Zielfernrohre mit fester Vergrösserung

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#1
Liebe alle,
nachdem es ja verschiedene Vor- und Nachteile beim Absehen in der 1. oder 2. Bildebene gibt, kam mir die Überlegung: sofern ich eh meistens mit der grössten Vergrösserung schiesse, liesse sich das das Problem ja einfach lösen, indem das ZF nicht verstellbar ist.
Ein kurzer Kassensturz in der Sammlung: ja, ich habe diverse Büchsen mit einem nicht verstellbaren ZF.
Die kleinste ist 4x, dann ein 6x und ein 16x. Und das geht gut mit denen, keine Frage.
Was mir noch aufgefallen ist, die nicht verstellbaren ZF sind heller, als die verstellbaren.
Teilt jemand diese Beobachtung?
 
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#2
Ja, das ist so. Für Ansitz und Pirsch im Feld habe ich ein 7x50 auf meiner Büchse, würde ich wieder kaufen.
 
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#3
…., indem das ZF nicht verstellbar ist.
Hier schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Als bekennender Minimalist habe ich auch bereits derartige Überlegungen angestellt. Und für die meisten heimischen Jagdsituationen wäre ein 6x völlig ausreichend. Als Wiederlader schätze ich aber auch eine 10x, besser 12x, Vergrösserung für die Ladungsentwicklung auf dem Stand.

...
Was mir noch aufgefallen ist, die nicht verstellbaren ZF sind heller, als die verstellbaren.
Teilt jemand diese Beobachtung?
In Ermangelung geeigneter Testobjekte, kann ich dazu nichts sagen. Vor ca. 30-40 Jahren waren das mal die Argumente gegen variable Vergrösserungen.
Interessant wäre zu wissen, was Du womit aus welchen Baujahren verglichen hast.
 
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#4
Dank fester Vergrößerung gibt's auch kein Rätselraten über die gerade anliegende AP.

6x42 hat immer eine AP von 7mm und 8x56 ebenso, bessere Auflösung bietet das Gals mit der höheren Vergrößerung.
Nur haben sich die meisten Hersteller von festen Vergrößerungen verabschiedet. Vorallem bei den hochwertigen gibt's nur noch einen, soweit ich mich nicht täusche.
 
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#5
Der Eindruck, dass die Fixen heller seien als die Variablen, ist optisch nicht begründbar.

Es ist aber nicht so, dass die Fixen weniger Linsen benötigen würden und damit automatisch weniger Lichtverlust hätten. Sie haben meines Wissens beide gleich viele Linsen, bei den Variablen ist lediglich ein Linsen(paar) beweglich um das Zoomen zu ermöglichen.
Damit gibt es keinen Vorteil für fixe Gläser bezüglich Lichttransmissionsleistung.

Es ist aber so, dass bei Variablen die volle/maximale Leistung/Helligkeit üblicherweise nur bei einer bestimmten Vergrößerung ausgenutzt werden kann, man das Glas also auch so einstellen müsste.
Bei einem Fixen ist die maximale Helligkeit quasi voreingestellt. Je nach maximaler Pupillengröße variiert dass dann noch weiter.

Wenn die Fixen per se eine bessere Transmissionsleistung hätten, dann gäbe es Zeiss Victory HT und S&B Polar T96 garantiert auch in fixen Vergrößerungen um das letzte Quäntchen heraus zu quetschen.
 
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#6
Wenn die Fixen per se eine bessere Transmissionsleistung hätten, dann gäbe es Zeiss Victory HT und S&B Polar T96 garantiert auch in fixen Vergrößerungen.
Ist denn von den "Neujägern" hier überhaupt jemand der Meinung, dass man mit einer fixen Vergrößerung jagen kann? Wenn hier noch Reflexvisiere auf Gläser montiert werden und man am Besten 3 Gewehre mit zur Jagd schleppt, dann ist das geringe Angebot an fixen Gläsern wohl eher der Käufernachfrage geschuldet.
 
