. Soweit zumindest die Theorie von vor ... Jahren. Was die Leute vor Ort tun und lassen und heute erzählen kann davon abweichen. ;)

Viele Grüße

Joe
 
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"... Winterfütterungen im mega Schneefall – Einfach mal handeln!
Weit gefehlt, wer glaubt, dass erst die starken Schneefälle der vergangenen Tage das Thema Winterfütterung in die Diskussion gebracht hat. Diskutiert wird schon länger, nur nicht wirklich in der Öffentlichkeit und leider häufig auch eher verbal ausschlagend, als einfach mal zu handeln. Zu handeln, wie zum Beispiel Thomas Tscherne. ..."


https://www.be-outdoor.de/wildtierfuetterungen-ueber-die-notlage-der-tiere-im-schnee
 
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"... Winterfütterungen im mega Schneefall – Einfach mal handeln!
Weit gefehlt, wer glaubt, dass erst die starken Schneefälle der vergangenen Tage das Thema Winterfütterung in die Diskussion gebracht hat. Diskutiert wird schon länger, nur nicht wirklich in der Öffentlichkeit und leider häufig auch eher verbal ausschlagend, als einfach mal zu handeln. Zu handeln, wie zum Beispiel Thomas Tscherne. ..."


https://www.be-outdoor.de/wildtierfuetterungen-ueber-die-notlage-der-tiere-im-schnee
Also den sollte man nicht wirklich als Vorbild nehmen der macht aus der Natur einen Erlebnispark für seine Hotelgäste, das hat mit "Wild" Fütterung nichts mehr zu tun und ist abzulehnen.
 
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Ich kenne das Gebiet nicht persönlich, deshalb kann ich nichts dazu sagen.
Aber schlimmer als ein real existierendes und forstlich abgesegnetes Mega-Wintergatter bei einem Adligen, mit dem das gesamte Rotwild aus weitem Umkreis aufgesaugt wird (wenn es denn die Schneelage zulässt), kann es kaum sein.

Hier noch was anderes zum Thema :

https://www.rotwild-in-not.at/
 
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Ich kenne das Gebiet nicht persönlich, deshalb kann ich nichts dazu sagen.
Der Typ dort ist so ein Grund wieso in der Umgebung die Ökos zulauf bekommen. Aus einem Wildbestand einen Freiluftzoo zu machen mit Führungen zum Bambistreicheln für die Hotelgäste ist sicher nichts was anzustreben ist.

Die Österreichische Bundesforste AG fordert die Jagd auf Rotwild auch in der Schonzeit.
Zitat aus der von dir verlinkten Seite, die fordern das weil der dort seinen Abschußverpflichtungen nicht nachkommt und rundum die Schäden massiv sind. Dort sollten sich mal die Leute umschauen die hier regelmässig wegen ihren Rehwildproblem im Kreis hüpfen, dann wüssten sie was Schäden sind

Wenn sich schon einer Hirschflüsterer nennt weiß man was man davon zu halten hat ;)
 
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Im Übrigen wird das mit dem Schnee in den Medien auch ganz schön übertrieben. Wetterlagen mit viel Schnee gibt es in diesen Regionen quasi jedes Jahr ... aber heute muss ja alles eine Katastrophe, ein Klimawandel oder der Untergang von irgend was sein ...
Mich überrascht es, das du auf den Beitrag likes von Menschen bekommen hast die sich im Gebirge zum Teil doch auskennen. Es war in Oberbayern sehr verschieden. Aber was ich in den Landkreisen mit Katatrophenalarm gesehen hab war schon deutchlich mehr als sonst. Der Schnee kam halt sehr schnell und dann sogar teilweise wieder Regen dazu. In Bayrischzell waren links und rechts von der Straße +2m weiße Wände. Im ganzen Ort. Täglich sind die Bauern mit ihren Radladern den Schnee aus dem Dorf gefahren. Bahnstrecken auf Wochen gesperrt. Schuppen eingebrochen.

Im Allgäu wurden Hotels von einer Lawine getroffen und mussten Evakuiert werden. Das ham die auch nicht jeden Winter.

Östereichs halt es wohl teilweise auch so stark wie seit Jahrzehnten nicht getroffen.
 
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Ich bin mal ganz bewusst ein wenig ketzerisch:

WENN denn diese Lawine in Graubünden abgesprengt wurde und WENN nach diesem Abgang nur einige Bäume leicht beschädigt waren, DANN würde ich schauen, ob ich in dem Lawinenstrich nicht günstig ein Grundstück erwerben, ein Hotel baue und die Lawinensprengungen zukünftig zu Höchstpreisen an Abenteuertouristen verkaufen kann.

WENN da nix passiert, würde ich mir um Lawinen aber auch per se keinen Kopf machen ;)


Grosso
Ich glaube halt nicht das ein Kanton auf seinem offiziellen Facebookaccount ein fremdes Video hoch lädt und dazu eine Geschichte erfindet.
 
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Wäre tatsächlich mal interessant das genauer zu hinterfragen. Die Lawinenabgänge die ich gesehen habe bzw. von denen ich weiß, haben sich ausschließlich im Kahlgebirge deutlich oberhalb der Baumgrenze gelöst und dort auch Fahrt aufgenommen.

