Wildbretentwertung bei unterschiedlicher Munition...

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#1
Auch wenn jetzt gleich wieder ein Glaubenskrieg beginnt...

Was sind Eure Erfahrungen z.B. auf Hasen mit unterschiedlicher Munition beim Thema Hämatome?
Verursachen z. B. 3,3mm Schrote mehr Hämatome als 2,7er? Was ist bei unterschiedlich schnellen Schroten der Unterschied beim Wildbret?

Bitte jetzt nicht "auf kurze Entfernung auf die Keulen ists am schlimmsten...!!! Etc.

Ich rede von an sich guten Schußentfernungen bei sauberen Schüssen, die aber trotzdem halt nicht immer nur den Kopf treffen...

Ich bin jetzt mal gespannt, ggf will ich dieses Jahr mal bewusst "meine" Hasen erwerben um auch sicher zu sein, welche Patrone nicht nur zuverlässig tötet...

Meint Ihr, man könnte die Leute auf ner TJ dazu bringen, vorgefertigte Zettel nur mit der Munitionsangabe und geschätzter Entfernung anzubringen?

Gruß,
UZedd
 
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#2
Lieber Ulli Zedd,

1290 Beiträge hinter sich und jetzt sowas? :14: :19:

WH Co-Lw
 
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#3
2.7 auf >20m macht überhaupt keine Hämatome. Zumindest keine überprüfbaren, da Hase weg.

Hähähä......

Aber wir können uns gerne über die Hämatome mit 63g BB aus einer 10/89 unterhalten ....
Und übrigens habe ich festgestellt, daß 7x64, .30-06, .308 etc. bei Kammerschuß auch keine Hämatome machen. Das schaut so brutal aus, daß man den Hasen für unter 5€ als Schleppwild bekommt. Aber wenn man ihn abbalgt, hat man einen einwandfreien Küchenschuß.
 
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#4
CO-LW hat gesagt.:
Lieber Ulli Zedd,

1290 Beiträge hinter sich und jetzt sowas? :14: :19:

WH Co-Lw
Vielleicht habe ich mich ungünstig ausgedrückt...

Ich kann mich an Jagdherren erinnern, die eine Mindestgröße bei der Körnung verlangt haben, weil sie bei zu feinem Schrot "eine riesen Sauerei" beim abziehen und verwerten haben (blutig). Andere wollen keine "zu groben" Schrote, wo immer das anfängt...

Die Tötungswirkung will ich nicht diskutieren, weil ich Leute kenne, die nur 3,5mm auf Has und Fuchs schießen und das mit überragendem Erfolg, ein anderer nur 2,8 mit gleichen Ergebnissen. Die Diskussion hatten wir schon.... Selber hab ich mit 2,9 und 3,5 mm Hasen geschossen - ohne für mich merkbare Verschlechterung der "Resultate".

Jetzt habe ich noch nicht so irre viele Hasen abgezogen und zerlegt, wo ich wuste, mit welcher Munition geschossen wurde. Wir schießen selten nur einen, haben uns auch über o.g. Frage wenig Gedanken gemacht. Und eine Schieblehre hatte ich bisher noch nicht beim Hasenversorgen dabei! Was mir letztes Jahr zu denken gab war ein Kaninchen, auf 25 m geschossen mit 6er Schrot, 16er Flinte, 1/4 choke. Hatte ich nicht tragisch erwartet, konnte aber fast nur die Keulen und die Hälfte des Rückens verwerten.

Also mein Gedanke: Gleich schnelle Munition, gleiche Vorlage. Einmal 3,5mm einmal 2,7mm auf 20m aus gleicher Waffe verschossen, gleiche Trefferlage... Die 3,5 dringt tiefer, von der 2,7er hat er mehr
abgekriegt, wo ist mehr kaputt?

Mir ist natürlich klar, daß man beim abziehen nur die Dichte, die Tiefe und den Durchmesser erkennt. Autopsieexperte bin ich auch nicht, aber vielleicht gibts ja wirklich jmd, der hier ernsthaft Erfahrung hat, bzw. der sich die Arbeit schon mal gemacht hat, ganz genau hinzusehen.

Und wenn meine Frage immer noch doof ist, dann sagt mir wieso. Ich komm nicht drauf...
 
G

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Guest
#5
Waidmanns Heil @Ulii Zedd
Ulli Zedd hat gesagt.:
...
Und wenn meine Frage immer noch doof ist, dann sagt mir wieso. Ich komm nicht drauf...
"doofe Fragen" gibt es ja bekanntlich nicht :12:

Wenn Dir mit der 2,7 auf der Treibjagd der Fuchs kommt, willst Du ihn beschiessen damit?

