[Niedersachsen] Wildschadenersatzforderung erst nach der Ernte?

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#32
ist die
eingewogene Masse 30% geringer als auf ungeschädigten Referenzflächen.
Einverstanden. Aber Referenzfläche aus diesem Jahr, am besten vom gleichen Acker.

Im hier vorliegenden konkreten Fall wird im rechtlichen Verfahren festgestellt werden, das es so keine Ersatzpflicht gibt. Allein aber nur, weil die Anmeldung versäumt wurde.
Das dürfte vorliegend so sein, ja.

Die Feststellung des Schadensumfanges nach der Ernte ist jedoch möglich. Dazu gibt es Urteile.
Zustimmung, soweit sich die geschädigte Fläche bestimmen lässt.
 
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#33
Hier mal ein kleines Update:
Wir haben die ersten Wildschäden durch Rotwild Anfang September festgestellt
Am 25.10.2019 haben wir festgestellt, daß die Fläche dann endlich gehäckselt war.
Anfang November rief der Landwirt bei meinem Mitpächter an und teilte ihm mit daß er Wildschaden angemeldet hat. Als Beweis sollte die Durchflußmengenmessung mit Geodaten des Häckselunternehmers dienen.
 
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#34
1. Wann hat der Landwirt nach seinen Angaben den Schaden erstmals festgestellt.
2. Wann hat der Landwirt die Fläche vor der erstmaligen Feststellung letztmalig kontrolliert?
3. Wann genau hat der Landwirt den Schaden offiziell gemeldet?

Ob die Schadensfeststellung mit dem Durchflussmengenrechner funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Man müsste auf alle Fälle heute noch sehen können, wo die Schadflächen waren - bei Rotwild eher schwierig, bei Schwarzwild denkbar. Steht der Acker noch mit den Stoppeln, oder ist er schon umgefahren.
 
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#35
1. Wann hat der Landwirt nach seinen Angaben den Schaden erstmals festgestellt.
2. Wann hat der Landwirt die Fläche vor der erstmaligen Feststellung letztmalig kontrolliert?
3. Wann genau hat der Landwirt den Schaden offiziell gemeldet?

Ob die Schadensfeststellung mit dem Durchflussmengenrechner funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Man müsste auf alle Fälle heute noch sehen können, wo die Schadflächen waren - bei Rotwild eher schwierig, bei Schwarzwild denkbar. Steht der Acker noch mit den Stoppeln, oder ist er schon umgefahren.

Die Stoppel stehen noch. Die Schadflächen kann man teilweise auch noch sehen. Wühlschäden sind auf den Stoppeln aber erst in den letzten Tagen entstanden - vorgestern konnte ich dort ein 35kg Keilerchen erlegen, da waren zeitgleich zwei Rotten (7 und 14 Sauen) auf den Stoppeln.
Wann der Schaden offiziell angemeldet wurde konnte ich noch nicht herausbekommen.
Der Sachbearbeiter bei der Gemeinde ist erst ab heute wieder erreichbar.
 
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#36
Der formale Aspekt ist ja hinreichend beleuchtet. Wir haben auch so ein Schweinchen Schlau unter den Landwirten. Der will auch regelmäßig die sich ergebene Gewichtsdifferenz zwischen Normalertrag und tatsächlichem Ertrag von uns erstattet bekommen.

Er vergisst dann nur regelmäßig, dass der Raps durch andere Faktoren massiv geschädigt wurde, wie bspw. der Weißstängeligkeit.

So wird auf die unsaubere Art versucht, einen Minderertrag den Jägern als Schaden aufs Auge zu drücken. Ich lasse seitdem jedesmal den von der Gemeinde vorgeschlagenen, vereidigten Schadensschätzer kommen. Der Schätzer unterbreitet auch Vorschläge für eine gütliche Einigung, jedenfalls geht der Schaden dann immer mächtig runter.
 
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#37
1. Wann hat der Landwirt nach seinen Angaben den Schaden erstmals festgestellt.
2. Wann hat der Landwirt die Fläche vor der erstmaligen Feststellung letztmalig kontrolliert?
3. Wann genau hat der Landwirt den Schaden offiziell gemeldet?

Ob die Schadensfeststellung mit dem Durchflussmengenrechner funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Man müsste auf alle Fälle heute noch sehen können, wo die Schadflächen waren - bei Rotwild eher schwierig, bei Schwarzwild denkbar. Steht der Acker noch mit den Stoppeln, oder ist er schon umgefahren.
Habe gerade das Feedback der Gemeinde erhalten.
Schaden durch den Landwirt festgestellt am 25.10.2019
offizielle Anmeldung bei der Gemeinde am 30.10.2019
Da hat er scheinbar auch beim meinem Mitpächter angerufen oder versucht anzurufen
 
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