Wolfsaga

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#1
Eigentlich habe ich mich bisher mit dem Thema Wolf in Deutschland nicht sonderlich auseinandergesetzt.
Gestern zufällig beim durchsippen auf der Dokumentation Wolfsaga (mdr) hängengeblieben.

Mitlerweile ganze 100 Rudel in Deutschland und zum Schluss wurde laut "Experten" behauptet, dass wir in Deutschland genügend Platz für 700 bis 1000 Wolfsfamilien haben???
Also 700 bis 1000 Rudel, dass ist doch ne Farce oder?
Es wurde auch behauptet, dass der Wolf den Wildbestand kaum reduzieren würde!
Meiner Meinung stimmt es, wenn wir die bisherige Jagdstrecke einfach mit dem Wolf teilen!
Wildbestand bleibt gleich, nur das durch den Jäger erlegte Wild nimmt proportional mit dem Wolfsriss ab.:LOL:

Äußerst interessant fand ich aber; ab Minute 36:00 zu sehen, dass angeblich EIN Wolf einen kräftigen Hirschbullen erlegt!?
Das ein Rudel mit einem Hirsch, Elch oder gar Bison fertig wird, steht außer Frage, aber ich habe ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ein einzelner Wolf mit einem kräftigen Bullen fertig wird!

Wolfsaga (MDR)

Man sieht aber nicht wie er den Bullen reißt, nur das er den Hirsch ein bissle hin- und her hetzt und anschließend am angefressenen Kadaver zerrt?

Was meint ihr dazu?
 
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#5
Haben seit ein paar Monaten ein siebenköpfiges Rudel auf dem nun ehemaligen Rothirschbrunftplatz.

Meine persönliche Strecke war noch nie so hoch.
Ich denke die Wölfe rühren da das Wild momentan mehr an.
Ein Jung-Wolf hat mir, nach seiner abgebrochenen Rehhatz tatsächlich auch schon erfolgreich zwei Damschmaltiere zugetrieben.

Das Wild ist nun allerdings schon deutlich heimlicher und zieht nicht mehr in die lichten Bereiche.
Es bleibt quasi in den Dickungstunneln.
Ohne Wärmebildkamera, hätte ich vermutlich wenig mitbekommen.

Ich denke, dass nächstes Jahr die Strecke wahrscheinlich 20-30% niedriger ausfallen wird.

Das momentan in meinem Umfeld fast jeder Vorsatzgeräte nachrüstet, wird den Stress fürs Wild aber vermutlich deutlicher erhöhen.
Soviel Sauen haben wir hier nämlich nicht.
Das anderes Wild in der Nacht, dann nicht beschossen wird, bezweifle ich.
In der zentralen Wildkammer sehe ich erste Ursprungsscheine ohne Erlegungszeit oder mit Licht-Grenzzeiten.
Keine Schöne Entwicklung für die Jagd insgesamt.
 
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#6
Knapp ein Drittel mehr macht schon was aus, vor allem wenn man den weiteren Zuwachs von ca. 30% bedenkt. Desto eher sind die Zahlen erreicht und umso früher muss man sich über eine Regulierung Gedanken machen.
 
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#7
Okay, aber wenn man sich hierzulande schon auf 700 bis 1000 Rudel einstellt, dann machen jetzt akutell 30 Rudel hin oder her keinen Unterschied!;)
Diese Zahlen entstammen mein ich einer ziemlich rudimentären Vegetationsanalyse des Bundesgebiets, ohne Berücksichtigung anderer Einflußfaktoren. Also ein Maximalwert, der unter realen Bedingungen utopisch ist. Das wird nur ungern dazu gesagt.
 
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#8
Etwas mehr als nur die Vegetation wurde schon erfaßt, aber keine sozialwissenschaftlichen Parameter erhoben, das ist korrekt.