Du selbst entscheidest doch, auf welche Entfernung Du (D)einen Hasen mit z.B. 3,5mm beschiessen würdest.
Also entscheidest Du doch auch letztendlich selbst, was Du daraus machst.

Oder ist Deine Frage auch so zu verstehen, dass Du Hasen aus einer Strecke heraus kaufen möchtest, die Du nicht selbst erlegt hast?

Ulli Zedd hat gesagt.:
Selber hab ich mit 2,9 und 3,5 mm Hasen geschossen - ohne für mich merkbare Verschlechterung der "Resultate".
wieso fragst Du dann noch danach :14:
 
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#6
Tiroler Bracke hat gesagt.:
2.7 auf >20m macht überhaupt keine Hämatome. Zumindest keine überprüfbaren, da Hase weg.

Hähähä......
Sorry, aber das ist mal in das Reich der Fabeln zu verweisen. Im Feld bei trockenem Wetter rolliert dir damit auch bis 30m jeder Hase, Treffen muss man ihn halt.

@ Uli: Meiner Erfahrung nach hängt viel davon ab, ob der Hase gleich rolliert oder angeschossen noch ein paar Meter macht. Was man auch nicht vergessen darf ist, wurde der Hase vom Hund apportiert oder gleich vom Treiber aufgenommen. Ich kenne nicht wenig Jagdherren die es gar nicht gerne sehen, wenn Hasen apportiert werden. Ausnahme sind natürlich angebleite Hasen wo ein SChnallen des Hundes unabdingbar ist.
 
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#7
Ich sage bei der Einladung immer Schrotgröße max 3mm also Größe 5. Damit liegt jeder Hase wenn man ihn trifft und auch bei Schüssen die etwas näher sind ist nicht gleich der Rücken oder die Keule Matsch. Den Schmarrn mit auf Winterhasen braucht's 3,5mm vergiss es, bei groben Schroten ist die Deckung gerade auf weitere Entfernung nicht mehr so gut, so dass viele nur angebleit werden. Und auf nahe Distanz hast du zerschossen Keulen/Rücken. Wenn der Hase in die Garbe einer 2,7mm Patrone auf 30 Meter läuft, rolliert er.

WH
Quigon
 
A

anonym

Guest
#8
Forestgump hat gesagt.:
Tiroler Bracke hat gesagt.:
2.7 auf >20m macht überhaupt keine Hämatome. Zumindest keine überprüfbaren, da Hase weg.

Hähähä......
Sorry, aber das ist mal in das Reich der Fabeln zu verweisen. Im Feld bei trockenem Wetter rolliert dir damit auch bis 30m jeder Hase, Treffen muss man ihn halt.
:27: :27: :27:

Ich schiesse meist die SCHWARZE WEIDMANNSHEIL in 2,7mm auf Treibjagden und hatte noch niemalsnienicht ein Problem damit. Alternativ auch Win. Superspeed2 mit ~3mm und Winchester Ranger mit ~3,2mm und "nur" 32g Vorlage. Bei keiner der Patronen hatte ich jemals ein Problem. Auch der Teibjagdfuchs liegt mit der 2,7mm sicher, wenn man vernünftige Schussdistanzen einhält - sonst bekommt ihn der Nachbarschütze und fertig.
 
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#9
Also wenn Ihr mich zitiert, dürft Ihr aber diesen Teil nicht weglassen:
Aber wir können uns gerne über die Hämatome mit 63g BB aus einer 10/89 unterhalten ....
Sonst wir mein Post womöglich mißverstanden und ernst genommen!
 
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#10
Mir geht es nicht drum, was rolliert bei welcher Patrone am schönsten (auch wenn ich bei nassen Hasen und Füchsen oder dichterem Bewuchs gerne was über 3mm in petto habe). Das ist direkt feststellbar und trotzdem subjektiv.

Es geht mir (ausschliesslich) drum was im Ziel schlimmer wirkt bei gleich schnellen Patronen und gleicher Vorlage. Die dickeren Schrote, wo weniger ankommen, aber aufgrund Masse wahrscheinlich tiefer eindringen, oder die kleineren Schrote, die weniger tief eindringen, aber in größerer Menge auf den Körper auftreffen.

Gruß,
U.
 
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#11
ist ja wohl klar!
feine Schrote schonen das Wildpret.vor allem bei Haarwild,wo man diese dann unterm Balg sitzend problemlos entfernen kann.Beim zu rupfendem Federwild ist alles Schrot das unter der Haut steckt,im Braten.
Aber:
haben die Feinschrotspritzer schon mal versucht damit einen angeflickten Hasen den Fangschuss zu geben?????geht nicht,da die Schockwirkung weg ist.Angepasste Schrotstärke bedeutet für mich genügend Treffer mit ausreichender Wirkung auf ein Ziel mit der entsprechenden Grösse zu bringen.und ebenso wie ich nicht mit der 3,5mm auf Türkentauben geh,geh ich nicht mit 2,5mm auf die Feldjagd auf Hasen oder zum Fuxsprengen.Obwohl ich durchaus schon anderes Wild erlegt hab,als das,wofür ich die passenden Schrote geladen hab...

ist wie bei Kugelkaliberdiskussionen auch....

der eine schwört auf die 8x57 auf Rehwild,der andere auf die .222........
 
