Zweitwaffe zum "jagdlichen Schießen" und üben

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Ich habe heute während einer längeren Autofahrt einen Podcast namens "Jungjägerguide" gehört. Dort brach der Autor eine Lanze für das jagdliche Schießen als optimale Vorbereitung für verschiedenste Jagdsituationen. Er wies darauf hin, dass man ohne Probleme dafür auch seine Jagdwaffe nehmen könne, sofern man es einfach auf das Erwerben von Erfahrung anlege und nicht auf irgendwelche Platzierungen.

Dann sprach er aber auch davon, dass natürlich das Ganze auch eine Kostenfrage sei und man sich vermeintlich eher einen Gefallen mit einer günstigen DJV-Waffe in .222 oder .22 Hornet täte.

Nun finde ich den Gedanken reizvoll. Ich würde gerne mehr trainieren, auch verschiedene Anschlagarten etc. aber wenn ich von ein paar Hundert Schuss pro Jahr ausgehe, dann geht das mit Jagdmunition schon ins Geld. Meine Ruger 10/22, die ich noch im Schrank habe, wird da vermutlich kein brauchbares Gerät sein, oder?

Übt jemand von euch mit sowas? Was wäre eine Alternative, bei der die Munition möglichst günstig wäre?
 
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Wenns Dir ernst ist (mit mehr trainieren) könntest mit Wiederladen viel erreichen.
Beispielsweise eine Schießstand-Labo zusätzlich zur Jagdlabo basteln. Dann kannst immer mit einem Gewehr unterwegs sein und musst dafür nicht die teu(re)ren Jagdgeschosse nehmen.

Fox bietet sowas auch an, ihre günstigeren Scheibengeschosse sind identisch mit den Jagdgeschossen, nur eben ohne Bohrung.

Nur mal so, als Denkansatz.;)
Der Einstieg ins Wiederladen kostet Geld und Zeit (des Lernens). Sicher in der Anfangsphase genauso teuer wie eine weitere Büchse. Auf lange Sicht hast aber vielleicht mehr davon als "nur" von einer Trainingswaffe.
 
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Nun, die Idee stammt aus einer Zeit, als man diverse Patronen wesentlich günstiger bekommen konnte, als die Standard-308. Also im Grunde genommen von Biden in den USA :)

.22 Hornet, 222 oder 223 geben keinen wirklich entscheidenden Preisvorteil mehr, solange es um Fabrikmunition geht. Aktuell bei Frankonia auch 1€ pro Schuss für die Hornet, die .223 liegt im Bereich der .308. Beim Wiederladen sieht es bezüglich des Pulververbrauches anders aus, aber auch da sind die Komponenten teuer geworden.

Als "Denkansatz" - HA in .223 mit Wechselsystem in .22 für den häufigen Schießstandbesuch oder eben die besagte 10/22 für reines lfb. Wesentlich günstiger als Randfeuer geht es nicht.
 
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Wenn die Ruger schon im Schrank steht, solltest du die einfach nehmen und ausprobieren, ob sie für dich ein brauchbares Übungsgerät ist.

Was ist denn für ein Glas drauf?

Ich habe vor wenigen Wochen eine Tikka T1x in .22 lfB bestellt aus dem selben Grund und weil für mich aus Zeitgründen das Wiederladen aktuell keine Option ist. Da habe ich natürlich den Vorteil, dass Abzug, System und Schaft recht nah dran sind an den Tikka T3(x), die ich jagdlich führe.
 
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eine meiner Lebensweisheiten:

train as you figth

Sprich: mit der Ausrüstung, mit der du auch jagst, wird trainiert. eine günstige Vollmantel-Patrone tuts auf dem Stand, aber Abzugscharakteristik, Optik, Kleidung, Anschlagsarten, etc. mach ich nur mit der Jagdwaffe.
 
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Wenns Dir ernst ist (mit mehr trainieren) könntest mit Wiederladen viel erreichen.
Beispielsweise eine Schießstand-Labo zusätzlich zur Jagdlabo basteln. Dann kannst immer mit einem Gewehr unterwegs sein und musst dafür nicht die teu(re)ren Jagdgeschosse nehmen.

Fox bietet sowas auch an, ihre günstigeren Scheibengeschosse sind identisch mit den Jagdgeschossen, nur eben ohne Bohrung.

