Zielfernrohr

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#1
Hallo liebe Waidgenossen,
auf meinem ersten Jagdgewehr, welches ich mir nach der bestandenen Jägerprüfung, auf anraten meines Büchsenmachers zugelegt habe (Howa 1500,Kaliber 308 Win),hat dieser ein Kaps Zielfernrohr 2,5-10x 56 empfohlen und montiert.
Nachdem ich mich jetzt für ein weiteres Jagdgewehr, eine Merkel Helix entschieden habe, stellt sich erneut die Frage nach der richtigen Optik.
In der engeren Wahl steht ein Meopta Meostar R1r 3-12x56 RD/RGD neu,von einem anderen Büma,oder ein gebrauchtes Zeiss Diavari T / VM 3-12x56 mit Leuchtabsehen.
Da die optische Leistung bei gebrauchten Gläsern mit der Zeit nachlassen würde, wäre eine Neuanschaffung laut dem anderen Büma die klügere Entscheidung. Ein neues Hochleistungsglas von Zeiss oder Swarovski übersteigt mein Budget, deshalb rät der Büchsenmacher zum Meopta.
Wie sind eure Erfahrungen mit älteren Gläsern?

Viele Grüße
KJ
 
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#2
Länger Sparen?

Ich stand vor etwa 2 Jahren vor der Gleichen Frage und hab mir dann nen Sightron S-Tack für knapp 1000 gekauft und bin damit absolut zufrieden, es ist mmn heller als das r1r und die Mechanik ist Astrein
 
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#3
Ich würd aufjedenfall lieber das r2 2,5-15x56 nehmen, der leuchtpunkt ist um Welten besser. Stand vor nem halben Jahr vor der Frage r2 oder swarovski z4 2,5-10x56. Wurde dann das z4, kostete nur 100€ mehr, und ist ein echt gutes Glas. Wobei das r2 auch sehr gut ist. Was ich noch sehr interessant finde als Marke ist ddoptics, da hab ich aber nur als eigene Erfahrung ein spektiv, das für seine 400€ mehr als gut ist.

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#4
In der engeren Wahl steht ein Meopta Meostar R1r 3-12x56 RD/RGD neu,von einem anderen Büma,oder ein gebrauchtes Zeiss Diavari T / VM 3-12x56 mit Leuchtabsehen.
Da die optische Leistung bei gebrauchten Gläsern mit der Zeit nachlassen würde, wäre eine Neuanschaffung laut dem anderen Büma die klügere Entscheidung.
Das höre ich jetzt aber zum ersten Mal. Wodurch soll die optische Leistung denn nachlassen? Für mich wäre hier immer das Zeiss erste Wahl. Ich habe auch (noch) ein Meopta R2, und der Unterschied ist größer als er von denen beschrieben wird, die sich keine wirklich guten Optiken leisten können oder wollen. Besonders deutlich wird das bei kritischen Lichtverhältnissen wie leichtem Mondschatten, Gegenlicht, kontrastarme Hintergründe etc. Hier ist jedes 30 Jahre alte 52er Diavari oder 56er Diatal mit T* genau dort, wo Meopta gerne wäre.
 
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#5
Die sogenannten aktuellen "Hochleistungsgläser" von Zeiss und Swarovski wären ohnehin ein Fehlkauf. Beide Marken haben derzeit kein einziges kaufbares Glas im Programm, da alle Absehen in der 2. Bildebene liegen. Zudem sind die hohen Zoomfaktoren für die Jagd eher kontraproduktiv, da die wirksamen Objektivdurchmesser beim herunterdrehen auf braucbare Vergrößerungen stark reduziert werden.

Nimm das gebrauchte Zeiss, wenn es in Ordnung ist oder kauf Dir ein Schmidt und Bender. Die bauen noch richtige Zielfernrohre.
 
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#6
Guten Morgen,

von Optiken sollte sich jeder seinen eigenen Eindruck unter den hauptsächlichen Nutzungsbedingungen machen.

Selber ausprobieren, nicht (nur) vom BüMa was empfehlen lassen.