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#7
Im Praxisvergleich zwischen einem 30 Jahre alten Zeiss 8x56 und einem neuen Swaro "Super-duper x 56" wird man mit dem neuen Glas gefühlt wohl 5% mehr Strecke machen können....

basti
 
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#8
Wenn ich so die Jahre zurück blicke, war/ ist mein ZF beim Schuss meist irgendwo zwischen 5 und 8-Fach eingestellt. Bietet m.M. nahc dem Vorteil, dass mah das Wild auch wärend der Schußabgabe im ZF hat und so das Zeichnen besser mitbekommt. Allerdings sind auch meine Schußentfernungen eher kurz, selten über 120m. Höher nutze ich eingentlich nur zum Ansprechen, quasi als Spektiv- Ersatz und am Stand. Von daher würde es sicher ein Fixes 6*42 für 99% meiner Jagdsituationen ausreichen und bin auch die ersten 10 Jahre mit 1,5-6*42 gut über die Runden gekommen
 
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#9
Ist denn von den "Neujägern" hier überhaupt jemand der Meinung, dass man mit einer fixen Vergrößerung jagen kann?
Nun das Marketing hat funktioniert wer ein 1-4x Drückjagdglas kauft und ein 56er fürs dunkle und ein -24x für den Stand ist ja für die Wirtschaft viel lohnender wie der, der mit seinem 6x42er aus den 70ern noch immer Jagd. Mir hat beim jagen damit noch nie was gefehlt
 
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#10
Wäre die Rechtslage eine andere - man könnte mit einem 6x42 oder 7x50 besser leben als jetzt.
Ich hab mit Interesse jüngst die Threads zum PARD NV007 gelesen. Eine ideale Ergänzung für die fixen Gläser, die meist ja nicht die neuesten sind.
Noch hilft das aber den wenigsten Jägern.

Die Variablen sollen in erster Linie eine breitere Verwendungsmöglichkeit sicherstellen. Das tun sie auch und daher haben sie sich mehr oder weniger durchgesetzt.
Ich hab Kombinierte mit fixem und variablem Glas. Wenn klar ist, dass ich mit Schrotschuss (übers Glas) rechnen muss greife ich immer zur Waffe mit dem variablen Glas.
 
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#11
Auf meiner alten Krico hab ich ein festes 6 Fach und tagsüber nehm ich die gern mit raus. Fixe Vergrößerung ist zur Abwechslung erfrischend simpel finde ich
 
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#12
Ich habe, als ich "heller" schrieb den Eindruck eines 6x42 von S&B und ein Zeiss 1.5-6x42 im Hinterkopf gehabt. Erstes schien mir heller, ist allerdings auch schon über 20 Jahre alt (letzteres auch).
 
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#13
Liebe alle,
nachdem es ja verschiedene Vor- und Nachteile beim Absehen in der 1. oder 2. Bildebene gibt, kam mir die Überlegung: sofern ich eh meistens mit der grössten Vergrösserung schiesse, liesse sich das das Problem ja einfach lösen, indem das ZF nicht verstellbar ist.
Ein kurzer Kassensturz in der Sammlung: ja, ich habe diverse Büchsen mit einem nicht verstellbaren ZF.
Die kleinste ist 4x, dann ein 6x und ein 16x. Und das geht gut mit denen, keine Frage.
Was mir noch aufgefallen ist, die nicht verstellbaren ZF sind heller, als die verstellbaren.
Teilt jemand diese Beobachtung?

Ich nutze die Größenverstellung auch zum Entfernungschätzen, finde ich immer sehr praktisch
 
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#14
Die erste Optik auf der Büchse war ein 8x56 aspherical. das Glas verrichtet seinen Dienst nach wie vor, allerdings nur auf der "Ansitzwaffe".


CdB
 
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#15
Der Eindruck, dass die Fixen heller seien als die Variablen, ist optisch nicht begründbar.
Doch, weil die AP der Variablen konstruktionsbedingt meistens nicht der Vergrößerung in Zusammenhang mit dem Objektiv entspricht.
Ein festes 8x56 hat immer eine AP von 7 mm, Ein variables 56er hat nicht unbedingt eine 7mm AP bei 8facher Vergrößerung.
und wenn ich um eine 7mm AP die Vergrößerung von 8 auf 7 fach stellen muss leidet die Auflösung der Bildeindruck wird nicht besser.
Und bei 6 oder 8fach Zoom stimmt das immer weniger. Weswegen ein Polar oder HT nachts immer noch von Vorteil gegenüber einem Z8 oder V8 sind.
 
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