Zimbabwe 2014: Büffel für Kurzentschlossene

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#16
... und genau das ist der springende Punkt. Es muß ein Büffel, eine Katze usw. sein. Man muß den Schädel an der Wand haben, um sich subjektiv zum erlauchten Kreise zählen zu können und vor allem, um groß mitschwätzen zu können. Doch ist es das alles wert? Ist es nicht ein Verkommen, eine völlige Abkehr von dem, für was bisher Großwildjagd stand? Das Erlebnis, das Suchen nach "der" Trophäe, den Genuss der Abende am Fluß / Feuer etc. - nein, darum geht es nicht. Es geht um`s Geld.

Und was ist schon dabei, wenn in Tanzania eine Safari soundsoviel Tage a 1.200 USD Tagessatz kostet? Dann kann ich sie mir eben nicht leisten. Und trotzdem kann ich mich ehrlichen Herzens mit denen freuen, die dort sauber gejagt haben.

Es ist nicht`s anderes, als bei den verlogenen Marco Polo Jagden. Schafe in der Truhe, ein Kommen und Gehen. Der Trophäe, dem, was man unter Schafjagd verstehen sollte, nicht würdig. Der eine kann`s eben körperlich nicht mehr und das ist gut so. Muß ja auch nicht jeder Idiot auf den Everest, nur weil er Kohle aber keine Kondition hat.

Es geht darum, für möglichst wenig Geld mit den großen Pinkeln gehen zu wollen. So sehe ich das. Immer mehr.
Auslandsjagden werden leider immer teurer, auf der ganzen Welt. Das Angebot wird leider kleiner, die Nachfrage aber immer größer.
Ich versuche natürlich die Preise zu vergleichen, einige Euros einzusparen ist durchaus möglich. Dafür gibt es z. B. die Messe in Dortmund, immer ende Jannur. Hier kann man direkt mit Anbietern sprechen und dort auch gleich buchen.

Wenn man nicht nur auf heimische Wildarten jagen will, muss man ins Ausland. Teilweise sind es anstrengende Expeditionsjagden bei denen man sich seine Trophähen schwer verdienen muss.

Der Eine hat Lust und das erforderliche Kapital dafür der Andere eben nicht. Persönliche Entscheidung!

Ich kann zu meiner Afrika-Safari 2012 (10 Jagdtage) sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nicht so viel auf den Knien und auf den Brustwarzen gerutscht bin, wie in den 10 Tagen.
Die meisten Trophäenträger waren meinem PH zu jung oder die Trophäen zu schwach. Ein anderer hätte das vielleicht lockerer gesehen. Ich war begeistert von meinem PH und der Jagd.

Alle 8 Trophähen hängen in meinem Jagdzimmer an der Wand bzw. eine liegt auf dem Boden. Wenn ich sie anschaue, werde ich mich noch in vielen Jahren an die tolle Jagd, die nicht billig war, erinnern.

Ich hoffe, wir kommen 2015 wieder nach Afrika zur Büffeljagd und Plains Game-Jagd.
Der große Vorteil bei der Afrikajagd ist, man jagt am Tage!
An einem Tag glaubt man, man jagt im Zoo, am anderen Tag sieht man fast kein Stück Wild.

TH
 
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#17
... und genau das ist der springende Punkt. Es muß ein Büffel, eine Katze usw. sein. Man muß den Schädel an der Wand haben, um sich subjektiv zum erlauchten Kreise zählen zu können und vor allem, um groß mitschwätzen zu können. Doch ist es das alles wert? Ist es nicht ein Verkommen, eine völlige Abkehr von dem, für was bisher Großwildjagd stand? Das Erlebnis, das Suchen nach "der" Trophäe, den Genuss der Abende am Fluß / Feuer etc. - nein, darum geht es nicht. Es geht um`s Geld.

Und was ist schon dabei, wenn in Tanzania eine Safari soundsoviel Tage a 1.200 USD Tagessatz kostet? Dann kann ich sie mir eben nicht leisten. Und trotzdem kann ich mich ehrlichen Herzens mit denen freuen, die dort sauber gejagt haben.

Es ist nicht`s anderes, als bei den verlogenen Marco Polo Jagden. Schafe in der Truhe, ein Kommen und Gehen. Der Trophäe, dem, was man unter Schafjagd verstehen sollte, nicht würdig. Der eine kann`s eben körperlich nicht mehr und das ist gut so. Muß ja auch nicht jeder Idiot auf den Everest, nur weil er Kohle aber keine Kondition hat.