Natürlich gibt es immer wieder individuelle finanzielle Engpässe zu überwinden, aber es hat einen Grund, warum sich die hochwertigen Optiken letztlich durchsetzen.

Der Blick in die Geschichte dieses Forums (--->ältere Beiträge und Diskussionen) zeigt das sehr, sehr deutlich.

Auch denke ich, dass ein weiterer immer wiederkehrender Hinweis hier zum Tragen kommen könnte:
Günstige Waffe mit Top-Optik ist besser als teure Waffe mit schlechtem Glas.

Da der Themenstarter ja schon eine hochwildtaugliche Büchse hat, braucht er nicht zu fürchten, durch vorzeitiges "Verballern" des Budgets für eine suboptimale Optik jagdlich eingeschränkt zu sein.

Sollte er jedoch jetzt schon unleidlich ob der optischen Leistungen des bisherigen Zielfernrohrs sein, sollte er sich genau diese Erfahrung zu Herzen nehmen.
"Ich hab schon eine schlechte Optik, deswegen kauf ich beim nächsten Mal auch die schlechte(re)." :unbelievable::unbelievable:

Zum Thema nachlassender optischen Leistungen:
Natürlich kann man jedes Fernglas oder Zielfernrohr nur für eine bestimmte Anzahl an Durchblicken nutzen...
es nutzt sich halt ab, fast so wie Autoreifen...
:bye:

Waidmannsheil
mit Einstein


Beuterheinländer
 
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#7
Hallo liebe Waidgenossen,
auf meinem ersten Jagdgewehr, welches ich mir nach der bestandenen Jägerprüfung, auf anraten meines Büchsenmachers zugelegt habe (Howa 1500,Kaliber 308 Win),hat dieser ein Kaps Zielfernrohr 2,5-10x 56 empfohlen und montiert.
Von der Marke nie was gehört; Billigprodukt?
Grundsatz: Man kann an allem sparen (billiger 98er), aber nie an Optik & Montage.
Tolle Beratung durch Deinen Büma, er bekommt da wohl satte Provision?


Nachdem ich mich jetzt für ein weiteres Jagdgewehr, eine Merkel Helix entschieden habe, stellt sich erneut die Frage nach der richtigen Optik.
In der engeren Wahl steht ein Meopta Meostar R1r 3-12x56 RD/RGD neu,von einem anderen Büma,oder ein gebrauchtes Zeiss Diavari T / VM 3-12x56 mit Leuchtabsehen.
Jetzt kommen wir langsam an des Pudels Kern, sprich Vernünftiges!

Da die optische Leistung bei gebrauchten Gläsern mit der Zeit nachlassen würde,
(Man muss nicht nur die Worte hören, man sollte sich dann auch was dazu denken) wäre eine Neuanschaffung laut dem anderen Büma die klügere Entscheidung. (bekommt bei Neuware auch Provision, bei gebrauchten Gläsern nicht!)

Auch eine neues Glas ist einen Tag nach dem Einschießen schon ein gebrauchtes Glas, na, erkennst Du die (Un-)Logik der Aussage?
Ein neues Hochleistungsglas von Zeiss oder Swarovski übersteigt mein Budget, deshalb rät der Büchsenmacher zum Meopta.
Wie sind eure Erfahrungen mit älteren Gläsern?
Sehr gut, meine Erstlingswaffe von 1979, Voere Titan II hat immer noch das erste Glas, Zeiss Diavari 2,5-12*52 mit SEM. Wird immer noch beim Nachtansitz von meiner Frau mit Erfolg geführt.
Mein Drilling hat ein mittlerweile 20 Jahre altes variables Glas von S&B, vergleichbar mit dem o.g. Diavari. Nutzbarkeit wie vor.
Das neue Zeiss (2 Jahre alt) auf meiner M 66 ist zwar von den optischen Leistungen besser, was nicht bedeutet, dass die alten Gläser im praktischen Gebrauch nicht mehr zu verwenden sind.


Viele Grüße
KJ
Tip: Lass Dir nicht einen vom Pferd erzählen.

