Wisente werden in NRW ausgewildert

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CdB
 
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Moin!

Einzelfall oder Warnsignal? - Tötung eines Wisents im Westerwald
(Siegener Zeitung, 2022-06-30, Archiv-Link)

(...)
Den Ausführungen der Kreisverwaltung in Montabaur zufolge muss die Konstitution des Tieres, das am Abend des 21. Juni im Bereich der Verbandsgemeinde Selters aufgefunden wurde, dramatisch gewesen und die nach Abstimmung mit Polizei, Jagdausübungsberechtigten und tierärztlichem Notdienst vorgenommene Tötung somit einer Erlösung gleichgekommen sein. "Beim Auffinden des Wisents wurde festgestellt, dass das Tier stark abgemagert war. Es atmete schwer und konnte nicht mehr aufstehen. Mutmaßlich hatte es sich mehrere Beine gebrochen und lag wohl schon längere Zeit an Ort und Stelle. Auch Madenbefall war bereits festzustellen", teilten die Behörde auf Anfrage mit. "Weiteres Warten wäre aus Sicht der Kreisverwaltung mit erheblichem Leid verbunden und somit nicht vertretbar gewesen. Die Notwendigkeit zum sofortigen Einschreiten bei einem derart aussichtslosen Zustand des Tieres ergibt sich insbesondere aus dem Tierschutzgesetz." (...)
Mit dem Trägerverein selbst hielten die Behörden vor der Tötung wiederum keine Rücksprache, da dieser im September 2021 die Kreisverwaltung darüber informiert hatte, dass er das Eigentum an dem Tier aufgegeben habe. "Somit handelt es sich nach Auffassung der Kreisverwaltung bei dem Wisent um ein herrenloses Wildtier. (...)


Cheers,
Schnepfenschreck
 
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Die Begründung der Handlung auf Basis Tierschutz ist völlig in Ordnung und braucht wohl keinerlei nachträgliche Aufarbeitung. Behörden waren einbezogen.

Nachdem der Bulle die erste Zeit im Westerwald oft gesehen wurde, war er zuletzt für viele Wochen unsichtbar und es kamen keinerlei Meldungen mehr dazu. Wer weiß, wieviele Wochen er schon dort vor sich hin siechte.
Was soll also der 150 km entfernte Trägerverein dazu sagen, nachdem er auch bereits das Eigentum an dem Tier aufgab...

Die Presse wäre gut beraten, die Gegendarstellung der Leute abzudrucken, die das Tier auffanden und letztlich erlösten.
Ein Großsäuger mit gebrochenen Gliedmaßen und scheinbar Verletzungen, die typisch im Sommer gleich zur Fliegenvermehrung dienen, na klasse...! :rolleyes:
Vielleicht hätte man ihn ins nächste Tierheim zum Aufpäppeln bringen sollen...

Wohin führt eigentlich die auf einzelne Tier-Arten konzentrierte Begeisterung von Menschen ? Ist es "Betriebsblindheit", Fanatismus oder einfach Weltfremdheit ?
Fachleute oder Experten, also Kenner von biologisch-natürlichen Zusammenhängen sind es jedenfalls nicht.
 
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Die Naturentfremdung der Naturschützer wird an diesem Beispiel deutlich...

Gebrochene Gliedmaßen, abgekommen, Madenbefall, objektive Einschätzung des tierärztlichen Notdienstes und trotzdem ist dann offenbar die Bürokratie wichtiger als die schnelle Erlösung des Tieres im Sinne des Tierschutzgedankens...
 
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Hallo,
ich denke, was wir Jäger immer noch falsch machen ist der Umgang mit solchen Themen. Da müsste ein minutenlanger Film in allen Sozialen Medien erscheinen, der die Qual des Tieres beschreibt und dokumentiert und auch die Unsinnigkeit, dass erst ein Tierarzt daher gerufen werden muss um die Einschätzung zu bestätigen.
Anschliessend sollte ein Jurist des Deutschen Jagdverbandes deutlich Stellung beziehen und erklären, warum diese Handlungsweise in dem konkreten Fall richtig war um diese "wir müssen prüfen ob..." gleich in ihre Schranken zu weisen... Und das alles zeitlich nahe an dem Ereignis.
Aber leider überlassen wir das Feld den grossen 5 die dafür bestimmt extra Spenden kassieren.
wmh
Peter
 
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Hallo,
ich denke, was wir Jäger immer noch falsch machen ist der Umgang mit solchen Themen. Da müsste ein minutenlanger Film in allen Sozialen Medien erscheinen, der die Qual des Tieres beschreibt und dokumentiert und auch die Unsinnigkeit, dass erst ein Tierarzt daher gerufen werden muss um die Einschätzung zu bestätigen.
Anschliessend sollte ein Jurist des Deutschen Jagdverbandes deutlich Stellung beziehen und erklären, warum diese Handlungsweise in dem konkreten Fall richtig war um diese "wir müssen prüfen ob..." gleich in ihre Schranken zu weisen... Und das alles zeitlich nahe an dem Ereignis.
Aber leider überlassen wir das Feld den grossen 5 die dafür bestimmt extra Spenden kassieren.
wmh
Peter
...richtig und da der Dt. Jagdverband schon über einige Ressourcen verfügt, ärgert das doch immer wieder...!
Es sind nicht "wir Jäger", denn wir als Einzelne schaffen wohl kaum, einen zumindest im Regional-TV ausgestrahlten oder gedruckten Medien-Beitrag zu initiieren; das Social-Media Geschreibsel bringt da nichts.
Es sind die Gremien der großmächtigen Vertretung, die zu langsam sind - die Mittel hätten sie.
Medien-Fachleute würden sich in den eigenen Reihe finden, nur die Kostenübernahme muß schnell geklärt sein.
Auf diese Meldung in den Gazetten muß sofort reagiert werden.
Vielleicht schafft es der/die Öffentlichkeitsarbeits-Beauftragte der KG WW zeitnah einen Bericht zu veröffentlichen ?! :unsure:
 
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Egal, was da im Vorfeld an Aufwand und Sachverstand investiert wurde, es wird bestimmte Kreise nicht davon abhalten, alles in Frage zu stellen, um eine schnelle Schlagzeile zu produzieren.
 
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