Zeiss Zielfernrohr fest

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@ Füxlein:
Mir liegt eine ältere Carl-Zeiss-Jena "Anleitung für das Auseinandernehmen der Zeiss Zielfernrohre" für Bümas vor, 7-seitig mit techn. Zeichnungen, dazu eine 2-seitige Anleitung für das anschließende Wiedereinjustieren/Einschießen...
Desweiteren eine Anleitung einer Suhler optischen Anstalt, 3-seitig, auch mit techn. Skizzen...
Glaube es mir, wenn Du als offenbar "optischer Lehrling vor Antritt der ersten Stelle" diese dort gemachten Vorgaben an älteren (= meist festsitzenden & verharzten) Gläsern anwenden willst, solltest Du zumindest die Mitte des 3. Lehrjahres abwarten!
(Sagt jemand, der sich lange an Optiken versuchte, bevor er lernte, dass ein Herstellerservice oder ein Fachbetrieb die deutlich bessere Option ist).
 
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Prima, ich wäre Dir zu ewigem Dank verpflichtet. Bin gerade im 26. Lehrjahr und noch arg wissbegierig. Gibt's ne Möglichkeit für mich an eine Kopie der Unterlagen zum Zeiss dran zu kommen?
 
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Aus Sorge um Deine alten Gläser: nein
(Sind mir aus einem Privatarchiv zugegangen und dürfen nicht kopiert und weitergegeben werden, ich bitte um Verständnis.)
 
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Woher nimmt man denn eine Anleitung um solch ein Zf zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen? Gross Hexenwerk kann das eigentlich nicht sein😕.
Es ist auch kein Hexenwerk. Mein Büchsenmacher hat die Angewohnheit, alte ZF wegzuschmeißen und zum Glück schmeißt er sie, wenn er denn mal eines hat, in meine Richtung. Ich habe immer wieder festgestellt, daß lediglich der Dioptrinausgleich fest ist. Das liegt an dem verharzten Fett und dem jahre- oder jahrzehntelangen Einstellen des jeweiligen Benutzers. Es wird einfach nicht gedreht. Ich gehe wie folgt vor: Auf dem Tubus befindet sich hinter der Vergrößerungsskala eine Schraube
P1000398.JPG
diese löse ich - aber vorsicht, nicht wegwerfen weil sie am unteren Ende in eine Arte Bolzen ausläuft
P1000399.JPGdann drehe ich den Dioptrinausgleich gleichmäßig kräftig nach links und rechts (nicht verkanten) und erwärme notfalls das Gehäuse, damit das verharzte Fett sich lockert. Danach ziehe ich die Dioptrinverstellung ganz aus dem Gehäuse
P1000400.JPGP1000401.JPGdanach einfetten, den Tubus von innen säubern und wieder einsetzen. Vorsicht beim innensäubern - den Tubus mit der Frontlinse nicht nach unten halten: der Dreck fällt sonst ins Innere und man muß ab und an die gesamten Innereien rausholen. Aber das ist eine andere Geschichte. Falls die Linsen von innen gesäubert werden sollen gehe ich auch so vor. Vorsichtig nochmals auch beim Eindrehen der Schrauben und anderer Gewinde am ZF: Feingewinde! Das mag ja nicht so professionell sein - aber so mache ich das! Und da ich keine Plomben sonderen Implantate habe, sind mir diese auch noch nicht rausgefallen.;)
 
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Und nun erzähle der staunenden Forengemeinschaft noch, wie Du die verharzte/Festsitzende Absehverstellung "reparierst" - die sitzen in aller Regel zuerst fest - und dann noch, wie Du die verschiedenen, dabei dem staub des Arbeitstisches ausgesetzten Linsen wieder säuberst...
(PS: mit Holz gegen kloppen und mit Föhn erhitzen können wir überspringen, wurde schon zu Genüge zitiert).
 
