Zustand deutscher Wälder so schlimm wie seit 200 Jahren nicht mehr

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#6
Diese Aussage finde ich noch spannend:

In Deutschland betrage der Wildbestand derzeit schätzungsweise das zehn bis 20-fache des Bestandes, der von Natur aus in den Wäldern zu finden wäre.
Ein Argument in Richtung "Wald vor Wild"?
 
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#10
Was war eigentlich vor 200 Jahren.
Das war die Zeit in der Mitteleuropa zum zweiten Mal fast waldfrei war.

... da hat man wohl den Grundstein der Monokulturen gelegt.
D.T.
Korrekt, die Aufforstungen devastierter Flächen geschahen gerne mit anspruchslosen, schnell Ertrag bringenden Baumarten.

Diese Aussage finde ich noch spannend:



Ein Argument in Richtung "Wald vor Wild"?
Eher eine Aussage zur Nährstoffanreicherung, aber wie schon gesagt, in dem artikel wurde mehr weggelassen als hingeschrieben.

Der Wildbestand ist dann wohl relativ stabil geblieben, nur haben wir Menschen die Waldfläche sukzessive reduziert.

Es ist genau umgekehrt, in den letzten 2 Jh. hat der Wald zugenommen. Das Wild insgesamt übrigens auch, was aber keine Kunst ist. Nach 1848 wurde fast alles Schalenwild landstrichweise ausgerottet.


CdB
 
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#11
Was war vor 10 oder 20 Jahren denn besser? Hat sich die Rehdichte in den letzten Jahrzehnten so enorm vervielfacht, obwohl immer höhere Strecken gemeldet werden?

Könnte es vielleicht auch mit den immer ausgedehnteren Trockenperioden zu tun haben? 🤔 Daran kann man aber schlecht was ändern, leichter verbreitet man die Lüge von zu hohen Beständen, einhergehend mit immer der gleichen Forderung, die Jagdzeiten noch weiter auszudehnen. Bringt ja scheinbar nix. "10-20 fach zu hohe Wildbestände" - diese Gleichung würde mich aufgelöst interessieren.
 

steve

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#12
Ich denke, dass es den Wäldern derzeit nicht besonders gut geht sieht jeder der mit offenen Augen durch die Natur geht. Ich bin seit Jahren in Revieren zu Gast die sich in den letzten zwei bis drei Jahren komplett geändert haben. Es steht in manchen Ecken kein einziger Baum (Fichte mehr). Hier beispielsweise 2017:
6B596C43-C368-421A-9F34-FD7F3E17BBFA.jpeg
und 2020:
36244DCF-B96C-45A1-A127-D22337F886A6.jpeg

Klar, das waren Monokulturen. Trotzdem beklemmend. Dass das Schalenwild in dem Zusammenhang immer genannt wird will mir trotzdem nicht ganz einleuchten. Ich verstehe, dass Überhege derzeit nicht angesagt ist. Umgekehrt denk ich mir wer in den letzten zwei Jahrzehnten wollte konnte in seinem Revier alles rasieren was nicht bei drei auf den Bäumen war. Schaut man sich nun die Reviere an in denen das umgesetzt worden ist kommt man zum Schluss, dass es denen auch nicht besser ergeht als den anderen.

Im Übrigen, ich bin gerade über einen Artikel zur Schutzwaldsanierung bei der Alwa GmbH in Österreich gestolpert. Das fand ich in dem Zusammenhang ganz interessant. Dort ist wohl in einem privaten Forstbetrieb untersucht worden ob Pflanzen welche im forstlichen Gutachten als geschädigt aufgenommen worden sind nach 15 Jahren tatsächlich noch geschädigt sind. Das wird verneint. Find ich wohltuend entspannt.
 
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#13
In meinem Revier nahe Nordhorn kann ich dieses Jahr in der Tat erhebliche Schadensbilder bei Fichten und Lärchen wahrnehmen Hauptsächlich durch Trockenstress und Teil durch Borkenkäfer....
aber hier wird mal wieder gezielt im ÖR Panik geschürt nach dem Motto „ Waldsterben 2.0 „ : nach dem Motto „ unser tägliches Framing gebe uns heute und lasse uns nicht zweifeln am Klimawandel „ soll der mediale Fokus langsam von Corona und Wirtschaftskrise wieder Richtung Klimareligion verschoben werden.
 
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#15
Schaut man sich nun die Reviere an in denen das umgesetzt worden ist kommt man zum Schluss, dass es denen auch nicht besser ergeht als den anderen.
Den Bezug mußt du liefern. Ein Fichtenrevier ohne Bejagung kann durch Sturm und Käfer genauso gebeutelt sein wie eins mit. Aber die Verjüngung wird sich deutlich unterscheiden.


CdB
 
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