Wildkamera 6v gegen NimH Verständnisfehler ?!

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#1
Hallo zusammen,

ich glaube ich habe gerade ein Verständnissproblem.
Es geht um folgendes. Meine Wildkamera welche auch Bilder verschickt, ist ein rechter
Stromfresser. Ich betreibe sie derzeit mit 8x AA Varta NimH Akku 2600 mAh .
Damit läuft sie im Durchschnitt etwa zwei Wochen.
Mir wurde nun empfohlen sie mit einem externen Blei-Vlies Akku mit 6V zu betreiben.
Dann soll sie angeblich deutlich länger laufen.
Jetzt die Frage an die Elektro Erfahrenen unter Euch.
Wenn ich 8x 2500mAH zusammen rechne komme ich auf 20800mAh .
Ich habe jetzt schon häufig gesehen, das Wildkameras mit einem externen 6V Akku mit 4,5 Ah
betrieben werden.
Das wären ja dann 4500 mAh .
Wieso sollte denn die Kamera mit wesentlich weniger Kapazität länger laufen ?
Oder hab ich da gerade einen groben Denkfehler ?
Über eine Aufklärung wäre ich wirklich dankbar.
 
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#2
Die Kapazität von Batterien addiert sich bei Reihenschaltung nicht, nur in Parallelschaltung.
Das wird aber aus Marketinggründen unzulässigerweise trotzdem oft so gemacht.
Deine 8 Batterien haben nur auf dem 1,2V Potential die 20800mAh. Auf 6V sind es maximal 5000mAh, eher weniger. Den vier sind jeweils in Reihe geschalten um auf die annähernd 6V zu kommen (eigentlich ja sogar nur 4,8V), das ganze zwei mal und dann in Reihe. Ergibt also maximal eine Verdoppelung der 2500mAh.

Da die NiMHs schon nur bei 1,2V maximal Spannung liegen sinkt die Energiedichte weiter. Vor allem sinkt die Spannung der Akkus sehr schnell unter den Grenzwert bei dem die Kamera noch Arbeit. Sie werden also nicht ausreichend entladen und damit die Kapazität auch nicht optimal genutzt. Ein Bleigel Akku mit echten 6V und 4500mAh bietet da deutliche Vorteile.
 
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#3
Die Kamerahersteller gehen halt von der Nutzung von 1,5V-Batterien aus, die acht sind, wie schon gesagt, zweimal vier in Reihe und dann parallel geschaltet. Das ergibt nominal 6V und die doppelte Kapazität, die auf den Batterien (nicht) steht.

Im Idealfall sorgt ein Solarpanel für ausreichend Nachschub für den 6V-Akku, obwohl das auch schwierig ist (kleine Panels, wenig Ausgangsstrom, hängt im Wald etc.).
 
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#4
... Wenn ich 8x 2500mAH zusammen rechne komme ich auf 20800mAh .
Ich habe jetzt schon häufig gesehen, das Wildkameras mit einem externen 6V Akku mit 4,5 Ah
betrieben werden.
Das wären ja dann 4500 mAh .
Wieso sollte denn die Kamera mit wesentlich weniger Kapazität länger laufen ?
Eigentlich wurde ja schon alles geschrieben, was es dazu zu sagen gibt. Und noch dazu stimmt es auch, was geschrieben wurde. Hat man ja nicht immer.

Es gibt eine sehr anschauliche Modellvorstellung, von der ich annehme, dass sich damit auch der Laie die elektrischen Verhältnisse an der Stromversorgung so sehr gut vorstellen kann:


  • 8x2500mAH stehen dann an, wenn die 8 Zellen elektrisch nebeneinander gestellt sind. Das ergäbe dann einen Akkusatz mit nominell 1,2V und 20.000mAh.
  • Bei der Wildkamera sind aber jeweils vier Zellen elektrisch aufeinander gestapelt. Die einzelne Säule ist vier Zellen hoch, liefert eine Quellenspannung von 4x1,2=4,8V und hat eine Kapazität von 2500mAh.
    Eine zweite Säule mit vier Zellen steht elektrisch neben der ersten, wodurch man eíne Quellenspannung von 4,8V und eine Kapazität von 5000mAh erreicht. (Eine Säule allein würde zum Betrieb der Kamera auch reichen. Deshalb steht in der Betriebsanleitung vieler Kameras auch, dass man sie auch mit nur vier Zellen betreiben kann).
  • Die 4,8V sind für die sichere Funktion der Wildkamera schon ziemlich wenig, weil sie für die Verwendung von Battererien (warum eigentlich?) im Spannungsbereich 6,0V .. .bis 4,4V eingerichtet ist. Wenn die Spannung der Akkus im Zuge des Gebrauchs absinkt, wird es der Kamera bald zu wenig und sie bleibt stehen.Von den angegebenen 2500mAh einer Akkuzelle sind nach den von meinem Ladegeräten angezeigten Daten vielleicht 500mAh ausnutzbar, bei Sanyo-Zellen allerhöchstens 1000mAh.
    Bleiakkus darf man auch nicht tief entladen, aber 2/3 der Kapazität gönne ich mir schon.

Am Ende hat man in der Wildkamera einen NiMH-Akku mit 1000mAh nutzbarer Energieinhalt (Kapazität). Wenn man ihn durch einen Blei-Gelakku ersetzt, der in der vom Themenstarter genannten Größe 3000mAh hergeben kann, ist das schon eine Verbesserung der Betriebsdauer.
 
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