Grundlagen der Tierfotografie

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Da lohnt die Bastelei, so ein "Sound blimp" liegt auch locker bei 800 - 1000€
Anhang anzeigen 170231
Würde mir wegen meiner Art zu fotografieren und der damit verbundenen indiv. Tastenbelegung gar nix bringen.

Hier mein 2,50 Euro Hochtechnologie-Dämpfer 😁 ... leider nur bedingt Wasserdicht 😆 :
DSC_4543_068.JPG

Wie das mit Prototypen so ist: Wenn sie funktionieren - bleiben sie im Einsatz :rolleyes:;).
Der nächste Dämpfer kriegt für den Griff noch nen abklappbaren Schaumstoffstreifen und wird mit Tarnband statt schwarzem Panzerband umwickelt.

Die Geräuschreduktion würde ich, dem subjektiven Empfinden nach, so bei 30% einordnen. Dem Verhalten des Wildes nach zu urteilen liegt sie aber wohl höher. Mit anderen Worten: Das Wild reagiert kaum, bzw. erst unterhalb 15-20m Entfernung (y). Also kein Vergleich zu vorher. Allerdings hab ich um die Objektivbasis auch noch nen Schaumstoffring. Werde demnächst mal nen Versuch machen bei dem ich mich im Wald, in 10, 20 und 30m Entfernung, vor die Kamera stelle und schau was an Schall (mit und ohne D.) bei mir ankommt.
Ich hab den Verdacht, dass der Dämpfer überproportional viel des metallischen Klickens dämpft was dazu führt, dass sich das schnelle Serienbild (8 B.p.s mit unregelmässiger Bildzahl bzw. Pausenintervallen ausgelöst) für das Wild evtl. anhört wie der Warnruf eines Zaunkönigs, Rotkehlchens o. a. . Bei Einzelbildauslösung reagiert das Wild nervöser. Gruss W.
 
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WD40 und Panzertape lösen halt doch fast alle Probleme :cool:(y)

Im Thread Fotosammllung von der Jagd, wurde mir hier ein Tipp für die Einstellungen gegeben:
@exilgermane danke noch mal dafür.
Jetzt wollte ich aber dort den Thread nicht zerreden, und ich glaube die Frage passt hier besser rein.
Tatsächlich ist mein Wunschgedanke eine "Standard"-Einstellung zu ermitteln die sehr gut für aktuelle Lichtverhältnisse kurz vor der Dämmerung passen, damit ich die schnell einstelle und dann Einsatzbereit bin, wenn mal wieder fast aus dem Nichts ein Reh auftaucht...
Oder muss ich mich von so einem Gedanken trennen, weil das weder theoretisch noch praktisch funktioniert?
 
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WD40 und Panzertape lösen halt doch fast alle Probleme :cool:(y)

Im Thread Fotosammllung von der Jagd, wurde mir hier ein Tipp für die Einstellungen gegeben:
@exilgermane danke noch mal dafür.
Jetzt wollte ich aber dort den Thread nicht zerreden, und ich glaube die Frage passt hier besser rein.
Tatsächlich ist mein Wunschgedanke eine "Standard"-Einstellung zu ermitteln die sehr gut für aktuelle Lichtverhältnisse kurz vor der Dämmerung passen, damit ich die schnell einstelle und dann Einsatzbereit bin, wenn mal wieder fast aus dem Nichts ein Reh auftaucht...
Oder muss ich mich von so einem Gedanken trennen, weil das weder theoretisch noch praktisch funktioniert?
Dafür eignen sich die heutigen Automatikprogramme recht gut.
Meine Kamera steht immer erst einmal auf Automatik (Zeit/Blende/ISO) um für einen Schnappschuss vorbereitet zu sein. Erst wenn ich merke etwas Zeit für die Einstellungen zu haben, gehe ich in den (Teil-)Manuellen Modus.

DIE Standarteinstellung gibt es nicht, dafür spielen zu viele Parameter (Lichtverhältnisse, Brennweite, ISO, Bewegung des Objektes, Auflage/frei Hand und und und ...) mit.
 
