Zweithund soll kommen - Eure Erfahrungen

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#1
Hallo Forum,

bei uns soll im Mai der Zweithund dazu kommen.
Kurz zum Hintergrund:
Bisher haben wir eine Weimaraner Hündin (4 Jahre). Sie ist generell ziemlich verträglich, recht aufgeweckt, offen und spielt gerne, nicht sterilisiert.
Dazu soll nun ein Zwerg Rauhaardackel kommen. Der Züchter, welchen ich schon lange kenne, war mal mein Jagdherr und Vermieter, riet uns zu einer Hündin. Ergibt auch irgendwie Sinn. Allerdings habe ich jetzt auch recht viel gelesen dass zwei Hündinnen sehr kritisch sein können.
Dass es, egal in welcher Konstellation, keine Garantie gibt ist mir natürlich klar.

Daher wollte ich einmal um eure Erfahrungen bitten wie es bei euch mit dem Zweithund gelaufen ist. Auch gerne wenn es eigentlich Garnichts zu erzählen gibt weil es komplett unproblematisch war. Dann würde mich natürlich interessieren wie ihr es gehandhabt habt.

Mit bestem Gruß / Waidmannsheil
 
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#2
Wir haben meistens zwei Hunde, fast immer Rüden.
Die letzten 30 Jahre gab es damit keine Probleme.
Ein riesen Vorteil ist, dass der Junghund sich fast alles vom alten abschaut,
was zumindest den Grundgehorsam enorm vereinfacht. Allerdings weden auch Fehler
oder unarten übernommen.

Ich kann einen Zweithund nur empfehlen, hatte übrigens auch schon drei...
 
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#3
Schwer zu sagen.

Hatte schon zwei Hündinnen, da war eine dem mobbing zugetan, die andere nicht.

Andere Kombi, da hatte eine die Hosen an, ohne daß gemobbt wurde, nur sehr konsequente Ansage, welche Ressource wem gehört. Ohne großartige Kämpfe, reines Augenzwinkern zum Teil. Spannend zu beobachten.

Gerade ein gemischtes Pärchen, die gönnen sich auch nicht die Butter auf dem Brot. Es besteht ne Art Waffenruhe, aber ich hör schon häufig Säbelrasseln.

Ich achte zwar drauf, daß sich keiner zu kurz gekommen fühlen muß, aber vor allem achte ich darauf, daß ICH derjenige bin, mit dem man sich gut stellen muß. Was ich sage, ist Gesetz, da gibt es keine Diskussionen. Und wenn ich sage, daß der eine dies darf, und der andere das, dann ist das eben so. Schicksal. Shit happens.

Meine Erfahrung mit Hündinnen ist, daß da insbesondere die Ressource "Führer" als Ernährer eine sehr viel wichtigere Rolle spielt als bei Rüden. Rein biologisch. Dementsprechend Auseinandersetzungen um diese Ressource auch sehr viel essentieller sind. Umso mehr muß man als Führer darauf achten, daß keine den Eindruck gewinnt, sie hätte generell das Sagen. Könnte beim Dackel schwierig werden ;)
 
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#4
Wenn's schwierig wird, geht für den Teckel tödlich aus.
Du solltest auf jeden Fall die Möglichkeit haben, die beiden auch mal sicher getrennt halten zu können (Zwinger etc.) z. B. wenn sie allein sind.
Es kann immer mal Streit geben, grad unter Hündinnen. Besonders aufpassen sollte man in der Hitze, da sind die Damen oft zickig.
Auch Hunde, die jahrelang gut miteinander auskommen, bekommen mal Krach und das geht unter Weibern oft nicht schön aus. Grad, weil beide Hündinnen altersmäßig recht nah beieinander sind.
Füttern solltest Du von Anfang an getrennt. Das vermeidet schon mal viel Grund für Krach.

Wir haben derzeit 12 Hunde, davon einen Rüden.
D.h. ich weiß also von was ich rede.
 
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#5
Ich schließe mich hier mal an.

Ich werde in 4.5 Wochen Erstlingsführer eines GM-Rüden. Bis jetzt haben wir einen 3 Jahre Leonberger-Rüden als ersten Hund im Haushalt. Meine Frau ist ganztags zuhause und kümmert sich entsprechend um das nicht-jagdliche mit der nötigen Konsequenz.

Bin gespannt was hier noch an Tips auftaucht.
 
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#6
Meine Eltern hatten auch ab und an zwei Hunde. In der Regel Rüde/Hündin, aber auch schon Rüde/Rüde.
Probleme traten nur einmal in der Kombination Rüde/Rüde auf, als beide Hunde wegen Urlaub bei Bekannten untergebracht waren. Im Anschluß mussten sie sich von einem Rüden trennen, da es nicht mehr funktionierte.
 
