Zeiss V8 Relaunch mit 30mm Mittelrohrdurchmesser

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Die 50er Z6i sind mir schon als „nervös“ aufgefallen in Sachen Eyebox. Die 56er eher nicht. Zurecht gekommen wäre ich trotzdem noch mit jedem.
Bei einem so teuren ZF kann nicht der Maßstab sein, ob man damit irgendwie "zurecht kommt".

Richtig ist, dass das Z6i relativ schnell ein Modeartikel geworden ist. Ich kenne mehrere Fälle, in denen ohne Sinn und Sachverstand ein Z6i deswegen montiert wurde, weil es unbedingt ein Z6i sein musste (z. B. 1,7-10x42 auf Kipplaufbüchse, weil das Objektiv so schön schlank ist, das Okular haben sie anzugucken vergessen). Das sind die gleichen Experten, die dann behaupten, dass man mit dem 42er Z6i nachts genau so viel sieht wie vorher mit einem Schmidt & Bender Zenith 2,5-10x56. Es gibt eben nur wenige Kräfte, die so stark sind wie die Einbildung. Es ist psychologisch nachgewiesen, dass Menschen die Qualität eines Produktes subjektiv höher einschätzen, wenn der Preis höher ist. Dies gilt insbesondere bei Jagdoptik. Weil wir haben ja alle mal gelernt, dass man besser an der Waffe als an der Optik spart.

So funktioniert der ganze Bluff mit dem Multizoom.
 
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Teufelszeug der ganze Bluff mit Modernisierungen!!!
Nur altes 0815 Zeug ist gut!

Nein, der Multizoom ist keine Modernisierung, sondern eine Verschlimmbesserung. Dies ist kein Vorurteil, sondern ein Urteil, welches ich mir selbst auf der Basis meiner diversen praktischen Erfahrungen mit verschiedenen Z6i gebildet habe. Abgesehen von den oben schon erwähnten Nachteilen fällt mir noch ein, dass Absehen in der II. BE früher nur Billiggläser hatten und dass die fetten Okulare sich nicht besonders gut mit den Kammerstängeln von Repetierern mit Zweiwarzenverschluss vertragen. Überdies sind die Multizoomgläser länger, zum Teil fetter und schwerer als die Gläser mit Drei- oder Vierfachzoom in der gleichen Leistungsklasse. Aber wer meint es zu brauchen, soll es sich kaufen. Ist ja nicht mein Geld.
 
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Mal abgesehen davon, dass es eigentlich ein Zeiss-Thread wäre: Ich hab keine Probleme mit einem Z6i.
Unbenommen sind andere ZF/Hersteller auch nicht schlecht.

Ich hab z. B. ein Z6i auf einer Kombinierten. Da passt das (mir). Das S&B Polar was ich anderweitig sehr schätze und gern nutze wäre mir auf besagte Kombinierte fast etwas zu schwer.
Letztendlich ist es immer ein Stück weit subjektiv was man aus bestimmten Gründen nicht mag oder eben bevorzugt. Sooo schlecht sind sie dann alle mittlerweile nicht mehr.

Günstige Gläser mit 1. Bildebene müssen auch nicht immer besser sein. Ich hab ein Meopta R1r mit FFP. Im unteren Vergrößerungsbereich ein Tunnel, bei hoher Vergrößerung ein Absehen hinter dem man ganze Rehe verstecken kann. :oops:
Unbenommen kann es für die Preisklasse bei schlechtem Licht recht viel. Für mein subjektives Empfinden ist es trotzdem nicht der Hit, wenn man sich eh nur im mittleren Bereich der Vergrößerung sinnvoll bewegen kann hätten sie auch gleich ein 8x56 draus machen können.:rolleyes:
 
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Multizoom als Verschlimmbesserung zu bezeichnen finde ich etwas übertrieben. Die Vorteile liegen wie jeder weiß in dem großen Vergrößerungsbereich. Nur gibt es bekanntlich nichts umsonst. Daraus resultieren auch die Nachteile und die gibt es nicht nur bei dem Preis. Es bleibt jedem selbst überlassen für sich zu wählen. Spitzenoptik bekommt man auch um die 1500 bis 1800.
 
