Zeigt her eure 98er, handmade, custom, drückjagdversionen

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N550 für einen 65cm Lauf auf alle Fälle (wie auch R904) als Optimum. Für einen 60cm Lauf, wie an der zg47, wäre mir N550 schon zu langsam.
Mein Vater hatte R907 (11,7-12,7g Geschoßgew.) nur verladen, weil es "sein" Pulver war. Zuerst in der 7x64 (8g KS), dann in der Nachfolgewaffe in 7,65x53Arg. (11,3g TMR) und dann in deren Nachfolgerin der 8x64S, sowie die ganze Zeit über in der 8x57JS (12,7g TMR).
N550 wäre von meiner 9,3x72R auch da gewesen, dem Pulver traute er aber nicht mehr (er war nie ein Fan von Kemira), weil es aus seinem kurzläufigen Schwedenmauser viel Mündungsfeuer und lauten Knall erzeugte.
RS-Pulver kenne ich jetzt nicht, scheint mir aber so ´ne aktuelle Mode zu sein, wie vor ein paar Jahren die TLM von Lovex, um die es mittlerweile auch sehr ruhig geworden ist.
Du schreibst mal wieder Deine theoretischen Gedanken!😉
Meine ZG hat auch nur 60cm LL und trotzdem sind die von mir genannten Pulver das Optimum!
Ich habe realistische Messwerte und v.a. Habe ich mit den Labos schon gejagt!😉😉
 
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Einen schönen 98er habe ich noch vorzuzeigen. Es ist die Büchse, wegen der ich damals das Projekt mit dem FN-System auf Eis gelegt habe. Er stammt von W&O Dittmann aus Garlstorf, Inhaber damals Hans-Jürgen Arendt, und wurde 1992 gebaut. Es ist eine gewaltige Büchse mit einer Gesamtlänge von 123cm. Kaliber .300 Win, Achtkantlauf, 39,4cm Schaftlänge, mit ZF ca. 4,7kg nackt. Der Schaft passt mir, obwohl ich sonst mit ca, 37,5cm auskomme. Fast an allen Teilen leichte, unaufdringliche Arabeskengravuren. Schießt überhaupt nicht mit TUG, dafür bringt sie mit dem billigen Corelokt von Remington bei 5 Schuss einen Streukreis von 1,5cm. Es ist eine meiner Lieblingsbüchsen. Ich hatte schon viel Waidmannsheil mit ihr. Wegen der guten Schussleistung und wegen des mir sitzend aufgelegt sehr gut liegenden Schaftes schieße ich damit auf der Jagd entspannt 200m und mehr wenns sein muss.
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Ich war etwa 2001 mal bei Dittmann und habe Herrn Arendt kennen gelernt. Er gab mit seinen Büchsen an wie ein Sack Seife, ich fand ihn irgendwie lustig. IIRC gingen die Preise für so ein Gewehr erst in luftigen Höhen los, gefertigt wurde nur auf Bestellung. Herr Arendt hat das Geschäft aber schon vor ca. 10 Jahren abgegeben und müsste mittlerweile über 80 sein.

Leider weiß ich nicht, was für ein System verbaut wurde, es steht nichts drauf. Vielleicht kann mir jemand von Euch helfen, eine Nachfrage beim heutigen Inhaber von Dittmann war nicht ergiebig.
 
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Die Goldknarre ist ein Traum. Da man aber heutzutage nicht mehr am Streckenplatz mit der Büchse rumprahlen kann kaufe ich sie nicht.
 
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Hatte im Faden „Waffe für die Holde“ bereits mal angedeutet, dass ich einen 98er La Coruna FR8 für 350€ ersteigerte. Er war bereits jagdlich umgebaut, und hatte schon Fluchtvisierung von Raetz. Das System ist damals poliert und neu brüniert worden. Ein abgekröpfter Kammerstengel mit griffiger Halbkugel wurde montiert. Ich kann nicht sagen, was diese Büchsenmacherarbeit inklusive Jagdschäftung gekostet hat, oder heute kosten würde. Der Schlossgang wurde vermutlich auch verbessert.
Standardmäßig sind diese Repetierbüchsen ja bereits im Kaliber 308 win, haben LL47cm und ein Mündungsgewinde 15x1mm.
Die Modifikationen, die unter meiner Regie ausgeführt wurden:
3 Stellungssicherung für 135€ einbauen lassen, Recknagel Flintenabzug für 90€ geordert und Frankonia Favorit Schwenkmontage für unter 200€ , sowie Steiner Ranger 2-8x42 für 799€ ersteigert. Schalldämpfer Jak3i für 269€ kam auch noch dazu. Dann ab zum Büma und ZF Montage anbauen lassen. Dazu musste der hintere Sockel massangefertigt und mithilfe neuer Bohrungen verschraubt werden. Die alten Bohrungen wurden verschlossen.
Außerdem wurde der Recknagel Flintenabzug eingebaut und auf ca. 1000 gr Abzugsgewicht eingestellt. Diese finalen Arbeiten inklusive Einschiessen haben nochmals 220€ gekostet, sodass unter dem Strich rund 2k€ für das Komplettpaket zusammen gekommen sind.
Kann man mit einer Neuwaffe natürlich auch schaffen. Aber so hat sich meine Frau, über ihre handwerklich gefertigte, sehr individuelle Waffe aus Holz und Stahl mit einer super Balance, total gefreut.
Apropos Handling: Das Gesamtpaket wiegt 4,3 kg und ist 1,10m lang.
Der Schaft bekommt noch eine Ölpflege, ansonsten seht selbst die Bilder...
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Hallo zusammen,
hat jemand eine Idee wer der Hersteller dieses Systems ist?
Auf dem System steht nichts und weitere Bilder habe ich nicht.
Danke.

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Hatte im Faden „Waffe für die Holde“ bereits mal angedeutet, dass ich einen 98er La Coruna FR8 für 350€ ersteigerte
Waren die La Coruna nicht verchromt? Meiner der hier rumfliegt ist auch jeden Fall verchromt und Bedarf nahezu 0 Pflege(bekommt auch wenig) tut der es immer noch.
Nur der Schlossgang und das schiessverhalten sind Alptraumhaft
 
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