Selbst Strom billiger produzieren?

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#1
Kennt sich jemand von Euch mit so etwas aus?

Das man mit einem Generator und Diesel, Benzin o.ä. selbst Strom erzeugen kann ist klar.

Aber - kann sich das auch irgendwie rechnen also billiger als Strom aus der Steckdose sein?
 
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#2
Ja, wenn Du Treibstoff für Deinen Generator findest, den noch niemand verloren hat:lol:

Horrido
 
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#4
Für Notstromer benötigt man die Verlängerungsschnur mit Stecker auf beiden Seiten. :lol: Vorm Elektriker und Stromableser der alten Schule aber bitte verstecken.


Horrido

Vogtlaender
 
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#5
Dieselgenerator stationär betrieben und mit Heizöl befeuert.

Am Besten mitten in Sschuduttgrad. :biggrin:

**** for Feinstaub !
 
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#6
Das ist technisch kein Problem, vor etwa 25 Jahren hatten wir auf einem Aussiedlerhof einen alten 50PS VW Diesel (1500cm³) an einen Generator gebaut Max 25kw, der Besitzer betrieb damit eine KFZ Werkstatt und mit der Abwärme heizte er 3 große Wohnungen.
Der Motor wurde mit Heizöl gestartet und wenn eine gewisse Temperatur erreicht war, mit einem vorgewärmten gemisch aus ca. 80% Altöl und 20% Heizöl betrieben, bei einer durschnitlichen Abnahme von 15KW wurden etwa 1,5L bis 2L öl in der Stunde verbrannt, die Anlage lief etwa 12 Jahre ohne große Probleme, dann kam Vater Staat und seine Schergen mit Umweltauflagen und Abgasgutachten u.s.w. und er gab die Sache auf.
Ahnliche Anlagen gibt es aber mit Gutachten zu kaufen, nennt sich Blockheizkraftwerk, häufig mit Sterlingmotor (Googeln)
 
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#8
Wenn man den alten Diesel dann noch mit Rapsöl betreibt, kann man auch noch n gutes Gewissen dabei haben!
 
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#9
Die Strom-Selbstversorger werden immer weniger und sind inzwischen schon fast ganz ausgestorben.Im Waldviertel hat es seinerzeit einen Anwendungsfall gegeben, wo in einem Steinbruch das Düsentriebwerk von einem tschechischen MI-Hubschrauber mit einem Generator gekoppelt war.
Auch der Flugplatz LOGF hatte lange ein eigenes Stromaggregat. Das Anwerfen des Aggregats vor Aufnahme des Flugbetriebs war jedes Mal ein kollektives Erlebnis.
Aber diese Einzelfälle sind Vergangenheit. Wer sich an das Netz anschließen kann, tut das auch.

In industriellen Dimensionen verfügen einzelne Betriebe über eine Gasturbine als Notstromaggregat. Bei einem günstigen Verhältnis von Erdgaspreis zu Strompreis lassen die den Generator schon mal durchlaufen.
Im Betrieb beobachten wir das, die Neuanschaffung einer Gasturbine hat aber die geforderte Rentabilität von 2,5 Jahren noch nie geschafft.
 
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#10
Das Zauberwort heißt: BHKW (=BlockHEIZkraftwerk)

Das ganze macht i.d.R. nur dann Sinn und ist rentabel, wenn die entstehende Abwärme zum Großteil genutzt werden kann.

Ich betreibe zwei kleinere Anlagen permanent an unterschiedlichen Standorten und es rechnet sich (knapp).

Für mehr und fundierte Infos würde ich Dich mal an
https://bhkw-forum.de/?page=Portal
verweisen. Hier kannst Du Dich ein wenig in die Thematik einlesen und Dir einen groben Überblick verschaffen.

Ach ja, bevor ich es vergesse:
Als ich 2010 damit anfing, war es rechtlich relativ unproblematisch - mittlerweile wäre ein Jurastudium mit Fachrichtung Energie fast Grundvorraussetzung... :evil:
 
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#11
Das Zauberwort heißt: BHKW (=BlockHEIZkraftwerk)

Das ganze macht i.d.R. nur dann Sinn und ist rentabel, wenn die entstehende Abwärme zum Großteil genutzt werden kann.

Ich betreibe zwei kleinere Anlagen permanent an unterschiedlichen Standorten und es rechnet sich (knapp).

