Wildbilder von der Wildkamera

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Nun wenn dort ein Waschbär laufen würde, käme ich noch einmal auf die Idee. Mein Jagdfreund, der Pächer ist immer noch stolz auf dieses Bauwerk. Er steht aber damit ziemlich alleine da in unserer Truppe.
Aber die Sicht ist grandios. Das Problem ist dort der Boden, der ist überall nach unten "uferlos". Da hilft kein Erdanker, es kann kein Aufstellen auf Platten mit Verpflocken erfolgen.

Ein Fall für die unpraktischen Jagdeinrichtungen? :unsure:
Unpraktisch nicht unbedingt, aber gewöhnungsbedüftig. Vorallem der Kiefernstumpf hält nicht ewig und was dann? Die Befestigung mit Gewindestangen durch den Stamm war schon mal gut, aber ist keine Dauerlösung.

Ich würde die Bejagung komplett aufgeben dort, obwohl viele Rehe in dem sauren Zeug stehen. Nach Regen muss man mit Gummistiefeln hinlaufen und leise kommt man nicht hin. Die Moorbülten sehen alle gleich aus und such da mal in der Dämmerung einen Anschuss. Wenn das Reh in so einem Loch liegt, findet es die WBK auch nicht. Von oben sieht alles anders aus. Aber nachdem vor ein paar Tagen aus der Ecke ein vielfaches Schreckkonzert zu hören war, wollte ich mich mal umschauen. Dachte ich kann ein paar Vögel fotografieren, aber nix los gewesen.
 
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Von oben sieht alles anders aus. Auch innen schaut alles anders aus, wenn auch außen nichts zu sehen ist. Kommt Dir das irgendwie bekannt vor?
Wuni
 

steve

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Ich würde die Bejagung komplett aufgeben dort, obwohl viele Rehe in dem sauren Zeug stehen.
Na jetzt aber. :oops: Ich hab da zwei Mal an aufeinanderfolgenden heissen Tagen vorgehabt den Mittag zu verbringen. Kurze Hosen, Turnschuh, ein Buch und warum auch immer den Drilling. Bin am ersten Tag hoch, die Sonne schien, ich habe mich in die Lektüre vertieft...guck irgendwann hoch, steht doch da ein Fuchs am Waldrand. Schnell die Kugel in den Drilling und padauz lag Reinecke. Am nächsten Tag, gleicher Platz, gleiche Uhrzeit, gleiche Kleidung, gleiches Buch und gleiche Bewaffnung. Einziger Unterschied: Ich hab den Drilling geladen bevor ich angefangen habe zu lesen. 20 Minuten später lag der nächste Fuchs.

Aus unerfindlichen Gründen weiß ich sogar noch den Titel des Buches: Watching the English. :LOL:
 
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(y)(y)(y):)
@steve
War damals der "Adlerhorst" schon aktiv, oder noch sein Vorgänger, der sog. "Posten"? Damals war die angrenzende Jagd noch in anderer Hand. Der Vorgänger hat nicht viel gemacht, auch mit den Sauen. Der jetzige Mitgeher ist gut drauf, lässt sich vom Sauenhandy anrufen und pirscht dann nachts hin, er hat auch nur 10 Minuten bis ins Revier. Das hat die Lage da hinten schon mit entspannt. Er schießt auch Füchse und wir haben an dieser Ecke heuer noch keinen Jungfuchs gesehen.
Mit Turnschuhen ging es im letzten Jahr auch, aber heuer hält der nasse März immer noch vor, ist wie ein Schwamm das Moor. Aber es hat sich dort nichts verändert. Naja der Naturschutz fällt hin und wieder mal ein paar Fichten.
 

steve

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Nee, das war noch auf dem vorgeschobenen Posten. Und ich glaube nasse Füße hatte ich auch, was aber bei knapp 30 Grad eher angenehm war. Ich find das Ecke so wildromantisch und wollte immer einen alten, knorrigen, schwach vereckten Moorbock mit ganz dunklen Stangen dort erlegen...hab aber noch nicht mal einen Jahrling mit hellen Bleistiften gesehen.:ROFLMAO::LOL:
 
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Man darf sich nicht reinsteigern in den ganzen Zirkus. Das wenige Rotwild was in diesem Moor überwinterte, vor 40 und mehr Jahren wurde zusammengeschossen. Denn die Moorwiesen wurden entwässert und mit Fichten aufgeforstet, Schälschäden natürlich inclusive, intensive Kirrung und Drückjagden zur Rettung der Landeskultur. Kirrung vorallem in den angrenzenden Privatjagden. Dann kam die nächste Förstergeneration: Die Fichtendickungen wurden großflächig runtergehackt, damit der Moorgelbling von A nach B fliegen kann. Jetzt ist dort wieder Offenland, aber das Rotwild ist nur noch selten zu fährten.
Vor der Verpachtung war dieser Staatswaldteil in Regie bejagt. Wie damals üblich waren die Forstämter mit der Auslegung des Jagdgesetzes überfordert. Diese ca. 400 ha wurden zusammen mit dem Hochlagenkomplex beim Verbissgutachten als ein Revier behandelt, obwohl räumlich getrennt. Auf den angeglich zu hohen Verbiss in den Hochlagen bei der Vogelbeere wurde mit einem erhöhten Abschuss in diesem Moordistrikt reagiert. Forstamtsleiter war ein ÖJV-Funktionär. Dort lag immer weniger Schnee als oben, und ein beliebter Tummelplatz für Referendare, etc.
Auch wenn viele die BAYSF nicht mögen: Aber in solchen Dingen ist Ordnung eingekehrt.
 
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