Lernstand 10 Tage vor der Prüfung

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#1
Moin, habe gestern mit einem TN des Vorbereitungskurses einen Reviergang bei uns im Revier gemacht und bin entsetzt.
Meine Fragen, quer durch die Fachgebiete wurden zu 70% gar nicht und zu 20% falsch beantwortet...
Ich hatte meine Büchse mitgebracht, die Ihm schon bei der Aushändigung Schwierigkeiten bei der Sicherheitsüberprüfung bereitete, Steyr-Mannlicher, also eine Waffe die eigentlich jeder bedienen können sollte. Bewußt in den Pirschweg eingebaute Hindernisse wurde, ohne Sicherheit herzustellen, überstiegen...
10 Tage vor Ultimo hatten wir einen anderen Wissensstand.

Horrido
 
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#2
Ja, es ist immer wieder erstaunlich, wie einfach es sich so mancher Kursteilnehmer vorstellt.... es reicht halt nicht einfach nur 50% im Kurs anwesend zu sein und wenn sie dann mal da sind nur mit dem Händy rumspielen!

Hinterher heißt es dann der Kurs beim Jagdverein taugt nix. Liegt es nicht doch ein bisschen an den Leuten selbst? Zeit hatten sie genug!


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#3
Und was genau erwartest Du jetzt ?
Entweder hat der TN sich zu wenig vorbereitet oder du hast die Fragen falsch gestellt bzw. die Fragen falsch
gestellt.

Wenn Dir jemand eine Waffe gibt (die Du noch nie in der Hand hattest ?), dann kann das schon Probleme geben.
Wenn ich an die Waffenkunde bei uns denke war da mit Praxis der Waffenhandhabung im Revier auch nicht viel,
klar alles wurde angesprochen, aber das im Revier dann auch mal zu machen war leider nicht Teil der Ausbildung.

Es ist und bleibt in meinen Augen (leider) viel zu sehr ein direktes vorbereiten auf die Prüfung, nicht mehr und
nicht weniger. Mir persönlich wäre mehr Praxis auch lieber gewesen und zwar in allen Facetten.

Hast Du Ihm Deinen Eindruck reflektiert ?
Manche bei uns wussten nicht wie schlecht sie vorbereitet waren...andere schon...

Wie lange ging euer Kurs ?
Wie lange geht seiner...

Gefallen tut das mir auch nicht.

War gestern noch auf dem Schiessstand, was ich da bei gestandenen Jägern und Förstern gesehen habe
war so gar nicht was man erwartet hätte. (In Bezug auf Sicherheit und Waffenhandhabung)
 
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#5
servus

Moin, habe gestern mit einem TN des Vorbereitungskurses einen Reviergang bei uns im Revier gemacht und bin entsetzt.
Meine Fragen, quer durch die Fachgebiete wurden zu 70% gar nicht und zu 20% falsch beantwortet...
....
10 Tage vor Ultimo hatten wir einen anderen Wissensstand.

Horrido
solche Leute, entschuldige bitte, muss man durch Schmerz am eigenen Gemüt lernen lassen!

Wer nicht hören will, muss fühlen!

So hieß das früher und war nicht verkehrt.

Man kann ja noch einmal zur nächsten Prüfung antreten...

Wer sich, fernab vom Kurs, nicht noch selbst schlau macht, der hat es dann auch nicht anders verdient !

So wie Du das schilderst, ist da offensichtlich noch weniger als nur mangelndes Interesse vorhanden.
 
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#6
Diese Art von Kursteilnehmern wird zum Glück in unserem Land das Ende durch die Prüfung gesetzt, die sie nicht bestehen werden.

Fraglich ist, war er faul, oder hat man es ihm nicht beigebracht?
Waren deine Fragen für einen Prüfling überhaupt zu beantworten?

Der sichere Umgang mit der Waffe muss sitzen. Nicht umsonst ein KO Punkt bei der Prüfung.

Auch wenn es manchen nicht passt, es wird heute so ausgebildet, dass man die Prüfung schafft. Manchmal ein wenig mehr.
Der Rest kommt dann danach.

Die Kunst ist ja nur, die Prüfungsanforderungen so zu gestalten, dass sie Praxisnah sind.

Es bleibt offen und abzuwarten, ob Du uns in diesem offenen Forum mit diesem Beitrag einen Bärendienst erweist?
 
