Kastrierte Hündin brauchbar?

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#1
Wmh,

über die SF könnte ich nix finden. Man möge mich eines besseren belehren.

Bisher führte ich jagdlich nur unkastrierte Rüden. Ich stelle mir die Frage, wenn eine Hündin mit ins Rudel kommt, mit der nicht gezüchtet werden soll, wie sind die Erfahrungswerte mit dem Einfluß der Kastration auf jagdliche Leistungen? Mir geht es auch nicht um die Frage warum überhaupt kastrieren, sondern einzig und allein um die Situation wenn kastriert wurde, warum auch immer.

Wird der Hund auf Schweiß ruhiger, was ja durchaus nicht verkehrt ist, aber was ist mit dem spurlauten Laufhund auf DJ? Vllt. gibt es hier ja Hundeführer mit Erfahrungswerten?
 
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#2
Das kann ich Dir nicht beantworten, aber ich habe mal einen DD-Rüden nach der Prüfung kastrieren lassen. Das hatte auf die Leistungen keinen Einfluss.
 
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#3
Ein bekannter hat eine Heideterrier Hündin diese im 2. jahr glaube ich wegen problemen leergeräumt wurde. Auf das Jagdliche verhalten hat es keinen einfluss würde ich behaupten. Sie Jagd noch immer mit Härte und Passion an den Sauen.
 
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#4
Wieso soll der Hund auf Schweiß ruhiger werden? Was soll mit dem Spurlaut passieren? Seltsame Vorstellungen, die da kursieren.

Kastrationen bei Hündinnen haben völlig andere Folgen als bei Rüden. Was nicht weiter verwunderlich ist, da Östrogen und Testosteron im Stoffwechsel ja auch völlig verschiedene Aufgaben haben.

Bei Hündinnen hat Kastration sehr oft Inkontinenz zur Folge, je größer der Hund, desto größer die Wahrscheinlichkeit.

Wesensmäßig sollen eher kratzbürstig veranlagte Hündinnen dadurch tendenziell noch kratzbürstiger werden. Kenn ich aber persönlich keinen Fall.

Jagdliche Auswirkungen sind mir weiters keine bekannt, obwohl Kastration nicht grade selten ist. Hrrmpf.
 
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#5
Kein Unterschied, wir mussten den Eingriff im 7. Jahr machen lassen...
 
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#6
Ich habe eine sehr kopfstarke Hündin leer machen lassen müssen. Sie wurde anschließend von den übrigen Hündinnen so massiv "gemobbt", dass wir sie aus der Meute nehmen mussten.
Das zeigte sich auch im jagdlichen Einsatz.
 
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#7
Musste meine Hündin mit fünf oder sechs Jahren kastrieren lassen.
Sie wurde danach insgesamt rüdenhafter - sowohl von der Statur (kräftiger), als auch vom Verhalten (eher mal auf Krawall aus). Jagdlich gab es überhaupt keine Einschränkungen, ich hatte im Gegenteil den Eindruck dass sie auch da an Schärfe zulegte
 
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#8
Meine beiden Deutsch Kurzhaarhündinnen habe ich auch kastrieren lassen.
Alles bestens.

Wenn man nicht züchten will, ist das eine sinnvolle Maßnahme. Keinen "Ärger" mit Läufigkeit.

TH
 
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#9
Wenn die Kastration nicht zu früh erfolgt, wird das mit großer Wahrscheinlichkeit keine Auswirkungen auf die jagdliche Brauchbarkeit haben, das heißt, keine Kastration vor 2 - 2,5 Jahren.
 
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#10
Wobei lt. meiner Tierärztin die Kastration genau zwischen zwei Hitzen bei niedrigstem Hormonspiegel erfolgen sollte, um Nebenwirkungen zu vermeiden....
 
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#12
Uns hat der Tierarzt geraten, es möglichst früh zu machen, am besten vor der ersten Hitze, aber das war uns zu früh.
Ich würde es bei jeder Hündin machen lassen, mit der ich nicht züchten will. Nicht wegen der Läufigkeit, sondern wegen Krebs und Gebärmuttererkrankungen, gerade in höherem Alter. Haben da viel Scheiss mitgemacht in der Vergangenheit.
Denke der Körper ist einfach nicht dafür gemacht nie auszutragen und dabei so alt zu werden, wie es bei Hunden heute üblich ist.
 
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#13
Da ich einen Rüde und eine Hündin führe, aber nicht gezüchtet werden sollte, wurde die Hündin mit 2,5Jahren kastriert. Da der Hund hormonell "durch", sprich erwachsen war keinerlwi Änderung im Verhalten. Weder zivil noch jagdlich.

A.
 
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#14
Hatte heute ein Gespräch mit einem TA. Aus Sicht des TA‘s was mögliche gesundheitliche Probleme angeht, rät er Sau zu vor oder nach der ersten Hitze in den ersten 18 Monaten zu kastrieren. Hier ist das Mama-CA Risiko tendenziell gegen 0.

Am Ende wird es wohl ein Kompromiss sein. Zu früh, denke ich kann am Ende doch dazu führen, dass die Hunde juvenil bleiben und nicht gut genug gefestigt sind.
 
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#15
image.jpg Unsere Labrador-Hündin wurde vor der ersten Läufigkeit kastriert, eben wegen der oben genannten Risiken Gebärmuttergeschichten etc.
In der Tat ist sie mit 11,5 immer noch ein furchtbarer Kindskopf, an Passion würde es aber nicht mangeln.
Einzig das Fell ist teilweise immer noch in Teilen „welpenähnlich“...
 
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