WH
TicTac
 
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#8
Schau mal nach einem Schmidt und Bender Zenith 2,5-10x56 FD7. Absolutes top Glas, Absehen in der 1. Bildebene, toller Leuchtpunkt. Mechanisch absolut zuverlässig, optisch top und neu schon teilweise für 1200-1300€ zu bekommen. Nimm zum montieren aber auf keinen Fall eine Innomount Montage, die Macht auf der Helix nur Probleme (hatte selber 2 Innomount), liegt aber an der Schiene auf der Helix, nicht an der Montage. Kann ich nen Lied von singen.
 
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#9
Ich kann hierzu meine Erfahrung geben, vielleicht hilft das etwas.
Ich hatte anfangs mit einen mittelpreisigen ZFR geliebäugelt (Meopta, Steiner Ranger, Vixen, ...). Dies hatte ich einem Kollegen erzählt. Der hatte mir folgenden Vorschlag gemacht.
Er hatte damals noch ein Zeiss Diavari 3-12 x 56. Ein anderer Kollege hatte ein Vixen. Hatte beide Gläser ausgeliehen um zu vergleichen.
Meine Erfahrung war nun folgende.
Es kommt immer darauf an, was ich von einem ZFR erwarte. Da das ZFR hauptsächlich abends/nachts zur Sauenjagd eingesetzt werden sollte, habe ich die auch unter diesen Bedingungen getestet.
Bin nicht mehr der jüngste und meine Augen sicherlich nicht die besten.
Fand aber, dass das Zeiss im letzten Licht etwas deutlicher war vom Kontrast her.

Bin dann so verfahren, dass ich das teurere Zeiss genommen habe und dafür an der Waffe Abstriche machte.

Denke bei Tageslicht und "leichte" Dämmerung, spielt das keine so grosse Rolle, welches ZFR man nimmt. So lange es wiederholgenau ist, wenn man es mal abnimmt bzw die Vergösserung ändert.

Denke mit dem Zeiss machst du nix verkehrt.

Vielleicht hilft dir das etwas weiter.

Gruss und viel Erfolg
Carma
 
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#10
Kaps Zielfernrohr 2,5-10x 56 empfohlen und montiert.
Von der Marke nie was gehört; Billigprodukt?
Wenn man sich bei Produkten aus der Optikstadt Wetzlar und Umgebung nicht auskennt, heißt das noch lange nicht, dass es sich beim Kaps um ein Billigprodukt handeln würde.
Das Kaps ist sicherlich kein Premiumglas, aber ein gutes Gebrauchsglas und ich würde es den so hochgelobten aus Fernost vorziehen.
 
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#11
Fand aber, dass das Zeiss im letzten Licht etwas deutlicher war vom Kontrast her.
Das bedeutet aber nicht nur, dass du einfach 10 Minuten länger schießen kannst, sondern auch und vor allem, dass du jeden Monat in 4-5 Nächten raus kannst, in denen du mit Vixen und Co. daheim bleiben kannst.
 
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#12
Genau das bedeuted das. Deswegen ist es auch das Zeiss geworden. Nicht wegen 5-10 Minuten länger ansitzen

Das bedeutet aber nicht nur, dass du einfach 10 Minuten länger schießen kannst, sondern auch und vor allem, dass du jeden Monat in 4-5 Nächten raus kannst, in denen du mit Vixen und Co. daheim bleiben kannst.
 
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#13
habe auch das zeiss vm 3-12x56 mit dämmerungs-lp und s&b zenith in 2.5-10x56 und 3-12x50 mit fd-absehen. beide uneingeschränkt zu empfehlen. die swaro habicht sind auch gut, gibts auch mit leuchtabsehen. ich präferiere auch 1.be, ausser bei nem dj-zf, da ist mir ein feiner punkt wichtiger als die tpl-abweichung, zumal bei höchster vergrösserung eingeschossen wird und die verlagerung beim flüchtigen schuss auf kurze entfernungen eher weniger ins gewicht fällt als bei präzisen schüssen auf verhoffendes wild auf höhere entfernungen.
 
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