Wohin geht Rehwild bei hohem Freizeitdruck?

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#1
Weidmannsheil,

wohin flüchten Rehe, wenn der Wald voller Spaziergänger, Walker, Reiter ..... ist? Gestern war in meinem Revier unglaublich viel los, aber es war das allererste Mal, dass ich überhaupt kein Rehwild (auch nicht in der WBK) gesehen habe. Beim Nachbarn war die Situation ähnlich, dorthin sind sie sicher nicht. Tief in Deckung im Unterholz?!

Gruß und Dank!
 
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#4
Na es wird heimlich und weicht nur gering aus.Sucht blickdichte Bereiche aus.
Schon bemerkt eine gewisse geringe Verlagerung des Aktivitätenrythmus.Sind se vorher noch bei weichendem Büchslicht gekommen reicht halt schon 30min später und du siehst nix mehr...treten dann öfter bei dunkelheit aus also ohne BüLicht...so weit zu gehen um zu sagen ..sind beim Nachbarn glaube ich nicht.
 
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#5
Bei uns flüchten sie über die vielbefahrenen Landstraßen und werden totgefahren.
 
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#6
Bei uns steht es quasi neben den Wegen in der Dickung. Das merkt man daran, wenn mal jemand da durch läuft, kommt einem recht viel Wild entgegen.
 
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#7
Erst am Wochenende erlebt bei mir im Revier:

Dorf grenz an einer Stelle an den Staatswald an, davon gehört ein Stück (etwa 200x100m) zu mir. Das Stück ist komplett mit einem Weg umgeben, der auch weiter in den Staatsforst und in die Felder führt. Der Gang um das kleine Waldstück bzw. auch etwas weiter in den Forst ist die Freizeitrunde schlechthin, dank Corona war hier wirklich was los.

Ich wollte an die Wald-Feld-Kante eine Leiter stellen und einen Pirschweg herrichten (Parkplatz soll direkt am Grenzweg sein). Am späten Nachmittag angefangen, geh mit der Akkusäge den geplanten Weg entlang, als nichtmal 5m vor mir 3 Rehe (Geis samt Jährling und Schmalreh) aufstanden und ab sind.

Solche Erlebnisse hab ich nicht das erste mal, daher ganz klares Statement von mir: Das Rehwild weiß mit den Spaziergängern umzugehen, und liegt nicht weit abseits davon etwas geschützt.
 
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#8
In den Bereichen mit dichter mannhoher NV („grüne Hölle“), in die sich die (E-)Mointainbiker mal ausnahmsweise nicht verirren ... teilweise 20m neben dem Weg.
 
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#9
Ein älterer Jagdfreund sagt immer "Rehwild braucht nur einen kleinen Busch, hinter dem es sich verstecken kann". Das ist überspitzt, aber da ist was dran. Ich kam schon in sehr lichtem Gelände recht dicht an Rehwild dran, das sich bis zuletzt gedrückt hat. Die kommen ja mit dem Publikumsverkehr im Grunde gut zurecht, wenn nicht dauernd der Fiffi hetzt.
 
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#10
Ein älterer Jagdfreund sagt immer "Rehwild braucht nur einen kleinen Busch, hinter dem es sich verstecken kann". Das ist überspitzt, aber da ist was dran.
Absolut! (y)
Wir hatten mal einen jungen Bock der lebte mehr oder weniger komplett in einem kleinen Flecken Bewuchs der sich aus der Abfahrt einer Bundesstraße in eine kreuzende andere Straße ergeben hat. Da hat mancher einen größeren Garten am Haus dran. :sneaky:

Rehwild ist im Bezug auf Menschen nicht so empfindlich. Ich nutze oft beliebte Spazierwege um an Ansitzeinrichtungen zu kommen. Das sind die Rehe dort gewohnt, wenn dann 10 Minuten wieder Ruhe war sind sie wieder da.
Machst das Gleiche in einer Ecke wo es die Spaziergeher nicht so stark gibt kann das Angehen zum Sitz Dir schon die Tour vermasseln ohne dass Du das selber mitgekriegt hast.
 
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#11
Das Rehwild ist ein "Schlüpfertyp" und man glaubt gar nicht, wo sie sich überall hineindrücken, um ihre Ruhe zu haben sowie dann irgendwann überraschend aus dem kleinsten Knick z.B. zwischen zwei Ackern herauswechseln.

Auch sind sie als Kulturfolger "gut" an das Geschehen mit Menschen angepasst, halten normale Bewegungen, wie das Spazieren, Reiten und/oder Autofahren auch beim äsen aus. Nur wehe, jemand benimmt sich anormal (der anhaltende und komisch drei blickende Jäger). ;)

Waidmannsheil
 
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#12
Bei mir halten sie auch den Freizeitdruck durch Spazieren, Reiten Raddfahren gut aus. Nur wenn, wie aktuell gestern wieder, welche total querfeldein im Wald mit dem Mountainbike unterwegs sind, da geht mir das Messer in der Tasche auf.
War gestern Abend wieder so weit, komplett in Pampa, weit und breit kein Weg oder Steig. Teilweise haben sie das Rad getragen.
Aber hilft nur eins: Zähne zusammenbeißen und freundlich bleiben. Durch das Betretungsrecht, dürfen die das.

Roibert
 
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#13
Bei mir standen die Rehe immer in den Brombeeren direkt neben einer befahrenen Straße - vom Besucherverkehr völlig ungestört. Auch an anderen Stellen wurde immer eine gute Deckung aufgesucht, aus der nach draußen aber auch genug Übersicht herrscht - typischerweise immer genau zwischen 2 Waldwegen um alles im Blick zu haben.

Sofern also nicht ständig alle Rückegassen abgelaufen werden von den Leuten, wandert das Rehwild auch nicht ab.
 
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#14
Ich konnte ebenfalls beobachten, dass sich wild doch an die spaziergänger "gewöhnt". Bei einer stark frequentierten spazierroute merkt man immer rehwild. Der ältere Bock ist natürlich selten dort anzutreffen aber ansonsten sieht man dort alles
 
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#15
Bei mir halten sie auch den Freizeitdruck durch Spazieren, Reiten Raddfahren gut aus. Nur wenn, wie aktuell gestern wieder, welche total querfeldein im Wald mit dem Mountainbike unterwegs sind, da geht mir das Messer in der Tasche auf.
War gestern Abend wieder so weit, komplett in Pampa, weit und breit kein Weg oder Steig. Teilweise haben sie das Rad getragen.
Aber hilft nur eins: Zähne zusammenbeißen und freundlich bleiben. Durch das Betretungsrecht, dürfen die das.

Roibert
Wobei bereits längst festgestellt ist, dass Betreten nich Befahren ist. Auch wenn der ADFC gerne immer wieder was anderes behauptet.
 
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