Es geht darum, für möglichst wenig Geld mit den großen Pinkeln gehen zu wollen. So sehe ich das. Immer mehr.
N'Abend Bora

der unterstrichene Teil Deines Beitrages verdient besonders viel Appplaus, finde ich.
Wenn's wenigstens nur ums Geld ginge.... aber eigentlich geht es um dieses saublöde Gefühl, was man den
destruktiven Neid nennt. Oder auch Missgunst.... Wenn ich schon nicht verhindern kann, dass ein Dritter einen starken Leoparden im Jagdzimmer stehen hat, dann m u s s ich unbedingt einen midestens ebenso starken dort stehen haben, sonst komme ich mir ja wie nichts vor....
Ein Zeichen - finde ich - nachdrücklich gestörten Selbstbewusstseins.
Natrlich haette ich auch gerne einen 42" Mbogo als headmount an der Wand, wahrscheinlich aber kann ich mir eine solche Jagd niemals leisten - aber ich kann mir nicht erklären, warum es Menschen gibt, die dann Missgünstig werden..... Und schon gar nicht, wenn sauber gejagt wurde.
Ich kann mich gut erinnern, dass vor vielen Jahren einer meiner Kollegen mir ins Gewissen redete, ich solle mir doch endlich maleinen anderen Wagen kaufen, als diesen alten Golf 4motion - wie das schon aussehe auf Dienstreisen, er habe sich ja jetzt auch einen Volvo gekauft, damit er besser "rüberkomme". Und den Kredit, den decke sein Gehalt locker ab....
Als ich antwortete, ich hätte niemals die Absicht, mich für einen Wagen zu verschulden, bekam ich zu hören:
"Na, dann stehst Du immer wie ein looser da!"
D a s ist ganz offenbar das Motto unserer Zeit: Mehr scheinen, als man je sein kann.......
A l l e n sauberen Jägern egal wie reich, ein fröhliches Waidmannsheil, tolle Erlebnisse, gleich, ob sie durch dicke, kapitale, oder dünne, mickrige, in Erinnerung bleiben.

Habe die Ehre
 
A

anonym

Guest
#18
... einer der besten Beiträge überhaupt :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

So `was von auf den Punkt getroffen. Genau darum geht`s vielen. Heute. Wahrscheinlich brauchen deshalb auch immer mehr fremde Hilfe, wenn das Erwachen kommt.
 
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#19
In der SVC kann man sicher einen guten Büffel erlegen aber mir wären 5 Tage zu kurz, da fehlt mir die Akklimatisation. Was mich hier im Forum schon wundert ist wie Foristi mit keiner eigenen Erfahrung mit Jagden solcher Art solche Angebote verteufeln, genauso wie Argali etc. Lasst doch jeden seine eigenen Erfahrungen machen, eure Meinung ( die offensichtlich oft vom Hörensagen kommt) muss doch nicht für andere gelten. Und nur weil man sich selbst vielleicht eine Jagd nicht leisten kann muss diese nicht schlecht sein.
 
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#20
Die Save ist ein sehr gutes Jagdgebiet in Zimbabwe.
Das Angebot ist wirklich gut, aber nicht außergewöhnlich.

Über die Jagddauer kann man mit dem Veranstalter (Mokore?) sicher sprechen und kann hier ein entsprechendes Agreement auch für 7 oder 10 Tagen finden. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Veranstalter seine Jagden für dieses Jahr noch an den Mann bringen will / muss.

Einige Blöcke in dieser Conservancy sind praktisch 2 Jahre nicht bejagt worden
auf Grund von Problemen mit den Lizenzen.

Neben Lemco ist die Save sicher das beste Jagdgebiet im Lowfeldt von Zimbabwe.

Die Wahrscheinlichkeit in 5 Tagen zum Ende der Jagdzeit dort einen ordentlichen Büffel zu erlegen, ist aus meiner Sicht relativ groß. Dass der nicht unbedingt 40 Inch oder mehr Auslage haben wird, ist allerdings klar. Es gibt in ganz Afrika relativ wenige Jagdgebiete, in denen in 5, 7 oder auch 10 Tagen wirklich gute Chancen bestehen, einen Büffel mit einer Auslage von über 40 Inch zu erlegen.
Das ist aber auch nicht wirklich ein Problem, solange man nicht auf die Zahl 40 in diesem Zusammenhang fixiert ist. Auch ein alter, reifer Büffel mit 36-39 Inch ist eine eindrucksvolle Trophäe, auf die der Erleger jederzeit stolz sein kann, wenn sie denn fair erjagt wurde.