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WD40 und Panzertape lösen halt doch fast alle Probleme :cool:(y)

Im Thread Fotosammllung von der Jagd, wurde mir hier ein Tipp für die Einstellungen gegeben:
@exilgermane danke noch mal dafür.
Jetzt wollte ich aber dort den Thread nicht zerreden, und ich glaube die Frage passt hier besser rein.
Tatsächlich ist mein Wunschgedanke eine "Standard"-Einstellung zu ermitteln die sehr gut für aktuelle Lichtverhältnisse kurz vor der Dämmerung passen, damit ich die schnell einstelle und dann Einsatzbereit bin, wenn mal wieder fast aus dem Nichts ein Reh auftaucht...
Oder muss ich mich von so einem Gedanken trennen, weil das weder theoretisch noch praktisch funktioniert?

Gewisse "Standard Einstellungen" dürften schon halbwegs möglich sein.(Schnappschuss Einstellung). Aber damit werden es vermutlich auch nur "Standard" Bilder. ;)
Es kommt natürlich auf einige Faktoren im Detail an.
Du wirst ja wohl kaum immer gleiche Lichtverhältnisse haben.
Wenn du vom Ansitz aus fotografierst (Stativ ?) kannst du wenigstens Winkel und Entfernung halbwegs planen.
Wichtiger als Technik und Ausrüstung ist m.E. eine möglichst konkrete Zielvorstellung vom Bild.
Was willst du vor allem Einfangen, Ausdrücken, Kommunizieren?
Dann kommt das wie, Stilmittel, Effekte, Stimmungen, Teilunschärfe, Ganzkörper oder Portrait, Bewegung, etc.
Welche Präsentation ist geplant: evtl. Grossformat, bis A2 gerahmt, gedruckt Zeitschrift, Web, PC. ?
Dokumentieren, Gestalten, Licht/Reflexe, LangzeitBelichtungen, Blitz ?
Je genauer du weist und definierst WAS du willst, um so besser kannst du am WIE arbeiten.
Das Objektiv spielt natürlich auch noch eine gewisse Rolle, aber nicht die Entscheidende. Die Kamera ist übrigens am unwichtigsten :)
Ein gutes Bild entsteht im Kopf und ist halbwegs reproduzierbar.
Aber wenn es "nur" dir gefallen soll, kannst es ja gelassen angehen.
 
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Gewisse "Standard Einstellungen" dürften schon halbwegs möglich sein.(Schnappschuss Einstellung). Aber damit werden es vermutlich auch nur "Standard" Bilder. ;)
Es kommt natürlich auf einige Faktoren im Detail an.
Du wirst ja wohl kaum immer gleiche Lichtverhältnisse haben.
Wenn du vom Ansitz aus fotografierst (Stativ ?) kannst du wenigstens Winkel und Entfernung halbwegs planen.
Wichtiger als Technik und Ausrüstung ist m.E. eine möglichst konkrete Zielvorstellung vom Bild.
Was willst du vor allem Einfangen, Ausdrücken, Kommunizieren?
Dann kommt das wie, Stilmittel, Effekte, Stimmungen, Teilunschärfe, Ganzkörper oder Portrait, Bewegung, etc.
Welche Präsentation ist geplant: evtl. Grossformat, bis A2 gerahmt, gedruckt Zeitschrift, Web, PC. ?
Dokumentieren, Gestalten, Licht/Reflexe, LangzeitBelichtungen, Blitz ?
Je genauer du weist und definierst WAS du willst, um so besser kannst du am WIE arbeiten.
Das Objektiv spielt natürlich auch noch eine gewisse Rolle, aber nicht die Entscheidende. Die Kamera ist übrigens am unwichtigsten :)
Ein gutes Bild entsteht im Kopf und ist halbwegs reproduzierbar.
Aber wenn es "nur" dir gefallen soll, kannst es ja gelassen angehen.
Beim Lesen von deinen Post war ich zuerst überfordert. Aber der letzte Satz hat es wieder gerettet :LOL:
Was ich damit ausdrücken will… puh, na ja ich will zuerst mal ein scharfes Foto für mich haben.
Ich verstehe dass es verschiedene Techniken gibt um das herauszustellen was man will.
Aber für mich ist das zuerst mal zu hohe Kunst, die ich vorerst garnicht im Focus habe.
Ich muss jetzt zuerst noch etwas rumspielen um ein besseres Verständnis für die Thematik zu bekommen.
Heute ist zuerst mal die Lumix Superzoom Fotoschule, von Frank Späth im Briefkasten gelandet.
Wenn ich dann konkrete Fragen haben, melde ich mich hier nochmal.
 
