Zweijähriger Hund noch jagdlich ausbildbar?

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Das Problem liegt darin, dass eine Lautüberprüfung an lebendem Wild im Rahmen einer Brauchbarkeitsprüfung für mich bereits dann einen Verstoß gegen jagd- und tierschutzrechtliche Bestimmungen darstellt, wenn sie mit einem Hund durchgeführt wird, der mit einer Wahrscheinlichkeit >50% NICHT laut ist.
Des Weiteren halte ich es für einen sogar vorsätzlichen Verstoß gegen Jagd- und Tierschutzgesetz, Hunde einzusetzen, die absehbar dahingehend zusammenarbeiten, als dass sie gesundes Wild derart binden, dass es vom HF abgefangen werden muss.
Jetzt komme ich nicht mehr mit. Wir prüfen doch auch am Hasen oder Fuchs, und warum sollten HT zu über 50% keinen Laut haben, da sind in der Regel 50% Jagdterrier drin, die kaum Sorgen mit dem Laut haben. Da Laut dominant erblich ist, wäre das Risiko sicher kleiner 50%.
 
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habe bis jetzt nur um die 80 verschiedene HTs erlebt, von denen hat keiner die Klappe aufgemacht, ausser die Sau stand direkt vor dem Hund...
 
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habe bis jetzt nur um die 80 verschiedene HTs erlebt, von denen hat keiner die Klappe aufgemacht, ausser die Sau stand direkt vor dem Hund...
80 Stück ohne vernünftigen Laut. So viele gibt es hier weit und breit nicht. Hier führen die. Meuteführer wahlweise andere Terrier oder Kopov.
Ich kenne nur zwei. Ich hätte das von der Vererbungslehre so nicht eingeschätzt.
Um so wichtiger, dass die geprüft werden können.
 

z/7

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Wie willst du das machen?
Einfach. Der Führer muß auf der Anmeldung angeben, welchen Laut der Hund hat, sichtlaut, fährtenlaut, spurlaut. Als Führer weiß man, was der Hund drauf hat. Stöberprüfung vom Stand schnallen erfordert spurlaut, Stöberprüfung durchgehen sichtlaut. Kommt der entsprechende Laut nicht, ist der Hund durchgefallen. Fertig. Das wird sich jeder überlegen, ob er ne Prüfung antritt, bei der er vorher schon weiß, daß der Hund durchfallen wird.
 
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z/7

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Ich hätte das von der Vererbungslehre so nicht eingeschätzt
Der einzige einigermaßen durchgängig laute Terrier ist der DJT. Fox, PRT, westfale solala, der Rest ist stumm. Und selbst beim DJT beruht ein nicht geringer Teil des Lauts auf Erregung, da sind nicht umsonst auch immer mal waidlaute dabei.

Wenn man die dann mit ner stummen, wenig erregbaren und lange weder auf Trieb noch auf Nase selektierten Rasse wie dem Airedale paart und die Nachkommen nicht strikt auf Laut selektiert, ist der Spurlaut schneller weg als Du pffft sagst.
 
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Einfach. Der Führer muß auf der Anmeldung angeben, welchen Laut der Hund hat, sichtlaut, fährtenlaut, spurlaut. Als Führer weiß man, was der Hund drauf hat. Stöberprüfung vom Stand schnallen erfordert spurlaut, Stöberprüfung durchgehen sichtlaut. Kommt der entsprechende Laut nicht, ist der Hund durchgefallen. Fertig. Das wird sich jeder überlegen, ob er ne Prüfung antritt, bei der er vorher schon weiß, daß der Hund durchfallen wird.
Ist doch heute auch schon so, daß die Hunde auf der BP-Stöbern ohne entsprechenden Laut durchfallen. Durch deinen Vorschlag ändert sich nichts!
 
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habe bis jetzt nur um die 80 verschiedene HTs erlebt, von denen hat keiner die Klappe aufgemacht, ausser die Sau stand direkt vor dem Hund...

