Zur Info : Hessen hat die Jagdzeiten von Schalenwild vorverlegt !

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Ihr mit Eurem dämlichen Jagddruck Geschwätz. Die Rehe standen gestern wieder 30m vor mir auf der Wiese, die Kanzeltür hat wie verrückt gequietscht, sie hat’s überhaupt nicht gestört. Und wenn ne Sau fällt, dann flüchten sie halt mal ein paar Meter und gut ist. Ohne was zu Erlegen gibts auch keinen Druck.
 
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Ihr mit Eurem dämlichen Jagddruck Geschwätz. Die Rehe standen gestern wieder 30m vor mir auf der Wiese, die Kanzeltür hat wie verrückt gequietscht, sie hat’s überhaupt nicht gestört. Und wenn ne Sau fällt, dann flüchten sie halt mal ein paar Meter und gut ist. Ohne was zu Erlegen gibts auch keinen Druck.
Welch grenzenlose Weisheit😂
Ich kann den selben Effekt bei mir bei den Füchsen beobachten. Aufgrund der jahrelangen Vollschonung sind die schon fast so zahm, dass sie mir aus der Hand fressen.
 
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Jo genau. Im Januar kräftig auf weibl. Rehwild drücken und das Böckchen mangels Schonzeit nimmt man gerne auch aus Versehen mit.

Ich könnte gar nicht so viel fressen wie ich kotzen könnte.

Hier geht's doch gar nicht um den Wald. Hier gehts seitens des Ministeriums um den ideologischen Umbau der Jagd hin zur Schädlingsbekämpfung.
Die Forstpartie wird doch sowieso immer überflüssiger. Mittlerweile müssen Kommunen ihr Holz selbst vemarkten, Zwangsbeförsterung gibts schon lange nicht mehr.
Also kann man sich langsam eine Menge Personal sparen. Immerhin gehören dem Land nur 38% der Waldfläche. Dafür haben sie reichlich viel Personal, das dem Steuerzahler auf der Tasche liegt.
Und Jagdscheininhaber, die auch noch für die Bejagung bezahlen gibts auch jede Menge.

Konsequent wäre es die glorreiche Intervalljagd jetzt einen Monat zu verlängern. Aber pustekuchen 1 Monat mehr Jagd. Plötzlich ist dieses mehr an Jagddruck schxxegal.
Du immer mit deinen emotionsgeladenen Meldungen😉
 
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..... Wenn nichtmal eine quietschende Kanzeltür Stress verursacht, warum sollten das dann ein paar Spaziergänger tun?:LOL:
Weil Wild nun mal überwiegend von Menschen in Feld und Flur gestresst wird, die es NICHT umbringen wollen, das ist doch logisch. Außerdem wissen die Rehe, dass eine quietschende Kanzeltür nur für Sauen und Füchse gefährlich ist. ;)
 
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Habt Ihr das in Hessen gut, wir in Brandenburg müssen bis zum 16. April warten.

Wie in den vergangenen Jahren ist der "Wetterwandel" aber gut zu erkennen und die Bude ist schon wieder fast grün. Am 1. Mai beginnt bei mir schon wieder die Schonzeit und die geht bis September, dazwischen ist an effektive Jagd nicht zu denken und da überlasse ich die Natur den Müttern. Außer Sauenpirsch mit Technik bei Mond wird es keine Jagd geben (und auch das nur wegen ASP). Umso wichtiger wäre es, am 1. April beginnen zu dürfen, um wenigstens 3-4 Wochen gut jagen zu können und wenig Vegetation zu haben. Es ist die beste Zeit für Teenager-Doubletten und die Reviere sind noch nicht so fest.

Haben in unserem Betrieb 6 Jahre lang nach einem Versuch gejagt. 1.4.-31.5. + 1.9.-31.01., übrige Zeit absolute Jagdruhe. Das Ergebnis war super. Gutes Ansitz/Pirsch-Erlegung Verhältnis und top Geschlechterverhältnis. Viel Zeit für sonstige Revierarbeiten.

Ich versuche wirklich scharf zu jagen und meine Kulturen ohne Zaun hoch zu bekommen. Seit ich aber mit der WBK auf Sauen pirschen darf, weiß ich, welche "Massen" an Schalenwild noch immer auf meinen Flächen leben.

Zur Diskussion:
Es ist doch immer besser, wenn jeder kann, aber keiner muss. Und die Jagdzeiten sollten sich an wildbiologischen Grundsätzen orientieren. Dem Bock ist es doch völlig egal, ob er im April, im August oder im Dezember geschossen wird. Und geschmacklich habe ich da auch noch keinen Unterschied feststellen können.