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#7
Schade das manche denken da rutscht man so durch. In der heutigen Zeit haben leider die wenigsten Ziet den JS über 1 Jahr zu machen , ich hatte die Zeit auch nicht. Habe separat zur Jagdschule Flinten Unterricht
in 130 KM entfernten Coesfeld genommen und zusätzlich noch VSG privat Unterricht bei einem Mentor genommen. Da mir das in der Jagdschule nicht wirklich zusagte.
 
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#8
Also, ich habe im Laufe einiger Jahrzehnte Jagd schon einigen durch die Prüfung helfen können. Mein Mitpächter sagte mir, dass der Aspirant auch selten im Unterricht war.
Zur Waffe. Wer nicht weiß was ein Deutscher Stecher ist oder warum eine Büchse eine Kammersperre hat, wer keine Sicuerheitsüberprüfung machen kann. Nicht weiß dass Hasen nicht im Bau gesetzt werden, keine Ausdrücke für die Fortpflanzungszeiten kennt, davon ausgeht, dass Kitze im August gesetzt werden. Die Voraussetzung für die Begründung einer Eigenjagd nicht kennt... usw. Mir egal, aber Unverständlich!

Horrido
 
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#9
.... Mir egal, aber Unverständlich!

Horrido
nein, es ist Dir eben nicht egal, sonst wärst Du ja über den Stand des angehenden Jagdscheinlösers nicht entsetzt gewesen.

Bei so einem ist, momentan!, Hopfen und Malz verloren... schade um die investierte Zeit!

Da muss schon von ihm selbst noch viel viel mehr kommen, damit sich Dein Einsatz rentiert.

Muss er denn das Ding durchziehen :what:
Es hat ja alles im Leben seinen tieferen Sinn....
 
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#10
servus


solche Leute, entschuldige bitte, muss man durch Schmerz am eigenen Gemüt lernen lassen!

Wer nicht hören will, muss fühlen!

So hieß das früher und war nicht verkehrt.

Man kann ja noch einmal zur nächsten Prüfung antreten...

Wer sich, fernab vom Kurs, nicht noch selbst schlau macht, der hat es dann auch nicht anders verdient !

So wie Du das schilderst, ist da offensichtlich noch weniger als nur mangelndes Interesse vorhanden.
Ich kenne weder den TN noch die Jagdschule. Daher wäre ich vorsichtig mit solchen Rückschlüssen wie mangelndes Interesse. Keine Ahnung wie lange Eure Prüfungen zurückliegen. Ein kleiner Exkurs in meine Jägerprüfung bzw. den Weg bis zur Prüfung:

Bin durch einen Freund zur Jagd gekommen. Hatte zuvor mit der Thematik nichts zu tun. Komme aus keiner jagdlichen Familie. Im Januar startete damals die Ausblidung in einer Jagdschule, die dafür bekannt ist, eine recht gute Abschlussquote zu haben. Es war ein Wochenendkurs. Samstag und Sonntag ganztägig Unterricht. Die Woche vor den Prüfungen ebenfalls ganztägig Unterricht. Die Jägerprüfung fand Mitte Mai desselben Jahres statt.

Ich habe während des gesamten Kurses nicht einen Meter Wald gesehen. Wir waren nie im Revier. Keine praktischen Tätigkeiten. Einzig praktischer Bezug zur Jagd kurz vor der Prüfung war die Demo, wie ein Stück Rehwild aufgebrochen wird. Sonst reine Theorie im Unterrichtssaal der Jagdschule.

Fazit: Im Gegensatz zur Fahrschule, bei der man zumindest auch Auto gefahren ist, bestand die jagdliche Ausbildung lediglich aus Theorie.

Zum Thema mangelndes Interesse: Ich hatte den Wochenendkurs gewählt, da ich aus beruflichen Gründen nicht wochenlang Urlaub nehmen konnte. Neben Job und Familie, die verplanten Wochenenden und den sehr umfangreichen Stoff, den man sich in kürzester Zeit aneignen musste, blieb mir keine Zeit mich fernab des Kurses noch zusätzlich schlau zu machen ..... Interesse war allerdings durchaus vorhanden. So bin ich (theoretisch sicherlich sehr gut vorbereitet) sehr gut durch die Prüfungen gekommen und habe ohne Probleme locker bestanden.

