Wild verhitzt

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#31
@JägerNord

Mal ganz abgesehen davon, das man die erlegte Sau nicht so lange liegen lässt, hat dein Jagdleider (Verschrieben oder gewollt so genannt?!) ein paar grundsätzliche Fehler im Umgang mit seinen Mitjägern gemacht! Das arme Schwein lassen wir mal außen vor bei dieser Betrachtung.

Das ein gebrechlicher älterer Schütze was erlegt, kommt vor, dem kann aber geholfen werden.

Nach dem Frühstück sind alle vollgefressen und keiner hat mehr Lust zu arbeiten, darum hauen auch dann alle ganz schnell ab.
Stücke im gesamten wiegen ist nur sinnvoll wenn man mit dem Gewicht der Sau angeben will, ansonsten interessiert es eigentlich keinen.
Aufbrechplatz kann ja draußen sein, wenn Innen nicht geht, dann aber wenigstens für Schatten sorgen, das schafft schon ein einfacher Sonnenschirm.

Was macht ihr in Zukunft eigentlich wenn ihr ein Stück geschossen habt, packt es in den Anhänger und fahrt eine Stunde zum Zerlegebetrieb und es ist keiner da? Steht bei denen die Tür offen? Glaube ich eher nicht! Also wieder eine Stunde Rückfahrt! Oder habt ihr die Möglichkeit euch vorher telefonisch anzumelden, damit auch jemand vor Ort ist, ggf. helfen kann?
Selbst wenn nach telefonischer Nachfrage niemand da ist am Zerlegebetrieb, was dann?
Achja, das Stück so lange liegen lassen, bis im Zerlegebetrieb wieder jemand ist und dann noch ein Stunde hin fahren, hatte ich vergessen. ;)
Zügiges Aufbrechen ist ja Unsinn, der Kühlschrank ist schuld. :unsure:

WmH
Schorse
 
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#33
Genau das ist der Punkt auf den ich hinaus will.
Mein Beständer und Jagdleider der Jagd sieht es aber anders, und zwar weil er drüber nachgedacht hat. Er ist zum Entschluss gekommen dass die Kühlung schuld ist, nicht er.

Was ihn dazu gebracht hat:
-Nicht auf dem Feld aufzubrechen (Schütze war ein alter gebrechlicher Mann, aber guter Schütze, es waren noch 15 andere Personen da)
-erst zu Früstücken
-erst noch Fotos zu machen
- Alleine mit dem Stück zum Aufbrechen zu fahren (Er hatte drei Top Jäger und Kumpel als Schützen eingeladen. waren dann wohl alle weg.)
-erst noch das Stück im gesamten zu wiegen,
-sich auch beim Aufbrechen so viel Zeit zu lassen (Die Wildkammer ist leider gar keine Kammer bei uns, das Aufbrechen findet an einem an der Außenwand befestigtem Gestell statt. Da war es dann auch mittags und die Sonne stand schön hoch.

Kann ich alles nicht nachvollziehen.
Aus seiner Sicht waren aus seiner sicht alles die richtigen Entscheidungen.

Ich habe jetzt zwei gute Artikel die ich ihm schicken werde, vielleicht hilft das etwas.

Er ist jetzt ja der Meinung, aufbrechen ist nicht wichtig, ruhig mit dem Stück noch eine stunde Auto fahren und dann erst beim Zerlegebtrieb aufbrechen. Das finde ich aber sehr praxisfern, da dort auch nicht immer jemand zuhause ist.
So wie ich das lese bist du Pächter und er Begeher.
Da wäre mein Vorgehen aufgrund der Uneinsichtigkeit klar.
Abnahme des Stücks zum Preis von 1€ bis 1.50€, selbstständige Entsorgung des Stücks.
Klare Ansage, respektvoll aber bestimmt fürs nächste mal, sonst Hahn in Ruh in dem Revier.
Und wenn der Schütze älter ist und Hilfe braucht, dann hat von den anderen Teilnehmern einer zu helfen, wer da nicht mal helfen mag braucht auch nicht mehr zu kommen... Das gehört sich unter Kameraden doch einfach so.
 