Knapp ein Drittel mehr macht schon was aus, vor allem wenn man den weiteren Zuwachs von ca. 30% bedenkt. Desto eher sind die Zahlen erreicht und umso früher muss man sich über eine Regulierung Gedanken machen.
Solange der Zuwachs mit Raumgewinn einhergeht gibt es keinen Grund zur zahlenmäßigen Begrenzung, nur zu situativen Eingriffen bei echten "Scha(d/f)spezialisten".
 
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#9
Nun sieht man es mal positiv(y) uns wird die große Ehre zuteil das Experiment "Wie viele Wölfe verträgt eins, der am dichtesten besiedelten gebiete der EU."
Öko forever(y)(y)(y).
Entspannt zurücklehnen alles wird gut(y):ROFLMAO:
Noch 900 Rudel und der Deutsche Wald ist gerettet. 2030 ist es dann soweit.:giggle:
 
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#10
In BB oder SN kann man in jede Schule gehen und die Schüler und baldigen Wähler zucken mit den Schultern: "Ja was? Wölfe gibts halt."

Vermutlich leben hier schon 1 Million Menschen, die kennen ihr Land ohne Wölfe gar nicht mehr.

Das Thema hat auch eine zeitliche Relation. Im Osten 20 Jahre. Ihr seid nur noch nicht so weit. :)
 
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#12
Etwas mehr als nur die Vegetation wurde schon erfaßt, aber keine sozialwissenschaftlichen Parameter erhoben, das ist korrekt.



Solange der Zuwachs mit Raumgewinn einhergeht gibt es keinen Grund zur zahlenmäßigen Begrenzung, nur zu situativen Eingriffen bei echten "Scha(d/f)spezialisten".
Das passiert ja eben nicht ausschließlich. Nicht jede Neuansiedlung ist auch gleich ein Raumgewinn. Da stimmen die Prognosen und die Realität mal wieder gar nicht überein.
Wie die Zaunhöhe oder Rinder und Pferde würden nicht gerissen werden etc. Mehr Wölfe, mehr Risse, mehr Probleme. Letztlich auch egal ob flächendeckend oder punktuell. Das läuft in manchen Regionen jetzt schon ganz schön aus dem Ruder und es passiert nichts. Die Politik wartet scheinbar gerne auf die Hilfe des Straßenverkehrs.
https://www.ndr.de/nachrichten/nied...ahrer-erfasst-Wolf,aktuellosnabrueck4708.html
 
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#13
Knapp ein Drittel mehr macht schon was aus, vor allem wenn man den weiteren Zuwachs von ca. 30% bedenkt. Desto eher sind die Zahlen erreicht und umso früher muss man sich über eine Regulierung Gedanken machen.
Man könnte das auch aus einer anderen Perspektive sehen.
In der Doku wurde von bisher 2000 gerissenen Nutztieren gesprochen.
Wenn also 100 Rudel 2000 Tiere reißen, ist das pro Wolf mehr, als wenn es 130 Rudel sind.

Wenn man den Wolfsbestand so niedrig wie möglich angibt und den verursachten Schaden so hoch wie möglich, einigt man sich nachher eventuell auf eine niedriegere Obergrenze.;)
 
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#14
Das passiert ja eben nicht ausschließlich. Nicht jede Neuansiedlung ist auch gleich ein Raumgewinn. Da stimmen die Prognosen und die Realität mal wieder gar nicht überein.
Wie die Zaunhöhe oder Rinder und Pferde würden nicht gerissen werden etc. Mehr Wölfe, mehr Risse, mehr Probleme. Letztlich auch egal ob flächendeckend oder punktuell. Das läuft in manchen Regionen jetzt schon ganz schön aus dem Ruder und es passiert nichts. Die Politik wartet scheinbar gerne auf die Hilfe des Straßenverkehrs.
https://www.ndr.de/nachrichten/nied...ahrer-erfasst-Wolf,aktuellosnabrueck4708.html
las das mal alles laufen es ist so gut wie es läuft;)
 
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