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Multizoom als Verschlimmbesserung zu bezeichnen finde ich etwas übertrieben. Die Vorteile liegen wie jeder weiß in dem großen Vergrößerungsbereich.
Für schlichtere Gemüter mag der größere Vergrößerungsbereich allein eine hinreichende Erklärung sein, um die Multzoomer im Vorteil zu sehen. Wer sich jedoch näher mit der Thematik beschäftigt wird sich irgendwann die Frage stellen müssen, welche konkreten Mehr- oder Mindernutzen die Technik dieser Gläser auf der Jagd bietet. Ich bin für mich zu dem Ergebnis gelangt, dass der Mehrnutzen null ist, der Mindernutzen dem gegenüber spürbar. Sei es in Form einer schlechteren Dämmerungstauglichkeit aufgrund des geringeren Transmissionsgrades oder sei es in Form von Anschlagproblemen aufgrund der bescheidenen Eyebox sowie der schlechteren Balanace, die eine Waffe hat, auf die statt einem richtigen Drückjagdglas ein 2-12x50Z6i montiert ist.

Ich bin allerdings auch bereit, mir auf verschiedenen Waffen den Luxus eines großen Ansitzglases UND eines speziellen Glases für den flüchtigen Schuss zu gönnen.
 

ElCaracho

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Für schlichtere Gemüter mag der größere Vergrößerungsbereich allein eine hinreichende Erklärung sein, um die Multzoomer im Vorteil zu sehen. Wer sich jedoch näher mit der Thematik beschäftigt wird sich irgendwann die Frage stellen müssen, welche konkreten Mehr- oder Mindernutzen die Technik dieser Gläser auf der Jagd bietet. Ich bin für mich zu dem Ergebnis gelangt, dass der Mehrnutzen null ist, der Mindernutzen dem gegenüber spürbar. Sei es in Form einer schlechteren Dämmerungstauglichkeit aufgrund des geringeren Transmissionsgrades oder sei es in Form von Anschlagproblemen aufgrund der bescheidenen Eyebox sowie der schlechteren Balanace, die eine Waffe hat, auf die statt einem richtigen Drückjagdglas ein 2-12x50Z6i montiert ist.

Ich bin allerdings auch bereit, mir auf verschiedenen Waffen den Luxus eines großen Ansitzglases UND eines speziellen Glases für den flüchtigen Schuss zu gönnen.

Man darf mich ja durchaus als Zielfernrohr Liebhaber bezeichnen, ich besitze etwas mehr das doppelte an Zielfernrohren als an Waffen die deren Montage erlauben.

Ich bin z. B. ein großer Freund des Z6i 50 & 56, besitze auch 1-6x24er und ein 50er Z8i, sowie ein Z4i 2-10x56. U.a noch 56er Zeiss Diavari 56er und SuB Zenith 56er.


Um es kurz zu fassen: In sachen Eyebox ist ein 4-fach Zoom Glas einfach das Gutmütigste.
Jetzt frage ich mich jedoch wie es bei der Eyebox zu solchen Problemen kommen kann, ist hier vielleicht nicht eher der Schaft das Problem? Oder ein sonstwie unsauberer Anschlag? Fragen auf die ich jetzt keine Antwort habe.

Ich halte es wie du: Ich habe Drückjagdgläser für die beiden DJ Waffen jeweils extra, das ist die sauberste Lösung, wenngleich teuer.

Ich würde aber mit einem 2-12er auch zur Drückjagd antreten und müsste nur im Sehfeld leichte Abstriche machen.
Wenn im stehenden Anschlag die Eyebox nicht passt möchte ich wetten, dass man beim betreffenden Schützen noch mehr Dinge ausmachen kann die nicht passen, wie Schaftlänge, gleichmäßíger Anschlag, Kopfposition auf dem Schaft, Schafthöhe etc. pp.


Wenn jetzt hier jemand liest und meint die z6i Serie wäre murks, der irrt gewaltig. Für meinen Geschmack ist das aktuell das beste was ich für Ansitz und gelegentliche andere Aktivitäten haben kann. Wer die Absehen in der 1. BE bevorzugt wird eher bei SuB fündig oder Blaser. Tut sich aber preislich alles nicht viel.
 
