Wolf in Deutschland: Fakten-Check, keine Meinungsmache, oder Wolf in den Medien!

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Lustig das einen Systemfehler zu nennen, aber ja es ist auch zutreffend, irgendwie. Die letzte Spalte heißt im Klartext, dass man sich vor der Zahlung einer Entschädigung drücken konnte, nicht mehr und nicht weniger.

Wenn der Sachverständige auf der Weide zuerst mit dem Zollstock die Höhe der Litzen misst, weißt du als Nutztierhalter doch auch für wen der arbeitet. :poop:


CdB
Für den Steuerzahler, der sonst die Fehler der Tierhalter bezahlen muss? :unsure:

Bitte nicht falsch verstehen: Man sollte da m.E. nicht um jeden Zentimeter ringen und sich auf die wirklich groben Fehler der Halter beschränken. Aber wer total schlampig oder nach "mir doch egal"-Manier arbeitet hilft den Wölfen ja beim Lernen, dass Zäune überwunden werden können und gehört dafür IMO abgestraft.
 
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Du entschuldigst Mohawk, aber man kann auch anderer Meinung sein.
Einige Monate zurück erinnert, da galten 90 cm als sicher, ausgegeben von Theoretikern. Ein paar Monate dann wieder vor, da waren es 120 cm. Und aktuell sind es 150 cm, um "sicher" zu sein.
Du hast Netzte, die 90cm hoch sind, kaufst also 120 cm, weil Du die Vorgaben erfüllen willst. Kosten übrigens ein paar Euro. Jetzt hast Du jede Menge 90 cm hohe Netze und auch jede Menge 120 cm hohe Netze. Und jetzt kaufst Du 150 cm hohe Netze, wohlgemerkt, ein Netzt von 50 m Länge tut es nicht, müssen schon ein paar mehr sein.
Die Schäfer sind in aller Regel keine Mitarbeiter im öffentlichen Dienst mit einem gewissen einkommen, was ja nach Verdi deutlich angehoben werden soll/muss. Meist zählen Schäfer zu den Selbstständigen und zwar zu solchen, die ganz schön zu knapsen haben, jedenfalls wenn man die Berichte so liest und weiss, was sie für die Wolle und ein Schlachtschaf bekommen.
Ich denke, dass denen das alles nicht egal ist, sie können Geld nicht so grosszügig ausgeben, weil sie meist nicht so viel davon haben. So einfach ist das, was sich aber viele gar nicht vorstellen können, weil es ihnen objektiv prächtig geht.
Ich weiss übrigens von einer ganzen Reihe von Schafhaltern, die sich das nicht mehr antun mit den Wolfsberatern usw. Die haben die Faxen satt und das Theater mit denen leid.
Gruss, DKDK.
 
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Bei mir in der Nähe hat sich vor ca. drei Wochen ein Vorfall ereignet, der noch immer nicht geklärt / abgeschlossen ist!

1. Akt:
Ein (wertvolles) Pferd wurde offenbar am Tag auf der Weide gerissen, der Darm mit Schleifspuren auf der Weide verteilt: https://www.pnp.de/lokales/stadt-un...lf-wer-hat-dieses-Pferd-gerissen-3799692.html
Der Betreiber der Hengstaufzuchtstation ist selbst Jäger und Metzgermeister und hat aufgrund der Spurenlage Hund/Wolf auf dem Radar. Zumal offensichtlich ein Teil der Eingeweide nicht mehr auffindbar waren.

2. Akt:
Eine Untersuchung durch das Landesamt für Umwelt ergibt, daß sich der Hengst offenbar selbst verletzt hat und anschließend seine Eingeweide mit Schleifspuren auf der Weide verteilt hat. https://www.pnp.de/lokales/stadt-un...es-Pferdes-wird-zum-Indizienfall-3810815.html
Die genommen DNA-Analysen liegen noch nicht vor und werden bestimmt noch Wochen dauern...

3. Akt:
Der Betreiber der Hengstaufzuchtstation ist mit dem offiziellen "Ergebnis" nicht ganz einverstanden und bekommt dazu auch Unterstützung von einer Tierärztin:
https://www.pnp.de/lokales/stadt-un...d-des-Pferdes-bleibt-ein-Raetsel-3815197.html

Und jetzt ein paar wesentliche Aussagen aus dem letzten Artikel:
Eine Tierärztin teilt die Meinung von Gerhard Hellhuber. Mehr noch, sie versteht, dass er wütend und verzweifelt ist. Die Veterinärmedizinerin hat das Gutachten und die Bilder, die dem pathologischem Befund beiliegen, eingehend studiert. "Für mich ist klar: Hier versucht das Landesamt für Umwelt einen Wolfsriss zu vertuschen", sagt sie, ihr Name ist der Redaktion bekannt. Den Beweggrund kenne sie: Der Augsburger Behörde sei viel daran gelegen, dass die Menschen den "großen Beutegreifern" positiv gegenüber stünden.

