Welpe an Jagdbetrieb gewöhnen

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Immer mitnehmen, wenn es geht?


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#1
Ich habe einen 14 Wochen alten Standardteckel zuhause. Es ist mein erster Hund und ich bin extrem bemüht darum, ihn auszulasten und zu fordern. Ich studiere und arbeite Halbzeit von zuhause aus. An den übrigen Tagen hütet meine Freundin ihn. Leider ist das Revier, in dem ich jage 4-5h Stunden Fahrt entfernt. Spontane Ausflüge dahin sind also quasi unmöglich. Deshalb möchte ich den Hund zu jeder Gelegenheit mitnehmen Jagdluft zu schnuppern. In drei Wochen findet eine Drückjagd bei uns statt, wo ich ihn gerne auf den Stand mitnehmen möchte. Er soll natürlich nichts machen, sondern einfach nur Atmosphäre wahrnehmen und sich eingewöhnen, vielleicht mal einen Schuss hören.
Ein paar Wochen später gehe ich als Treiber auf einer anderen Jagd durch. Da wollte ich ihn auch mitnehmen (eng angeleint versteht sich - ggf. im Rucksack, wenn er nicht mehr kann) damit er einfach so viel Jagd wie möglich mitkriegt.

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Was haltet ihr davon?
 
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#2
Umso mehr Eindrücke der Welpe sammeln kann, umso ruhiger nimmt er sowas als ausgewachsener Hund hin. Egal ob Ortswechsel, andere Menschen/Tiere/Lärm....

Umso mehr er sieht, hört, riecht, umso besser ists für ihn und auch seine sozialisation(wenns um andere Menschen und Hunde/Tiere geht).
(y)
 
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#4
Hmm, wenn der (übr. sehr schöner!) Teckel erst 14 Wochen ist, sei bitte behutsam!
Das ist nicht die Altersphase, in der man einen Welpen schon mit zum großen Jagdzirkus nimmt.
1. Du als Schütze und er dabei - ist schon mal blöd, wenn er noch nicht schußfest ist. Das trainiert man peu a peu allein und mit Abstand und vom kleinen auf den großen Knall. Schließlich willst Du zu Schuß kommen und der Kleine kriegt dann einen Schock. Welpe daher in Box im Auto lassen.

2. Und Du als Treiber - auch dabei hat der Hund, da er längst noch nicht soweit ist, nix verloren. Er hindert dich an der Leine, wird körperlich überfordert und hat auch nichts davon. Drückjagden sind keine Junghund-Ausbildungsstätten.

In dem Alter macht man erste Übungen mit Jagdbezug allein mit dem Kleinen. Klar, das Revier müßte nat. näher sei, soweit entfernt ist absolut suboptimal !
Sprich einen nahen Pächter an, ob Du auf einer Wiese usw mal was mit ihm üben kannst. (Spur, Schleppe, Gehorsam), falls Du keinen Garten hast ! Ansonsten Mitnahme bei der Einzeljagd selbstverständlich. Bemüh Dich, eine bescheidene jagdliche Ausgeh-Möglichkeit in der Nähe zu finden ! Sowas sollte man haben, wenn man einen Jagdhund anschafft und ausbilden will...

Dieses "Jagd-Mit-Kriegen" auf großen Jagden ist nicht sinnvoll, solange der Hund noch gar nicht weiß, was Jagd überhaupt ist.

Hast Du Futterschleppen gemacht, Reizangel, Wilddecken und Läufe etc für erste Übungen ?
 
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#5
Hmm, wenn der (übr. sehr schöner!) Teckel erst 14 Wochen ist, sei bitte behutsam!
Das ist nicht die Altersphase, in der man einen Welpen schon mit zum großen Jagdzirkus nimmt.
1. Du als Schütze und er dabei - ist schon mal blöd, wenn er noch nicht schußfest ist. Das trainiert man peu a peu allein und mit Abstand und vom kleinen auf den großen Knall. Schließlich willst Du zu Schuß kommen und der Kleine kriegt dann einen Schock. Welpe daher in Box im Auto lassen.