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#7
Wenn der große nicht völlig gaga ist, erkennt er doch den Welpen und der genießt Schutz. Bestenfalls wird er ignoriert.
Das kann nur bei sehr alten Hunden ein Problem sein, aber zu der 4 jährigen einen Welpen, sollte funktionieren.
Die meisten Kollegen mit mehr als einem Hund führen Rüden.
 
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#8
Welpenschutz außerhalb des Rudels ist Mumpitz.

Die Probleme fangen meist an, wenn der Neuzugang erwachsen wird. Also Pubertät, wobei das ein gefestigter Althund erzieherisch in der Regel im Griff hat (was bei der Kombi Dackel - WK auch schon nicht unproblematisch sein kann), und dann mit 3 Jahren etwa, sobald echte Konkurrenz entsteht.
 
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#9
Welpenschutz außerhalb des Rudels ist Mumpitz.

Die Probleme fangen in der Regel an, wenn der Neuzugang erwachsen wird. Also Pubertät, und dann mit 3 Jahren etwa.
Dazu habe ich keine fundierte Meinung. Meine aber auch gelesen zu haben dass Welpenschutz nur innerhalb des eigenes Rudels (vielmehr der eigenen Familie) gilt.

Unsere Große, also der Weim, ist bisher noch nie "ausgerastet" oder war in irgendwelche ausufernden Beissereien verstrickt. Ich erinnere mich an eine Situation in welcher Sie mal einen anderen Hund gezwickt und verjagd hat als der zu nah kam. Sonst verträgt sie sich eigentlich mit allen Hunden, egal welche Größe, Form oder Farbe.

Was mir natürlich etwas gedanken macht ist die körperliche absolute Unterlegenheit des Teckels. Klar, wenn es da kracht kann das ganz schnell böse enden.

Wir werden mit unserer Großen auf jeden Fall nicht züchten, leider sind wir zwei mal durch die HZP gefallen. Theoretisch könnte man sie sterilisieren. Wie sieht es da aus, würde das etwas bringen. Wir wollten das eigentlich nicht tun so lange kein medizinischer Grund vorliegt.
 
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#10
Gerade instinktsichere Hündinnen dulden nicht immer ohne weiteres einen fremden Welpen.
Da sollte man immer ein Auge drauf haben.
Die Vergesellschaftung meiner mittlerweile drei Rüden verlief diesbezüglich unproblematisch.
 
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#11
Ich würde darauf achten, daß der Dackel von allen lernt, daß er es zu respektieren hat, wenn der andere Hunde seine Ruhe haben möchte. Feste Rückzugsorte für jeden Hund, die eingehalten werden. Müßte man einfach sehen, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden Hunden entwickelt.
 

Rotmilan

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#12
Dementsprechend Auseinandersetzungen um diese Ressource auch sehr viel essentieller sind.
(y) So als grobe Richtung: Rüden kämpfen, bis einer aufgibt. Hündinnen klären final.
war in irgendwelche ausuferneden Beissereien verstrickt
Wie du selber ausführst, ist der körperliche Unterschied zu groß. Da reicht ein ganz kurzes Schütteln. Das verhinderst du nicht, selbst wenn du daneben stehst.
 
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#14
Unsere Große, also der Weim, ist bisher noch nie "ausgerastet" oder war in irgendwelche ausuferneden Beissereien verstrickt. Ich erinnere mich an eine Situation in welcher Sie mal einen anderen Hund gezwickt und verjagd hat als der zu nah kam. Sonst verträgt sie sich eigentlich mit allen Hunden, egal welche Größe, Form oder Farbe.
Klassische Verteidigung der Ressource "Führer". Das hängt aber immer vom anderen Hund ab. Frag mich nicht, an was die das festmachen, daß der andere eine Bedrohung für das eigene Verhältnis zum Führer darstellt. Manche sind in der Beziehung kritischer als andere. Wenn Deine bisher nicht extrem aufgefallen ist in der Beziehung, würd ich mal ne positive Prognose wagen. Aber wie gesagt, Thema im Auge behalten.
 
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#15
Sterilisation macht Hündinnen nicht toleranter. Eher im Gegenteil. Also erstmal bleiben lassen.
Du meinst Kastration. Sterilisation hätte keinerlei Auswirkungen auf den Hormonhaushalt.

In Bezug auf andere Hündinnen würde ich das Gegenteil vermuten. Weniger Östrogene, weniger Bedarf an Beschützer und Ernährer?
 
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