Es gibt gerade zum Ende der Saison immer wieder "end-of-season"Angebote auf Büffel oder Tuskless in Zimbabwe, die deutlich unter den regulären Preisen liegen (die gerade beim Büffel in Zimbabwe aktuell am Steigen sind!). Man muss dann eben entsprechend flexibel sein, was Zeitpunkt, Gebiet und Veranstalter angeht.
So gibt es z.B. fast jedes Jahr auch günstige Angebote von Martin Pieters in seinen Omay-Jagdblocks am Kariba-See. Im Gegensatz zu der Save (oder Lemco) ist das dann eine wirkliche Wildnis-Jagd.

Gruß,
Andy
 
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#21
Auch Pro Safaris (Fam. Muller) bietet aktuell in Rifa günstige Büffel-Jagden bis Jahresende an.

Rifa grenzt an den Kariba-See und an den Zambezi.
Gilt als eine der besten Valley-Konzessionen, neben Sapi, Chewore und Dande.

PRO SAFARIS AFRICA; BULAWAYO; ZIMBABWE www.pro-saf.com

Gruß,
Andy
 
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A

anonym

Guest
#22
Auslandsjagden werden leider immer teurer, auf der ganzen Welt. Das Angebot wird leider kleiner, die Nachfrage aber immer größer.
Ich sehe das anders. Der Auslandsjäger hat heutzutage eine riesige Auswahl an Jagdreisezielen wie noch nie.Du bist heute für wirklich kleines Geld in 12 Std an fast jedem Ort auf dem Globus. Musstest Du für eine Ostafrikasafari von 80 Jahgen noch 4 Wochen Anreise und 4 Wochen Abreise einplanen - so steigst Du heute in Ffm in den Flieger und bist in wenigen Stunden vor Ort. Australien, Neuseeland - alles in 1-2 Tagen erreichbar.
Wo ich Dir recht gebe ist,dass heute die Nachfrage größer wird. Immer mehr zahlungkräftige Kunden suchen den Kick und den Leoparden für den Kaminsims. Dazu kommt, dass in DACH die Jagd leider immer weniger Freude macht und viele Leute statt Revier sich lieber ein paar sorgenfreie Jagdreisen leisten


Ich versuche natürlich die Preise zu vergleichen, einige Euros einzusparen ist durchaus möglich. Dafür gibt es z. B. die Messe in Dortmund, immer ende Jannur. Hier kann man direkt mit Anbietern sprechen und dort auch gleich buchen.
Auf den Messen kann man sich einen guten Überblick über die Person mit welcher man ggfls. zu jagen gedenkt F2F machen. Wirkliche Angebot findest Du da selten, höchsten einen kleinen Rabatt auf die normalen Preise.
Die Leute stehen ja auf den Messen um Geld zu verdienen und Kunden zu bekommen, nicht um günstige Angebote unter das Volk zu bringen.


Wenn man nicht nur auf heimische Wildarten jagen will, muss man ins Ausland. Teilweise sind es anstrengende Expeditionsjagden bei denen man sich seine Trophähen schwer verdienen muss.

Der Eine hat Lust und das erforderliche Kapital dafür der Andere eben nicht. Persönliche Entscheidung!

Ich kann zu meiner Afrika-Safari 2012 (10 Jagdtage) sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nicht so viel auf den Knien und auf den Brustwarzen gerutscht bin, wie in den 10 Tagen.
Die meisten Trophäenträger waren meinem PH zu jung oder die Trophäen zu schwach. Ein anderer hätte das vielleicht lockerer gesehen. Ich war begeistert von meinem PH und der Jagd.

Alle 8 Trophähen hängen in meinem Jagdzimmer an der Wand bzw. eine liegt auf dem Boden. Wenn ich sie anschaue, werde ich mich noch in vielen Jahren an die tolle Jagd, die nicht billig war, erinnern.

Ich hoffe, wir kommen 2015 wieder nach Afrika zur Büffeljagd und Plains Game-Jagd.
Der große Vorteil bei der Afrikajagd ist, man jagt am Tage!
An einem Tag glaubt man, man jagt im Zoo, am anderen Tag sieht man fast kein Stück Wild.

TH
es hat sich in den letzten Jahren schon viel geändert auf dem Jagdreisezirkus. Viele neuen Firmen kommen - einigen gehen.
 
