Zustand deutscher Wälder so schlimm wie seit 200 Jahren nicht mehr

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Diplomwaldschrat hat gesagt.:
oder 2: weniger Zäunen, den Wildbestand auf einem tragbaren Niveau halten oder auf ein solches absenken und den erhöhten Zuwachs konsequent abzuschöpfen.
Wie funktioniert das denn bei Rot, Damm........... Rehwild mit dem erhöhten Zuwachs???? Du kannst das sicher erklären:unsure:

Krigt Rotwild jetzt 2 oder 3 Kälber Rehwild 3(eher selten) oder 4 Kitze oder Kalben/setzen sie mehrfach im Jahr was will der Förster hier erzählen WIE geht das was er hier behauptet.
Vielleicht generell durch exponentielle Zunahme ?
Hat beim Schwarzwild ja auch "funktioniert".


Ich hinterfrage nur und warte auf Antworten die dann aber immer so wie Deine ausfallen. also völlig Substanzloses wirres Zeug:unsure:(y)
Ich glaube eher,das die Fähigkeit der Selbstreflexion bei Dir nicht vorhanden ist.
Jemand der nur ständig hinterfragt aber selbst keine Antworten liefern kann ist eher im Verschwörungslager zu verorten.
Du hast Dir ein Feindbild geschaffen ("der Förster") an dem Du Dich hier seitenlang "entlanghangelst" das in der Realität so nicht existiert.
 
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Ich habe schon öfters dem Forum angeboten, eine Exkursion in den Stadtwald zu führen. Gerne an einem arbeitnehmerfreundlichen Samstag. Und dann können wir annähernd 2000 Hektar mit Tanne naturverjüngte Fläche anschauen. Ohne Zaun. Bisher wollte sich das niemand aus dem Forum anschauen. Vielleicht, weil die Wahrheit hart sein kann.
Prinzipiell ein lobenswerter Ansatz. Leider etwas weit weg und wir haben solche Betriebe bzw. Bestände schon im Studium gesehen. Darüber hinaus ist die Tanne hier von untergeordneter Bedeutung (Unsere Tannen heißen Eiche, Elsbeer usw.). Aber das Bejagungsmodell (Eigenbewirtschaftung) wäre m.E. schon einen Ausflug wert, v.a. wenn man mit nem Bus voller Waldbesitzer und Bürgermeister (Gemeindewald) kommen kann.
 
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Evapotranspiration hieß das bei uns pauschal. Niederschlagsverluste vor dem Grundwasser.

Der Oberflächenabfluß dürfte über alles auf landwirtschaftlicher Flur höher sein als im Wald. Tiefere Durchwurzelung bedeutet auch bessere Durchlässigkeit der Bodenstruktur. Wenns net grad Fichten auf Pseudogley sind.
Es sind keine Niederschlagsverluste,

denn das Wasser geht nicht „verloren“, es bleibt in der „Luft“ und regnet andernorts ab.

Grundwasserneubildungsraten rechnen sich aus Niederschlagsmenge pro Flächeneinheit minus (Oberflächenabfluss plus Evapotranspiration).

Gruß,

Mbogo
 
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Du hast Dir ein Feindbild geschaffen ("der Förster")
Nee aber ich habe die Ursache für unser Problem erkannt.
Und bisher hab ich hier noch nix Substantielles zur Problem Beseitigung gehört außer wer müssen mehr schießen was in meinen Augen Schwachsinn ist und das Holzplantagen Problem nicht löst. Wie alle anderen Maßnahmen der letzten 200 Jahren von den selbsternannten Spezialisten für Waldbau auch nicht. Ich orientiere mich gerne an Resultaten und nicht an Lippenbekenntnissen und wenn ein Waldschutz TU Prof hier erklärt wir sind immer noch an dem selben Punkt wie vor 200 Jahren dann mach ich mir so meine Gedanken zu den Spezialisten die mit dem Problem betraut sind und dafür auch bezahlt werden.
 
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Ich habe schon öfters dem Forum angeboten, eine Exkursion in den Stadtwald zu führen. Gerne an einem arbeitnehmerfreundlichen Samstag. Und dann können wir annähernd 2000 Hektar mit Tanne naturverjüngte Fläche anschauen. Ohne Zaun. Bisher wollte sich das niemand aus dem Forum anschauen. Vielleicht, weil die Wahrheit hart sein kann.
Ich wäre sehr gerne dabei, habe aber auf die Schnelle mal bei Google-Maps geschaut und festgestellt, dass das 6 h einfache Fahrtstrecke bedeuten würde. Das erscheint mir dann doch sehr aufwendig.

