Tolle Jagderlebnisse

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#1
Damit die frustrierten auch mal was positives zu lesen haben, hau ich hier mal den positiven Gegepol rein.


Es gehören alle Jagderlebnisse hier rein welche Freude bereitet haben, (unfreiwillig) komisch/lustig waren oder sonst irgendwie positiv in Erinnerung blieben 👍🏻
Kann von simpel bis kingsize alles sein. Ich mach dann gleich mal den Anfang mit dem nächsten Post:
 
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#2
Vor kurzem mal wieder mit nem Jägerkollegen in seinem Revier verabredet.
Es galt den Sauen, Fuchs & Dachs werden aber auch gerne mitgenommen.

Nachdem meine Pirsch nicht von Erfolg gekrönt war, drehten der Kollege & ich also noch ne Runde durchs Revier inkl. Abglasen nach Sauen.
Wir fahren also über eine gut asphaltierte Strasse in nächtlicher Umgebung den Hang hoch als von rechts ein Dachs sich anschickt im Scheinwerferlicht die Strasse zu überqueren.
Da wir als Jäger von Hause aus freundliche Wesen sind & rechts-vor-links auch aufm Land seine Gültigkeit hat, wurde vom Kollegen das Fzg natürlich gestoppt. Wir sahen also den Dachs in seiner ganzen Pracht. Und er sah uns. Gedenksekunde....
Sprang er ab?
Linksumkehrt und panische Flucht?

Denkste!


Kollege Grimmbart entschied sich in einer Gemütsruhe auf unser Auto zuzuwechseln, dreht kurz vor dem Auto nach links ab & verschwand im Dachsbau welchen mein Kollege dann auf Höhe der Fahrertür entdeckte 🤣🤣🤣


Eines muss ich dem Dachs lassen, der war sowas von arschcool, ich schreibe diese Zeilen mit breitem grinsen im Gesicht 😄👍🏻


Auf der Jagd erlebst du was.
 
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#3
Man könnte meinen "die sind so".
Letzen Mai, ich war zur Bockjagd in Masuren, gehe mit meinem Begleiter einen leicht gewellten Waldweg entlang. Plötzlich bedeutet er mir,, daß vor uns auf dem Weg etwas sei.
Ich habe zwischen zwei Wellen zunächst nur einen weiß/grauen Puschel gesehen und dacht mir "Was macht die Fußhupe hier?", dann habe ich den Dachs erkannt. Der ist ganz stumpf weiter auf uns zumarschiert, hat sich uns auf ein paar Meter genähert und glotzt uns an. So nach dem Motto "Wer seid ihr denn und was wollt ihr hier?". Dann biegt er ab und marschiert in aller Seeelenruhe in den Wald.
 
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#4
Da muss ich immer an einen Satz von meinem Kumpel denken: Dachse sind so strunz dumm!!!
Ich konnte das nicht so recht glauben, bis wir eines Abends nach dem Sauenansitz bei Schneelage durchs Revier gefahren sind.
Aus dem Wald kommt ein Dachs und läuft vor uns auf den Waldweg. Es dauerte etwas bis er das KFZ regestriert hatte und dann gab er Vollgas, also der Dachs. Anstatt der Dachs einfach links oder rechts vom Forstweg abgebogen wäre, rannte er fleißig vo dem KFZ her. Also anhalten und kurz warten. Weiterfahrt und nach der nächsten Kurve hatten wir den Dachs wieder im Anblick, natürlich auf dem Waldweg im vollsprint:eek:

Im anderen Revier mach ich mich nach dem Rehansitz Abends auf den Weg zum Auto.
He, da kommt was von links aus dem Wald auf dem geteerten Feldweg entlang.
Glas hoch und mit abnehmender Entfernung erkenne ich zwei Jungdachse.
Beide biegen auf den Weg ab, auf welchem ich laufe und kommen immer näher.
Als sie ca. zwei Meter vor mir waren sagte ich: He ihr, Schlamper, was habt ihr denn vor???
Beide haben auf dem Absatz kehrt gemacht und sind mit Vollgas in die Richtung abgehauen, aus der sie gekommen sind.
 
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#5
Es ist schon läger her. Ich hatte nach dem Morgenansitz einen schwachen Bock bei der Heimfahrt bestätigt. Pächter meinte, ich solle abends einen Bekannten von ihm dort hin begleiten. Gesagt getan. Der Bekannte, mitte/ende 50 und ich als Jungjäger hocken also abends auf zwei Sitzstöcken in der Ecke. Ich natürlich heißhungirg auf die Beute.:eek: Er - relativ tiefenentspannt. Greift nach nach 10 Minuten in seinen Rucksack und fragt mich: Trinkst du auch ein Bier?o_O:ROFLMAO: Er packte zwei kühle Dosen aus und genoß mit mir den Abend. Ich natürlich auch. Ab hier rückte die Beute in den Hintergrund und der gemeinsame Genuss:sneaky: der Natur sehr weit nach Vorne.

Je mehr ich daran denke, desto mehr gefällt mir der Gedanke, dass es für ihne "Beute" genug war, den Abend mit einem gleichgesonnenen zu verbringen.

