Wolf Billy wahrscheinlich in den Vogesen erschossen

Anzeige
Mitglied seit
30 Jul 2019
Beiträge
2.383
Gefällt mir
6.940
Zumal letztere gerne auf eigenem Grund und Boden stattfindet, egal ob Pacht oder gewünscht vom Eigentümer, zu allgemeinen Nutzen. Während sich das andere Hobby zu doppelter Last auf deren Kosten austobt.



Mal was anderes, hat schonmal jemand mitbekommen wie die HSH versichert sind?

Förderfähig sind(, weil weiter oben mal Zahlen pro Schaf genannt wurden) als Beispiel in Sachsen- Anhalt weniger als ein Hund pro Hundert Schafe/Ziegen. Und da auch nur die reine Anschaffung

->,, c)Zuwendungsfähig istdie Anschaffungvon zertifizierten Herdenschutzhunden bei Haltung von Nutztieren (Schafe und Ziegen). Bei Schafen oder Ziegen ab einer Herdengröße von 100 bis 299 Tieren sind die Anschaffungskosten von zwei Herdenschutzhunden, bei einer Herdengröße von 300 bis 399 Schafen und Ziegen sind 3 Herdenschutzhunde und ab 400 für jeweils weitere 100 Schafe oder Ziegen ein zusätzlicher Herdenschutzhund zuwendungsfähig.In definierten Gebieten mit wiederholten Wolfsübergriffen ist auch bei Rinder-und Pferdehaltungen (Weidehaltung von Rindern bzw. Pferden bei Anwesenheit von Kälbern bzw. Fohlen, Jungrindern und kleine Rinder-und Pferderassen)die Anschaffung von Herdenschutzhundenförderfähig.Nicht zuwendungsfähigsindfolgende Kosten:a)einmalige oder laufende Personal-und Sachkostenfür Aufbau und Unterhaltung der Präventionsmaßnahmen undb)für Futter, Hundesteuer, Versicherung, Tierarztkostensowie für die Zucht und Ausbildung der Hunde und Weiterbildung von deren Halterinnen u ..."

+++weitere Bedingungen+++ ,,Haftpflichtversicherung"

https://mule.sachsen-anhalt.de/file...erschutz/Wolf/2019_Merkblatt-Herdenschutz.pdf


CdB
Das ist die Lachplatte schlechthin.
Dient aber ausreichend schlecht informierten Nachquasslern leider immer wieder dazu, zu behaupten, die Weidetierhalter bekämen ja alles ersetzt.
Fakt ist, auf den Hauptkosten bleiben sie sitzen. Weder wird die Zeit, die für diese zusätzlichen Behirtungsaufwendungen aufgewendet werden, muss honoriert, noch das Risiko, das mit Notwendigwerden selbiger Maßnahmen impliziert ist, abgefedert.
Zudem ist die Anzahl der HSH, deren Anschaffung förderfähig ist, der reine Hohn. In aller Regel werden die Herden nämlich aufgeteilt, einfach, weil die zu beweidenten Flächen in der Regel zu klein sind für die gesamte Herde, da Obstbaumgrundstücke und andere zur Mahd unrentable Flächen genutzt werden.
Dann hast ne Gesamtzahl von 300 bis 400 Viecher, die auf 6 Weiden stehen, aber leider nur 3 HSH. Guter Witz.
Das kommt dabei raus, wenn Schreibtischtäter Politik machen.
Am besten den Antrag kurz nach dem Ablammen stellen, da werden aus 300 ganz schnell 800.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
17 Nov 2009
Beiträge
789
Gefällt mir
1.020
In MV erfolgten über 50% der Risse auf nach den Vorgaben geschützte Tiere. Das kann doch nur bedeuten das nachgerüstet werden muss. Oder? Bleibt allerdings die Frage, warum nicht gleich mehr Schutz angeordnet wurde? Keine Ahnung oder bewusst den Ball erst mal flach halten?
Die Akzeptanz für den Wolf steigt mit der Entfernung von ihm. Das lässt ja bei der Ausbreitungstendenz ja noch hoffen.
 
Mitglied seit
28 Feb 2016
Beiträge
2.275
Gefällt mir
3.015
In MV erfolgten über 50% der Risse auf nach den Vorgaben geschützte Tiere. Das kann doch nur bedeuten das nachgerüstet werden muss. Oder? Bleibt allerdings die Frage, warum nicht gleich mehr Schutz angeordnet wurde? Keine Ahnung oder bewusst den Ball erst mal flach halten?
Die Akzeptanz für den Wolf steigt mit der Entfernung von ihm. Das lässt ja bei der Ausbreitungstendenz ja noch hoffen.
Berlin ist weit .........und Brüsel noch weiter.....was schert es die, mit ihren Minister-/Staatsekretärgehältern ob einem Schäfer in den Pyrenäen der mit 800-/900-/€ im Monat über die Runden kommen muss , ein Schaden von einigen hundert Euro entsteht???? .....nix , nicht die Bohne, sich Freitags in Sitzungslisten eintragen und ab nach Hause, natürlich ohne an der Sitzung teilzunehmen, Hauptsache abgestaubt......
Und den veganen Öko in der Stadt schon 3x nicht ......
Grrrrrrrrrrrüße + WMH Olli
 