Für mehr und fundierte Infos würde ich Dich mal an
https://bhkw-forum.de/?page=Portal
verweisen. Hier kannst Du Dich ein wenig in die Thematik einlesen und Dir einen groben Überblick verschaffen.

Ach ja, bevor ich es vergesse:
Als ich 2010 damit anfing, war es rechtlich relativ unproblematisch - mittlerweile wäre ein Jurastudium mit Fachrichtung Energie fast Grundvorraussetzung... :evil:
Den letzten Abschnitt kann ich so nicht unterschreiben. <1MW ist das recht unproblematisch, auch mit der KWK Zulage, liegt aber an der Obergrenze der Leistung bei gut 750.000€ ohne Montage und Einbindung.
nen 2MW Modul liegt dann bei rund 1.000.000€ ohne Montage und Einbindung. Muss für die KWK Zulage allerdings am Ausschreibungsverfahren teilnehmen und der Zuschlagswert wird nur für 3000 h/a gezahlt. Bhkw's rechnen sich nur Wärmegeführt und dann halt für die Grundlastabdeckung um eine möglichst lange Jahreslaufzeit zu erreichen. Für Wohnhäuser gibt es dann noch Micro BHKW wie z. B. den Dachs, den es ab ca. 20.000€ gibt.

In Östreich gibt einen Peletofenhersteller, der Kombiniert seine öfen für Rund 15.000€ mit nem 600W Stirlingmotor nem Batteriespeicher und ner PV Anlage. Beim Testhaus liefen z. b. rund 700€ (Wenn ich das noch richtig im Kopf habe) Energiekosten (Strom, Heizen, WW) auf. Jedoch gibt es derzeit dafür keine KWK Zulage, da Anlagen in der Größe vom Gesetz nicht berücksichtigt werden.

Also möglich prinzipiell ja, es kommt halt drauf an was du damit Versorgen willst. Nen 5 KWel BHKW macht bei 6000 h/a ja nunmal auch 30.000 kwh/a.

Wenn du willst können wir uns auch gerne per PN zu deinem Vorhaben austauschen.

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#12
Hallo,
also ich hab die Variante zur eigenen Stromerzeugung mit einer Photovoltaik Anlage kombiniert mit einem Batterie Speicher gewählt. Die Anlage hat 15 kVa und hat meine Strom Kosten fast auf Null reduziert , da sich Netzbezugskosten und Ertrag der Netzeinspeisung aufwiegen. Die Speicheranlage bekommt man vom Staat gefördert , damals waren es dreißig Prozent, für Photovoltaik soll es jetzt auch Förderung geben , aber das weiß ich nicht genau , .... das ändert sich ja auch ständig....., Ich hab dann auch noch die Heizung dem entsprechend angepasst , aber das ist ein anderes Thema.....
ho 61
 
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#14
Ohne Förderung rechnet sich eine PV Anlage eigentlich nicht.
Auch bei Kraft-Wärme-Kopplung wird es für den Einzelnen eng.
Heizöl in modernen Dieselmotoren kannst du auch vergessen . Der Hersteller lehnt dann bei Verwendung die Garantie ab. Die Qualität davon Ist mittlerweile oft übel.
 
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#15
Aber es wird doch gefördert. Wo ist das Problem.
Wichtig bei der Rechnerei ist halt, nichts zu vergessen und auch mal auszurechnen bis zu welchen Brennstoffkosten es sich rechnet. denn die entwicklung der Kosten ist die große unbekannte. ie Förderung ist bei Großen BHKW für 30.000 Stunden fix und max 3000 h/a die kleinen werden 60.000 Stunden und max 10 Jahre gefördert. Also muss man das BHKW schon passend auslegen für seine Wärmesenke und Eigenstrombedarf für optimale Laufzeiten. Strom an Mieter zu verkaufen, sollte man sich überlegen, das ist nicht ganz ohne Fallstricke da man plötzlich als Energieversorgungsunternehmen und Messstellenbetreiber gilt. Pv oder KWK spielt da keine Rolle. Hier gibt es aber Firmen, die für sowas als dienstleistung Pakete anbieten um gier rechtlich nicht auf die Schnauze zz fallen, weil man durch die Vorschriften nicht durchsteigt. Ansonsten einfach lassen und den Strom, den man nicht selbst verbraucht einspeisen.

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