Windräder und Windpark

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19 Mai 2011
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Das würde echt Sinn machen wenn ich unterm Windrad sitze und fünf andere im Blick habe. Da ist eine Puderdose echt hilfreich.
Wir haben sie halt schon lange bei uns und haben gelernt mit ihnen zu leben, gegen sie leben macht ja keinen Sinn.

Nochmal zur Puderdose..... Die Bahn die man auf meinen Fotos sieht, mit der fahr ich von der Arbeit jeden Tag heim. Die fährt mitten durchs Revier und da kann man auch ohne Puderdose sofort sehen wie der Wind geht und ob ein Ansitz oder eine Revierrunde Sinn macht.
Oder man kommt Abends mit dem Auto von irgendwo heim, da ist es das selbe. Da kann man während der Heimfahrt schon überlegen ob man gleich raus soll oder nicht. Da muss ich nicht stehen bleiben und mit Puderdose oder Seifenblasen schauen welche Windrichtung wir haben.

Während ich zum Ansitz fahr wird nochmal ein Blick drauf geworfen, einfach weil man es gewohnt ist.


Folgendes war bei uns mal der Fall:
Die Beizjäger die immer bei uns sind, sind bevor es mit der Jagd anfing, im Revier zusammengestanden und wollten die Taktik besprechen. Denen ihr Jagdleiter riss ein paar Grashalme aus und warf sie in die Luft. Ich fragte ihn was er da mache, er antwortete: "Windrichtung überprüfen".
Alle lachten und schauten auf die Windräder bis er es begriffen hatte.

Bei uns schmeißt man nix mehr in die Luft, bläst Luftblasen oder läuft mit Puderdosen umher. Warum auch??
Ist es ein Fehler wenn man sich die Umgebung zu nutze macht??
Schaust Du nicht auf den Rauch wenn du in Ortsnähe bist?? Ignorierst du das rauschen der Blätter um die Windstärke festzustellen??

Natürlich..... aber, dies als befürwortendes Argument pro WKA darzustellen entspricht nicht dem Verständnis von Natur, was mir Nahe ist.
Wenn du geschrieben hättest ich bin für Windkraft, weil ich möchte das wir die Engeriewende schaffen, ich damit Geld verdienen kann, ich gegen Atomstrom bin dann sind das für mich nachvollziehbare Gründe. Aber zusagen, der Beizjäger wurde milde belächelt weil er den Wind mit Grashälmen geprüft hat ist schon sehr befremdlich.
 
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Vermögenswerte werden überschrieben .....nix zu holen , Insolvenz, das wars ......!
Mag ja sein dass es ein paar grundehrliche Betreiber gibt , das wird sich erst zeigen, wenn der Quirl entsorgt werden muss, und da ist Schwänzchen einziehen angesagt....genau wie bei der Asse uvm. Gewinne wurden jahrelang privat gescheffelt und als das Ding absoff und es ums Zahlen ging machte der Gabriel es zur "Chefsache" und das Land übernahm (Risiko/Kosten) , ergo der (doofe) Steuerzahler, und so wird es auch jetzt wieder laufen ....Selbstschuldnerische Bürgschaft, hahahaha, klingt gut ...!
Grüße +WMH Olli

Genau, denn dies ist das einträglichste Erfolgsmodell. :cool:
 
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Natürlich..... aber, dies als befürwortendes Argument pro WKA darzustellen entspricht nicht dem Verständnis von Natur, was mir Nahe ist.
Wenn du geschrieben hättest ich bin für Windkraft, weil ich möchte das wir die Engeriewende schaffen, ich damit Geld verdienen kann, ich gegen Atomstrom bin dann sind das für mich nachvollziehbare Gründe. Aber zusagen, der Beizjäger wurde milde belächelt weil er den Wind mit Grashälmen geprüft hat ist schon sehr befremdlich.

Vor allem vergisst er, dass der Wind in Nabenhöhe "160 bis 200 mtr" evtl. ganz anders wehen kann als im "Erdgeschoß", sprich in Ansitz- bzw. Anstandshöhe. :D
 
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Wir haben 20 Windräder im Revier, die ersten seit Mitte der neunziger Jahre. Eine Veränderung im Wildverhalten ist nicht feststellbar. Rebhuhn und Hase liegen im Sockelbereich, sofern er Deckung bietet. Manche Betreiber meinen allerdings den Sockel so kurz wie den Hausrasen zu halten. Da ist nichts. Rehwild stört sich auch nicht. Die Zuwegungen sind Schotterwege, wären ohne WEA Ackerflächen. Greife liegen des öfteren drunter, Untersuchungen haben Tod durch Flügelschlag ergeben, Rotmilan, Bussard, Turmfalke und eine Wiesenweihe. Trafohäuschen werden zum Ansitz genutzt. Die Geräuschentwicklung ist allerdings, besonders beim Bremsen der Rotoren, enorm. Allerdings hatten wir während der jeweiligen Bauphase an der nahen Straße mehr Wildunfälle. Ansonsten eher positive Erfahrungen
 
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Wir haben seit 2000 einen Windpark mit mehr als zehn kleinen (90m) im Revier, der vor drei Jahren teilrepowert (180m) wurde.

Positiv ist der zusätzliche Ertrag, den wir als Ausgleich bekommen. Dadurch wird die Pacht günstiger.