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#34
Genau das ist der Punkt auf den ich hinaus will.
Mein Beständer und Jagdleider der Jagd sieht es aber anders, und zwar weil er drüber nachgedacht hat. Er ist zum Entschluss gekommen dass die Kühlung schuld ist, nicht er.

Was ihn dazu gebracht hat:
-Nicht auf dem Feld aufzubrechen (Schütze war ein alter gebrechlicher Mann, aber guter Schütze, es waren noch 15 andere Personen da)
-erst zu Früstücken
-erst noch Fotos zu machen
- Alleine mit dem Stück zum Aufbrechen zu fahren (Er hatte drei Top Jäger und Kumpel als Schützen eingeladen. waren dann wohl alle weg.)
-erst noch das Stück im gesamten zu wiegen,
-sich auch beim Aufbrechen so viel Zeit zu lassen (Die Wildkammer ist leider gar keine Kammer bei uns, das Aufbrechen findet an einem an der Außenwand befestigtem Gestell statt. Da war es dann auch mittags und die Sonne stand schön hoch.

Kann ich alles nicht nachvollziehen.
Aus seiner Sicht waren aus seiner sicht alles die richtigen Entscheidungen.

Ich habe jetzt zwei gute Artikel die ich ihm schicken werde, vielleicht hilft das etwas.

Er ist jetzt ja der Meinung, aufbrechen ist nicht wichtig, ruhig mit dem Stück noch eine stunde Auto fahren und dann erst beim Zerlegebtrieb aufbrechen. Das finde ich aber sehr praxisfern, da dort auch nicht immer jemand zuhause ist.
Lass es....
Du handelst Dir nur Ärger ein!
Er weis es besser...weil er das immer so gemacht hat.

Er hat den Schaden...und Du kauf Dein Zeug dort wo der Jagdpächter weis was er tut,
 
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#35
@JägerNord

Mal ganz abgesehen davon, das man die erlegte Sau nicht so lange liegen lässt, hat dein Jagdleider (Verschrieben oder gewollt so genannt?!) ein paar grundsätzliche Fehler im Umgang mit seinen Mitjägern gemacht! Das arme Schwein lassen wir mal außen vor bei dieser Betrachtung.

Das ein gebrechlicher älterer Schütze was erlegt, kommt vor, dem kann aber geholfen werden.

Nach dem Frühstück sind alle vollgefressen und keiner hat mehr Lust zu arbeiten, darum hauen auch dann alle ganz schnell ab.
Stücke im gesamten wiegen ist nur sinnvoll wenn man mit dem Gewicht der Sau angeben will, ansonsten interessiert es eigentlich keinen.
Aufbrechplatz kann ja draußen sein, wenn Innen nicht geht, dann aber wenigstens für Schatten sorgen, das schafft schon ein einfacher Sonnenschirm.

Was macht ihr in Zukunft eigentlich wenn ihr ein Stück geschossen habt, packt es in den Anhänger und fahrt eine Stunde zum Zerlegebetrieb und es ist keiner da? Steht bei denen die Tür offen? Glaube ich eher nicht! Also wieder eine Stunde Rückfahrt! Oder habt ihr die Möglichkeit euch vorher telefonisch anzumelden, damit auch jemand vor Ort ist, ggf. helfen kann?
Selbst wenn nach telefonischer Nachfrage niemand da ist am Zerlegebetrieb, was dann?
Achja, das Stück so lange liegen lassen, bis im Zerlegebetrieb wieder jemand ist und dann noch ein Stunde hin fahren, hatte ich vergessen. ;)
Zügiges Aufbrechen ist ja Unsinn, der Kühlschrank ist schuld. :unsure:

WmH
Schorse
Da hast mehr als Recht!

Mein Metzger (und zu dem hab ich 5 min. vom Revier aus) würde mich fragen ob ich noch alle Bretter fest habe wenn ich ihm unaufgebrochenes Wild vorbeibringe...und das ist ein Kumpel von mir!