Ersten Jagdschein gelöst und diesen stolz meinen künftigen Jagdherren gezeigt. Vermutlich ging er ebenfalls davon aus, das man doch einiges in der Ausbildung erfahren und gelernt hatte. So wollte er mich gleich alleine losschicken. Wir haben dann einen sehr guten Austausch gefunden. Er hat mir das gesamte Spektrum des Jägertums praktisch und intensiv vermittelt und ich habe alles wie ein Schwamm aufgesogen und mich fernab dieser Lehrzeit intensiv zusätzlich schlau gemacht. Es waren sehr intensive praktische Jahre.

Heute möchte ich sagen, das ich sehr vernünftig aufgestellt bin und schon reichlich Erfahrungen sammeln durfte. Dennoch ist die Lernkurve nach wie vor groß.

Schüttet das Kind nicht immer sofort mit dem Badewasser aus. Nach der Prüfung im jagdlichen Betrieb zeigt sich, ob aus einem JJ ein richtiger Jäger oder ein Jagderlaubnisscheininhaber ohne Passion wird. Gemessen an meinem damaligen, für die Jagdausübung relevanten Wissen, hättet ihr mich vermutlich nachhause geschickt. Heute freue ich mich, wenn mich auch sehr erfahrene Waidmänner nach meiner Meinung fragen. Von nix kommt nix.

WMH Ralf
 
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#11
Mein Mitpächter sagte mir, dass der Aspirant auch selten im Unterricht war.
Horrido
Den Satz und die Aufzählung Deiner Fragen hätte das ganze für mich persönlich mit nicht so vielen Fragenzeichen
versehen.
Solche Personen sollten später auch nicht jagen.
Wer selten im Unterricht war zeigt ja schon das er keinen Bezug oder Interesse hat.

Und solche Personen sollte man wirklich mal direkt Fragen ob sie sich sicher sind das sie das wollen...also Jagen
oder woher die Motivation kommt.
Wenn dann so wischi waschi Antworten kommen würde ich ihn auch so in der Prüfung voll auflaufen lassen...
 
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#13
servus

Ich kenne weder den TN noch die Jagdschule. Daher wäre ich vorsichtig mit solchen Rückschlüssen wie mangelndes Interesse. ...

....

Schüttet das Kind nicht immer sofort mit dem Badewasser aus. ...

WMH Ralf
10 Tage vor der Prüfung... siehe den Wissensstand.

Du hast aber schon gelesen, dass der Mann, vorsichtig gesagt, nicht zu den eifrigsten Kursbesuchern zählt ?

Da gibt es nur zwei Möglichkeiten:

- Desinteresse
oder
- Verweigerungshaltung


10 Tage vor der Prüfung war ich schon heiss, dass es ärger nicht mehr ging... die Jagdprüfung war ein entspannter Spaziergang !

Ich habe von mir aus eine Lerngruppe gebildet und meine Jungs :biggrin: so dermaßen hingetrimmt.. die haben mich gehasst dafür :twisted:!
Aber nach der Prüfung eine einhellige Meinung dazu.. jeder von den Vieren hat bestanden, im ersten Anlauf u n d recht locker !


Ok, bekanntlich ist ja nichts unmöglich, aber dann muss man sich wohl hinsetzen und darf nichts anderes mehr tun, als sich auf die Prüfung vorzubereiten.. wenn man sie denn bestehen will.
 
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#14
Interessant wäre ja mal die Frage zu Anfang gewesen:

"Wieso möchtest Du die Jägerprüfung ablegen"?

Habe ich so früher immer bei den Azubis gemacht. "Wieso möchtest Du diesen Beruf ergreifen". So wusste man nach 30 Sekunden was einen erwartet. Wenn schon ein "Ich wollte je eigentlich xy werden, aber ..., daher mache ich jetzt ..." kam, war der Drops meiner Erfahrung nach gelutscht.
 
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#15
Kann er ja noch machen! In 10 Tagen kriegen die das sicherlich hin! Nennt sich Managerkurs und kostet ~7000€. Das sollte ihm die Sache schon wert sein...;-)
Bei den häufig fälschlicherweise belächelten "Manager-Kursen" geht die Allgemeinheit davon aus, dass in zehn Tagen inkl. drei Tagen Prüfungen der JS gemacht wird. Im Gegensatz dazu gehen die Jagdschulen davon aus, dass das Unterrichtsmaterial in intensiver Vorbereitung schon bekannt ist, wenn der Cheffe wieder in die Schule geht. Anders geht es bei der Masse an Wissen ja auch gar nicht...die Gebühren spiegeln den Aufwand wider (kleine Gruppe von 1-2 Personen und schon intensive Betreuung im Vorfeld).
 
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