Nur mal so, als Denkansatz.;)
Der Einstieg ins Wiederladen kostet Geld und Zeit (des Lernens). Sicher in der Anfangsphase genauso teuer wie eine weitere Büchse. Auf lange Sicht hast aber vielleicht mehr davon als "nur" von einer Trainingswaffe.
Hatte ich auch schon überlegt. Aber wenn man das ordentlich machen will, geht da wieder dermaßen viel Geld in die Ausrüstung, dass man auch gleich wieder ein paar Jahre dafür die Munition kriegt.
 
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Nun, die Idee stammt aus einer Zeit, als man diverse Patronen wesentlich günstiger bekommen konnte, als die Standard-308. Also im Grunde genommen von Biden in den USA :)

.22 Hornet, 222 oder 223 geben keinen wirklich entscheidenden Preisvorteil mehr, solange es um Fabrikmunition geht. Aktuell bei Frankonia auch 1€ pro Schuss für die Hornet, die .223 liegt im Bereich der .308. Beim Wiederladen sieht es bezüglich des Pulververbrauches anders aus, aber auch da sind die Komponenten teuer geworden.

Als "Denkansatz" - HA in .223 mit Wechselsystem in .22 für den häufigen Schießstandbesuch oder eben die besagte 10/22 für reines lfb. Wesentlich günstiger als Randfeuer geht es nicht.
Das habe ich auch schon gesehen. Wobei 1€/Schuss für .22 Hornet im Vergleich zu 2,5-5€/Schuss für meine .308 ja schon ein ziemlicher unterschied wären. Bei 200-300 Schuss im Jahr hat man da die Kosten für die neue Büchse recht schnell wieder raus. Allerdings ist die Hornet bei uns für die Jagd verboten, das wäre dann eine reine Schießstand-Anschaffung.
Wobei der Autor von einer gebrauchten Keppeler DJV für 350€ sprach, was ich so bisher aus meinen Internet-Recherchen auch nicht bestätigen kann...
 
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Wenn die Ruger schon im Schrank steht, solltest du die einfach nehmen und ausprobieren, ob sie für dich ein brauchbares Übungsgerät ist.

Was ist denn für ein Glas drauf?

Ich habe vor wenigen Wochen eine Tikka T1x in .22 lfB bestellt aus dem selben Grund und weil für mich aus Zeitgründen das Wiederladen aktuell keine Option ist. Da habe ich natürlich den Vorteil, dass Abzug, System und Schaft recht nah dran sind an den Tikka T3(x), die ich jagdlich führe.
Glas ist eben nur nen super-billiges UTG. Aber evtl. wäre es sinnvoller, hier nochmal zu investieren und sich nen Hawke oder so für um die 300€ zu holen, statt eine komplette Wiederlader-Ausstattung oder ein anderes Gewehr.
 
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Wo lebst du denn? (Weil du von der verbotenen Hornet sprichst…)

Je nach Wohnort, kann eine .22 lfB auch andere Übungsmöglichkeiten erschließen, die nicht nur Geld sondern auch Zeit sparen, zum Beispiel bei der Anfahrt wenn man den örtlichen KK Stand nutzen darf.
 
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Das habe ich auch schon gesehen. Wobei 1€/Schuss für .22 Hornet im Vergleich zu 2,5-5€/Schuss für meine .308 ...

50er Schüttgutbox 308 von "Sellerie und Bleischrott" o.ä. mit Standart-teilmantelkugel liegt Mom je nach mengenrabatt um 60 bis 80 Euro,also ca 1,5 pro Patrone.

die Nehm ich für Schiesskino, Übung und auf die Jagd gleichermaßen.
 
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Mal ein wilder Gedanke: 9x19 und 7,62x39 dürften auch eher günstig sein, verfügbare Langwaffen allerdings eher selten?
 
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Ich nutze unter nahezu identischen ballistischen Bedingungen mit Masse drei Waffen. .22PPC, 308Win und seit kurzem .376Steyr. Alle fliegen in den von mir verwendeten Laborierungen mit einer V0 von ca 930m/s was auf den laufenden Keiler und im Schießkino identische Vorhaltewerte beinhaltet. Die Kipplaufbüchse in 7x57R fällt da etwas aus der Reihe genauso wie der Drilling in 8x57IR aber die nutze ich nur statisch. Da ich Wiederlader bin kann ich die Laborierungen auch entsprechend anpassen. Egal mit was; der Besuch am Schießstand macht immer Spaß und ist bezahlbar.
 

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