ZweijÀhriger Hund noch jagdlich ausbildbar?

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31 Aug 2009
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😆😆😆 Ganz offensichtlich kennst Du noch nicht einmal die elementaren Unterschiede in der Arbeitsweise der Hunde im Feld und im Wald...
Und stell dir vor, im Wasser haben sie noch eine andere Arbeitsweise, so flexibel sind Hund. Wichtig ist nur, daß sie erst einmal finden wollen! Wenn sie das wollen, dann ist die Anpassung der Suche und des Nasengebrauchs ein Klacks!
 
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In meinem Umfeld hat man recht gute Erfahrungen damit gemacht, Backen die in einem vertretbaren Radius um den HF arbeiten, miteinander zu verpaaren. Einen Fall hab ich mitverfolgt, da liegt jetzt der dritte Wurf und bis auf zwei Ausnahmen haben alle Welpen die Bereitschaft zu einer fĂŒr Bracken sehr engen FĂŒhrerbindung an den Tag gelegt. So zielgerichtet kann das leider kein Zuchtverband, da wĂŒrden zB die Standschnaller zurecht auf die Barrikaden gehen.
Gruß mcmilan

Da spielt die Art der Einarbeitung aus meiner Sicht eine weitaus grĂ¶ĂŸere Rolle, als die laienhaften Versuchspaarungen.
Du kannst meinethalben machen was Du möchtest, versuch es bitte nicht als sinnvolle ErgĂ€nzungen fĂŒr zĂŒchterische Belange darzustellen.

wipi
 
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25 Apr 2019
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... versuch es bitte nicht als sinnvolle ErgĂ€nzungen fĂŒr zĂŒchterische Belange darzustellen.

wipi

Hab ich das? Andererseits hat es, im Zweifel aus Zufall, mehrfach funktioniert und die HF erfreuen sich an den Hunden....Könnte man den ZĂŒchtern auch als Erfolg verbuchen.
Gruß mcmilan

P. S. Es ging nicht darum, dass sich Kurzjager einfach zĂŒchten ließen sondern um die Weitergabe "Charakterlicher" Eigenschaften als Voraussetzung fĂŒr eine bestimmte Arbeitsweise.
 
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Hab ich das? Andererseits hat es, im Zweifel aus Zufall, mehrfach funktioniert und die HF erfreuen sich an den Hunden....Könnte man den ZĂŒchtern auch als Erfolg verbuchen.
Gruß mcmilan
Du hast doch die erfolgreiche Umsetzung der Verpaarungen gepriesen.
Ich schreibe es aber viel eher den FĂŒhrern fĂŒr die entsprechende Einarbeitung zu Gute!

wipi
 

z/7

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10 Jul 2011
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Hab ich das? Andererseits hat es, im Zweifel aus Zufall, mehrfach funktioniert und die HF erfreuen sich an den Hunden....Könnte man den ZĂŒchtern auch als Erfolg verbuchen.

Was nicht sein darf das nicht sein kann. Was fĂŒr eine Rasse lieferte das Ausgangsmaterial?

Ich denke allerdings auch, daß kĂŒrzer zĂŒchten leichter geht als weiter.
 

z/7

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10 Jul 2011
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Du hast doch die erfolgreiche Umsetzung der Verpaarungen gepriesen.
Ich schreibe es aber viel eher den FĂŒhrern fĂŒr die entsprechende Einarbeitung zu Gute!

wipi
Er hat es nicht gepriesen, sondern als Beispiel dafĂŒr gebracht, daß man kurze und weite Hunde schlecht in einer Rasse bzw. Zuchtziel vereinen kann.
 
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25 Apr 2019
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Er hat es nicht gepriesen, sondern als Beispiel dafĂŒr gebracht, daß man kurze und weite Hunde schlecht in einer Rasse bzw. Zuchtziel vereinen kann.

