Wildpflanzenkulturen zur Biogasproduktion

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Ich lade Interesierte ( aber nur wen Colchius dabei ist ) und Corona es erlaubt zu einer Exkursion bei uns kurz vor der Ernte ( Anfang August) ein. Sollte den Rahmen einer Privaten Veranstaltung bitte nicht sprengen.

TM
Ich bitte Interessierte um Kontaktdaten PN. Benötigt werden dann auch E-Mail Adressen; falls die Kommunikation hier Erschwernissen unterliegen sollten.

Habt bitte Verständnis das es dann evt Zahlenmäßig Begrenzt werden muss.
 
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Vielleicht kann mir ja ein Fachmann/Landwirt vorrechnen, was so eine Blühpflanzen-Biomassen-Kultur weniger einbringt als ein Maisfläche ?

Andersherum gefragt, was müsste ich einem Landwirt bieten, damit es sich für ihn lohnt ?

Mais auf dem Stengel wird hier um 1.500 €/ha gehandelt ...

Hat man bei den Blühpflanzen dagegen weniger Arbeit ?
 
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Vielleicht kann mir ja ein Fachmann/Landwirt vorrechnen, was so eine Blühpflanzen-Biomassen-Kultur weniger einbringt als ein Maisfläche ?

Andersherum gefragt, was müsste ich einem Landwirt bieten, damit es sich für ihn lohnt ?

Mais auf dem Stengel wird hier um 1.500 €/ha gehandelt ...

Hat man bei den Blühpflanzen dagegen weniger Arbeit ?
Ist schwierig zu Definieren da Der Aufwuchs per see so keinen gängigen Marktvergleichswert hat.
Die Leistungen in dem von mir Vorgestellten Erfahrungsbericht liegt bei theoretisch 1.134 € / ha
Errechnet durch den Theoretischen Methan-ertrag von 1.902 m³ und den daraus zu Erziehlenden Stromertrag bei 43 % Wirkungsgrad von 18.901 kwh/ha und Vergütung durch den NAWARO.Bonus ( Nachwachsender Rohstoff) durch das EEG ( EnergieEinspeiseGesetz) von 0,06 € / Kwh. In deinem Beispiel werden 1500 €/ ha als Marktwert angegeben; nehme ich den
Tatsächlichen Ertrag der hier angeführten Anbausparcelle mit 11,72 to TM und einer Marktleistung 99 € to FM ( umgerechnet aus Durchschnittlichen Gasertrag x Methangehalt x Wirkungsgrad x NAWARO-Bonus ) Ergibt das eine Marktleistung auf dieser Fläche von 1.160 €/ha.

Bedeutet : auf dieser Ertragsarmen Fläche sind Wildblumen und Energiemais Konkurrenzfähig; da fast die gleiche Marktleistung. Der Anbau von Wildblumen ist deutlich Günstiger da Kosten von
Bodenbearbeitung ; Saatgut und Pflanzenschutz eingespart erden; allerdings sind die Kosten der Ernte derzeitig noch höher da hier Spezialtechniken eingesetzt werden.

Das ist eine Kalkulation auf diesem Beispiel auf einem Grenzertragsboden auf denen der Anbau von anderen Früchten wie Getreide; Hackfrüchte nicht Gewinnbringend sind. ( Diesen Standort will Mann nicht mal als Naturaltabfindung bei einer Scheidung haben.....)

Auf Standorten wo der Maisertrag durchschnittlich höher liegt; sieht das schon wieder anders aus. Normal sind hier Erträge von 16-20 to TM/ ha; das sind dann ca 1500-12000 € /ha Marktleistung. Begrenzender Faktor auch die Aufnahmekapazität der Verarbeitenden Biogasanlagen : dort ist die Zumischung in der Tagesration auch Mengenmäßig begrenzt da die Faserriege Struktur den Eigenstromanteil der Rühwerkstechnik sehr schnalle Drastisch erhöhen können. (Faustzahl : bei Biogasanlagen 500 kwh sind 1 % mehr an Eigenstrom ca 6500. € höhere Kosten pro jahr.. bei 10 % Anteil von Faserigem Material können 20 % Mehr Eigenstrom für Rühr-werke erforderlich sein.. bei 1 MW; heutige Durchschnittsgröße sind 10 % Faseriges Input schnell 130.000 € höhere Eigenstrom )
 
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Es ist immer wieder spannend wie die Flächen bei gleicher Mischung unterschiedlich ausfallen. Die Nigra hat zusammen mit der Zichorie bei mir die Vorherrschaft übernommen. Eine andere Fläche steht schon über 10 Jahre, da ist der Tanacetum vorherrschend. Der Fenchel hat sich schnell verabschiedet.
 
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Hab ich dir ja auch schon oft gesagt. Die Mischung ist höchstens an dritter Stelle. Erst kommt der Boden und dann das Wetter. Saartechnik und Vorverunkrautung sind auch wichtig.

Anmerkung zu deiner Aussage zum Ewigkeitsschutz auf Seite 1.

Wenn's doof läuft, kommt ein Hansel von der UNB und sagt zu deiner alten Wildpflanzenfläche: "hey, du bist ja eine schöne Hochstaudenflur. Da können wir doch Mal schön ein GLB oder GB draus machen."

*Geschützter Landschaftsbestandteil (braucht Mindestgröße)
*Geschütztes Biotop braucht keine Mindestgröße).
 
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Jetzt mach aber mal halblang: Wenn ein SB der UNB eine Hochstaudenflur nicht von einer Wildpflanzengesellschaft für Biogasproduktion nicht unterscheiden kann, dann kannst den regelrecht "anzünden".

In der Nachbarjagd war es umgekehrt. Einer unserer schwarzen Schafe unter den Bauern hat jahrelang eine Hochstaudenflur mit Pragmites als "Acker" stillgelegt. In der Brutzeit dann sogar runtergemulcht. Das ist die UNB eingeschritten. Das AELF hat sogar weggeschaut. Die Vorortkontrolle hat es dann abgestellt.

Die Sachbearbeiter der UNB werden wohl die letzten sein, welche einem Landwirt der Alternativen zum Mais sucht, Knüppel zwischen die Beine werfen.

Bin ich mit Landwirten zusammen, schimpfen sie über die "Kunststücke" der UNB. Bin ich mit denen zusammen, schimpfen sie über die die Aktionen der Landwirte. Ich sehe mit da auch als Vermittler.

Die UNB hat für gewöhnlich einen Entscheidungsspielraum, das AELF hat sich selbst ein enges Korsett geschnürt, sehr zum Schaden von Artenschutz im Offenland.
 
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