2. Und Du als Treiber - auch dabei hat der Hund, da er längst noch nicht soweit ist, nix verloren. Er hindert dich an der Leine, wird körperlich überfordert und hat auch nichts davon. Drückjagden sind keine Junghund-Ausbildungsstätten.

In dem Alter macht man erste Übungen mit Jagdbezug allein mit dem Kleinen. Klar, das Revier müßte nat. näher sei.
Sprich einen nahen Pächter an, ob Du auf einer Wiese usw mal was mit ihm üben kannst. (Spur, Schleppe, Gehorsam), falls Du keinen Garten hast ! Ansonsten Mitnahme bei der Einzeljagd selbstverständlich.

Dieses "agd-Mit-Kriegen" auf großen Jagden ist nicht sinnvoll, solange der Hund noch gar nicht weiß, was Jagd überhaupt ist.

Hast Du Futterschleppen gemacht, Reizangel, Wilddecken und Läufe etc für erste Übungen ?
Danke, ja er ist ein echtes Model.

Es ist wie du sagst: Das Revier müsste näher sein - ist es aber nicht. Das Suchen nach Möglichkeiten ihn mal im Revier anderer Jäger in der Nähe mitzunehmen ist eine gute Idee. Ich bemühe mich darum.

Ich habe ihn mal einem Hirschlauf hinterherpräschen lassen... Ich habe das Gefühl, dass er eigentlich schon ziemlich viel Jagd auf der Festplatte hat.

Ich habe natürlich den großen Wunsch, ihn so schnell wie möglich bei mir auf dem Stand zu haben, damit er meine Freude an der Sache auch mitbekommt. Aber wahrscheinlich ist er erstmal wirklich besser in der Box aufgehoben.
 
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#6
Du kannst Dich auch an den Hegering in Deiner Nähe wenden. Die haben ja öfters mal Hundeobleute die ziemlich engagiert sind und Dir helfen werden.

Was ist mit dem Daggl-Verein in Deiner Nähe?
 
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#7
Wir hatten immer mal im Spaß kleine Ballons knallen lassen. Ansonsten hatten wir glaube ich mir einem 3/4 Jahr die Flinte dabei. Das aber auch alles sehr spielerisch.

Unsere Kreisjagdgruppe hat einen Hundeobmann, der kann dir sagen wo Welpenkurse der Kreisgruppe angeboten werden. Hatte bei uns super funktioniert. Allerdings wohne ich am Revier und so kennt der Dackel das auch alles spielerisch.

Am Anfang hatte ich aber super viel Gehorsam- und Abrufbereit geübt. Mit Fleischwurst. :) Doppelpfiff und dann gibts was. Ist gerade beim Teckel wichtig.
 
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#8
Man kann einem drei Monate!!!! alten Dackelwelpen ohne großes Gedös erstmal bei jedem stinknormalen Spaziergang in der Feldflur oder dem nächstgelegenen Wald alles mögliche beibringen, ihn seine Nase ausprobieren lassen, ohne ein Faß aufzumachen und irgendwelche fremden Pächter hektisch werden zu lassen.
Man muss halt einfach rausgehen und dem Hund so viel wie möglich Abwechslung in Feld, Wald und Flur anbieten. Das ist das altersgemäß wichtige und richtige jetzt.
 
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#9
Die beste Möglichkeit ist eine Ortsgruppe des DTKs, welche jagdlich aktiv ist. Da wird sich mit Sicherheit die eine odere Möglichkeit bieten.
 
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#10
@GkTeckel:
Du fasst das ja nicht als Kritik an der Lebensführung auf. Hier Ratschläge sich zu holen, ist völlig ok...
An einen Dj-Stand gehört ein Hund erst, wenn er Standruhe hat und wenn er jagt. Und das ist Teil einer kompletten Ausbildung; wie gesagt, dafür und schon für erste Vorübungen braucht man Gelände und Revier.