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Mein Nachbar hat eine Sauer 90 , weil sie ihm zu schwer war hat er das Zeiss 1,5-6x42 mit Helium füllen lassen, er führt die Waffe seit diesem Zeitpunkt mit Begeisterung als leichte Pirschbüchse.
Hätte er nur ein 8x56 gekauft das wäre dann noch leichter geworden 🤣
 
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Und nun erzähle der staunenden Forengemeinschaft noch, wie Du die verharzte/Festsitzende Absehverstellung "reparierst" - die sitzen in aller Regel zuerst fest - und dann noch, wie Du die verschiedenen, dabei dem staub des Arbeitstisches ausgesetzten Linsen wieder säuberst...
(PS: mit Holz gegen kloppen und mit Föhn erhitzen können wir überspringen, wurde schon zu Genüge zitiert).
Von "mit Holz gegenkloppen" habe ich nirgendwo geschrieben. Aber zu den anderen Sachen: Wenn Du mal nach Abnahme des Dioptrinausgleiches von innen ins ZF siehst, dann erkennst Du vier Schrauben. Außen auf dem Tubus am Drehkranz sind drei Schrauben. Alle lösen usw. usw.Das sieht dann so ausP1000404.JPG
Du hast doch Anleitungen in Deinem Privatarchiv. Danach kannst Du doch vorgehen. Ich habe sie nicht und ich habe mir das alles selber angeeignet. Geht bisher gut! Und wenn ich nicht mehr weiterkomme, dann werde ich hier im Forum fragen - einer weiß bestimmt was.;)
 
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Ich bin von Eurer Beider Beharrlichkeit - und dem systematischen Votgehen des @Langohrs - beeindruckt, Ihr werdet's schon packen (notfalls ein Paket an Zeiss-Sportsoptics).

Und das mit dem Holz gegenkloppen und dem Föhn bezog sich nicht auf Euch sondern auf zwei andere "Helden des Handwerks" in diesem Faden, Post #6 & 8, damit auch @Almöhi die Quellen nachvollziehen kann.
 
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Es ist mittlerweile eine Unart hier im Forum, anderen Leuten was anzudichten, was sie nie geschrieben haben.
Sachen werden absichtlich falsch wiedergegeben oder selbstherrlich ergänzt, nur um den eigenen (falschen) Standpunkt besser da stehen zu lassen.

Echt schade um das Forum!
 
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Und das mit dem Holz gegenkloppen und dem Föhn bezog sich nicht auf Euch sondern auf zwei andere "Helden des Handwerks" in diesem Faden, Post #6 & 8, damit auch @Almöhi die Quellen nachvollziehen kann.

Natürlich hab ich nicht geschrieben, er solle mit Holz gegenkloppen. Aber danke, dass du mir Worte in den Mund legst.

Es ging darum, eine erste, schnelle Hilfe zu leisten. Und da sind in ganz vielen Fällen Wärme und leichtes Klopfen schon hilfreich. Hat bei mir bei 2 "Erbstücken" schon erfolgreich funktioniert, Zeit und Geld gespart und kaputt ging davon noch keines. Auf dem Schießstand hab ich schon schlimmeres gesehen (auch die von dir genannten Klopper). Deswegen schrieb ich ja auch zartes Klopfen. Einen leichten Schraubendreher oder eine Patrone aus 1 cm Höhe, nur durch Schwerkraft beschleunigt und an dem anderen Ende noch zwischen den Fingern gehalten, das muss jedes Glas abhaben können. Oder schrieb ich was von 5-kg-Vorschlaghammer???

Natürlich kann man das Glas auch direkt einschicken. Aber dazu muss man auch nicht direkt das Forum befragen, da kommt jeder mit 2 linken Händen drauf.

Aber der Wandersmann als Hüter des Grals Montagepapiers für Büchsenmacher kann natürlich eine andere Meinung haben, die ich natürlich auch respektiere. Unschön finde ich hingegen wenn man mir dann etwas zudichtet...
 
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Aus @Christi@ns Post #8:
"Manchmal helfen auch kleine Schläge. ...zum Beispiel mit dem Griff des Schraubendrehers..."
Und aus seinem Post #42:
"Unschön finde ich hingegen wenn man mir dann etwas zudichtet..."
Es soll mir aber keiner "Paranoia" rufen;)
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Im übrigen leben wir in einem freien Land, da kann jeder nach belieben auf seinem Zielfernrohr rumkloppen und schrauben wie er will - oder es zu einem Service schicken.
Ende meiner Durchsage.
 
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Aus @Christi@ns Post #8:
"Manchmal helfen auch kleine Schläge. ..."
Und aus seinem Post #42:
"Unschön finde ich hingegen wenn man mir dann etwas zudichtet..."
Es soll mir aber keiner "Paranoia" rufen;)
Verkürzte Zitate sind natürlich nicht besonders hilfreich...

Manchmal helfen auch kleine Schläge. Also nicht mit dem Hammer sondern zum Beispiel mit dem Griff des Schraubendreher zart gegen die Verstelltürme klopfen.

Aber okay, du willst mich nicht verstehen. Dann sei es drum. Schönen Tag wünsche ich :whistle:
 
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