Wolf nun wieder in der nähe von Köln

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#2
Um ehrlich zu sein beeindruckt es mich fast schon, wie er auch in der dicht besiedelten Region, gerade noch mit den hochfrequentierten Verkehrswegen zurecht kommt. Das nötigt mir doch Respekt ab und zeigt, wie anpassungsfähig der Wolf doch ist.

Es zeigt wieder, wie notwendig ein nüchterner, realitätsbezogener Umgang ohne Verniedlichung und Emotionalisierung mit dem Rückkehrer ist.
 
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#3
naja, bei aller Anpassungsfähigkeit befürchte ich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er dem Verkehr dort zum Opfer fällt!
Und das beweist eigentlich, dass er in weiten Teilen unserer Kulturlandschaft eben nicht mehr zurecht kommt.
 
A

anonym

Guest
#4
Anläßlich eines Besuches in Munster (Truppenübungsplatz Niedersachsen) hatte ich Gelegenheit, mit einer dort. Jägerin (Hochwild-Revier 270 ha) zu sprechen. Sie gibt auf. Grund: Es sollen dort im und um den Truppenübungsplatz bis zu 70 (siebzig!!) Wölfe umherziehen. Ich kann eine solche Zahl gar nicht glauben, habe allerdings auch keine Anzeichen dafür gefunden, daß sie mir nicht die Wahrheit sagte. Man möge sich mal ausmalen, welche Nahrungsmengen dort in den Wolfsmägen verschwinden. (70 - nicht 17 wie sie mir versicherte.)
 
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#5
In Munster spielt das auch eine untergeordnete Rolle.
Dier primäre Nutzung von Munster ist ein Truppenübungsplatz. Der Eigentümer hat das "so festgelegt". Solange der Wolf dort nicht den Übungsbetrieb zu stark einschränkt kann er dort seine Runden drehen.

Anders sieht es halt dort aus wo der Wolf in Eigentumsrechte eingreift.

Das fatale an Munster und der gesammten Wolfsstreichelei jedoch ist das die Wölfe bei uns eben nicht gelernt haben das der Mensch Gefahr darstellt.

Solange wir von Tierhaltern nur fordern passiv ihre Herden zu schützen wird das auch so bleiben.

in Ländern die die Wolfsbefürworter immer als Musterbeispiele guten Zusammenlebens anpreisen sieht die Sache allerdings anders aus. Da wird geschoßen. Entweder legal, da es in diesen Ländern eben noch wirksam möglich ist sein hab und Gut, oder sein Leben mit der Schußwaffe zu schützen.
Oder es wird geschoßen weil "Fleisch" wertfoll ist und zur Ernährung unabdingbar.

Oder es wird unerlaubt geschoßen weil Brüssel weit ist und sich z.B. in den Pyrenäen keiner an sinnlose Vorgaben halten mag.
 
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#6
Moin!

Die 70 sind inklusive aller Welpen aus allen umliegenden Rudeln, das ist nicht auf Munster alleine bezogen. :roll:

Das fatale an Munster und der gesammten Wolfsstreichelei jedoch ist das die Wölfe bei uns eben nicht gelernt haben das der Mensch Gefahr darstellt.
Auffällig waren die Welpen eines Jahrgangs (2014), zu dem der "Hollandwolf" und "Kurti" gehörten. Die waren als Jährlinge offenkundig mit Fahrzeugen udn Menschen sehr vertraut. Ihre Geschwister aus dem Folgejahr sind bisher m. W. unauffällig und die Geschwister, die eigene Rudel gegründet haben, inzwischen auch. Das Problem, welches "Kurti" und Co. zum Problem machte, wurde anscheinend abgestellt.

Viele Grüße

Joe
 
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#8
Auffällig waren die Welpen eines Jahrgangs (2014), zu dem der "Hollandwolf" und "Kurti" gehörten.....
Joe

Sorry es mag zwar fein sein das die Nachkommen von "Kurti", "Schorschi" und "Franzi" den Mensch nicht mehr als das Nette Wesen mit dem Futtereimer im Auto kennen. Aber Sie haben den Menschen eben noch nicht als Feind erkannt und Gott sei Dank haben Sie den Menschen dort noch nicht als Beute erkannt, was evt. daran liegt das es dort vorwiegend junge gesunde Menschen gibt die in Rotten auftauchen.

