Wisente werden in NRW ausgewildert

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Was ist denn jetzt aus den Abermillionen Eureklien geworden, die durch das Projekt in der Region dem Tourismus versprochen worden waren? Aus der Strahlkraft eines solchen Projektes für ganz Deutschland?

Bärengehege? Dann auswildern und dann aufgeben. Wäre noch ne Projektidee.
 
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Tagespresse

Der letzte Satz ist entscheidend.

Siegen (lnw/gl). Es sollte ein Vorzeigeprojekt im deutschen Artenschutz werden: Die Wiederansiedlung der einst in Deutschland ausgestorbenen Wisente im südwestfälischen Bad Berleburg. Nun soll das Projekt am Rothaarsteig beendet werden. Der Trägerverein Wisent-Welt-Wittgenstein könne die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine Weiterführung nicht schaffen, teilte der Kreis Siegen-Wittgenstein mit. Es sei auch nicht möglich, einen Konsens für eine Weiterführung in der Region herzustellen. Um Deutschlands einzige freilebende Wisent-Herde gibt es seit Jahren Streit.

„Da die Voraussetzungen für ein auf Dauer angelegtes Ansiedeln der Wisente nicht gegeben sind, soll das Wisent-Projekt jetzt abgewickelt werden“, erklärte der Kreis ohne genauere Angaben zum Verfahren. Er verwies darauf, dass der Bundesgerichtshof die öffentlichen Dienststellen in die Pflicht genommen habe, den bisherigen Projektverlauf zu bewerten und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Die Entscheidung sei „mehr als bedauerlich, aber unabweisbar notwendig“.

Zugleich warf der Kreis dem Trägerverein vor, einen „rechtlichen Kniff“ anzuwenden, um sich seiner Verpflichtungen zu entledigen. Der Verein habe am Mittwoch die Herrenlosigkeit der Herde sowie die Kündigung der bisherigen Vereinbarung erklärt. Damit wolle man die Verantwortung auf die öffentliche Hand überwälzen.

Die Wisente waren 2013 unter großer öffentlicher Beachtung freigesetzt worden. Die auf 25 Tiere angewachsene Herde blieb aber nicht, wie erwartet, nur im Rothaargebirge, sondern streifte auch durch das benachbarte Sauerland, wo sie zum Ärger der Waldbesitzer an Buchen erhebliche Schäden verursachte.

Klaus Hackländer, Wildtierbiologe und Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, sieht in der Beendigung des Experiments auch einen moralischen Widerspruch: „Wenn wir es nicht schaffen, in Deutschland einen großen Pflanzenfresser auf einer kleinen Fläche zu tolerieren, wie können wir dann von afrikanischen Ländern fordern, Schäden von Elefanten in der Land- und Forstwirtschaft zu dulden?“ Die Deutsche Wildtier Stiftung hatte gemeinsam mit dem Zoo Köln und dem Trägerverein erst in diesem Frühjahr die Zusammenarbeit in einer Wisent-Allianz vereinbart, um das Projektmanagement zu professionalisieren und insbesondere die Bedeutung des Projekts für den Artenschutz hervorzuheben. Die freilebenden Tiere unterliegen ab sofort dem Artenschutz – und sind damit streng geschützt.


Ich wußte nicht dass Hackländer Kommunist ist, sonst dürfte ihm eigentlich nicht entgangen sein wo der Haken an der Sache ist.
Außerdem wehre ich mich gegen das "wir fordern von" - ich fordere da gar nichts! Und der Vereinnahmung durch irgendwelche Ignoranten und Traumtänzer widerspreche ich ausdrücklich.

Unmoralisch ist es eher einen Lebensstil von individueller Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit zu propagieren und dann gleichzeitig dem Individuum diese Rechte abzusprechen (mit Blick auf Afrika sogar ganzen Gesellschaften)


CdB
 
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Wie ich weiss, das einer Wisent ist mit GPS Halssender ausgestattet. Ob die Trägerverein noch folgen oder total aufgeben?
 
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Die geben unglaublich viel Geld für allen möglichen Blödsinn aus . Da müssten doch auch ein paar 100.000 tausende Euro für Wildschäden drin sein.
 
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Wenn jetzt Schäden mit Geld zugeschüttet werden fehlt in ein paar Jahrzehnten trotzdem dann das Buchenholz. Nur Wildschäden auszugleichen ist sicher nicht die zufriedenstellende Lösung.
Ist es mit Sicherheit nicht . Aber nutzt man das Geld für die Wiederaufforstung, wozu ja der Schadensausgleich angedacht ist. Wachsen auch dort wieder Buchen oder andere 🤔 wie sagst man nun Klimaresistente Baumarten?
 
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Wenn jetzt Schäden mit Geld zugeschüttet werden fehlt in ein paar Jahrzehnten trotzdem dann das Buchenholz. Nur Wildschäden auszugleichen ist sicher nicht die zufriedenstellende Lösung.
Müssen denn überall Bäume stehen ? Vielleicht soll an die Stelle in ein paar Jahrzehnten ne Autobahn ,ein Supermarkt oder eine Siedlung .
 
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Die geben unglaublich viel Geld für allen möglichen Blödsinn aus . Da müssten doch auch ein paar 100.000 tausende Euro für Wildschäden drin sein.

Es ist eine Dauerbaustelle, die in jährliche Entschädigungen münden würde. Davor hat man sich mit allen Mitteln gesträubt. Man wollte hier die gleiche Nummer fahren wie beim Biber un der Waldbauer darf die Schäden tragen.
Eine Alternative wäre ja über Vertragsnaturschutz zu gehen, aber rate mal wer dieses Mittel komplett sabotiert hat. In der Sache gibts kein Vertauen mehr seit die grynen die Ansiedlung geschützer Arten dazu mißbraucht haben, um die Leute kalt zu enteignen.

Nun liegt der schwarze Peter bei den Jagdgenossen und somit mittelbar bei den Pächtern.


CdB
 
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Das dass Projekt scheitert, war mir vom ersten Tag an klar, an dem ich davon gehört habe. Das kommt davon wenn man besessen ist von einer Idee und die Rahmenbedingungen nicht anerkennen will.
In dem Land wird so viel Geld verpulvert, für die unmöglichsten Sachen, hätte man einen Truppenübungsplatz genommen und den gegattert, so hätten die Wisente die Flächen offen halten können und das Projekt wäre nicht mit wirtschaftlichen Interessen kollidiert.
So hätte das noch einen gewissen Sinn gemacht.
 

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