Natürlich hat solch feiner KH-Dackel jagdliche Anlagen auf der "Festplatte", es ist aber an Dir, diese zu wecken, und zu formen !

Hinter etwas geworfenen Haarigem rennt jeder junge Hund hinterher.

Den Hirschlauf aber z.B. in den Fährtenschuh oder von mir aus an einen Stock zu spannen, einen kleine Kunstfährte zu treten und den Hund darauf zu motivieren, diese auszuarbeiten, erfordert etwas mehr vom Hund und auch von Dir !
Sammel jetzt alles, was Du von Jagdbeute verschiedenster Art bekommen kannst, hoffe, Du hast eine Kühltruhe.

Ich habe mir als Student einen eigenen Hund bewusst verkniffen, weil ich ihm nicht hätte gerecht werden können (keine eigener Garten, Zeit usw). Zwar haben wir damals viel gejagt, aber irgendwie gehört dazu eine feste Station, wenn man einen Jagd-Hund aufzieht.
 
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#11
Ob ich das je richtig gemacht habe weiß ich nicht, aber:
1. Hund war eine KLM-Hündin, letzlich ist sie 14 Jahre alt geworden und war auf der Jagd immer eine treue Begleitung. Ich habe am Anfang nicht viel Jagdmöglichkeit gehabt, außerdem war sie sehr aktiv, ohne anbinden am Hochsitz hat das gemeinsame Jagen nie funktioniert, sie war aber ein richtig guter Hund, ich war wahrscheinlich auch zu unerfahren und blauäugig, ich habe sonst ja immer nur Vater ausgebildete Wachtel dabei gehabt.
2. Hund ist jetzt eine DL-Hündin, ich habe sie schon mit 8 Wochen zu Ansitz mitgenommen, unten am Sitz angebunden und bereits beim ersten oder zweiten Ansitz ein Schmalreh erlegt. Sie hat einfach weitergeschlafen und nach ca. 15 Minuten sind bin ich runter und wir sind spazieren gegangen, zufällig in Richtung Schmalreh, das war eine Freude für den kleinen Wurm. Das nä. Kitz dann ca. 3 Wochen später, ist auf den Schuss sofort gelegen, ich hab weggeschaut und wieder Richtung Kitz und dann war es weg. Ich bin wieder nach ca. 15 min. runter und mit Hund an der Leine zum Anschuss, sie hat sofort die Fährte angenommen und die 50 m bis zum Waldrand gesucht, da hat sie sich nicht weitergetraut, weils schon dunkel war. Wir zurück zum Anschuss, auf meinen Mann gewartet und Taschenlampe aus dem Auto geholt und in der Zwischenzeit ist der Hund weg. Wir sind dann irgendwie durch die Schlehenhecke durch und zurück in Richtung vermutete Schweissfährte. Das Kitz ist nur noch 3 m in den Wald und das kleine DL-Mädchen ist total stolz auf der ersten selbständig gefundenen Beute gesessen. Seitdem brauchen wir eigentlich beim Ansitz keine Leine mehr, sie geht auch auf den Schuss nicht weg und wir suchen immer alles zusammen.

Fazit: auch wenn ich wieder einen jungen Hund haben sollte ist er immer dabei, das was der kleine Wurm da mitnimmt kann ihm keiner mehr nehmen. Ob sich das beim nächsten Hund wieder bewährt wird sich zeigen.

Allerdings bin ich auch kein Prüfungsmensch, daher brauch ich da auch nicht die tollen Ergebnisse (obwohl ich mit ihr durchaus Prüfungen gegangen bin und auch bestanden habe) und ich brauch meinen Hund eher bei der Jagd und nicht zum herzeigen der super Prüfungen. Sie ist absolut rehrein (bei gesundem Wild) und sehr führerbezogen, weil nur da wird Beute gemacht.

Wie gesagt, bis jetzt sinds nur zwei Hunde die ich selber ausgebildet habe, und jeder muss wissen wie er es machen will, für mich passt es genau so.
 