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...
Jetzt wollte ich aber dort den Thread nicht zerreden, und ich glaube die Frage passt hier besser rein.
Tatsächlich ist mein Wunschgedanke eine "Standard"-Einstellung zu ermitteln die sehr gut für aktuelle Lichtverhältnisse kurz vor der Dämmerung passen, damit ich die schnell einstelle und dann Einsatzbereit bin, wenn mal wieder fast aus dem Nichts ein Reh auftaucht...
Oder muss ich mich von so einem Gedanken trennen, weil das weder theoretisch noch praktisch funktioniert?

Ich kenne ja Deine Kamera nicht, gehe aber mal davon aus, dass sie über genügend manuelle Einstellmöglichkeiten verfügt. Du müsstest also zumindest das Prinzip meiner Einstellungen übertragen können ;).

Bei meiner D7500 (also keine Bridge) sieht das so aus: Die Kamera steht zu 98% der Zeit auf Auto-ISO (ohne Begrenzung) und dabei wiederum zu über 85% auf maximal offener Blende (also kleinster Blendenzahl ;)) - bei meinem 300er (450er an der DX Kamera) ist das Blende 2.8 , bei Dir werden das deutlich kleinere Blendenöffnungen (also höhere Blendenzahlen) sein. Die Belichtungszeit muss ich mit zunehmenden Dämmerung zwangsläufig anpassen. Zum Beispiel: Ich ziehe um ca. 20:00 los und fotografiere mit 1/1000 und durch die Kamera gewählten (wegen Auto-ISO) ISO 800 und - wie erwähnt bei Blende 2.8 . Eine Stunde später - z.B. im Hochwald - Hab ich dann die Bel.-Zeit auf 1/500 runtergenommen, damit die ISO nicht zu hoch gehen und bin dann vllt. bei ISO 2000 oder 3000, da ich meist aus der Hand und ohne VR fotografiere sind die 1/500stel die untere Grenze, ab jetzt darf die Kamera auch höhere ISO-Werte wählen aber bei über ISO 5000 gehe ich meist nach Hause - ist auch besser für das Wild (y) (Beunruhigungen zu minimieren ist das A und O um in wöchentlichen, 14-tägigen oder monatlichen Intervallen Erfolg haben zu können.... das ist aber wieder ein extra Kapitel wenn nicht gar ein ganzes Buch für sich!).

VR wird oft überschätzt. Selbst wenn ich ein Objektiv oder ne Kamera mit VR hätte, wären die 1/500stel (oft 1/650) bei meinem Setup (s.o.) und meinen "Standarsituationen" trotzdem die unterste Grenze, denn ich will auch bei ziehendem oder sich sonstwie bewegendem Wild (Lauscher, Wedel, Haupt) die Bewegungen "m.o.w. einfrieren" können - da bringt Dir der tolle VR leider gar nix. Bei sehr guter Auflage und fortgeschrittener Dämmerung geh ich dann schon mal bis auf 1/250stel runter aber meist ist es sinnvoller dann nach Hause zu gehen - es sei denn man Pirscht nicht, sondern sitzt mit Kamera und Waffe auf einer bequemen Kanzel.

Allgemein ziehe ich die "Mittenbetonte Belichtungsmessung" der "Spotmessung" vor - sie ergibt im Schnitt weniger Ausschuss.
Die Belichtungskorrektur steht am Anfang der Abendpirsch (nehme die mal weiterhin als Bsp.) auf "- 0.7" und wird dann schrittweise der abnehmenden Helligkeit angepasst, bis auf maximal "- 1.7", wenn Du als Anfänger auf "-1.0" bleibst und den Rest im Rechner machst gehst Du aber kein grosses Risiko ein. Das ganze hängt aber natürlich vom verwendeten Objektiv, Sensor und Prozessor ab. Ganz zu schweigen von der Objekthelligkeit (Albino-Damkalb gegenüber fast kompl. schwarzer Sau) .... Ausprobieren.