So ist es. Daher habe ich ebenso VerstĂ€ndnis fĂŒr die Problematik der Zuchtvereine wie fĂŒr die Ausweichstaktik mancher HundefĂŒhrer. Diskussionen um das Zuchtziel gab's ja immer wieder, so auch beim DJT.
 
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Du hast doch die erfolgreiche Umsetzung der Verpaarungen gepriesen.
Ich schreibe es aber viel eher den FĂŒhrern fĂŒr die entsprechende Einarbeitung zu Gute!

wipi

Das ist der eigentliche Knackpunkt. Die Anlage-vs-Umwelt-Debatte ist ja immer noch nicht ausdiskutiert oder final bewiesen...
Ich hatte da vor etlichen Jahren eine recht interessante Diskussion mit einem langjĂ€hrigen ZĂŒchter und Verbandsrichter zum Thema "Stellenwert und Aussagekraft von AnlagenprĂŒfungen". Der hatte reichlich 60 Jahre Zuchterfahrung auf dem Buckel, war zu dem Zeitpunkt ĂŒber 90.
Der meinte nach dem dritten Bier: "Junge, jetzt sag ich dir mal was. Die Anlage wird ĂŒberbewertet. Sie gibt dir nur einen Anhaltspunkt darĂŒber, was der Hund unter UmstĂ€nden ohne BerĂŒcksichtigung eines FĂŒhrers kann - deswegen ist da die ganze Punkterei in AnlagenprĂŒfungen ein Humbug. Die Anlage muss nur da sein - der Rest wird durch die FĂŒhrung des Hundes entschieden."
 

z/7

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10 Jul 2011
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Die Anlage-vs-Umwelt-Debatte ist ja immer noch nicht ausdiskutiert oder final bewiesen...
Jein. Ein Hund ohne Nase und Spurwillen wird auf jeden Fall kurz jagen. Über frĂŒhe Erfolge kann ihn ein guter FĂŒhrer vllt motivieren, es etwas weiter zu versuchen, aber er wird trotzdem immer frĂŒher aufgeben als ein Hund mit besserer Nase und oder mehr Drang zur Spur, den jedes neue DuftmolekĂŒl schon euphorisiert. Das ist Anlage, das lĂ€ĂŸt sich auch ĂŒber standardisierte Einarbeitung und PrĂŒfung auf der Hasenspur ganz gut nachweisen.

Der Teil mit der Suche ist da schon sehr viel komplexer, denn hier muß der Hund erstmal ohne den Reiz frischer Beute vom FĂŒhrer sich lösen. Da kommt der Grad des Triebs mit ins Spiel, das Vertrauen in sich und den FĂŒhrer, was sehr viel auf Vorerfahrung beruht, aber auch eine Frage der SelbstĂ€ndigkeit ist, also eine Mischung aus Anlage und UmwelteinflĂŒssen. Und nicht zuletzt auch wieder die Nase, bei der Bracke die FĂ€higkeit, Ă€ltere Spuren auszuarbeiten, siehe Hasenspur, beim Vorsteher der Wille und die FĂ€higkeit, sich Wind zu holen.

Hier sind nun also die UmwelteinflĂŒsse sehr viel stĂ€rker beteiligt, das erschwert das Beurteilen im Rahmen einer AnlagenprĂŒfung. Ernsthaft als Anlage mĂŒĂŸte man nur noch den Grad der SelbstĂ€ndigkeit und des Triebs prĂŒfen, den Rest hat man mit der Hasenspur/der Feldsuche ja schon abgehakt. Das VertrauensverhĂ€ltnis zum FĂŒhrer ist keine Anlage, und das Selbstbewußtsein ist zwar zum Teil Anlage, aber auch sehr von der Erziehung geprĂ€gt. Wichtig fĂŒr die Entscheidung pro oder contra Zucht, aber in keiner PrĂŒfung faßbar.
 