und

Die Behörde hat zumindest in dem Fall eine unglückliche Figur gemacht. Als die Presse nachhakte, ob denn das Ergebnis der Gen-Analyse schon da sei, hieß es zuerst: "Ja, aber die Abstriche sind verunreinigt und haben keine verwertbaren Ergebnisse geliefert." Als die Lokalredaktion dann die Behörde mit dem Wissen konfrontierte, dass doch Hunde-DNA-Spuren in der Gen-Analyse gefunden wurden, hieß es – für Laien durchaus kaum nachvollziehbar: "Stimmt. Da ist Hunde-DNA. Aber wir bleiben dabei: Ein Hund oder ein anderes Tier hat das Pferd nicht getötet."

Warum komme ich mir verarscht vor??? :mad:
 
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Bei mir in der Nähe hat sich vor ca. drei Wochen ein Vorfall ereignet, der noch immer nicht geklärt / abgeschlossen ist!

1. Akt:
Ein (wertvolles) Pferd wurde offenbar am Tag auf der Weide gerissen, der Darm mit Schleifspuren auf der Weide verteilt: https://www.pnp.de/lokales/stadt-un...lf-wer-hat-dieses-Pferd-gerissen-3799692.html
Der Betreiber der Hengstaufzuchtstation ist selbst Jäger und Metzgermeister und hat aufgrund der Spurenlage Hund/Wolf auf dem Radar. Zumal offensichtlich ein Teil der Eingeweide nicht mehr auffindbar waren.

2. Akt:
Eine Untersuchung durch das Landesamt für Umwelt ergibt, daß sich der Hengst offenbar selbst verletzt hat und anschließend seine Eingeweide mit Schleifspuren auf der Weide verteilt hat. https://www.pnp.de/lokales/stadt-un...es-Pferdes-wird-zum-Indizienfall-3810815.html
Die genommen DNA-Analysen liegen noch nicht vor und werden bestimmt noch Wochen dauern...

3. Akt:
Der Betreiber der Hengstaufzuchtstation ist mit dem offiziellen "Ergebnis" nicht ganz einverstanden und bekommt dazu auch Unterstützung von einer Tierärztin:
https://www.pnp.de/lokales/stadt-un...d-des-Pferdes-bleibt-ein-Raetsel-3815197.html

Und jetzt ein paar wesentliche Aussagen aus dem letzten Artikel:
Eine Tierärztin teilt die Meinung von Gerhard Hellhuber. Mehr noch, sie versteht, dass er wütend und verzweifelt ist. Die Veterinärmedizinerin hat das Gutachten und die Bilder, die dem pathologischem Befund beiliegen, eingehend studiert. "Für mich ist klar: Hier versucht das Landesamt für Umwelt einen Wolfsriss zu vertuschen", sagt sie, ihr Name ist der Redaktion bekannt. Den Beweggrund kenne sie: Der Augsburger Behörde sei viel daran gelegen, dass die Menschen den "großen Beutegreifern" positiv gegenüber stünden.

und

Die Behörde hat zumindest in dem Fall eine unglückliche Figur gemacht. Als die Presse nachhakte, ob denn das Ergebnis der Gen-Analyse schon da sei, hieß es zuerst: "Ja, aber die Abstriche sind verunreinigt und haben keine verwertbaren Ergebnisse geliefert." Als die Lokalredaktion dann die Behörde mit dem Wissen konfrontierte, dass doch Hunde-DNA-Spuren in der Gen-Analyse gefunden wurden, hieß es – für Laien durchaus kaum nachvollziehbar: "Stimmt. Da ist Hunde-DNA. Aber wir bleiben dabei: Ein Hund oder ein anderes Tier hat das Pferd nicht getötet."

Warum komme ich mir verarscht vor??? :mad:
Für mich hat das Großprädatorenmanagement auch in Bayern inwischen jede Glaubwürdigkeit verloren. Nach dem Beitrag in der WuH über das "Gemauschel" beim "Luchskrimi" geht man am LfU zur Tagesordnung über, als sei nichts gewesen. Die Verantwortlichen machen weiter wie wenn nichts gewesen ist.

Es werden in Bayern zumindest Luchse illegal ausgesetzt und das ist vollkommen egal. Wohl gemerkt ich habe nichts gegen den Luchs. Wenn bei uns ein Luchs auftaucht, dann kommt er aus dem Harz, weil bei dem dortigen Mischmasch alles möglich ist.

Beim Wolf sieht die Sache anders aus. Da sitzt dem LfU die Politik auf Druck des BBV schon im Nacken.
Es scheint Taktik bei den "Großprädatorenmanagern" zu sein, Problem möglichst auszusitzen oder herunterzuspielen, vielleicht wird der Problemwolf ja überfahren oder ändert sein Verhalten.
 