Negativ ist die Zunahme von Marderhunden im Bereich des Windparks. Letztes Jagdjahr hatten wir dort 22 Stück auf der Strecke.
Die Lautstärke der hohen Anlagen ist beim Ansitz sehr störend. Die Anwohner in 800m Entfernung tun mir leid.
Schattenwurf ist absolut nervend. Für mich auf Ansitz ein sehr viel größerer Störfaktor als die Lautstärke.

Die Hasen sind oft auf den Schotterzuwegungen bzw. auf den "Schotterplätzen" vor den Windrädern unterwegs.
 
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Moin


Vor allem vergisst er, dass der Wind in Nabenhöhe "160 bis 200 mtr" evtl. ganz anders wehen kann als im "Erdgeschoß", sprich in Ansitz- bzw. Anstandshöhe. :D


Das Erlebnis hatte ich auch bereits.

Bei einem Haus geparkt (da war Gartenparty mit Feuerschale) und den 300 m entfernten Busch als Ziel gehabt. Blick auf die einen Kilometer auseinander stehenden Mühen, ich in der Mitte: Ostwind.
Sehr leicht allerdings. Perfekt, kann ich gegen den Wind am laufen.

100 m vorm Busch rieche ich Rauch, stutze und realisiere, das ist Rauch von der Gartenparty 200 m hinter mir. Um 180° andere Windrichtung am Boden wie oben.
Lag vielleicht auch an irgendwelchen Strömungen, die das Gebüsch ausgelöst hat.



Waidmannsheil

Meetschloot
 
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Moin





Das Erlebnis hatte ich auch bereits.

Bei einem Haus geparkt (da war Gartenparty mit Feuerschale) und den 300 m entfernten Busch als Ziel gehabt. Blick auf die einen Kilometer auseinander stehenden Mühen, ich in der Mitte: Ostwind.
Sehr leicht allerdings. Perfekt, kann ich gegen den Wind am laufen.

100 m vorm Busch rieche ich Rauch, stutze und realisiere, das ist Rauch von der Gartenparty 200 m hinter mir. Um 180° andere Windrichtung am Boden wie oben.
Lag vielleicht auch an irgendwelchen Strömungen, die das Gebüsch ausgelöst hat.



Waidmannsheil

Meetschloot

Altbekanntes gut erkannt. (y)
 
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In meinem Revier befinden sich vier Windräder.

Un die Windräder ist eine Jagd so gut wie nicht möglich. Die Windräder verwirbeln den Wind so immens, dass sich kein Wild sehen lässt wenn man ansitzt. Auf den Wildkameras ist es allerdings gut vorhanden.

Ich nehme diese Zonen nun als Wildruhezonen hin.
Spannend wird es wenn Mais angepflanzt wird und Wildschaden dann da ist. Wie soll man dort jagen? Es ist nahezu unmöglich.
WMH
Rudel
 
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In meiner Zeit im fränkischen Exil hätte ich sehr viel Jagdgelegenheit gehabt - anfangs war ich begeistert, das legte sich aber sehr schnell. Aus diesem Grund hab ich auch ein Sonderkündigungsrecht in meinem Pachtvertrag, falls in meinem Revier oder den angrenzenden Revieren ein Windrad kommt, adios.

Meine Eindrücke (positiv und negativ):
- typisches jagdbares Wild stört sich nicht daran, durch den Lärm der Dinger kann man dafür sogar am Hochsitz etwas lauter sein
- Exoten wie Rebhühner, Schwarzstorch, etc. war danach Geschichte
- top Wege im Revier
- im Winter Lebensgefahr durch Eisschlag
- bin nur mit Kopfhörer angesessen und hab Musik gehört - ohne hat mir am nächsten Tag schlimmer der Schädel gedröhnt als nach einer Diskonacht
- Ansitz sollte man sich auch nach Sonnenstand und Mondstand suchen, der Schlagschatten (hell/dunkel im Sekundentakt) ist sehr nervig


Für mich überwiegen die Nachteile.
Das kann ich soweit ebenfalls bestätigen.

Aktiver Gehörschutz kann man vergessen. Da dröhnt es wie Sau.

Auch hört man kein Wild mehr abwechseln. Die Geräusche der Windräder überdecken dies.

Zudem, wies hin geschrieben, kommen ich die Luftverwirbelungen.

Es kann sich freuen wer keine Windräder im Revier hat und auch keine bekommt.

WMH
Rudel
 
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Jetzt mal was anderes:
Bei der vorherrschenden Westwetterlage ließen sich auf hohen Gebäuden wie Fabrik- und Verwaltungsbauten Flachwindturbinen einrichten, was für die bekannten Windmühlen nahezu unmöglich ist.
Auf deren Abdeckungen bieten sich noch andere Nutzungen in Form von Heliports, Aussichtsplattformen und Solargärten.
Auch im Hügelland würden solche Anlagen, die nur wenig über der Baumgrenze liegen müssten, das Landschaftbild nicht oder kaum beeinträchtigen.
M.W. gibt es derlei noch nicht. Ob und wie sich solche Anlagen auf die Baulichkeiten auswirken, ist noch nicht untersucht. Was bislang zu hören ist, sind Vermutungen und Bedenken.,
Mittels Getrieben können auch geringe Windstärken für hochdrehende Turbinen genutzt werden.
Entfallen würde zudem Vogelschlag und Schlagschatten. Über den Geräuschpegel ist auch nix bekannt.
 

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