Fotografiere ich um 12 Uhr mittags Gänse am Flussufer hab ich natürlich komplett andere Einstellungen wie oben beschrieben aber Du hast ja nach den o.g. Bedingungen gefragt.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu wirr :unsure: . Gruss W.
 
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Jetzt etwas ausgeschlafener, die Kurzfassung ;) :

Als Anfänger beim Abendansitz bzw. der Abendpirsch erstmal ...

1. ... immer Auto-ISO
2. ... immer grösstmögliche Blende (kleinste Blendenzahl)
3. ... nur die Belichtungszeit und die Belichtungskorrektur den moment. Gegebenheiten anpassen (wie im vorigen Beitrag beschrieben, also z.B. die 1/500stel als unterste Grenze bei 450mm und freihändiger Fotografie).

Video tipp:

https://www.youtube.com/watch?v=mFLxYMLsv8I

Was ich gestern vergessen habe ist die indiv. Tastenbelegung für den Autofokus - für mich unverzichtbar. Das Zauberwort heisst BB-AF, also "back button AF". Ich weiss nicht ob das mit Deiner Bridge-Kam. möglich ist, aber hier mal ein kleines Video dazu:

Gruss W.
 
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Kann man aber auch grundsätzlich anders angehen. :)

Ich nutze generell gerne die hyperfokale Distanz und damit zumindest für Schnappschüsse eher eine grosse Blenden Zahl, je nach Abbildungsleistung und Brennweite des Objektivs. Distanzmarkierungen am Objektiv sind hierfür natürlich notwendig, da kommen mir meine alten MD Minolta Festbrennweiten (auf einer A7) sehr entgegen. ;)

Damit braucht es auch grundsätzlich keinen AF mehr, welcher in spontanen und schnellen Aktionen oft eben genau das Falsche fokussiert, wenn überhaupt und man so das Motif verpasst (bei Wild gibt es eben die 2. Chance oft nicht). Den MF kann man doch sehr gut voreinstellen, vor allem natürlich bei überwiegend reinen Landschaftsmotiven.

Auto. Weissabgleich natürlich OK, eine mittenbetonte Messung reicht wohl für die meisten standard Situationen aus.

Den auto ISO würde ich auf jeden Fall (je nach Sensor) limitieren (evtl.100-3200).

Als Freihandgrenze die alte Faust-Regel : Verschlusszeit reziprok zur Brennweite. (1/200s bei f=200mm)

Der manuelle Override macht natürlich fast immer Sinn (und Spass), evtl. sogar ein leichter Blitz (nur manuell) für stimmungsvolle AL Effekte...
 
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Ich kenne ja Deine Kamera nicht, gehe aber mal davon aus, dass sie über genügend manuelle Einstellmöglichkeiten verfügt. Du müsstest also zumindest das Prinzip meiner Einstellungen übertragen können ;).

Bei meiner D7500 (also keine Bridge) sieht das so aus: Die Kamera steht zu 98% der Zeit auf Auto-ISO (ohne Begrenzung) und dabei wiederum zu über 85% auf maximal offener Blende (also kleinster Blendenzahl ;)) - bei meinem 300er (450er an der DX Kamera) ist das Blende 2.8 , bei Dir werden das deutlich kleinere Blendenöffnungen (also höhere Blendenzahlen) sein.
Zur Veranschaulichung für den echten Laien:
1624630102535.png