Vielleicht gibt es ja einen der anwesenden Förster, der so etwas in NRW oder speziell auch in Nordhessen anbieten würde. Soweit es nicht die Drückjagd-Saison trifft würde ich mich da gerne anschließen.


grosso
 
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richtig carrying capacity
aber wie geht der vom Förster hier propagierte erhöhte Zuwachs???
Schau Dir mal die Streckenentwicklungen bei Rot und Rehwild an, wie die sich in den vergangenen Jahren nach entsprechenden Kalamitäten mit Einstand und Äsung entwickelt haben. Da kamen zeitversetzt IMMER Peaks nach oben.

Das ganze funktioniert so: Die Geißen setzen häufiger zwei statt einem Kitz, es gibt weniger natürliche Verluste. Zudem wird in 9 von 10 Fällen der tatsächliche Bestand zahlenmäßig (weit) unterschätzt (Ob fahrlässig oder vorsätzlich lass ich mal offen...)

Und ja, ich gehe davon aus, dass die wenigsten Reviere den jährlichen Zuwachs konsequent abschöpfen und die Rehwildpopulation in D seit Jahren NICHT durch die Jagd begrenzt wird, sondern durch die Biotopkapazität. Anders würden die kontinuierlich steigenden Streckenzahlen nicht zu realisieren sein.

@Dergerl: Ich glaube übrigens nicht, dass Du Sachen hinterfragst, um Deinen Horrizont zu erweitern. Das "Hinterfragen" bei Dir sieht eher nach Stänkern aus. Du willst doch andere Argumente gar nicht akzeptieren. Und alternative Lösungen bietest Du nicht an.
Du erinnerst mich in der Tat an die Taube auf dem Schachbrett...
 
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Nee aber ich habe die Ursache für unser Problem erkannt.
Und bisher hab ich hier noch nix Substantielles zur Problem Beseitigung gehört außer wer müssen mehr schießen was in meinen Augen Schwachsinn ist und das Holzplantagen Problem nicht löst. Wie alle anderen Maßnahmen der letzten 200 Jahren von den selbsternannten Spezialisten für Waldbau auch nicht. Ich orientiere mich gerne an Resultaten und nicht an Lippenbekenntnissen und wenn ein Waldschutz TU Prof hier erklärt wir sind immer noch an dem selben Punkt wie vor 200 Jahren dann mach ich mir so meine Gedanken zu den Spezialisten die mit dem Problem betraut sind und dafür auch bezahlt werden.
Wir sind deutlich weiter wie vor 200 Jahren, die Situation für den Wald ist nur ähnlich dramatisch - die Ursachen sind gänzlich andere. Wobei - vor 200 Jahren hatten die Waldbauern es auch mit "Jägern" zu tun, die sich für was besseres halten wie der liebe Herr Dergerl und sich einen Sch...dreck für die Probleme der Untertanen Waldbesitzer interessiert haben.

Du weißt doch alles, zumindest weißt Du alles besser. Dann präsentier uns doch mal Deinen Lösungsansatz und zeig uns das am besten gleich noch mit einer Exkursion in Dein Revier, damit wir Dir auch glauben können, dass das funktioniert. Ich versprech Dir, Dich dann auch für einen der jährlich ausgelobten Waldbaupreise vorzuschlagen.
 
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muß ich nicht Du wirst das gleich Wissenschaftlich erklären wie die zuwachs Steigerung am Beispiel Rehwild funktioniert.
Wir freuen uns auf Deine Ausführungen (y)(y)(y)
Perlen vor die Sau ... Selber anschauen macht klug. Sollte übrigens auch in jedem Jagdscheinkurs vermittelt worden sein.

Nee aber ich habe die Ursache für unser Problem erkannt.
Nein, hast Du nicht.

Und bisher hab ich hier noch nix Substantielles zur Problem Beseitigung gehört außer wer müssen mehr schießen was in meinen Augen Schwachsinn ist und das Holzplantagen Problem nicht löst.
Es löst (regional) das "Holzplantagenproblem" von Morgen.

wenn ein Waldschutz TU Prof hier erklärt wir sind immer noch an dem selben Punkt wie vor 200 Jahren dann
hast Du seine Ausführungen wirklich absolut nicht verstanden.
 