Möglicherweise ist das aber nicht immer der Fall. Vielleicht kann jemand etwas diesbzgl. erhellendes beitragen und mal von einem entsprechenden relevanten Lawinenabgang berichten, der unterhalb der Baumgrenze entstanden ist.


Grosso
Im Endeffekt bin ich da der falsche Ansprechpartner, mir fehlt der Überblick über ganz Bayern. Die Flächen die ich kenne, da gibt es nicht soviel Kahlgebirge wie bei euch in Östereich. Sodass der von dir beschriebene Fall da auch nicht eintreten kann. Mohawk war da glaube ich schon ganz richtig. Es gibt Kahlestellen im Bergwald die (angeblich) durch Waldzerstörung entstanden sind. Die möchte man wieder schließen. Um Schnee, Wasser oder Geröll aufzuhalten.
 
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...
Im Allgäu wurden Hotels von einer Lawine getroffen und mussten Evakuiert werden. Das ham die auch nicht jeden Winter. ...
Das Hotel steht in einem bekannten und offiziell kartierten und ausgewiesenen Lawinenstreifen.
Oberhalb ist Schutzwald, der sogar als Schutzwaldsanierungsfläche ausgewiesen ist und trotz des angeblichen "Sanierungsbedarfes" gehalten hat.
Das bringt aber wenig, wenn sich darunter (oberhalb der Bebauung) noch waldfreie Weideflächen befinden, auf denen die Lawine abgehen kann.

...Die Flächen die ich kenne, da gibt es nicht soviel Kahlgebirge wie bei euch in Östereich. Sodass der von dir beschriebene Fall da auch nicht eintreten kann. Mohawk war da glaube ich schon ganz richtig. Es gibt Kahlestellen im Bergwald die (angeblich) durch Waldzerstörung entstanden sind. Die möchte man wieder schließen. Um Schnee, Wasser oder Geröll aufzuhalten.
Nette Legende, geht aber an der Realität vorbei.
In Gebieten mit hoher Reliefenergie und entsprechendem Klima (also auch in den Alpen) ist es ganz normal, ja praktisch ein Naturgesetz, dass bei entsprechender Orographie in mehr oder weniger regelmässigen Abständen Lawinenstreifen auftreten, die von ganz oben bis zum Talboden verlaufen, manchmal am Gegenhang sogar wieder ein Stück aufwärts.
Solche Lawinenstreifen waren schon immer da und sind auch mit Bäumchenpflanzen nicht zu stabilisieren.
Und sie sind geschützte Biotope mit wichtigen vertikalen Vernetzungsfunktionen.
Wenn dort eine Strasse quert und die geschützt werden muss, kann man entweder die ganze Bergflanke mit technischen Schutzbauten zupflastern und damit die geschützten Biotope zerstören (und zur Dekoration noch ein paar Bäumchen pflanzen, die aber keine wesentliche oder dauerhafte Schutzfunktion haben), oder aber unten am Hangfuss eine Lawinengalerie zum Schutz der Strasse bauen (und die wertvollen Biotope oberhalb in Ruhe lassen), mit der die Lawinen über die Strasse hinweg geleitet werden können.
Wenn solche technischen Schutzmassnahmen bei den Lawinenstreifen, also den ganz konkreten Gefahrenstellen fehlen, wird die Strasse bei entsprechenden Schneesituationen IMMER gesperrt werden müssen, und zwar völlig unabhängig davon, ob beim restlichen Strassenverlauf noch etwas am "Schutzwald" herumsaniert wurde oder nicht.

Ich glaube halt nicht das ein Kanton auf seinem offiziellen Facebookaccount ein fremdes Video hoch lädt und dazu eine Geschichte erfindet.
Ich habe das Video mit der Staublawine auch gesehen.
Staublawinen erreichen hohe Geschwindigkeiten und können sich vom Untergrund lösen, wenn sie über eine entsprechende Geländekante springen, die als eine Art Schanzentisch wirkt.
Dann kann sich unter der Lawine ein Luftkissen bilden, auf dem die Lawine auch über Hindernisse hinweg gehen kann. Trotzdem herrschen dort ziemlich ungemütliche Bedingungen und welche Schäden am Wald wirklich entstanden sind, wird man erst im Frühjahr nach der Schneeschmelze endgültig beurteilen können.
Aber Staublawinen sind eher die Ausnahme (treten nur bei frisch gefallenem, noch nicht umkristallisierten und gesetztem Schnee auf), in den Lawinenstreifen gehen auch Schneebretter und Nassschneelawinen ab, die bleiben am Boden und reissen alles um bzw. mit, was im Weg ist.
 
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Ich glaube halt nicht das ein Kanton auf seinem offiziellen Facebookaccount ein fremdes Video hoch lädt und dazu eine Geschichte erfindet.
@ Traumtänzer,

es lässt sich wohl schlussendlich nicht so eben klären, wo dieses Video aufgenommen wurde. Ich habe am Wochenende die Gelegenheit genutzt und während einer Jagd mit 'meinen' Tirolern gesprochen. Die behaupteten, die Lawinensprengung sei im Kaunertal gefilmt worden. Der gesprochene Dialekt spricht für mich für eine Gegend in Tirol.


Grosso
 
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