Das ist echt ne Leistung! Wie hast du es hinbekommen so viele HT's detailliert beim Jagen zu beobachten? Ich bin ja viel unterwegs in der DJ Saison aber mehr als 80 von den Gesellen ist ja echt ne Hausnummer. Siehst du nur HT's oder könntest du auch zu anderen Rassen eine vergleichbare Aussage zum Laut machen?
 
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Einfach. Der Führer muß auf der Anmeldung angeben, welchen Laut der Hund hat, sichtlaut, fährtenlaut, spurlaut. Als Führer weiß man, was der Hund drauf hat. Stöberprüfung vom Stand schnallen erfordert spurlaut, Stöberprüfung durchgehen sichtlaut. Kommt der entsprechende Laut nicht, ist der Hund durchgefallen. Fertig. Das wird sich jeder überlegen, ob er ne Prüfung antritt, bei der er vorher schon weiß, daß der Hund durchfallen wird.

😂😂🤣
 
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Wenn irgendwo 80 HT laufen, mache ich mir tatsächlich um das traditionelle System noch mehr Sorgen, als ohnehin schon.
Bei meinen DSt den ich mal hatte, waren zwischen ihm und seinen Eltern nicht so viele Hunde gefallen. Die hatten wenn ich mich dunkel erinnere alle eine 9400er Nummer.
 
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Wenn irgendwo 80 HT laufen, mache ich mir tatsächlich um das traditionelle System noch mehr Sorgen, als ohnehin schon.
Bei meinen DSt den ich mal hatte, waren zwischen ihm und seinen Eltern nicht so viele Hunde gefallen. Die hatten wenn ich mich dunkel erinnere alle eine 9400er Nummer.
Da musst du dir keine Sorgen machen. Wir haben letztes Jahr mal bei ein paar Flaschen Rioja die Wurfzahlen hochgerechnet. Der HT kann nach der damaligen Einschätzung dem DJT mit ca. 700 Welpen nicht mal annähernd das Wasser reichen.
Gruß mcmilan
 
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@H.PB: nichts ist leichter als den Laut wegzuzüchten - der Airedale ist zu fast 100% stumm, gepaart mit DJT ist der Laut sehr schnell futsch!
Man kann den Laut sehr schnell wegzüchten indes ist sehr schwierig, ihn wieder rein zu kriegen!
Vor 100 Jahren waren nahezu alle DK/DL spurlaut - und heute??
 
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@H.PB: nichts ist leichter als den Laut wegzuzüchten - der Airedale ist zu fast 100% stumm, gepaart mit DJT ist der Laut sehr schnell futsch!
Man kann den Laut sehr schnell wegzüchten indes ist sehr schwierig, ihn wieder rein zu kriegen!
Vor 100 Jahren waren nahezu alle DK/DL spurlaut - und heute??

Der Laut beim "Deutschen kurzhaarigen Vorstehhund" dürfte sich wohl bereits mit der nennenswerten Pointer-Einkreuzung zu Ende des vorletzten Jahrhunderts weitgehend erledigt haben...
 
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Sicherlich ist „meine“ Rasse nicht repräsentativ, da jeder neue Führer vor dem Erwerb eines Welpen an dem vereinsinternen Lehrgang teilnehmen muss!

Deshalb sind gerade diese neuen Führer recht gut vorbereitet, was die Kenntnis der PO anbelangt - da ärgere ich mich öfters über ältere Führer, die Neuerungen der PO nicht kennen und es nicht für nötig halten, sich darüber zu informieren!

Ich bin begeistert von dieser Vorgehensweise, aber auch skeptisch ob sich das auf andere Rassen übertragen lässt. Was bekommen denn die Anwärter im Vorbereitungskurs vermittelt?
Gruß mcmilan
 

z/7

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Ist doch heute auch schon so, daß die Hunde auf der BP-Stöbern ohne entsprechenden Laut durchfallen. Durch deinen Vorschlag ändert sich nichts!
Um so besser, wenn die auch heute schon gar nicht erst antreten. Es ging ja nur darum, die These des Buchdruckers zu widerlegen, daß Prüfungen mit absehbar stummen Hunden durchgeführt werden.
 
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