A

anonym

Guest
#12
Die Entwertung bestimmt doch im wesentlichen der Schütze.
Ich hab schon Hasen gesehen die mit 3mm auf 10 m beschossen voll verwertbar waren, das muss man allerdings können. Wenn man den Hasen erstmal 20-25m weg kommen lässt und erst dann beschießt möglichst nicht spitz von hinten dann ist der auch mit 3,5 oder 4mm gut verwertbar. Ich selbst schieße gern 3,5-4mm einfach weil oft das Wild nicht frei über den Acker kommt sondern noch altgras oder ähnliches dazwischen ist. Gerade wenn der erste Schuss nicht absolut tödlich ist braucht es meist mehr wie 2,7 mm um den Hasen oder Fuchs sicher zur Strecke zu bringen.
 
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#13
quigon hat gesagt.:
Ich sage bei der Einladung immer Schrotgröße max 3mm also Größe 5. Damit liegt jeder Hase wenn man ihn trifft und auch bei Schüssen die etwas näher sind ist nicht gleich der Rücken oder die Keule Matsch. Den Schmarrn mit auf Winterhasen braucht's 3,5mm vergiss es, bei groben Schroten ist die Deckung gerade auf weitere Entfernung nicht mehr so gut, so dass viele nur angebleit werden. Und auf nahe Distanz hast du zerschossen Keulen/Rücken. Wenn der Hase in die Garbe einer 2,7mm Patrone auf 30 Meter läuft, rolliert er.

WH
Quigon
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#14
Wird schon über den Kugelschuss unendlich viel fabuliert
um wieviel mehr über den Schrotschuss. :17: :14:

Die Variationen sind noch weit vielfältiger und jeder weiß wie es geht und warum der andere schlechter trifft als man selbst.
Besser schießt ja eh keiner. :31:

Nehmen wir nur das Allerweltskaliber 12/70:
Munitionsbedingt schwankt die Schrotzahl schon durch die unterschiedliche Vorladung:
28, 32, 36, 40 g, 24g-Sportschrot vielleicht noch auf Rehhühner, Tauben und Kaninchen.
Auch die Pfropfen nicht zu vergessen.
Die Schrotgeschwindigkeit schwanken innerhalb der Marken nur wenig.
Leichte Schrotladungen lassen sich schneller machen als schwere.
Waffenbedingt Choke, "eingebaute" TPL, Lauflänge usw.
Schützenseitig kommt die unterschiedliche Schießfertigkeit, die Abschätzung von Schussweite und Wildgeschwindigkeit dazu,
was auf TJ durch den Schussneid noch befördert wird um "Schützenkönig" zu werden.

Ein Blick in "Wissmann - Der Schrotschuss" würde manches erhellen. :idea:
Aber bei den vielen hellen Köpfen braucht es das ja nicht. :wink:

Auf einer Jagd in Schottland auf Fasane, Enten, (Schnee-) Hasen
wurde uns Eley 12/65 mit 30g Nr.6 gestellt, was für alles reichte.
 
A

anonym

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#15
Sir Henry hat gesagt.:
Ein Blick in "Wissmann - Der Schrotschuss" würde manches erhellen. :idea:
Aber bei den vielen hellen Köpfen braucht es das ja nicht. :wink:

Auf einer Jagd in Schottland auf Fasane, Enten, (Schnee-) Hasen
wurde uns Eley 12/65 mit 30g Nr.6 gestellt, was für alles reichte.

2x :27:

Erstklassige Patrone in No 6 = 2,6mm ( Schwerpunkt Geflügel ) oder No 5 = 2,8 mm (Schwerpunkt Hasen) , im Zweifel No 5

Hartschrote mit 3% Antimon = weniger Verformung bei der Schußentwickung = weniger Flyer / Randschrote = dichte Garbe

Bei 30 Gramm Vorlage sind dann ca. 270 Schrote bei Nr 6 oder 210 bei Nr 5 unterwegs.

Passt die Chokung zur erwarteten Schußentfernung ? Perfekt !

Moderate Geschwindigkeit = angenehm für die Schulter und die Ohren

erstklassig in der 12er und noch besser in der 16er !! :26:


unbedingt auch einen persönlichen Test wert, bei "führenden" Waffenhändlern zu haben und bei dazu "fairen" ohne Exotenpreiszuschläge

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