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#12
Ob ich das je richtig gemacht habe weiß ich nicht, aber:
1. Hund war eine KLM-Hündin, letzlich ist sie 14 Jahre alt geworden und war auf der Jagd immer eine treue Begleitung. Ich habe am Anfang nicht viel Jagdmöglichkeit gehabt, außerdem war sie sehr aktiv, ohne anbinden am Hochsitz hat das gemeinsame Jagen nie funktioniert, sie war aber ein richtig guter Hund, ich war wahrscheinlich auch zu unerfahren und blauäugig, ich habe sonst ja immer nur Vater ausgebildete Wachtel dabei gehabt.
2. Hund ist jetzt eine DL-Hündin, ich habe sie schon mit 8 Wochen zu Ansitz mitgenommen, unten am Sitz angebunden und bereits beim ersten oder zweiten Ansitz ein Schmalreh erlegt. Sie hat einfach weitergeschlafen und nach ca. 15 Minuten sind bin ich runter und wir sind spazieren gegangen, zufällig in Richtung Schmalreh, das war eine Freude für den kleinen Wurm. Das nä. Kitz dann ca. 3 Wochen später, ist auf den Schuss sofort gelegen, ich hab weggeschaut und wieder Richtung Kitz und dann war es weg. Ich bin wieder nach ca. 15 min. runter und mit Hund an der Leine zum Anschuss, sie hat sofort die Fährte angenommen und die 50 m bis zum Waldrand gesucht, da hat sie sich nicht weitergetraut, weils schon dunkel war. Wir zurück zum Anschuss, auf meinen Mann gewartet und Taschenlampe aus dem Auto geholt und in der Zwischenzeit ist der Hund weg. Wir sind dann irgendwie durch die Schlehenhecke durch und zurück in Richtung vermutete Schweissfährte. Das Kitz ist nur noch 3 m in den Wald und das kleine DL-Mädchen ist total stolz auf der ersten selbständig gefundenen Beute gesessen. Seitdem brauchen wir eigentlich beim Ansitz keine Leine mehr, sie geht auch auf den Schuss nicht weg und wir suchen immer alles zusammen.

Fazit: auch wenn ich wieder einen jungen Hund haben sollte ist er immer dabei, das was der kleine Wurm da mitnimmt kann ihm keiner mehr nehmen. Ob sich das beim nächsten Hund wieder bewährt wird sich zeigen.

Allerdings bin ich auch kein Prüfungsmensch, daher brauch ich da auch nicht die tollen Ergebnisse (obwohl ich mit ihr durchaus Prüfungen gegangen bin und auch bestanden habe) und ich brauch meinen Hund eher bei der Jagd und nicht zum herzeigen der super Prüfungen. Sie ist absolut rehrein (bei gesundem Wild) und sehr führerbezogen, weil nur da wird Beute gemacht.

Wie gesagt, bis jetzt sinds nur zwei Hunde die ich selber ausgebildet habe, und jeder muss wissen wie er es machen will, für mich passt es genau so.
Hat dein Hund dann nicht wie blöd unterm Sitz rumgemault die ersten Male?
 
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#13
Habe mal mit "Nein" abgestimmt.

Mitnehmen ja natürlich, aber in dem alter nicht auf eine Drückjagd. Wenn deinem Nachbar oder Dir eine Rotte Sauen kommt und 4 mal oder öffter geschossen wird in nächster nähe, haltte ich für nicht gut.
Da kann viel kaputt gehen.


Die beste Möglichkeit ist eine Ortsgruppe des DTKs, welche jagdlich aktiv ist.
Das ist ein sehr guter Rat (y)
 
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#14
Ich habe mir JA abgestimmt für "mitnehmen immer, wenn es geht".

Das meine ich mit immer mitnehmen, aber nur auf Situationen, bei denen der junge Hund sanft gefördert, nicht überfordert und schon gar nicht geschädigt wird.

Nun kann man zu all diesen Punkten lange Listen tippen. Doch jeder sollte durch reifliche Überlegung dazu kommen, wohin der Kleine mit soll und wohin nicht.
 
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