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Ich denke damit muss man inzwischen flächendeckend rechnen. Wie weit wird es bis Sumava sein? Das nächste große Waldgebiet auf tschechischer Seite, welches mit Sumava zusammenhängt wird wohl nur 40 oder 50 km entfernt sein, für einen Wolf überhaupt keine Entferung. Nachdem Tschechien das ganze Wolfsmonitoring eingestampft hat, ist wohl auch keine Auskunft zu bekommen.
Irgendwo in Niederbayern (?) wurde vor Jahren auch mal ein 300 kg-Jungrind im Offenstall gerissen, damals auch sehr dubios. DNA nicht verwertbar. Es hieß wenn der Hofhund da rumgeschnuppert hat (er war nachts im Keller, wegen sehr großer Kälte) dann wird das sowieso nix, sagte man dem Besitzer. Auf der anderen Seite werden DNA dem entsprechendem Tier zugeordnet. Fragen über Fragen :unsure::unsure:
Aber ich denke oft wird sich der BBV die Hundemärchen nicht gefallen lassen.
 
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Darf ich, Colchicus, bzw. liege ich richtig?

LfU = Bayerisches Landesamt für Umwelt
BBV = Bayerischer Bauernverband

Nur für diejenigen, die die Abkürzungen auf die Schnelle nicht verstehen.
 
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Ich denke damit muss man inzwischen flächendeckend rechnen. Wie weit wird es bis Sumava sein? Das nächste große Waldgebiet auf tschechischer Seite, welches mit Sumava zusammenhängt wird wohl nur 40 oder 50 km entfernt sein, für einen Wolf überhaupt keine Entferung. Nachdem Tschechien das ganze Wolfsmonitoring eingestampft hat, ist wohl auch keine Auskunft zu bekommen.
Irgendwo in Niederbayern (?) wurde vor Jahren auch mal ein 300 kg-Jungrind im Offenstall gerissen, damals auch sehr dubios. DNA nicht verwertbar. Es hieß wenn der Hofhund da rumgeschnuppert hat (er war nachts im Keller, wegen sehr großer Kälte) dann wird das sowieso nix, sagte man dem Besitzer. Auf der anderen Seite werden DNA dem entsprechendem Tier zugeordnet. Fragen über Fragen :unsure::unsure:
Aber ich denke oft wird sich der BBV die Hundemärchen nicht gefallen lassen.
Die Orte dieser beiden Fälle (Hengst u. Rind) liegen Luftlinie ca. 15 km auseinander!
Und genau dazwischen hat ein Freund von mir vor zwei Jahren Abends beim Pflügen einen Wolf am Waldrand gesehen - der war sich ganz sicher, weil er ein paar Tage vorher mit den Kindern im Tierpark war. Ein paar Jäger haben das Tier dann auch nochmal gesehen, aber nur sehr weit entfernt.

Im Bezirk Schärding in Oberösterreich wurde doch vor ein paar Tagen ein Wolf angefahren u. getötet - sind Luftlinie auch nur ca. 30 km.

Ich denke daher, es ist gar nicht so unwahrscheinlich das es ein Wolf war und wir in der Gegend jederzeit mit unliebsamen "Besuch" rechnen dürfen!
 
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Okay das wusste ich jetzt nicht, habe es nur vermutet das es in derselben Gegend war. Aber die Art und Weise wie damals mit dem Riss umgegangen wurde - ich hab übrigens mit dem Landwirt damals persönlich telefoniert - war doch schon sehr seltsam und passte eher ins Bild der außerbayerischen Vorgehensweise. Oft funktioniert das jedenfalls hier nicht, die Probleme einfach auszusitzen.
 
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Okay das wusste ich jetzt nicht, habe es nur vermutet das es in derselben Gegend war. Aber die Art und Weise wie damals mit dem Riss umgegangen wurde - ich hab übrigens mit dem Landwirt damals persönlich telefoniert - war doch schon sehr seltsam und passte eher ins Bild der außerbayerischen Vorgehensweise. Oft funktioniert das jedenfalls hier nicht, die Probleme einfach auszusitzen.
Ich vermute, Du meinst diesen Fall.
https://www.pnp.de/lokales/stadt-un...gerissen-Das-meinen-die-Experten-2370063.html

Angeblich war es dann ja ein Hund... :sneaky:
https://www.pnp.de/lokales/stadt-un...zell-DNA-Spuren-stammen-von-Hund-2386302.html

Wenn das in meinem persönlichen Umfeld passieren würde, würde ich eine DNA-Zweitprobe nehmen lassen und mit Sicherheit in einem anerkannten Labor außerhalb Deutschlands untersuchen lassen - wer sich nicht verarschen lassen will, sollte das selbe machen!
 
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