Wisente werden in NRW ausgewildert

z/7

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Das ist aber der falsche Ansatz, sämtliche Naturnutzer sollten das NRL kritisch begleiten und bis ins Tiefste mit den Details befasst sein. Ansonsten ist der Katzenjammer am Ende groß.
Gibts da auch ne Langversion von dieser Abkürzung jenseits rüder Ballspiele?
 
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Die rüden Ballspiele brachten mich auch nicht wirklich ans Ziel. Ich stieß dann auf das Friedrich-Löffler-Institut und das nationale Referenzlabor. Da gehts dann z.B um Füchse und Tollwut,
Schweine und Aujetzki.
 

z/7

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Die rüden Ballspiele brachten mich auch nicht wirklich ans Ziel. Ich stieß dann auf das Friedrich-Löffler-Institut und das nationale Referenzlabor. Da gehts dann z.B um Füchse und Tollwut,
Schweine und Aujetzki.
In dem Bereich scheint das auch ne gängige Abkürzung, macht aber im hiesigen Zusammenhang keinen Sinn. Dachte an sowas wie Nationales Register Lebensraumtypen oder so. Gibts aber net. Sie werden's uns schon noch verraten, sonst geht der Vorwurf, man beschäftige sich nicht genügend damit, ja voll ins Leere.
 
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Naturschutzrichtlinie?
Ich weiß es auch nicht und kann nur raten und Vermutungen aufstellen.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
 
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z/7

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Ah ja. Die 30%er.

Man fragt sich, von was die hinkünftig leben wollen. Mit Resteessen werden wir das nicht einsparen.

Bissl was auf Deutsch dazu:
 
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NRL: Nature Restoration Law

--> https://environment.ec.europa.eu/topics/nature-and-biodiversity/nature-restoration-law_en

Dokumente dazu:


Die Grundlagen (EU-BioDiv- und Waldstrategie, FFH-Richtline, VogelschutzRL, WasserrahmenRL, ...) sollten bekannt sein, sofern man einem anerkannten Naturschutzverband angehört. ;)
Ehrlich? Bei uns können viele Nabu-Leute nicht den Unterschied eines LSG und NSG beschreiben. LB kennen die oft gar nicht.
 
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@Mohawk
Wenn wir schon mal dabei sind. image.jpg
Fallen unter f i) alle Wasserschutzgebiete
und fallen unter f ii) alle CDDA Kat A Gebiete also auch LSGs?
Ich tue mich ein wenig schwer mit der Interpretation, oder ich befürchte ich will es nicht wahr haben.
 
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Als kleine Ergänzung noch dieser aktuelle Link:
Jeder hat schon mal ein Stück Westerwald vor sich gehabt.
Nach dem Krieg hatte unsere örtliche Jagd ein Baustoffunternehmer aus Stuttgart gepachtet, sein Mitpächter war ein Dr. Steuler aus Höhr-Grenzhausen. Wenn der Patenonkel meiner Mutter der da Jagdaufseher war mit dem weiblichen Abschuss etwas hintendrein war kamen deren Berufsjäger . Einer von der Alb und einer aus dem Westerwald.
 
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Heute braucht man dort auf dem Mittelgebirgskopf bei Höhr-Grenzhausen keine Berufsjäger mehr. Die früheren Großreviere sind zu mehreren kleineren gemacht worden.
Der vor Jahrzehnten weit überhöhte (auch seitens des Staatswalds damals gewollte) Rotwildbestand, es gab auch noch Muffel, ist bereits lange angepasst. Die Folgen in den fichtendominierten Wäldern sieht man allerdings noch heute sehr deutlich, die trockenen letzten Jahre und der Käfer dazu beigetragen, dass das Waldbild sich dort stark verändert. Eine
jagdbegeisterte Familie, die mit einer der Glasfirmen verbunden ist, bejagt seit langem ein großes zentrales Revier und führt die dortige Hegegemeinschaft.
 
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Wisent-Trägerverein, Kölner Zoo, Wildtier Stiftung - Eine neue Allianz für das Wisent-Projekt
(Siegener Zeitung, 2022-07-29, Archiv-Link)

(...)
In einem nächsten Schritt wollen die Partner der "Wisent-Allianz" ihre Zusammenarbeit konkretisieren und diese mit dem
NRW-Umweltministerium abstimmen. Im Letter of Intent ist als eine zentrale Aussage formuliert: "Ein besonderer Schwerpunkt
der ,Wisent-Allianz‘ soll es sein, die überregionale Bedeutung des Projektes zu betonen und zu vermitteln. Die Erfahrungen
aus dem Projekt im Rothaargebirge sollen als Grundlage für Überlegungen und gegebenenfalls für die Umsetzung für weitere
Wiederansiedlungsprojekte in Deutschland herangezogen werden."
(...)

Cheers,
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"Komplett gescheitert" - Uwe Lindner sieht das Wisent-Projekt im "Aus"
(Siegener Zeitung, 2022-08-01, Archiv-Link)

(...)
Eines der wichtigsten Artenschutz-Projekte in Europa sei mit Anlauf gegen die Wand gefahren worden, moniert der frühere Projektleiter: "Und ganz viele Entscheidungsträger, auch in der Landes- und Bundespolitik, haben tatenlos dabei zugesehen." Es werde darauf hinauslaufen, dass die Wisente in eine andere Region umgesiedelt werden müssten. Und was dann aus der Wisent-Wildnis, dem touristischen Arm des Projektes bei Wingeshausen, werde, stehe ebenfalls in den Sternen.
(...)

Cheers,
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Wisent-Trägerverein - Nächste Klage ist nur eine Frage der Zeit

(Siegener Zeitung, 2022-08-02, Archiv-Link)

(...)
Beide Waldbauern haben mit dem Urteil des Oberlandesgerichtes (OLG) Hamm erzwungen, dass die im Rothaargebirge frei lebenden Wisente ihre Wälder ihre Wälder nicht mehr betreten dürfen. Der Verein seinerseits hat entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, dass dies nicht passiert. Wie das in der Praxis aussehen soll, werden die nächsten Monate zeigen.
(...)

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Wisent-Konflikt spitzt sich zu - Waldbauern verschärfen den Ton - der neue Minister schweigt
(Siegener Zeitung, 2022-08-06, Archiv-Link)

(...)
"Eine abschließende Entscheidung über die künftige Entwicklung des Projektes wurde seitens der Projektverantwortlichen bis heute nicht getroffen. Daher kann derzeit auch noch nichts zu einer möglichen künftigen finanziellen Unterstützung des Wisent-Projekts durch das Land gesagt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen wird das Wisent-Projekt jedoch auch weiterhin beratend begleiten." Im Ergebnis bleibt festzuhalten: Rückendeckung für den Trägerverein sieht anders aus - eine sofortige Beendigung allerdings auch.
(...)
"Jetzt ist Schluss. Wir werden nicht weiter zuschauen, wie die Wisente unsere Bäume schälen. Entweder werden wir jetzt selbst Maßnahmen ergreifen und diese dem Verein in Rechnung stellen, oder wir werden ein Ordnungsgeld festsetzen lassen." Was nichts anderes bedeutet, als dass die Waldbauern einen Zaun auf Kosten des Vereins bauen lassen würden. Gerichtlich fixiert ist, dass der Verein verpflichtet ist, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, dass die Wisente die Sauerländer Wälder nicht mehr betreten.
(...)
"Die Gesellschaft muss die Antwort darauf geben, was Artenschutz kosten darf. Vielleicht haben sich die Prioritäten im vergangenen halben Jahr ja auch etwas verschoben."
(...)

Cheers,
Schnepfenschreck.
 
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