A

anonym

Guest
#23
N'Abend Bora

der unterstrichene Teil Deines Beitrages verdient besonders viel Appplaus, finde ich.
Wenn's wenigstens nur ums Geld ginge.... aber eigentlich geht es um dieses saublöde Gefühl, was man den
destruktiven Neid nennt. Oder auch Missgunst.... Wenn ich schon nicht verhindern kann, dass ein Dritter einen starken Leoparden im Jagdzimmer stehen hat, dann m u s s ich unbedingt einen midestens ebenso starken dort stehen haben, sonst komme ich mir ja wie nichts vor....
Ein Zeichen - finde ich - nachdrücklich gestörten Selbstbewusstseins.
Natrlich haette ich auch gerne einen 42" Mbogo als headmount an der Wand, wahrscheinlich aber kann ich mir eine solche Jagd niemals leisten - aber ich kann mir nicht erklären, warum es Menschen gibt, die dann Missgünstig werden..... Und schon gar nicht, wenn sauber gejagt wurde.
Ich kann mich gut erinnern, dass vor vielen Jahren einer meiner Kollegen mir ins Gewissen redete, ich solle mir doch endlich maleinen anderen Wagen kaufen, als diesen alten Golf 4motion - wie das schon aussehe auf Dienstreisen, er habe sich ja jetzt auch einen Volvo gekauft, damit er besser "rüberkomme". Und den Kredit, den decke sein Gehalt locker ab....
Als ich antwortete, ich hätte niemals die Absicht, mich für einen Wagen zu verschulden, bekam ich zu hören:
"Na, dann stehst Du immer wie ein looser da!"
D a s ist ganz offenbar das Motto unserer Zeit: Mehr scheinen, als man je sein kann.......
A l l e n sauberen Jägern egal wie reich, ein fröhliches Waidmannsheil, tolle Erlebnisse, gleich, ob sie durch dicke, kapitale, oder dünne, mickrige, in Erinnerung bleiben.

Habe die Ehre
gut geschrieben.
Ein Bekannter von mir hat einen ganz netten Fuhrpark. G-Modell, SLR, den ein oder anderen Coupe und noch 1-2 Roadster für seine ( reizende ) Gattin und Tochter . Er schwärmt über die Technik aus Schwaben und lebt seine Leidenschaft voll aus. Er prahlt auch damit wie toll er ist und dass er sich all die ( ohne jeden Zweifel ) tollen Fahrzeuge leisten kann.
Mein "Fuhrpark" ist eher überschaubar bei weitem nicht so exclusiv wie seiner....
jedoch - das was bei mir in der Garage steht gehört auch mir. Das was bei ihm in der Halle steht gehört seiner Bank .

Hier wurde ja schon das ein oder andere Mal dazu geraten sich für eine gewünschte Jagdreise zu verschulden.....So etwas kann nur von Leuten gemacht werden welche den Bezug zur Realität verloren haben... man kann sich verschulden für ein Haus, eine Existenzgründung, familäre Notfälle usw. - aber doch nicht für Autos oder eine Jagdreise...
Nur damit man "dazugehört"- man lasst Euch Eier wachsen.

Eine ehrliche und faire und selbstbezahlte Jagd - egal ob erfolgreich oder nicht ist das beste was man machen kann. Ob die Trophäe jetzt groß oder klein ist - das ist zweitrangig. Wichtig ist, dass ich mich selbst im Spiegel ansehen kann.

Mir sagte mal ein Bekannter - Mensch, Dein Whitetail Hirsch hat aber keine große Trophäe ,da habe ich ihm gesagt, dass es der stärkste ist den ich an der Wand habe ( habe nämlich nur den einen ) und ich 2 Wochen lang hinter diesem einen Hirsch her war..
 
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#24
So sehe ich das auch, denn oft sind in einigen Gebieten der Erde selbst relativ geringe Trophäen mit hohem körperlichen Einsatz verbunden. Früher waren in manchen Gebieten Afrikas Kudubullen mit eineinhalb Windungen sehr begehrte Trophäen und mit Sicherheit erheblich schwieriger zu erjagen als manch ein 60" Bulle in Namibia an der Viehtränke.
 
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#25
@ ReinerW

Moin,

ganz Deiner Meinung, ich möchte aber grundsätzlich betonen, dass"Gatter" n i c h t g l e i c h "Gatter" ist.
Denn -überspitzt ausgedrückt - ist ja ein Kontinent, wenn er keine Landbrücke zu einem anderen hat - eine Art Gatter. So lange also keine genetische Verarmung zwangsläufig ist, k a n n Gatterjagd durchaus eine saubere Sache sein.
Alles eine Sache der Größe - nicht der des Autos, vielmehr der der Yacht.....:biggrin:

Habe die Ehre und
Waidmannsheil
 
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