Wer bei Rehwild ernsthaft im Jahr 2020 noch das Wort "Ausrottung" in den Mund nimmt, diskreditiert sich für jede weitere Diskussion.

Es geht bei der Jagdzeit-Verlängerung darum, dem Jäger die Möglichkeiten an die Hand zu geben, individuell für seinen Jagdbezirk entscheiden zu können. Ob vor Ort der Finger krumm gemacht wird, hat doch nichts mit längeren Jagdzeiten zu tun.
 
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Und deswegen machst du jetzt einen Monat mehr Druck?
Im Moment ist der frühere Start sinnvoll und willkommen, weil es im Rückblick meiner 41 Jägerjahre nicht ansatzweise so eine Situation wie heute gab.

Langfristig muss es sich bewähren, sonst könnte man z. B. auf den 16.04 zurückgehen und im Gegensatz zu Mauser03Michel bin ich durchaus dafür, Mitte Januar mit JEDER Jagd im Wald aufzuhören, weil es nach aktuellem wildbiologischen Wissen offenbar das Beste ist. Das toppt m. E. auch den Wunsch, den jagdlich sehr erfolgreichen Januar gern noch zu nutzen. Dann muss aber die gleiche Abschusshöhe auch durch besonders effiziente Jagdmethoden bis Mitte Januar geschafft werden.
 
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.....Wie in den vergangenen Jahren ist der "Wetterwandel" aber gut zu erkennen und die Bude ist schon wieder fast grün. Am 1. Mai beginnt bei mir schon wieder die Schonzeit und die geht bis September, .....
....Haben in unserem Betrieb 6 Jahre lang nach einem Versuch gejagt. 1.4.-31.5. + 1.9.-31.01., übrige Zeit absolute Jagdruhe. Das Ergebnis war super. Gutes Ansitz/Pirsch-Erlegung Verhältnis und top Geschlechterverhältnis. Viel Zeit für sonstige Revierarbeiten.....
(y)(y)
 
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Die Frage ist ja, wie die Rehwildjagd im Jahr 2020 überhaupt aussehen wird. Denn unsere Hauptabnehmer (Gastro), haben aktuell zu, Wildhandel nimmt auch nichts. An Private bekommt man noch einen Teil verkauft, aber auch die sind schon zurückhaltender geworden wenn man nachfragt.

Wir gehen aktuell davon aus, dass wir unsere Strecke im Mai deutlich zurückfahren müssen. Wohin verkauft denn der Staat aktuell seine Strecke?
 
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...Wohin verkauft denn der Staat aktuell seine Strecke?
"Der Staat" weiß ich nicht, aber wir haben einen Vertragspartner für Eigenvermarktung und einen Wildhändler, der auch noch etwas aufnimmt.

Wildfleisch ist ein geniales Nahrungsmittel für alle Fleischkonsumenten, das eigentlich reißenden Absatz finden müsste. Da stellt sich die Frage, woran es mangelt, dass es in der Praxis nicht so läuft. Ich kann einfach nicht glauben, dass niemand kreative Lösungen dafür findet, das mal zu ändern.
 
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....Nur weil die Rahmenjagdzeit verlängert wird, heißt das noch lange nicht, dass die effektive Jagdzeit auch verlängert wird....
Meines Erachtens geht nichts an einem wildbiologisch fundierten und jagdpraktisch erfolgreichen BEJAGUNGSKONZEPT vorbei. Je größer die Fläche dieser Bewirtschaftungseinheit ist, um so wirkungsvoller wird es sein.

Weitgehende rechtliche Freiheiten sind dafür sicher kein Nachteil und deshalb zu begrüßen. Es muss aber auch kommuniziert werden, welche Probleme und Fehler bei zu liberaler Anwendung drohen. Deshalb hielte ich es für eine klügere Strategie der Landesjagdverbände, statt immer nur den Blockierer abzugeben, unter teils haarsträubenden Erklärungen, lieber die Bereitschaft für eine zeitgemäße Bejagung zu signalisieren und dafür eben solch ein Bejagungskonzept selbst anzubieten und auch von (gut zu harmonisierender) staatlicher Regiejagd zu fordern. Das könnte z. B. alle bekannten wildbiologischen Erfordernisse berücksichtigen, wenn es zugleich auch Lösungen für gesteigerte Effizienz anbietet, denn das Gesamtergebnis darf nicht leiden. Leider dürfte genau das bei großen Teilen der Basis ganz schlecht ankommen. ;)
 
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