Ich nutze generell gerne die hyperfokale Distanz und damit zumindest für Schnappschüsse eher eine grosse Blenden Zahl, je nach Abbildungsleistung und Brennweite des Objektivs. Distanzmarkierungen am Objektiv sind hierfür natürlich notwendig, da kommen mir meine alten MD Minolta Festbrennweiten (auf einer A7) sehr entgegen. ;)
Hyperfokal fokussieren habe ich zu Analogzeiten auch immer gemacht, dabei wurde bei eingestellter Blende/Zeit-Kombination und scharf gestelltem Objekt der Schärfering am Objektiv ggf. auf ∞ zurückgedreht um den Schärfetiefenbereich nach vorne zu erweitern.
1624629523871.png
Da heutzutage aber die Blende i.d.R. an der Kamera eingestellt wird, gibt es auch keine Schärfentiefeskalen mehr auf den Objektiven. Schade. 😢 :sad:
Zonenfokus einstellen
"Ich bevorzuge das Arbeiten mit „analogen“ Objektiven an der Digitalkamera. Diese Objektive besitzen etwas, was bei modernen Linsen oft fehlt: Eine Entfernungsskala sowie einen Blendenindex. Beide Werte werden dazu benötigt, ganz einfach ablesen zu können, innerhalb welchem Zonenfokus man sich gerade bewegt.
Im Beispielbild ist gerade auf 2 Meter fokussiert worden. Die beiden roten Striche stehen für Blende 8, welche ebenfalls eingestellt wurde. Die grünen Pfeile zeigen nun an, welcher Zonenfokus vorliegt: Bei Fokus auf 2 Metern ist bei Blende 8 alles zwischen ca. 1,5 Metern bis 5 Metern scharf abgebildet. Ganz einfach.
Dummerweise besitzen moderne Objektive eben nur selten solche Skalen, so dass man entweder mit einer Tabelle arbeiten muss – oder sich eine solche Skala einfach selbst anfertigt:
selbst angefertigte Schärfentiefe Skala
Im Bild sehen Sie ein einfaches „Kit-Objektiv“. Zunächst fertigte ich eine manuelle Entfernungsskala an. Darunter setzte ich die jeweiligen Punkte für die Blenden.
Nun kann ich hier z. B. ablesen, dass bei einem Fokus auf 5 Metern (langer Strich) und bei Blende 8 alles zwischen ca. 2 Metern und 10 Metern scharf abgebildet werden wird!
Dies kann kein Autofokus bestimmen. Setzen Sie sich Ihre Schärfe-Zonen selbst und individuell.
Die entsprechenden Werte hatte ich mir zuvor mittels einem DOF-Rechner (im Internet) ausspucken lassen und sie entsprechend auf die Skala übertragen.
Da es sich um ein Zoom-Objektiv handelt, gelten die Werte nur für die Brennweite, mittels derer der DOF-Rechner gefüttert wurde. Bei mir waren es 35 mm."
Ich arbeite heute auch mehr nach der Methode wie @Wisent , insbesondere bei der Tierfotografie. Geht einfach schneller und darauf kommt es oft an.

Außerdem mag ich das vom Bokeh umrahmte, durch Schärfe freigestellte Hauptobjekt.
Diesen Effekt bekommst Du aber nur durch eine offene Blende.

1624631654804.png
 
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Ich kenne ja Deine Kamera nicht, gehe aber mal davon aus, dass sie über genügend manuelle Einstellmöglichkeiten verfügt. Du müsstest also zumindest das Prinzip meiner Einstellungen übertragen können ;).

Bei meiner D7500 (also keine Bridge) sieht das so aus: Die Kamera steht zu 98% der Zeit auf Auto-ISO (ohne Begrenzung) und dabei wiederum zu über 85% auf maximal offener Blende (also kleinster Blendenzahl ;)) - bei meinem 300er (450er an der DX Kamera) ist das Blende 2.8 , bei Dir werden das deutlich kleinere Blendenöffnungen (also höhere Blendenzahlen) sein. Die Belichtungszeit muss ich mit zunehmenden Dämmerung zwangsläufig anpassen. Zum Beispiel: Ich ziehe um ca. 20:00 los und fotografiere mit 1/1000 und durch die Kamera gewählten (wegen Auto-ISO) ISO 800 und - wie erwähnt bei Blende 2.8 . Eine Stunde später - z.B. im Hochwald - Hab ich dann die Bel.-Zeit auf 1/500 runtergenommen, damit die ISO nicht zu hoch gehen und bin dann vllt. bei ISO 2000 oder 3000, da ich meist aus der Hand und ohne VR fotografiere sind die 1/500stel die untere Grenze, ab jetzt darf die Kamera auch höhere ISO-Werte wählen aber bei über ISO 5000 gehe ich meist nach Hause - ist auch besser für das Wild (y) (Beunruhigungen zu minimieren ist das A und O um in wöchentlichen, 14-tägigen oder monatlichen Intervallen Erfolg haben zu können.... das ist aber wieder ein extra Kapitel wenn nicht gar ein ganzes Buch für sich!).