Wölfe sind Raubtiere, sie machen Beute, Fleisch steht auf ihrem Speiseplan und dieses Fleisch erjagen Sie sich da wo es am einfachsten zu holen ist.

Sie sind auch keine dummen Amöben sondern recht clever.

Zur Zeit lernen Sie halt hier und da das es da wo Menschen wohnen lecker gefüllte Mülltonnen gibt, Sie lernen das diese niedlichen Wollknäule hinter dem Zaun superleichte Beute sind, ebenso die Kettenhunde in den Dörfern oder die Kälber von Weiderindern.

Da fangen die Probleme an.

In anderen Ländern lernen sie aber auch sehr schnell das dieses 2-Beinige Wesen ihnen mit der Moßberg 500 Schrot auf den Balg brennt wenn Sie sich Ihm , seinen Ortschaften oder Tieren nähern.

Dieser Lernprozess steht hier noch aus.
 
A

anonym

Guest
#9
@Rhoenjaeger - hoffentlich verstehen die Wölfe in Munster auf dem Truppenübungsplatz auch die Anweisung des Platzkommandanten und bleiben schön IM Truppenübungsplatz :lol:. Die Jägerin, mit der ich sprach, hatte da so ihre berechtigten Zweifel, denn ihre jährlich vorgenommene Beobachtung des vorher reichlich vorhanden gewesenen Rotwildbestandes ergab für dieses Jahr nur noch vier Kreaturen, Rehwild war so gut wie nicht mehr vorhanden. Fraglich ist, ob die anderen abgwandert sind oder "verspeist" wurden.
 
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#10
:thumbup:
Du kannst doch den armen Kreaturen nicht einfach Schot, auch wenn diese aus Gummi sind, auf den Balg brennen!
ne ne das geht ganz und gar nicht :twisted:

Da fangen die Probleme an.

In anderen Ländern lernen sie aber auch sehr schnell das dieses 2-Beinige Wesen ihnen mit der Moßberg 500 Schrot auf den Balg brennt wenn Sie sich Ihm , seinen Ortschaften oder Tieren nähern.

Dieser Lernprozess steht hier noch aus.
 
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#11
Langfristige Folgen?

Ich sehe immer eine einfache Rechnung:
Ein Wolf braucht 4-8kg Fleisch am Tag.
Ein Wolf hat keine natürlichen Feinde und vermehrt sich folglich ungestört.
Welcher Wildbestand soll dann noch langfristig da sein, wenn jeder Wolf seinen täglichen Bedarf an Fleisch stillt?
Oder gibt es dann Pläne von der unteren Jagdbehörde für den Wolf?
 
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#12
Ich sehe immer eine einfache Rechnung:
Ein Wolf braucht 4-8kg Fleisch am Tag.
Ein Wolf hat keine natürlichen Feinde und vermehrt sich folglich ungestört.
Welcher Wildbestand soll dann noch langfristig da sein, wenn jeder Wolf seinen täglichen Bedarf an Fleisch stillt?
Oder gibt es dann Pläne von der unteren Jagdbehörde für den Wolf?
Nach der Rechnung müsste der Fuchs ja auch schon die gesamte Tierwelt verspeist haben.

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#13
Nach der Rechnung müsste der Fuchs ja auch schon die gesamte Tierwelt verspeist haben.

Gesendet von meinem GT-I8200N mit Tapatalk

Ist ja auch fast so, wenn man den Fuchs machen lassen würde, gebe es kein Niederwild mehr.
Zusammen mit dem Wolf könnte das in den offenen Landschaften wahr werden. .
 
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#14
Moin!

Welcher Wildbestand soll dann noch langfristig da sein, wenn jeder Wolf seinen täglichen Bedarf an Fleisch stillt?
Diese Rechnung geht davon aus, dass die Reviergröße eines Wolfsrudels nur von der verfügbaren Beute abhängt und dass diese Beute zu 100% genutzt wird. Beide Annahmen sind nachweislich falsch.

Viele Grüße

Joe
 
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