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Das ist der eigentliche Knackpunkt. Die Anlage-vs-Umwelt-Debatte ist ja immer noch nicht ausdiskutiert oder final bewiesen...
Ich hatte da vor etlichen Jahren eine recht interessante Diskussion mit einem langjĂ€hrigen ZĂŒchter und Verbandsrichter zum Thema "Stellenwert und Aussagekraft von AnlagenprĂŒfungen". Der hatte reichlich 60 Jahre Zuchterfahrung auf dem Buckel, war zu dem Zeitpunkt ĂŒber 90.
Der meinte nach dem dritten Bier: "Junge, jetzt sag ich dir mal was. Die Anlage wird ĂŒberbewertet. Sie gibt dir nur einen Anhaltspunkt darĂŒber, was der Hund unter UmstĂ€nden ohne BerĂŒcksichtigung eines FĂŒhrers kann - deswegen ist da die ganze Punkterei in AnlagenprĂŒfungen ein Humbug. Die Anlage muss nur da sein - der Rest wird durch die FĂŒhrung des Hundes entschieden."
Das ist Humbug, die Punkterei in den AnlageprĂŒfungen dient auch nicht primĂ€r der Beurteilung des Hundes, sondern zusammen mit seinen Geschwistern und Halbgeschwistern der Beurteilung seiner Mutter oder seines Vaters als Nachkommenleistung. Erst wenn er selbst der Zuchtpopulation zugefĂŒhrt wird, dient sie auch noch seiner Beurteilung als Eigenleistung.
 
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15 Okt 2017
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Erst wenn er selbst der Zuchtpopulation zugefĂŒhrt wird, dient sie auch noch seiner Beurteilung als Eigenleistung.
Genau. Und der Alte war der Meinung, dass das dafĂŒr eben nicht als Bemessungsgrundlage dienen sollte, sondern die tatsĂ€chliche Leistung.
Wie gesagt, der war Behaviourist.
Ich hab das nur als Beispiel dafĂŒr eingebracht, dass es diese Sichtweise eben auch gibt.
 

z/7

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10 Jul 2011
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. Erst wenn er selbst der Zuchtpopulation zugefĂŒhrt wird, dient sie auch noch seiner Beurteilung als Eigenleistung.
Aber vorher wird anhand unter anderem dieser Leistungen der Zugang zur reproduzierenden Population zugelassen oder eben nicht.
 
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7 Jul 2020
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2.453
Aber vorher wird anhand unter anderem dieser Leistungen der Zugang zur reproduzierenden Population zugelassen oder eben nicht.
Wann wird er nicht zugelassen, wenn die Leistungen unterirdisch waren.
Mit Hunden einer Vorstehhunderasse, die nicht vorstehen, lassen sich keine Vorstehhunde zĂŒchten.
Man kann als KĂ€ufer auch die Überlegung haben, Hunde zu nehmen, die auf der Jugendsuche nicht so hoch in die Punkte gekommen sind. Spurwille und Passion ist, wenn man es hĂ€ndeln kann, was total tolles, aber nicht jeder ist Willens oder in der Lage dauernd eine Rakete zu bedienen. Golf fahren ist doch oft deutlich bequemer. Das ist meines Erachtens auch ein Grund fĂŒr die steigende Beliebtheit der Retrieverrassen.
Hier in der Region gibt es zwei Weimaraner-ZĂŒchter, der eine zĂŒchtet Spitzenhunde, der andere große, ruhige Trecker. Beide mit voller Absicht. FĂŒr beide gibt es Kunden.
 
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10 Jul 2011
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Eben. Aber alle Welt tut, als ob es der Untergang der Rasse wÀre, keine 10 Punkte zu bekommen.
 
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31 Aug 2009
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Eben. Aber alle Welt tut, als ob es der Untergang der Rasse wÀre, keine 10 Punkte zu bekommen.
Das Ding ist leider, daß die meisten der WelpenkĂ€ufer glauben, daß ein Welpe aus einer Verbindung mit hohen Punktzahlen, automatisch ein sehr guter Jagdhund wird. Da wird doch vor allen von HundeanfĂ€ngern nach nichts anderem als Punktezahl und Zwingernamen geschaut.
 
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