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Für schlichtere Gemüter mag der größere Vergrößerungsbereich allein eine hinreichende Erklärung sein, um die Multzoomer im Vorteil zu sehen. Wer sich jedoch näher mit der Thematik beschäftigt wird sich irgendwann die Frage stellen müssen, welche konkreten Mehr- oder Mindernutzen die Technik dieser Gläser auf der Jagd bietet. Ich bin für mich zu dem Ergebnis gelangt, dass der Mehrnutzen null ist, der Mindernutzen dem gegenüber spürbar. Sei es in Form einer schlechteren Dämmerungstauglichkeit aufgrund des geringeren Transmissionsgrades oder sei es in Form von Anschlagproblemen aufgrund der bescheidenen Eyebox sowie der schlechteren Balanace, die eine Waffe hat, auf die statt einem richtigen Drückjagdglas ein 2-12x50Z6i montiert ist.

Ich bin allerdings auch bereit, mir auf verschiedenen Waffen den Luxus eines großen Ansitzglases UND eines speziellen Glases für den flüchtigen Schuss zu gönnen.
Alle drei genannten vermeintlichen Nachteile konnte ich im direkten Vergleich nicht feststellen. Im Gegenteil: die Eyebox bspw. Beim V8 Ist sehr bequem.
die Dämmerungsleistung hat für mich bis dato selbst in der Nacht bei sehr schlechtem Licht ausgereicht. Woher auch immer du diese Erkenntnisse hast, falls sie rein theoretischer Natur sind solltest du sie vielleicht nicht ungeprüft weiterverteilen im Forum.
 
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Man muss es sich nur lang genug einreden. Dann passts scho.
 
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Das Thema 6fach und besonders 8fach Zoom und die Nachteile wurden hier schon vor langer Zeit geklärt.
Wenn man dieselben kennt kann man entscheiden ob man damit leben kann.
 
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Jetzt frage ich mich jedoch wie es bei der Eyebox zu solchen Problemen kommen kann, ist hier vielleicht nicht eher der Schaft das Problem?
Das schreib ich schon seit Tag 1 zu dieser "Problematik". Und schau ich mir dann de Bilder von Waffen an die manche Nutzer hier posten wundert es mich dann auch nicht mehr.

Ich hab in der Family übrigens auch einer, der auf den harten Weg lernen musste das die ausgedienten Schaftformen bei solchen ZFs einfach mehr Probleme machen. Schafterhöhung einbauen lassen, Anschlag trainiert, Thema ist seither durch.

Besonders amüsant. Ich besitze zum Teil die gleichen alten ausgedienten ZFs (Familienbesitz) die hier ja gerne zitiert werden und eben auch die High Zoom Modelle auf den Neuwaffen. Der Vergleich amüsiert mich wirklich sehr. 😂 Ich schreib zu dem Thema auch nix mehr - Zeitverschwendung.
 
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Für schlichtere Gemüter mag der größere Vergrößerungsbereich allein eine hinreichende Erklärung sein, um die Multzoomer im Vorteil zu sehen. Wer sich jedoch näher mit der Thematik beschäftigt wird sich irgendwann die Frage stellen müssen, welche konkreten Mehr- oder Mindernutzen die Technik dieser Gläser auf der Jagd bietet. Ich bin für mich zu dem Ergebnis gelangt, dass der Mehrnutzen null ist, der Mindernutzen dem gegenüber spürbar
Ich wollte dir damit nicht widersprechen. Für mich ist der Fokus aus das Wesentliche wichtig und da ist weniger manchmal mehr. Für mich stellte die Zenith Reihe von S&B das Optimum der derzeit erhältlichen Jagdoptiken dar. Mein Lieblingsglas ist das 3-12x50 (in Besitz). Falls notwendig dazu ein 1,1-4x24 (nicht in Besitz) für DJ und jeder Jäger ist für alle Gegebenheiten bestens gerüstet. Ich kann es nicht mit v8, z6i oder z8i vergleichen, aber mit Zeiss V6 2-12x50 und Leica 2,4-16x56. Die sind beide gut und haben ihre Vorteile. Die 2 fache Vergrößerung ist für mich DJ tauglich und die 16 fache Vergrößerung und die Parallaxeverstellung (noch nie jagdlich verwendet) sind nett aber nicht notwenig. Außerdem ist die Abbildungsqualität des Leica spitze. Aber trotz dieser genialen und absolut notwendigen Verbesserungen und den zusätzlichen Knöpfen, Rädchen, etc. bleibt das Zenith mein Liebling.
 
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