Mitglied seit
15 Mrz 2005
Beiträge
7.480
Gefällt mir
6.028
Du, die stehen sogar dann auf der Matte, wenn Du aus Hobby Übungsleiter im Sportbereich bist und wollen an Deine Aufwandsentschädigung. :rolleyes:

...
Wenn wir die Debatte schon in dieser Form führen, dann sollten wir es auch entsprechend genau halten und verhindern, dass eine eh meistens wertschöpfungsferne Fraktion nun auch noch in steuerrechtlichen Belangen die Deutungshoheit erringt.

Der Gesetzgeber hat schon sehr klare Spielregeln gestaltet und unterscheidet damit den puren Hobbyisten vom Erwerbstätigen. Meines Wissens gibt es auch keine irgendwo dokumentierte Bewertung hinsichtlich erwünschter und nicht erwünschter (legaler) wie auch immer gestalteter Erwerbstätigkeit. Mag natürlich sein, dass die mit Steuergeldern oder Spenden alimentierten beamteten oder auch freischaffenden Naturschützer das nun de facto neu geregelt haben ... dann wäre mir das allerdings entgangen.

Wer als Übungsleiter - in welchem Segment auch immer - entgeltlich agiert, übt erstmal eine Erwerbstätigkeit aus. Punkt! Dieser Erwerbstätigkeit hat man allerdings steuerliche Freibeträge mit auf den Weg gegeben und hat sie in besonderem Maße - weil politisch gewollt - steuerlich gefördert. In diesem Zusammenhang ist es vorab mal egal, ob es da um Trampolinspringen, Rhönradfahren oder Wolfskuscheln geht.

Der Gesetzgeber kennt nicht umsonst den steuerrechtlichen Begriff der Liebhaberei, der eben eine Erwerbstätigkeit mit der Absicht der Ertrags-/ Gewinnerzielung vom reinen Hobby/ der reinen Beschäftigungstherapie ohne erkennbare Ertrags-/ Gewinnerzielungsabsicht unterscheidet.

Wer im Nebenerwerb einen Teil seines Einkommens legal erwirtschaftet, der sollte vorab mal darauf vertrauen können, vor dem Ansinnen ideologisierter Naturschützer geschützt zu sein und nicht, weil es nicht ins ideologische Großprädatoren -Konzept passt, in einen Topf mit der Aufschrift 'nicht so wichtig, womit der einen Teil seines Einkommens erwirtschaftet' geworfen zu werden. Es steht anderen nicht ansatzweise zu, zu beurteilen bzw. zu bewerten, mit welcher Motivation jemand da einer zusätzlichen Erwerbstätigkeit nachgeht, die ggf. auch noch auf eigenem Grund und Boden stattfindet.

Wir könnten natürlich die Land- und Forstwirtschaft per se feiner in Haupt- und Nebenerwerb gliedern und den Anspruch auf den Ersatz von Wildschäden auch nur dann legitimieren, wenn der Anspruchsteller das im Vollerwerb betreibt. Der Abschussplan für Schalenwild ist dann auch nur relevant, wenn auf der entsprechenden Fläche im Vollerwerb gewirtschaftet wird und das nicht, nach dann möglicher Interpretation, doch eigentlich mehr Hobby ist.

Vielleicht könnte wir aber auch auf ganz neue Ideen kommen. Wer hinsichtlich seines Einkommens auf die Empfängerseite gehört (ob nun aus Hartz 4 oder aus Steuergeldern --> aus Staatsknete) und keinen direkten Beitrag zur Wertschöpfungskette dokumentieren kann oder zur Exekutive gehört (z.B. die überwiegende Mehrheit der Beamten) wird hinsichtlich seiner Erwerbstätigkeit per se als nachrangig eingeordnet und muss, im Zweifelsfall, per se den Interessen anderer weichen. ;)Wäre für die nur 18 Mio Menschen in unserem Land, die die Seite der Leistungserbringer/ Einzahler darstellen, sicher sehr charmant.


grosso
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
10.464
Gefällt mir
19.821
Oder beim Italiener, mein Jagdkumpel (Italiener) schickt mir dauernd Fuchsrezepte 😳🤦🏼‍♂️.....
Grüße +WMH Olli
Die haben halt nicht mehr viel anderes Wild :unsure:. Wenn ich mir die Biotope so anschaue, da wäre schon Luft nach oben bei vielen Wildarten.
Die Jagdbeute besteht meist aus ziehenden Wildarten und der Frage: "Wer besorgt für den nächsten Sonntag die Fasane?" Es gibt aber Reviere vorallem östlich vom Tagliamento wo es anders ist. Warum trifft man Italiener in allen Ländern in großer Zahl an wo es noch Niederwild gibt?
 