Man sieht...bzw lies so langsam...welches Handwerk der eine oder andere Jäger noch imstande ist zu tun bzw zu verstehen...:rolleyes:
 
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#36
Mein alter Herr ist Metzger, ebenso mein Bruder, der jetzt den Betrieb führt.
Wenn ich da, sagen wir mal nach dem Morgenansitz, ankomme und ein unaufgebrochenes Stück im Kofferraum habe, dann sagt der mir entweder, wo ich den Weg finde um das Grundstück zu verlassen oder wenn er einen besonders guten Tag hat: "Du weißt ja wo das Schlachthaus ist, aber hinterher ordentlich sauber machen...!";):D

WmH
Schorse
 
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#37
Im Revier aufbrechen sollte doch nachezu überall möglich sein?
Wildwanne (faltbar) im auto. Jeder Jäger hat mindestens 1 100l Beutel reißfest im Auto vergraben, das kenn ich so seit ich 16 bin. Wie öft mir die dinger den Axxx geretter haben, weiß ich gar nicht mehr.
Also Keiler aufbrechen und ab und die Wildwanne Aufbruch in den Müllsack
Kann man dann sogar wiegen!
 
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#38
@JägerNord

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Das ein gebrechlicher älterer Schütze was erlegt, kommt vor, dem kann aber geholfen werden.

Nach dem Frühstück sind alle vollgefressen und keiner hat mehr Lust zu arbeiten, darum hauen auch dann alle ganz schnell ab.
Stücke im gesamten wiegen ist nur sinnvoll wenn man mit dem Gewicht der Sau angeben will, ansonsten interessiert es eigentlich keinen.
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Was macht ihr in Zukunft eigentlich wenn ihr ein Stück geschossen habt, packt es in den Anhänger und fahrt eine Stunde zum Zerlegebetrieb und es ist keiner da? Steht bei denen die Tür offen? Glaube ich eher nicht! Also wieder eine Stunde Rückfahrt! Oder habt ihr die Möglichkeit euch vorher telefonisch anzumelden, damit auch jemand vor Ort ist, ggf. helfen kann?
Selbst wenn nach telefonischer Nachfrage niemand da ist am Zerlegebetrieb, was dann?
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Zügiges Aufbrechen ist ja Unsinn, der Kühlschrank ist schuld. :unsure:

WmH
Schorse
Jagdleiter sollte es heißen. Aber Jagdleider würde auch passen :-D

Genau das ist es, die Lösung die er sich da ausgedacht hat ist einfach Quatsch.

Er ist alleiniger Pächter es ist auch nur ein kleines Revier, ich und zwei Freunde sind BGS Inhaber. Also wir machen den Großteil der Arbeit und er hat immer das letzte Wort. Meistens passt auch alles, er vergisst auch viel und können dann doch machen was wir wollen.
Aber bevor er die Sache mit dem Aufbrechen zu ernst nimmt will ich ihn mit Fakten vorsichtig überzeugen dass es Quatsch ist.

Von daher ist ihm auch kein finanzieller Schaden entstanden, bzw ich weiß nicht was mit dem Stück passiert ist, ob der Zerlegebetrieb es kostenlos entsorgt, oder die Kosten dann aus Jagdkasse gehen.
 
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#41
Meine Erfahrung
Die Lufttemperatur ist fuer das Wild weniger schaedlich, als hier oft genannt. Ein 240 kg Elch kann im Winter schon nach 2 Stunden "verhitzt" sein, ein 12 kg Reh im Sommer, nach 2 Stunden immer noch in Ordnung.
Bei getriebenen Tiere steigt die Koerpertemperatur relativ schnell auf ~40¤C, gerade bei Wild mit viel Fettschicht ein Problem. Auch darum ist aufbrechen und "lueften" sehr wichtig. Ein Fliegennetz hilft dagegen unerwuensche Untermieter im Wild zu beherbergen.

Wenn wir Wild erst am naechsten Morgen finden, fahren wir es so wie es ist zum Luderplatz (revåte)
 
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#43
BlätterLüften halte ich im Wald für komplett falsch, da nur neue Bakterien und Schmutz eindringen kann.
Dann müsstest du ja mit der gleichem Logik auch die Keulen aufschneiden.
Im Kühlhaus gleich die Decke,Schwarte runter ist viel besser und weniger Keimträchtig.
Lueften stand in "";). Ich meine damit die Bauchhoehle aufhalten um Stauwaerme zu minimieren.
 
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