VR wird oft überschätzt. Selbst wenn ich ein Objektiv oder ne Kamera mit VR hätte, wären die 1/500stel (oft 1/650) bei meinem Setup (s.o.) und meinen "Standarsituationen" trotzdem die unterste Grenze, denn ich will auch bei ziehendem oder sich sonstwie bewegendem Wild (Lauscher, Wedel, Haupt) die Bewegungen "m.o.w. einfrieren" können - da bringt Dir der tolle VR leider gar nix. Bei sehr guter Auflage und fortgeschrittener Dämmerung geh ich dann schon mal bis auf 1/250stel runter aber meist ist es sinnvoller dann nach Hause zu gehen - es sei denn man Pirscht nicht, sondern sitzt mit Kamera und Waffe auf einer bequemen Kanzel.

Allgemein ziehe ich die "Mittenbetonte Belichtungsmessung" der "Spotmessung" vor - sie ergibt im Schnitt weniger Ausschuss.
Die Belichtungskorrektur steht am Anfang der Abendpirsch (nehme die mal weiterhin als Bsp.) auf "- 0.7" und wird dann schrittweise der abnehmenden Helligkeit angepasst, bis auf maximal "- 1.7", wenn Du als Anfänger auf "-1.0" bleibst und den Rest im Rechner machst gehst Du aber kein grosses Risiko ein. Das ganze hängt aber natürlich vom verwendeten Objektiv, Sensor und Prozessor ab. Ganz zu schweigen von der Objekthelligkeit (Albino-Damkalb gegenüber fast kompl. schwarzer Sau) .... Ausprobieren.

Fotografiere ich um 12 Uhr mittags Gänse am Flussufer hab ich natürlich komplett andere Einstellungen wie oben beschrieben aber Du hast ja nach den o.g. Bedingungen gefragt.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu wirr :unsure: . Gruss W.
Hab mir grad ein Upgrade auf die D500 gegönnt, neben der bisherigen D90. Dazu jetzt eine kurze Frage: Welches Objektiv nutzt du, um Blende 2,8 bei 300mm zu haben? Ich dachte erst mal an das Tamron 100-400, aber dessen offenste Blende ist weit weg von 2,8 . . .
 
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Hab mir grad ein Upgrade auf die D500 gegönnt, neben der bisherigen D90. Dazu jetzt eine kurze Frage: Welches Objektiv nutzt du, um Blende 2,8 bei 300mm zu haben? Ich dachte erst mal an das Tamron 100-400, aber dessen offenste Blende ist weit weg von 2,8 . . .

Ich nutze seit ca. 1990/91 das hier: http://www.photosynthesis.co.nz/nikon/afn30028.jpg
die aktuelle Version hat leider eine UVP von 7000,- Euro .... ähnlich wie damals das meine in DM ... :confused:. Aber es gibt natürlich nen Haufen gebrauchter Vorläuferversionen mit und ohne VR oder schlechterem AF.

Hier die Übersicht über alle Versionen: http://www.photosynthesis.co.nz/nikon/lenses.html

Um Objektiv-Tipps zu geben (falls gewünscht) müsste man natürlich wissen wie Du dein Setup schwerpunktmässig einsetzen willst und welcher Preisrahmen Dir vorschwebt ;).

Gruss W.
 
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Hab mir grad ein Upgrade auf die D500 gegönnt, ...

Gut gemacht (y) - is ne super Kamera mit jetzt sehr gutem Preis-Leistungsverhältniss.

Die D7500 is im Prinzip ja nur ne abgespeckte D500 und in meinem Fall auch die sinnvollere Kamera da ich aufgrund meines oben erwähnten Objektivs die besseren AF-Fähigkeiten gar nicht (oder kaum) nutzen könnte. Zudem ist die D7500 leichter was mir nat. für lange Touren entgegenkommt (wenn ich jetzt nur auch die Freigabe für das 300mm f4 E PF bekäme :rolleyes:;)). Allerdings hatte ich gar keine Wahl da meine Kamera ein sehr seltenes Mega-Schnäppchen war 🤩🥳.
Viel Spass mit Deiner D500 - wirst Du auch sicher haben, wenn Du das richtige Objektiv vorne dran hängst 😃. Gruss W.
 
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