Mitglied seit
10 Jul 2011
Beiträge
9.827
Gefällt mir
9.216
Wir könnten natürlich die Land- und Forstwirtschaft per se feiner in Haupt- und Nebenerwerb gliedern und den Anspruch auf den Ersatz von Wildschäden auch nur dann legitimieren, wenn der Anspruchsteller das im Vollerwerb betreibt. Der Abschussplan für Schalenwild ist dann auch nur relevant, wenn auf der entsprechenden Fläche im Vollerwerb gewirtschaftet wird und das nicht, nach dann möglicher Interpretation, doch eigentlich mehr Hobby ist.
Das Problem dabei ist, mehr als in der Landwirtschaft, daß der Kleinprivatwald ausschließlich, und selbst größere Wälder zum Teil, im Nebenerwerb oder praktisch nur noch aus Liebhaberei bewirtschaftet werden. Systemimmanent. Die Rendite aus Wald ist einfach zu niedrig, um von ein paar ha leben zu können. Ich hab selbst 2 ha, da ist der Beitrag zur BG höher als der jährliche Ertrag.

Trotzdem ist es von volkswirtschaftlichem und gesellschaftlichem Interesse, daß dieser Wald fachgerecht bewirtschaftet wird. Immerhin grob ein Drittel der deutschen Waldfläche. Daher kann ich Dir da keine Hoffnung machen, daß Verbiss irgendwann nicht mehr amtlicherseits kritisch beäugt würde.

Wenn wir das jetzt analog zum Wolf sehen wollen, sollte sich die Gesellschaft schleunigst überlegen, was in ihrem ureigensten Interesse ist: die Kuturlandschaft mit ihren ländlichen Bevölkerungsstrukturen und Erwerbstätigkeit, oder eine Agrarsteppe industrieller Art im Wechsel mit Busch und Gestrüpp, und die ehemals dort Beschäftigten auf Hartz IV.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
15 Mrz 2005
Beiträge
7.480
Gefällt mir
6.028
Das Problem dabei ist, mehr als in der Landwirtschaft, daß der Kleinprivatwald ausschließlich, und selbst größere Wälder zum Teil im Nebenerwerb oder praktisch nur noch aus Liebhaberei bewirtschaftet werden. Systemimmanent. Die Rendite aus Wald ist einfach zu niedrig. Ich hab selbst 2 ha, da ist der Beitrag zur BG höher als der jährliche Ertrag.

Trotzdem ist es von volkswirtschaftlichem und gesellschaftlichem Interesse, daß dieser Wald fachgerecht bewirtschaftet wird. Immerhin grob ein Drittel der deutschen Waldfläche. Daher kann ich Dir da keine Hoffnung machen, daß Verbiss irgendwann nicht mehr amtlicherseits kritisch beäugt würde.
So wirklich ernst gemeint hatte ich das auch nicht, konnte meinem Beißreflex aber nicht widerstehen, das ein wenig provokativ zu formulieren.

Wenn ich Herrn Remmels ehemalige Initiative in NRW richtig verstanden und seine eher abwertenden Äußerungen zu einer geordneten Forstwirtschaft nicht total fehlinterpretiert hatte, können sich die Zielsetzung (wir basteln uns einen Märchenwald-Nationalpark und sch... auf die Forstwirtschaft) - politisch bedingt - aber sehr schnell und grundsätzlich ändern.

Vorgenanntes gilt offensichtlich auch dann, wenn nüchterne wissenschaftliche Betrachtungen etwas anderes sagen bzw. empfehlen. Das ideologisierte Weltbild sticht scheinbar die sachliche Betrachtung/ Bewertung aus.

Aber gut, wenn wir es uns leisten können, unsere Automobilindustrie politisch motiviert zu deinstallieren, können wir sicher auch noch auf eine profitorientierte Forstwirtschaft verzichten. Wir können ja 100% der Erwerbstätigen ins Beamtenverhältnis übernehmen, lassen die Notenbanken die Geldmenge beliebig vermehren, spielen 'Modern Money Theory', und fahren dann halt einfach Geld im Kreis ... oder irgendwie so. Da wird uns der ideologisierte Teil der Leistungsempfänger schon eine kluge Idee liefern.

Wenn wir das jetzt analog zum Wolf sehen wollen, sollte sich die Gesellschaft schleunigst überlegen, was in ihrem ureigensten Interesse ist: die Kuturlandschaft mit ihren ländlichen Bevölkerungsstrukturen und Erwerbstätigkeit, oder eine Agrarsteppe industrieller Art im Wechsel mit Busch und Gestrüpp, und die ehemals dort Beschäftigten auf Hartz IV.
Absolute Zustimmung!


grosso
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Oben