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Schau Dir mal die Streckenentwicklungen bei Rot und Rehwild an, wie die sich in den vergangenen Jahren nach entsprechenden Kalamitäten mit Einstand und Äsung entwickelt haben. Da kamen zeitversetzt IMMER Peaks nach oben.

Das ganze funktioniert so: Die Geißen setzen häufiger zwei statt einem Kitz, es gibt weniger natürliche Verluste. Zudem wird in 9 von 10 Fällen der tatsächliche Bestand zahlenmäßig (weit) unterschätzt (Ob fahrlässig oder vorsätzlich lass ich mal offen...)

Und ja, ich gehe davon aus, dass die wenigsten Reviere den jährlichen Zuwachs konsequent abschöpfen und die Rehwildpopulation in D seit Jahren NICHT durch die Jagd begrenzt wird, sondern durch die Biotopkapazität. Anders würden die kontinuierlich steigenden Streckenzahlen nicht zu realisieren sein.

@Dergerl: Ich glaube übrigens nicht, dass Du Sachen hinterfragst, um Deinen Horrizont zu erweitern. Das "Hinterfragen" bei Dir sieht eher nach Stänkern aus. Du willst doch andere Argumente gar nicht akzeptieren. Und alternative Lösungen bietest Du nicht an.
Du erinnerst mich in der Tat an die Taube auf dem Schachbrett...
Das mit den 1-2-3 Kitzen ist Blödsinn was du da erzählst die Ausreißer nach oben oder unten sind die Ausnahme Rehwild hat seit ewigen Zeiten immer den selben Zuwachs daran ändern der Lebensraum nix also Deckung und Äsung haben keine belegbaren Einfluss auf den Zuwachs.
Wir haben seit ewigen Zeiten bei der Jagd ein Problem und das ist wir schöpfen den Zuwachs nicht zu 100% ab da stehe ich auch zu hier mus was getan werden die Rehwildbestände sollten wieder unter 1 Mio. gebracht werden und wenn das nicht reicht kann man ihn weiter absenken mit Augenmaß und Verstand örtlich an die Situation angepasst.
Aber bei den Thema verhalten sich die Jäger genauso wie die Förster wenn das Thema Sauen im Wald auf den Tisch kommt.
So lange der Forst hier nicht gewillt ist auf die Jäger zu zugehen darf man umgekehrt auch nix erwarten.
Ich bin 54 Jahre und gehöre mit Sicherheit nicht zu den Wildtierzüchtern ich hab in meinem kleinen Revier die Bestände im griff ich bin voll Wildschadenersatzpflichtig und Zahle Jährlich 0,0€ weder im Feld noch im Wald selbst Douglasien sind vom Fichtenwald umgeben hoch gekommen ich habe zur Zeit größere Einschläge im Revier (Käferholz) weist das einzige was beim Gespräch mit dem Förster rauskam auf meine Frage was machen wir den jetzt.: Förster keine Ahnung was hier gemacht werden soll werden wir dann sehen dies Jahr erstmal nix wahrscheinlich Naturverjüngung.
:rolleyes::rolleyes::rolleyes: Naturverjüngung FICHTE:unsure::unsure::unsure: und dann kam am besten schon mal ausreichend Munition kaufen. Entschuldige aber wie soll ich so jemanden noch ernst nehmen.
Wenn ich da aber von Waldschutz- Profs lese die es Wissenschaft nennen wenn sie behaupten die Schal.W. Bestände währen n10- 20fach zu hoch tut mir ja leid aber wie soll man sowas ernst nehmen.
Das was der Mann da unter dem Deckmantel der Forstwissenschaft behauptet ist schlich eine Reduzierung von 90- 95% der Schalenwildbestände das heißt nix anderes als Ausrottung.
 
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Ivh bin in einem Revier groß geworden, da war ein Kitz die Regel. Hier in einem besseren Habitat mit weniger Sauen sind zwei die Regel, aber auch da gibt es auch einen Anteil mit Geißen mit nur einem Kitz.

Was Du hier von "Deinem" Förster behauptest, kann stimmen oder nicht - stimmig ist es in der allgemeinen Situation nicht. Die Förster die hier schreiben, würden Dir was anderes sagen. Also bitte verallgemeiner nicht.

Peifen gibt es überall, unter Förstern, unter Jägern und v.a. auch hier im Forum.
 
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