Bock kam keiner....;)
 
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#7
Haben im Herbst einen Sitz an einem von Sauen gebeutelten Maisfeld aufgestellt.
An einem schönen Vollmondabend war ich dort ansitzen.
Ich hörte plötzlich wildes galoppieren von eindeutig mehreren Tieren!
"Sauen" schoss es mir durch den Kopf, der rechte Daumen war schon an der Sicherung!:eek:
Die Spannung stieg immer weiter.:oops:
Das nächste was ich hörte, war ein lautes



"Hühhhhh hühühü"

Dann fiel mir ein, dass wenige 100m hinter dem Sitz ein riesen Pferdehof war:rolleyes:
:poop:
 
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#8
Tolle Jagderlebnisse gibt bzw. gab es so einige. Eine jagdliche Sternstunde waren mit Sicherheit die 4 Füchse innerhalb von knapp 30 Minuten von einem Stand aus, bei einem guten Freund im Revier. Er hatte damals das Revier frisch übernommen und wir bejagten ein 16 ha großes Sumpfgebiet zum allerersten mal. Insgesamt kamen sage und schreibe 15 Rotröcke vor, wovon 13 Stück erlegt wurden. Sowas hat man nicht alle Tage.
 
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#9
Dieses Jahr war nicht viel los bei mir, das schönste war sicherlich der 1.Mai an dem meine Mitjäger und ich alle zusammen Waidmannsheil hatten.....das war ein richtig schöner Jagdtag mit guten Freunden wie er sein soll
 
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#10
Es war mein erstes Jahr als Jagdscheininhaber, Jäger hätte ich mich zu dieser Zeit noch nicht genannt;):
Es ging mal einen Morgen früh ins Revier um rechtzeitig auf der Leiter zu sitzen. Zu dieser frühen Stunde war es auf meinem Weg über die Wiese zur Leiter doch hier und da recht neblig aufgrund der zahlreichen Gräben und Flüsse im Reviertiel, auch die Wiese hatte ihre Mühe den gefallenen Regen aufzunehmen. So ging ich also, jeden Schritt gut vernehmbar unter meinen Gummistiefeln durch die Wiese und konnte mich nach ein paar Metern des Eindrucks nicht erwehren das ich mit meinen zwei Füßen doch mehr Geräusche machte als üblich, ich blieb also stehen. Die Geräusche verstummten etwas später als ich anhielt. Ich ging weiter und hielt etwa 30 m weiter wieder an und das Spiel wiederholte sich. Es wurde mir doch etwas mulmich und die Strinlampe reichte zwar um nicht aufs Maul zu fallen, aber beim umherblicken konnte man nix erkennen.
Also weiter mit der Hand in der Jackentasche fummelnd nach der Taschenlampe, als ich dieses mal anhielt war es wieder wie beide Male zuvor. Ich schaltete die Lampe ein und drehte mich um.
Hinter mir stand in nicht mal zehn Meter Entfernung ein Rind das mich neugierig anglotzte.
In diesem Moment war mir doch das Herz etwas weiter in Richtung Körpermitte gerutscht.
Das Rind war durch einen umgefallenen Weidezaunpfahl von der Nachbarweide entkommen, die jedoch in einiger Entfernung lag, das wurde mir aber erst bei Tageslicht und sich verziehendem Nebel klar.
Seitdem habe ich auf dem Weg zur Leiter bei Dunkelheit immer wieder das Gefühl:
"Du bist nicht allein!" :D

WmH
Schorse
 
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#11
Es war zwar in dem Moment nicht besonder angenehm aber nachhaltig beeindrucken, ich bin vor etwa 1 1/2 Wochen von einem Reh auf dem Rückweg vom Ansitz zum Auto aus etwa 5m lautstark angeschreckt worden,:eek: wenn man nicht damit rechnet, verwundert einen die Lautstärke schon. Ich weiß ja nicht wer sich mehr erschrocken hat, aber mir ist, obwohl ich mich normalerweise für nicht schreckhaft halte, das Herz in die Hose und der Schrecken in die Glieder gefahren.:mad:
 
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#12
Es war zwar in dem Moment nicht besonder angenehm aber nachhaltig beeindrucken, ich bin vor etwa 1 1/2 Wochen von einem Reh auf dem Rückweg vom Ansitz zum Auto aus etwa 5m lautstark angeschreckt worden,:eek: wenn man nicht damit rechnet, verwundert einen die Lautstärke schon. Ich weiß ja nicht wer sich mehr erschrocken hat, aber mir ist, obwohl ich mich normalerweise für nicht schreckhaft halte, das Herz in die Hose und der Schrecken in die Glieder gefahren.:mad:
Ist mir letztes Jahr genau so ergangen . Konnte mir nach dem ersten Schreck ein schmunzelndes“ A******loch“ in Richtung Reh aber nicht verkneifen 😅
 
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#13
Hatte ich auch mal. Besonders kalt hat es mich erwischt, weil ich mich so auf den Bock 200 Meter vor mir konzentrierte. Der Wind stand aber günstig, hat trotzdem noch geklappt.
Dann einmal alleine fast 50 Tauben an einem Nachmittag. Verstehe bis heute nicht was da los war, alle Regeln der Taubenjagd schienen aufgehoben, als hätte ich ne Sonnenblume aufm Hut gehabt. Passenderweise hatte ich auch beim Schiessen nen Lauf.
 
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